Erfahrungsbericht von MatthiasHuehr
Der (ge)wichtigste Film des Jahres
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wenn die Gebrüder Farrelly einen Film drehen, dann wird er sehr flach und vulgär. Etwas schwer fiel es mir, den Kritikern zu glauben, daß ihr neuestes Machwerk völlig anders als ihre vorherigen Filme sein soll. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so war die Kinokarte mein ...
Die Story ist relativ schnell erzählt. Hal (Jack Black) ist eher ein ziemlich durchschnittlicher Typ, aber er hat trotzdem sehr hohe Ansprüche. Zu hohe Ansprüche, denn sein Liebesleben sieht ziemlich schwach aus. Das Schicksal teilt er mit seinem besten Freund Mauricio (Jason Alexander), der genauso oberflächlich ist und darum seine Freundin den Laufpaß gibt, nur weil sie einen kleinen Schönheitsfehler hat. Die Beiden jagen zusammen nach dem willigen Supermodel, was nicht so recht gelingen will. Beruflich hat Hal auch kein Glück, bei Beförderungen wird er ständig übergangen. Bis er eines Tages zusammen mit dem berühmten Motivationstrainer Anthony J. Robbins in einem Aufzug stecken bleibt. Die beiden Männer führen ein Gespräch und Anthony beschließt Hal einen Gefallen zu tun. Er hypnotisiert ihn und läßt ihn die innere Schönheit der Menschen sehen. Hal hat seit diesem Vorfall merkwürdigerweise großes Glück bei Frauen. Die schönsten und attraktivsten Exemplare der weiblichen Gattung zeigen ein Interesse an ihm. Und so passiert es, daß Hal eine Frau kennenlernt, die er für einen Volltreffer hält. Blond, schlank und schön ist seine Rosemary (Gwyneth Paltrow), die auch ihr Glück nicht fassen kann, denn in Wirklichkeit ist sie alles andere als das, was Hal sieht. Mauricio versucht ihm zwar klarzumachen, daß er nicht ganz richtig sieht, aber Hal ist blind, blind vor Liebe. Die Beziehung zwischen den Beiden wird immer stärker. Welch ein Zufall, daß der Vater von Rosemary sein oberster Boß ist, nicht nur privat, sondern auch beruflich fängt es ihm an besser zu gehen. Hal sieht zwar ein paar merkwürdige Dinge, so den Heißhunger seiner Liebsten und die merkwürdig großen Slips, aber er erkennt die Wahrheit nicht. Mauricio beschließt der Geschichte ein Ende zu verpassen. Er stellt Anthony zu Rede, erfährt alles über die Hypnose und beendet diese. Hal sieht plötzlich die Realität ... Rosemary, seine Traumfrau, ist nicht das, was er immer gesehen hat. Wie wird er sich entscheiden? Nur noch soviel : mindestens eine Torte kommt noch vor ...
Als ich die Werbung sah, da hatte ich erst kein Interesse den Film zu besuchen. Zum einen waren die letzten Filme der Farellys ziemlich schwach, so daß ich davon schon bedient war. Der viel stärkere Grund war Jack Black, der mich an den grausam blödsinnigen „Zickenterror“ erinnerte, der für mich der mieseste Komödie war, die im Jahr 2001 im Kino lief. Aufgrund positiver Aussagen habe ich es trotzdem gewagt und war positiv überrascht, aber nur etwas.
Außer Gwyneth Paltrow spielten recht unbekannte Schauspieler mit, wenn man von Jason Alexander absieht, der durch eine Rolle in der Comedyserie Seinfeld bekannt geworden ist. Aber wozu gute Schauspieler verbraten? Für den künstlerischen Anspruch reichte die dritte Reihe voll aus. Allzu hohe Forderungen an das schauspielerische Talent wurde nicht gestellt, da die Hauptlast die Maske zu tragen hatte. Bemerkenswert war die wirklich sehr echt wirkende Gesichtsmaske, die man Gwyneth Paltrow verpaßt hat.
