Resident Evil (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Filmfreund

LSD-Abhängige watscheln sich einen zurecht

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Vorwort:
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Nach einiger Abstinenzzeit bei yopi melde ich mal wieder – aber auch wieder kurz – zurück und präsentiere Euch heute einen Bericht aus dem Filmbereich. Resident Evil habe ich mir ausgesucht, da ich ihn mir – als Gutschein – letztes Wochenende zugelegt habe.



Inhalt:
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Das 21.Jahrhundert. Die größte Macht auf der Welt hat das Unternehmen „Umbrella Corporation“. Auf den ersten Blick ein Konzern wie jeder andere auch. Inoffiziell wird in einer geheimen unterirdischen Stadt (dem „Hive“), das große Geld durch Rüstung, biologische Waffen und Genforschung verdient.
Viren und Bakterien werden gezüchtet und getestet. Über 500 Mitarbeiter beschäftigen sich damit, bis eines Tages diese Viren – absichtlich – „frei gelassen“ werden und alle Mitarbeiter tötet. Ab sofort übernimmt das Computersystem „Red Queen“ die Führung des Komplexes.

Um den Computer auszuschalten und auch sonst nach dem Rechten zu sehen, wird ein Sondertrupp von Soldaten eingesetzt. Unter ihnen auch Alice (Milla Jovovich – bekannt aus „The fifth Element“). Doch sie wissen nichts von dem Virus, der aus allen Mitarbeitern Zombies machte.



Meinung:
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Verfilmungen von Spielen gab es ja schon zuhauf. Und nun ist also auch eines meiner Lieblingsspiele verfilmt worden. Ich erinnere mich lebhaft (lol) an die 3 Teile, die ich damals
gespielt habe.
Keine Langeweile, sondern einfach nur Spielspass und Spannung. Und ich bin auch bei der Verfilmung davon ausgegangen, daß der Film zumindest in dieser Richtung die gleiche Wirkung beibehält. Doch dies ist leider nicht eingetroffen.

Wenn ich in meine Kindheit / Jugendzeit zurückblicke, dann denke ich an Filme wie „Return of the living Dead“, „Dawn of the Dead“ oder gar „Day of the Dead“. Namen wie Romero, Argento u.a. waren für mich der Inbegriff von dem „lustigen“ Genre.
Zombiefilme erfreuten sich großer Beliebtheit. Um so mehr war ich enttäuscht, als die Flut an „klassischen“ Zombie Filmen so stark nachließ.

Erst nachdem Peter Jackson´s „Brain Dead“ 1992 aufflackerte, spürte ich eine Beruhigung und auch eine Hoffnung, daß dieses Genre wieder zurück kehrt. Doch dem ist nicht so – leider. Und auch mit „Resident Evil“ ist die wirkliche Rückkehr der Zombie immer noch nicht eingeläutet worden.

Ich für meinen Teil assoziiere mit Zombiefilmen Blut, Gehirne, Zerstückelung und dergleichen mehr. Und da bin ich auch schon bei dem ersten Negativaspekt von „Resident Evil“. Davon gibt es nicht wirklich viel. Es sind zwar schon kleinere Szenen vorhanden, ein Ekelgefühl will aber nicht eintreten – und das wird auch nicht daran liegen, daß der Film FSK 16 ist. Hätte man dies wirklich in einer starken Form mit einfliessen lassen, dann hätte man den Film auch mit 18 versehen. Eine Indizierung hätte man auch umgehen können, wenn er zu hart gewesen wäre. Aber: hätte hätte hätte..... Ist es aber nicht. Vielmehr wird dem Zuschauer Action- und „Horror“elemente geboten, die man bereits aus einer Vielzahl von anderen Filmen her kennt.
Der Film erinnert einfach zu stark an Filme wie „Alien“, „Cube“, „Ghost of Mars“, „Mortal Kombat“, „Event Horizon“ (wundert ja nicht mit „Paul W.S. Anderson“ als Regisseur), ja sogar „Zombi 2“ lässt sich zum Ende hin blicken  und das sind nur die direkt sichtbaren. Kenner werden auch noch andere Filme in „Resident Evil“ wiedererkennen.

Desweiteren kommen zu wenig Zombies zum Einsatz. Zwar sind die „Schlachtszenen“ gut inszeniert, doch kommen bei weiten nicht an das Spiel heran. So muss man doch eine geschlagene halbe Stunde warten, bis der erste Untote denn nun mal auftauchen will. Aber wie so oft bei Spieladaptionen, verliert der Film an Glanz ohne jegliche Interaktivität von Seiten des Zuschauers / Spielers.
Klar ist – gerade bei „Resident Evil“ – bei solchen Adaptionen die Handlung zweitrangig, doch gerade dieser Film ist dann im Vergleich zu anderen Filmen eher langweilig.

Dabei fängt der Film eigentlich gar nicht mal so schlecht an. Gerade die ersten 10 Minuten sind gut gelungen. Sei es von der Spannung, der Kulisse oder den Bildern / der Kameraführung. Doch dies ist auch schnell wieder zu Ende. Zu lieblos erscheint der Film und plätschert von da an nur noch vor sich her. Und ich hatte mich so auf Metzelszenen gefreut.

