Erfahrungsbericht von littlewiggle
Die Message ist das, was hier zählt!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Da ich glücklicherweise vor ein paar Wochen die ersten 2 Stunden am Freitag frei hatte und erst um halb 10 in die Schule musste, gönnte ich mir am Donnerstag Abend noch einen Kinobesuch mit zwei Freundinnen. Die Wahl fiel schnell auf die Komödie "Schwer verliebt", da in unserer Kleinstadt die Auswahl an Filmen meist eher mittelprächtig ist und wir teilweise die anderen Filme schon gesehen hatten.
Wie auch immer, "Schwer verliebt" sollte es diesmal sein und mit einem Eintrittspreis von 5,60 Euro für einen Logenplatz kommt man unter der Woche recht günstig weg.
Nun erst mal, für's Verständnis, der Inhalt des Films:
Der Einstieg in den Film wirkt erst mal recht seltsam, denn man sieht eine Frau mit ihrem Kind (Hal), deren Mann gerade im Sterben liegt. Wenn man durch die Vorschau usw. schon etwas vom Inhalt des Films mitbekommen hat, wundert man sich also zuerst einmal; zumindest war es bei mir so.
Das Ganze klärt sich schnell auf: Hal, der zu diesem Zeitpunkt 9 Jahre alt ist, kommt ins Krankenhaus um sich von seinem Vater, den er sehr liebt, zu verabschieden. Dieser gibt dem etwas pummeligen Jungen jedoch nur eher außergewöhnliche "Lebensweisheiten" mit auf den Weg, nämlich dass nur "geile Weiber mit geilen Titten" zählen.....
Dann geht der Film richtig los. Hal tanzt in einer Disco und macht sich an die verschiedensten Frauen ran. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: sie sind richtig hübsch. Er selber hat nicht gerade Waschbrettbauch und Macho-Lächeln und wird in aller Regel von den Frauen schlichtweg ignoriert.
Das bringt ihm natürlich das Gefühl, keine Frau würde sich wirklich für ihn interessieren. Ganz klar, das liegt natürlich daran, dass Hal sich immer die heraussucht, die "eine Nummer zu groß" für ihn sind - Supermodel-artige Wesen also, denen er nie das Wasser reichen kann. Seine extrem hohen Ansprüche machen ihn auf Dauer unglücklich, aber er selbst ist sich nicht im Klaren, dass er nur für ihn unerreichbare Frauen begehrt.
Sein Leben nimmt eine abrupte Wendung, als er mit Tony Robbins, einem prominenten Motivationstrainer, im Fahrstuhl stecken bleibt und ihm im Laufe des Eingeschlossenseins von seinen Problemen mit Frauen berichtet. Mr. Robbins verspricht ihm daraufhin eine außergewöhnliche Gabe, nämlich wird Hal ab sofort nur die innere Schönheit der Menschen sehen können. Tony verspricht ihm so mehr Erfolg bei den Frauen.
Für Hal ist das Leben danach super-schön: Fast jede attraktive Frau, die ihm über den Weg läuft, ist an ihm interessiert! In Wirklichkeit sind diese Frauen aber alles andere als hübsch, sondern haben "nur" ganz besondere innere Werte: sie sind nett, hilfsbereit und intelligent. Hal kann es gar nicht fassen, dass es so etwas gibt: super-hübsch und gleichzeitig so schlau - einfach perfekt, denkt er.
Hal trifft schließlich auf Rosemary, die er zu seiner Traumfrau erklärt: für ihn sieht sie wunderhübsch aus, mit blonden Haaren, sehr schlank und noch dazu arbeitet sie im Krankenhaus mit kleinen Kindern. Für den Zuschauer und für Hal"s Kumpel Mauricio sieht Rosemary allerdings ganz anders aus: 140 kg schwer und nicht gerade eine Schönheit!
Rosemary ist überglücklich, dass sich endlich ein Mann für sie interessiert, ja nicht nur dass, er bemüht sich sehr viel um sie und macht ihr auch dauernd Komplimente über ihre tolle Figur und ihr Aussehen. Sie kann die Komplimente aber nicht ganz verstehen, denn natürlich ist sie sich im Klaren darüber, dass sie mit ihren über 100kg nun wirklich nicht schlank ist und fasst Hal's Komplimente zunächst als versteckte Beleidigungen auf.
Mauricio, der selber keine Frau findet, die seinen Ansprüchen genügt, bekommt natürlich mit, dass irgendetwas mit seinem Freund nicht stimmen kann: Dauernd erzählt ihm Hal von den super-geilen Frauen, die für Mauricio aber eher "Wale" sind oder schlichtweg hässlich.