Der Humor war typisch Farrelly, nur daß er in einer abgeschwächten Form auftrat und das auch nur stellenweise. Und das war, was mich am Film gestört hat. Es war keine durchgehendes Humorniveau zu spüren. Sprunghaft wechselten die Szenen von plumper Komik, in der das Gewichtsproblem von Rosemary für gewisse Lacher sorgen sollte, zu Szenen in denen die humanistischen Züge der handelnden Personen im Vordergrund standen. Dieser ständige Wechsel machte den Film kaputt. Man bekam einen Film zu sehen, der eine romantische Komödie sein wollte, aber Altlasten der Produzenten nicht ablegen konnte. Wenn der Film eine tiefsinnige Aussage vermitteln soll, dann kann man dieses mittels falscher Stilmittel negieren. Wenn man stellenweise zu sehr herumblödelt, dann verliert man die notwendige Glaubwürdigkeit, um seine Aussage vermitteln zu können. Und diesen Fakt haben die beiden Brüder nicht beachtet und das Ergebnis ist dementsprechend mittelmäßig ausgefallen.
Der tiefere Sinn ist recht positiv. Man soll hinter die Fassade der Menschen sehen und wird dann oft etwas anderes finden, als das, was auf der Fassade zu sehen ist. Ein lobenswertes Ziel, aber wie diese Forderung dargestellt wurde, ist recht schwach. Stilistisch wurde die inneren Werte einiger der handelnden Charaktere mittels Austauschs durch andere Schauspieler bewerkstelligt. Aus Leuten, die optisch nicht viel zu bieten hatten, wurden in Hals Augen Supermodels und Leute, die zwar eine attraktive Erscheinung hatten, aber einen schlechten Charakter, erblickte er mit einer völlig unattraktiven Erscheinung. In einigen Szenen verteidigt Hal die Schönheit seiner Freundin gegenüber Leuten, die über sie lästerten, und machten die gewählte Darstellungsweise recht glaubhaft und sympathisch, einige Details waren einfach zu blöd und machten den Anspruch kaputt. Eine Reihe von Witzen, die auf Kosten von Rosemary gingen oder das Schwänzchen von Mauricio waren recht niveaulos, wenn man sie mit der Szene mit den Kindern vergleicht, die durch Brandwunden entstellt waren. Die Farellys machen filmisch die Aussage, daß alle Menschen Gefühle haben, aber im selben Zusammenhang blödeln sie gleich mit dem niedrigen Niveau von früher weiter. Hätten sie auf dieses ausgetretene Stilmittel verzichtet, dann wäre höchstwahrscheinlich eine gute Komödie herausgekommen, so aber ist es nur ein Film unter vielen. Er ist kein richtiger Schenkelklopfer und auch keine romantische Komödie, sondern nur ein Mischmasch von beidem.
Bewertung:
Diesen Film zu bewerten, fällt mir recht schwer. Zwei Seiten besitzt dieser Farelly-Streifen, die widersprüchlicher nicht sein können. Auf der einen Seite stehen die recht plumpen und oberflächlichen Gags, für die die beiden Brüder bekannt sind, auf der anderen Seite steht ein tieferer Sinn der Story, den bisher keiner ihrer vorherigen Machwerke aufweisen konnte. Als Komödie war der Film recht schwach, als Film mit Tiefgang wäre er eher etwas geworden. Ich entscheide mich daher für den Film und bewerte daher den guten Willen, eine Komödie zu drehen, die einen gewissen Tiefgang hat, und gebe keine schlechte Bewertung ab. Mein Urteil lautet daher noch: ***.
Diesen Film kann man sich ansehen, muß es aber nicht. Er ist leider nur geeignet, wenn man sehr große Langeweile hat, da es deutlich bessere Filme gibt, die man sich derzeitig im Kino ansehen kann.