Aber!!!! (um es mit den Worten von „Onkel Stein“ zu sagen) ... Ein Spiel zu verfilmen, ist immer sehr schwierig. Zu hohe Erwartungen stellt man im Vorfeld an den Film, zieht Vergleiche an und ist im Anschluß dann schwer enttäuscht, wenn er dann nicht so wird, wie man ihn sich vorgestellt hat. Und „Resident Evil“ ist dabei bestimmt keine Ausnahme. Aber etwas mehr hätte ich mir schon gewünscht – zumindest viel mehr Blut und Schlachtszenen. Das wäre machbar gewesen. Whatever .... rausgeschmissenes Geld war es ja nur uneigentlich, denn ich habe den Gutschein für den Film ja geschenkt bekommen.
Ich erwarte ja keinen komplette Spielumsetzung, aber die Handlung des Films sollte doch ein wenig im direkten Zusammenhang mit dem Spiel sein, oder?! Und das ist definitiv nicht der Fall gewesen... Sehr traurig...

Und auch von den Darstellern bin ich nicht überzeugt worden. Wieder einmal wurde bei einem Film fast ausschließlich Wert auf die weibliche Besetzung gelegt. Neben Heike Makatsch – mit der ja in Deutschland so für den Film geworben wurde – liegt das Hauptaugenmerk auf Milla Jovovich. Doch auch ihren Part hätte man mit jeder anderen Schauspielerin tauschen können. Allein ihre Rolle in „Resident Evil“ ähnelt zu sehr an „The fifth Element“. Und auch alle anderen Darsteller sind nur schnödes Beiwerk. Wenn ich nun – knappe 20 Stunden später – zurückdenke, so weiss ich noch nicht einmal, wie wer hieß und welche genaue Rolle er hatte. Mehr als peinlich. Vor allem mit Michelle Rodriguez ging der Griff kräftig daneben.

Die Kosten für die Filmherstellung hat der Film aber allemal eingespielt. Es läuft halt immer nach dem einfachen Prinzip. Nimm es erfolgreiches Spiel oder Genre, verpacke es mit aktuellen und sehenswerten Darstellern und der „Erfolg“ stellt sich ein.... Traurig, aber wohl nicht zu ändern... Ich bin schliesslich auch darauf reingefallen... Wer glaubt, dessen Hoffnung liegt wohl schon begraben.



Filminformationen:
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Land: Deutschland / GB
Jahr: 2002
Laufzeit: ca. 95 min
Originaltitel: Resident Evil
Regisseur: Paul W.S Anderson
Darsteller: Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Eric Mabius, Heike Makatsch

Offizielle Page: http://www.resident-evil-film.de/




DVD - Infos:
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1.) Bild / Ton:
Der Ton kommt in 2 Sprachen daher: In deutsch und englisch (DTS ES 6.1 und DD 5.1EX). Und auch an Untertitel (deutsch für Hörgeschädigte, englisch) wurde gedacht.
Sauber und klar kommen Hintergrund, Musik und auch die Dialoge rüber. Die Darsteller versteht man klar und deutlich und man muss nicht noch einmal zurückspulen, um etwas besonderes zu verstehen.
Beim Bild gibt es nur ein kleines Manko. Die Detailtiefe ist nicht wirklich gelungen und man könnte auch darüber hinwegsehen, wenn der Film denn dann gut gewesen wäre. So aber fällt es dann schon auf (man hat schliesslich Zeit dazu, wenn der Film nicht ganz so spannend ist).

2.) Extras:
Ja Hallo.... Was ist denn das... Nur ein billiges (27 minütiges) Making-Of mit den Audiokommentaren von Milla Jovovich, Michelle Rodriguez und Paul W.S Anderson. Es ist schon recht ansehnlich auf der einen Seite. Aber ein wenig interessanter hätte es schon sein können. Und auch für die nicht so Englischfetischisten hätte man zumindest an Untertitel denken können.
Neben 3 Trailern war es dann auch schon an Extras. Zumindest auf meiner DVD. Im Nachhinein weiss ich aber auch, daß es verschiedene „normale (keine SE)“ DVD´s gibt. Ich habe mir wohl die schlechteste zugelegt. Aber was soll ich machen, ist der Film meines Erachtens eh nicht so berauschend gewesen – um es mal harmlos auszudrücken.



Fazit:
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Resident Evil war wirklich nicht der Reißer. Aber man bekommt für die DVD zumindest nettes Popcorn-Kino. Nach Berechnung aller Vor- und Nachteile und im Hinblick, daß es um die DVD geht und nicht um den reinen Film vergebe ich so gerade eben 2 Sterne für Resident Evil. Aber ich warte auf den Tag, wenn dann endlich wieder ein richtig guter Zombie-Metzel-Abschlacht-Splatter-Gehirn-Film auf den Markt kommt.


so long Euer Filmfreund

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