Mauricio ist schließlich so verzweifelt, dass er versucht, mit Tony Robbins Kontakt aufzunehmen, der ja daran schuld ist, dass sein Freund plötzlich so anders ist.
Wie man erwarten konnte, wurde der "Zauber" wieder aufgehoben und Hal findet sich auf dem Boden der Tatsachen wieder. Er sieht jetzt alle Menschen wieder so, wie sie wirklich aussehen und hat die Fähigkeit, die innere Schönheit zu sehen, völlig verloren.
Völlig? Nein, vielleicht doch nicht ganz, denn Hal hat seine Lektion gelernt und am Ende legt er seine früheren Macho-Eigenschaften völlig ab. Ihm ist das Aussehen nun überhaupt nicht mehr wichtig und daher bleibt er auch bei Rosemary.
Meine Meinung:
Den Film kann man insofern als Komödie bezeichnen, als es ja ziemlich lustig rüberkommt, wenn Hal z. B. von den sooo attraktiven Frauen schwärmt, die für Mauricio und alle anderen nur hässlich sind. Die Missverständnisse, die dadurch entstehen, bringen einen schon oft zum Lachen, auch wenn ich wirklich absolute "Knaller", worüber man auch noch nach dem Kino lacht, vermisst habe.
"Schwer verliebt" dreht sich hauptsächlich um die Liebesgeschichte zwischen Rosie und Hal. Dabei kommt aber kaum Romantik auf, da ja alles sehr auf die neue Eigenschaft Hals, alles Innere zu sehen, beschränkt ist und keine Möglichkeit ausgelassen wird, dem Zuschauer klarzumachen, wie Rosemary in Wirklichkeit aussieht (z. B. läuft das Päärchen an einem Schaufenster vorbei - man sieht Gwyneth Paltrow im Schaufenster als dicke Rosie und gleichzeitig läuft sie mit ihrer schlanken Figur neben Hal).
Die Rolle der Rosemary war sicher keine einfache. Der häufige Wechsel zwischen dick und dünn war sicher recht aufwendig. Ich denke aber, da man die dicke Rosie oft nur von hinten sieht, dass man hier eine andere Schauspielerin genommen hat. Nur am Ende sieht man auch das Gesicht der schwergewichtigen Rosemary und da ist auch deutlich erkennbar, dass es sich um Gwyneth handelt, die künstlich "dick gemacht" wurde. Das hat aber teilweise wohl nicht so gut geklappt, denn als Rosie/Gwyneth lacht, sieht man, dass sie über den Wangen und den Hals herunter eine Art Maske trägt, die ihr Gesicht unheimlich dick erscheinen lässt.
Die restlichen Schauspieler, die mir fast alle eher unbekannt waren, spielen ihre Rollen wirklich sehr gut.
Mir hat der Film gut gefallen, weil er wirklich betont, dass die inneren Werte mehr zählen (sollten) als das Aussehen. Natürlich fragt man sich an einigen Stellen des Films, ob er nicht teilweise dicke Frauen diskriminiert. Dadurch, dass Hal dann nur noch super-schlanke Frauen sieht, wird von vorne herein eigentlich ausgeschlossen, dass dicke Menschen auch sehr hübsch sein können!
Trotzdem überwiegt meiner Meinung nach die Kritik an unserem Verhalten und unseren Einstellungen, die uns die Werbung vermittelt. Man macht sich nämlich schon Gedanken, über Toleranz und wie man eigentlich selber mit den verschiedenen Menschen umgeht. Ich denke, man kann in fast jedem Menschen diese innere Schönheit "sehen", wenn man sich Mühe gibt, ihm ohne Vorbehalte zu begegnen.
Insgesamt kann ich also festhalten, dass der Film von der Handlung her meist nicht so berauschend ist, da man oft erahnen kann, was wohl als nächstes kommt. Die witzigen Dialoge und natürlich die Message, dass die inneren Werte zählen, kommen aber gut rüber und machen den Hauptteil des Films aus.
Ich empfehle, den Film auf jeden Fall auf Video oder später im Fernsehen anzuschauen. Ob sich ein Kinobesuch lohnt, entscheidet sich eher daran, welche Erwartungen man an eine Komödie stellt (also ob man für diese wichtige Message, die uns der Film mitteilen will auch etwas Einbußen hinsichtlich des Humors und der Handlung akzeptieren will oder ob man nur eine weitere Highschool-Teenie-Komödie vorzieht).
Alles in Allem bekommt "Schwer verliebt" von mir die Bewertung "gut", denn mir hat der Film wirklich gut gefallen! Abzug gibt's dafür, dass sich etwas molligere Menschen diskriminiert fühlen könnten und für den Humor, der ein kleines bisschen zu schwach ausfällt.