Die Story ist relativ schnell erzählt. Hal (Jack Black) ist eher ein ziemlich durchschnittlicher Typ, aber er hat trotzdem sehr hohe Ansprüche. Zu hohe Ansprüche, denn sein Liebesleben sieht ziemlich schwach aus. Das Schicksal teilt er mit seinem besten Freund Mauricio (Jason Alexander), der genauso oberflächlich ist und darum seine Freundin den Laufpaß gibt, nur weil sie einen kleinen Schönheitsfehler hat. Die Beiden jagen zusammen nach dem willigen Supermodel, was nicht so recht gelingen will. Beruflich hat Hal auch kein Glück, bei Beförderungen wird er ständig übergangen. Bis er eines Tages zusammen mit dem berühmten Motivationstrainer Anthony J. Robbins in einem Aufzug stecken bleibt. Die beiden Männer führen ein Gespräch und Anthony beschließt Hal einen Gefallen zu tun. Er hypnotisiert ihn und läßt ihn die innere Schönheit der Menschen sehen. Hal hat seit diesem Vorfall merkwürdigerweise großes Glück bei Frauen. Die schönsten und attraktivsten Exemplare der weiblichen Gattung zeigen ein Interesse an ihm. Und so passiert es, daß Hal eine Frau kennenlernt, die er für einen Volltreffer hält. Blond, schlank und schön ist seine Rosemary (Gwyneth Paltrow), die auch ihr Glück nicht fassen kann, denn in Wirklichkeit ist sie alles andere als das, was Hal sieht. Mauricio versucht ihm zwar klarzumachen, daß er nicht ganz richtig sieht, aber Hal ist blind, blind vor Liebe. Die Beziehung zwischen den Beiden wird immer stärker. Welch ein Zufall, daß der Vater von Rosemary sein oberster Boß ist, nicht nur privat, sondern auch beruflich fängt es ihm an besser zu gehen. Hal sieht zwar ein paar merkwürdige Dinge, so den Heißhunger seiner Liebsten und die merkwürdig großen Slips, aber er erkennt die Wahrheit nicht. Mauricio beschließt der Geschichte ein Ende zu verpassen. Er stellt Anthony zu Rede, erfährt alles über die Hypnose und beendet diese. Hal sieht plötzlich die Realität ... Rosemary, seine Traumfrau, ist nicht das, was er immer gesehen hat. Wie wird er sich entscheiden? Nur noch soviel : mindestens eine Torte kommt noch vor ...
Als ich die Werbung sah, da hatte ich erst kein Interesse den Film zu besuchen. Zum einen waren die letzten Filme der Farellys ziemlich schwach, so daß ich davon schon bedient war. Der viel stärkere Grund war Jack Black, der mich an den grausam blödsinnigen „Zickenterror“ erinnerte, der für mich der mieseste Komödie war, die im Jahr 2001 im Kino lief. Aufgrund positiver Aussagen habe ich es trotzdem gewagt und war positiv überrascht, aber nur etwas.
Außer Gwyneth Paltrow spielten recht unbekannte Schauspieler mit, wenn man von Jason Alexander absieht, der durch eine Rolle in der Comedyserie Seinfeld bekannt geworden ist. Aber wozu gute Schauspieler verbraten? Für den künstlerischen Anspruch reichte die dritte Reihe voll aus. Allzu hohe Forderungen an das schauspielerische Talent wurde nicht gestellt, da die Hauptlast die Maske zu tragen hatte. Bemerkenswert war die wirklich sehr echt wirkende Gesichtsmaske, die man Gwyneth Paltrow verpaßt hat.
