Resident Evil (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von mima007

Atemlose Spannung in guter Spieleverfilmung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein Killervirus wurde in einem geheimlabor freigesetzt. Die Folgen sind ebenso verheerend wie grausig: die Opfer werden in Zombies verwandelt. Die Einsatztruppe hat alle Hände voll zu tun, um sich der Angriffe zu erwehren, während man herauszufinden versucht, wie es dazu kommen konnte.

Eine überraschend gelungene Verfilmung des Spieleklassikers von Capcom. Die Vermiet-DVD zeigt den Streifen in einer unzensierten FSK-16-Fassung.

Filminfos
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O-Titel: Resident Evil (USA, 2002)
FSK: ab 16
Länge: ca. 96 Min.
Regisseur: Paul W.S. Anderson (\"Event Horizon\")
Musik: Marco Beltrami & Marilyn Manson
Darsteller: Milla Jovovich, Eric Mabius, Michelle Rodriguez u.a.

Handlung
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In einem unterirdischen Gebäude zerbricht ein Glasröhrchen in einem Labor. Ein tödliches Virus durchdringt alle Räume. Diese werden von der steuernden Künstlichen Intelligenz (KI) namens Red Queen sofort hermetisch abgeriegelt: Bio-Alarm!

In ihrer Dusche erwacht Alice (M. Jovovich) aus der Bewusstlosigkeit. Sie leidet an Gedächtnisverlust. Beim Durchstreifen der feudalen Villa wird sie von einem Kommandotrupp in Gasmasken überfallen und gefangen genommen. Gleich darauf geschieht das Gleiche mit einem Mann namens Maddox, an den sie sich nicht erinnert. Was ist hier bloß los?

Die Villa ist die Tarnung für den Eingang zu einem supergeheimen, unterirdischen Komplex des globalen Technik-Konzerns namens Umbrella (Regenschirm), dem \"Hive\" (Bienenstock). Der Kommandotrupp dringt in den Hive ein, um Überlebende zu finden und den Supercomputer, die Red Queen, auszuschalten.

Doch leider hat die KI Abwehrmaßnahmen für diesen Angriff eingeleitet, und als eine Gruppe dies erkennt, ist es für sie bereits zu spät. Alice, Maddox und ein paar Überlebende versuchen, die Wahrheit hinter dem Desaster herauszufinden, dessen Spuren sichtbar werden. Sie werden von Zombies angegriffen, die nur durch Kopf-Abhacken zu töten sind. Wer gebissen wird, ist infiziert und mutiert zu einem Zombie.

Allmählich hat Alice Zugriff auf ihre Erinnerungen. Sie, die oberirdische Security-Beauftragte von Umbrella, ist eine Verräterin: Sie gewährte Globalisierungsgegnern Zutritt zum Hive-Komplex. Leider wurde sie von ihrem eigenen Lover, Spence, hintergangen. Dieser setzte den T-Virus frei, um mit der einzigen übrig gebliebenen Probe ein Vermögen zu machen.

Der Fluch der bösen Tat lässt sich nicht aufhalten. Im Hive-Labor wurde noch etwas Schlimmeres als der T-Virus geschaffen...

Die DVDs
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Technische Infos
Bildformate: 1,85:1, 16:9
Tonformate: DD 5.1
Sprachen: engl., dt.
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte

Extras der Vermiet-DVD:

Trailershow: Tattoo (Thriller, D 2001/2002); \"Not a girl\" (Britney-Spears-Starvehikel); Monte Cristo (Guy Pearce, Jim Caviezel, Richard Harris).

Die Extras der Special Edition, die am 10.3. auf den markt kommt:

• Disc 1: Audiokommentare P. Anderson, M. Jovovich, B. Eichinger
• Disc 2: Making of; Geschnittene Szenen; Alternatives Ende; Hinter den Kulissen
• Trailer & TV-Spots; Biographien & Filmographien; Hidden Feature

Mein Eindruck
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Wow, what a ride! Diese Spieleverfilmung ist wirklich gelungen. Die Story selbst reißt einen nicht vom Hocker. Sie ähnelt \"Outbreak\" und anderen Science Fiction-ähnlichen Plots wie \"Alien\" zu sehr. Das Motto: zehn kleine Negerlein müssen einer nach dem anderen dran glauben. Der Unterschied: Die Überlebende ist auch nicht besser dran.

Was den Film spannend und unterhaltsam macht, ist zum einen der exzellente Schnitt, die gute Kamerarbeit und vor allem die Sound-Kulisse. Zum Sound in Dolby-Digital-Qualität gehört einmal ein wirklich ausgefuchst gestalteter Surround-Sound: Die Stimme der Red Queen beispielsweise erklingt von oben in drei Richtungen: vorne, links und rechts. Auch Schüsse und Züge profitieren von diesem Surround-Effekt. Der Zuschauer fühlt sich mittendrin im Geschehen.

Ein weiterer Beitrag zum Sounds ist die Musik: Man muss nicht mehr Score, sondern Sound Creation dazu sagen. Marco Beltrami und Heavy-Rocker Marilyn Manson bedienten sich elektronischer Effekte, um dem Zuschauer wirklich Angst einzujagen. Dazu gehört eine ausgeklügelte Ansteuerung des Subwoofers, die besonders bei größerer Lautstärke zum Tragen kommt... Aber auch die Geräuschkulisse aus Schreien, Schüssen, Klirren, Scharren, Metall usw. ist wirklich glasklar abgemischt und dramaturgisch geschickt eingesetzt.

Die Darstellungskunst der Schauspieler ist nicht besonders gefragt, genauso wenig die Aussagekraft der sehr sparsam eingesetzten Dialoge. Die Namen Alice und Red Queen verweisen auf das bekannte Buch \"Alice hinter den Spiegeln\" von Lewis Carroll. Dort rief die Rote Königin stets: \"Ab mit seinem Kopf/Off with his head!\" Und genau dies müssen die Mitglieder der Einsatztruppe mit dem Zombies machen - ein Anflug von ironischem Humor in diesem grimmigen Film?!

Die Vermiet-DVD

... bietet an Extras nur drei Trailer zu anderen Filmen - siehe oben. Das ist wirklich sehr mager und lässt auf die oben erwähnten Extras auf der Special Edition-DVD hoffen.

Unterm Strich

\"Resident Evil\", von Bernd Eichinger produziert, ist eine angenehme Überraschung - wesentlich besser gemacht als die üblichen Game-Verfilmungen wie etwa \"Tomb Raider\". Hier steckt offenbar sehr viel Arbeit und Geld in der Postproduktion: Schnitt, Effekte, Sound - alles vom Feinsten.

Die Wirkung des Films ist umwerfend, aber nach spätestens 60 Minuten stellt sich bei mir ein Effekt der Überlastung der Aufnahmefähigkeit ein. Der Grund: Man erhält keine Atempause. Wenn mal ausnahmsweise nichts passiert, steigt die Spannung ins Unermessliche. Abhilfe: einfach eine Pause machen und den Showdown mit der Red Queen und ihrem Monster genießen...

Michael Matzer (c) 2003ff

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