Auf der Seite www.schwerverliebt.de findet ihr noch mehr Infos zum Film und ein paar nette Bilder.
Dieser Bericht wurde von mir (littlewiggle) auch bei Ciao.com gepostet.
Wie auch immer, "Schwer verliebt" sollte es diesmal sein und mit einem Eintrittspreis von 5,60 Euro für einen Logenplatz kommt man unter der Woche recht günstig weg.
Nun erst mal, für's Verständnis, der Inhalt des Films:
Der Einstieg in den Film wirkt erst mal recht seltsam, denn man sieht eine Frau mit ihrem Kind (Hal), deren Mann gerade im Sterben liegt. Wenn man durch die Vorschau usw. schon etwas vom Inhalt des Films mitbekommen hat, wundert man sich also zuerst einmal; zumindest war es bei mir so.
Das Ganze klärt sich schnell auf: Hal, der zu diesem Zeitpunkt 9 Jahre alt ist, kommt ins Krankenhaus um sich von seinem Vater, den er sehr liebt, zu verabschieden. Dieser gibt dem etwas pummeligen Jungen jedoch nur eher außergewöhnliche "Lebensweisheiten" mit auf den Weg, nämlich dass nur "geile Weiber mit geilen Titten" zählen.....
Dann geht der Film richtig los. Hal tanzt in einer Disco und macht sich an die verschiedensten Frauen ran. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: sie sind richtig hübsch. Er selber hat nicht gerade Waschbrettbauch und Macho-Lächeln und wird in aller Regel von den Frauen schlichtweg ignoriert.
Das bringt ihm natürlich das Gefühl, keine Frau würde sich wirklich für ihn interessieren. Ganz klar, das liegt natürlich daran, dass Hal sich immer die heraussucht, die "eine Nummer zu groß" für ihn sind - Supermodel-artige Wesen also, denen er nie das Wasser reichen kann. Seine extrem hohen Ansprüche machen ihn auf Dauer unglücklich, aber er selbst ist sich nicht im Klaren, dass er nur für ihn unerreichbare Frauen begehrt.
Sein Leben nimmt eine abrupte Wendung, als er mit Tony Robbins, einem prominenten Motivationstrainer, im Fahrstuhl stecken bleibt und ihm im Laufe des Eingeschlossenseins von seinen Problemen mit Frauen berichtet. Mr. Robbins verspricht ihm daraufhin eine außergewöhnliche Gabe, nämlich wird Hal ab sofort nur die innere Schönheit der Menschen sehen können. Tony verspricht ihm so mehr Erfolg bei den Frauen.
Für Hal ist das Leben danach super-schön: Fast jede attraktive Frau, die ihm über den Weg läuft, ist an ihm interessiert! In Wirklichkeit sind diese Frauen aber alles andere als hübsch, sondern haben "nur" ganz besondere innere Werte: sie sind nett, hilfsbereit und intelligent. Hal kann es gar nicht fassen, dass es so etwas gibt: super-hübsch und gleichzeitig so schlau - einfach perfekt, denkt er.
Hal trifft schließlich auf Rosemary, die er zu seiner Traumfrau erklärt: für ihn sieht sie wunderhübsch aus, mit blonden Haaren, sehr schlank und noch dazu arbeitet sie im Krankenhaus mit kleinen Kindern. Für den Zuschauer und für Hal"s Kumpel Mauricio sieht Rosemary allerdings ganz anders aus: 140 kg schwer und nicht gerade eine Schönheit!
Rosemary ist überglücklich, dass sich endlich ein Mann für sie interessiert, ja nicht nur dass, er bemüht sich sehr viel um sie und macht ihr auch dauernd Komplimente über ihre tolle Figur und ihr Aussehen. Sie kann die Komplimente aber nicht ganz verstehen, denn natürlich ist sie sich im Klaren darüber, dass sie mit ihren über 100kg nun wirklich nicht schlank ist und fasst Hal's Komplimente zunächst als versteckte Beleidigungen auf.
Mauricio, der selber keine Frau findet, die seinen Ansprüchen genügt, bekommt natürlich mit, dass irgendetwas mit seinem Freund nicht stimmen kann: Dauernd erzählt ihm Hal von den super-geilen Frauen, die für Mauricio aber eher "Wale" sind oder schlichtweg hässlich.
Mauricio ist schließlich so verzweifelt, dass er versucht, mit Tony Robbins Kontakt aufzunehmen, der ja daran schuld ist, dass sein Freund plötzlich so anders ist.