Der Humor war typisch Farrelly, nur daß er in einer abgeschwächten Form auftrat und das auch nur stellenweise. Und das war, was mich am Film gestört hat. Es war keine durchgehendes Humorniveau zu spüren. Sprunghaft wechselten die Szenen von plumper Komik, in der das Gewichtsproblem von Rosemary für gewisse Lacher sorgen sollte, zu Szenen in denen die humanistischen Züge der handelnden Personen im Vordergrund standen. Dieser ständige Wechsel machte den Film kaputt. Man bekam einen Film zu sehen, der eine romantische Komödie sein wollte, aber Altlasten der Produzenten nicht ablegen konnte. Wenn der Film eine tiefsinnige Aussage vermitteln soll, dann kann man dieses mittels falscher Stilmittel negieren. Wenn man stellenweise zu sehr herumblödelt, dann verliert man die notwendige Glaubwürdigkeit, um seine Aussage vermitteln zu können. Und diesen Fakt haben die beiden Brüder nicht beachtet und das Ergebnis ist dementsprechend mittelmäßig ausgefallen.
Der tiefere Sinn ist recht positiv. Man soll hinter die Fassade der Menschen sehen und wird dann oft etwas anderes finden, als das, was auf der Fassade zu sehen ist. Ein lobenswertes Ziel, aber wie diese Forderung dargestellt wurde, ist recht schwach. Stilistisch wurde die inneren Werte einiger der handelnden Charaktere mittels Austauschs durch andere Schauspieler bewerkstelligt. Aus Leuten, die optisch nicht viel zu bieten hatten, wurden in Hals Augen Supermodels und Leute, die zwar eine attraktive Erscheinung hatten, aber einen schlechten Charakter, erblickte er mit einer völlig unattraktiven Erscheinung. In einigen Szenen verteidigt Hal die Schönheit seiner Freundin gegenüber Leuten, die über sie lästerten, und machten die gewählte Darstellungsweise recht glaubhaft und sympathisch, einige Details waren einfach zu blöd und machten den Anspruch kaputt. Eine Reihe von Witzen, die auf Kosten von Rosemary gingen oder das Schwänzchen von Mauricio waren recht niveaulos, wenn man sie mit der Szene mit den Kindern vergleicht, die durch Brandwunden entstellt waren. Die Farellys machen filmisch die Aussage, daß alle Menschen Gefühle haben, aber im selben Zusammenhang blödeln sie gleich mit dem niedrigen Niveau von früher weiter. Hätten sie auf dieses ausgetretene Stilmittel verzichtet, dann wäre höchstwahrscheinlich eine gute Komödie herausgekommen, so aber ist es nur ein Film unter vielen. Er ist kein richtiger Schenkelklopfer und auch keine romantische Komödie, sondern nur ein Mischmasch von beidem.
Bewertung:
Diesen Film zu bewerten, fällt mir recht schwer. Zwei Seiten besitzt dieser Farelly-Streifen, die widersprüchlicher nicht sein können. Auf der einen Seite stehen die recht plumpen und oberflächlichen Gags, für die die beiden Brüder bekannt sind, auf der anderen Seite steht ein tieferer Sinn der Story, den bisher keiner ihrer vorherigen Machwerke aufweisen konnte. Als Komödie war der Film recht schwach, als Film mit Tiefgang wäre er eher etwas geworden. Ich entscheide mich daher für den Film und bewerte daher den guten Willen, eine Komödie zu drehen, die einen gewissen Tiefgang hat, und gebe keine schlechte Bewertung ab. Mein Urteil lautet daher noch: ***.
Diesen Film kann man sich ansehen, muß es aber nicht. Er ist leider nur geeignet, wenn man sehr große Langeweile hat, da es deutlich bessere Filme gibt, die man sich derzeitig im Kino ansehen kann.
23 Bewertungen, 5 Kommentare
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14.01.2009, 01:09 Uhr von AngelikaR
Bewertung: sehr hilfreichIch fand den eigentlich ganz niedlich gemacht. Na ja... Geschmackssache:-)) LG
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31.08.2006, 10:57 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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13.08.2006, 17:56 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß :-)) Marianne
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26.04.2002, 15:02 Uhr von TheGreatMaster
Bewertung: sehr hilfreichSchön das Du auch wieder hier bist... Gruß TheGreatMaster.
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26.04.2002, 15:01 Uhr von Mutter3
Bewertung: sehr hilfreichWie immer ein gern gelesener Bericht.Liebe Grüße Gisela
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