Wie man erwarten konnte, wurde der "Zauber" wieder aufgehoben und Hal findet sich auf dem Boden der Tatsachen wieder. Er sieht jetzt alle Menschen wieder so, wie sie wirklich aussehen und hat die Fähigkeit, die innere Schönheit zu sehen, völlig verloren.
Völlig? Nein, vielleicht doch nicht ganz, denn Hal hat seine Lektion gelernt und am Ende legt er seine früheren Macho-Eigenschaften völlig ab. Ihm ist das Aussehen nun überhaupt nicht mehr wichtig und daher bleibt er auch bei Rosemary.
Meine Meinung:
Den Film kann man insofern als Komödie bezeichnen, als es ja ziemlich lustig rüberkommt, wenn Hal z. B. von den sooo attraktiven Frauen schwärmt, die für Mauricio und alle anderen nur hässlich sind. Die Missverständnisse, die dadurch entstehen, bringen einen schon oft zum Lachen, auch wenn ich wirklich absolute "Knaller", worüber man auch noch nach dem Kino lacht, vermisst habe.
"Schwer verliebt" dreht sich hauptsächlich um die Liebesgeschichte zwischen Rosie und Hal. Dabei kommt aber kaum Romantik auf, da ja alles sehr auf die neue Eigenschaft Hals, alles Innere zu sehen, beschränkt ist und keine Möglichkeit ausgelassen wird, dem Zuschauer klarzumachen, wie Rosemary in Wirklichkeit aussieht (z. B. läuft das Päärchen an einem Schaufenster vorbei - man sieht Gwyneth Paltrow im Schaufenster als dicke Rosie und gleichzeitig läuft sie mit ihrer schlanken Figur neben Hal).
Die Rolle der Rosemary war sicher keine einfache. Der häufige Wechsel zwischen dick und dünn war sicher recht aufwendig. Ich denke aber, da man die dicke Rosie oft nur von hinten sieht, dass man hier eine andere Schauspielerin genommen hat. Nur am Ende sieht man auch das Gesicht der schwergewichtigen Rosemary und da ist auch deutlich erkennbar, dass es sich um Gwyneth handelt, die künstlich "dick gemacht" wurde. Das hat aber teilweise wohl nicht so gut geklappt, denn als Rosie/Gwyneth lacht, sieht man, dass sie über den Wangen und den Hals herunter eine Art Maske trägt, die ihr Gesicht unheimlich dick erscheinen lässt.
Die restlichen Schauspieler, die mir fast alle eher unbekannt waren, spielen ihre Rollen wirklich sehr gut.
Mir hat der Film gut gefallen, weil er wirklich betont, dass die inneren Werte mehr zählen (sollten) als das Aussehen. Natürlich fragt man sich an einigen Stellen des Films, ob er nicht teilweise dicke Frauen diskriminiert. Dadurch, dass Hal dann nur noch super-schlanke Frauen sieht, wird von vorne herein eigentlich ausgeschlossen, dass dicke Menschen auch sehr hübsch sein können!
Trotzdem überwiegt meiner Meinung nach die Kritik an unserem Verhalten und unseren Einstellungen, die uns die Werbung vermittelt. Man macht sich nämlich schon Gedanken, über Toleranz und wie man eigentlich selber mit den verschiedenen Menschen umgeht. Ich denke, man kann in fast jedem Menschen diese innere Schönheit "sehen", wenn man sich Mühe gibt, ihm ohne Vorbehalte zu begegnen.
Insgesamt kann ich also festhalten, dass der Film von der Handlung her meist nicht so berauschend ist, da man oft erahnen kann, was wohl als nächstes kommt. Die witzigen Dialoge und natürlich die Message, dass die inneren Werte zählen, kommen aber gut rüber und machen den Hauptteil des Films aus.
Ich empfehle, den Film auf jeden Fall auf Video oder später im Fernsehen anzuschauen. Ob sich ein Kinobesuch lohnt, entscheidet sich eher daran, welche Erwartungen man an eine Komödie stellt (also ob man für diese wichtige Message, die uns der Film mitteilen will auch etwas Einbußen hinsichtlich des Humors und der Handlung akzeptieren will oder ob man nur eine weitere Highschool-Teenie-Komödie vorzieht).
Alles in Allem bekommt "Schwer verliebt" von mir die Bewertung "gut", denn mir hat der Film wirklich gut gefallen! Abzug gibt's dafür, dass sich etwas molligere Menschen diskriminiert fühlen könnten und für den Humor, der ein kleines bisschen zu schwach ausfällt.
Auf der Seite www.schwerverliebt.de findet ihr noch mehr Infos zum Film und ein paar nette Bilder.
Dieser Bericht wurde von mir (littlewiggle) auch bei Ciao.com gepostet.
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