Brothers Grimm (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von mausal18

Naja, geht so!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Der neue Film von Terry Gilliam erzielte in den Staaten das beste Startwochenende aller Gilliam-Filme aller Zeiten. Man sollte aber bei diesen Superlativen nicht aus den Augen verlieren, daß Gilliam zwar diverse Kultfilme inszenierte, diese aber mehr oder weniger durchweg an der amerikanischen Kinokasse floppten.

Nun kehrt Gilliam also in das 18. Jahrhunderts zurück und erzählt seine Version der Erlebnisse der Gebrüder Grimm, die hier zwar auch von Dorf zu Dorf ziehen und so einiges an abergläubischen Ammenmärchen zu Papier bringen, aber eher wie eine Mischung aus den Trickbetrügern aus The Sting und den paranormalen Investigatoren aus The X-Files daherkommen.

Deutschland befindet sich mal unter französischer Okkupation, der froschfressende Finsterling Delatombe und sein italienischer Lakei und Folterexperte Cavaldi bemächtigen sich der unfreiwilligen Dienste der „Grimmi", um andere Glücksritter auf der Aberglauben-Erfolgswelle unschädlich zu machen. Unweit des thüringischen Dorfes Marbaden sind ein knappes Dutzend junge Mädchen verschwunden, wobei dem Zuschauer Ähnlichkeiten mit Rotkäppchen oder Hänsel und Gretel überdeutlich vor Gesicht geführt werden. Doch diesmal ist der Wald tatsächlich lebendig, die böse Königin und der böse Wolf machen gemeinsame Sache, und während der skeptisch-praktisch veranlagte Will recht schnell mit seinem Talent am Ende ist, bleibt es am vertrottelt-verträumten Jacob und einer passend zur Seite stehenden „wahren Liebe", der Zigeunerschönheit Angelika (Newcomerin Lena Headey), hängen, sich gegen zottelige Kindesentführer, eine vom Schönheits- und Jugendwahn besessene Monica Bellucci und die gesammelten französisch-italienischen Schurkenschergensoldaten durchzusetzen.

Im Lande der Gebrüder Grimm wundert man sich mitunter darüber, wie hier die Märchenmotive ausgebeutet werden, und etwa der Mythos vom Gingerbread Man in eine Mixtur aus Wasserleiche und Golem (guten Appetit!) verwurstet wird. Auch wenn The Brothers Grimm im direkten Vergleich mit den Gilliam-Filmen der letzten zwanzig Jahre etwas enttäuschend wirkt, funktioniert der Film immerhin noch besser als das Gros der durchschnittlichen amerikanischen Produktionen. Und auch, wenn der Gilliam-Faktor abgeschwächt erscheint, gibt es noch genügend Momente, die den Kinobesuch belohnen. Und natürlich das exaltierte Schauspiel von Jonathan Pryce, Heath Ledger und Peter Stormare. Wenn man sich in den Staaten so das Old Europe vorstellt, dann ist das für uns Europäer zumindest unterhaltsam.

7 Bewertungen, 3 Kommentare

  • willibald-1

    28.08.2006, 22:11 Uhr von willibald-1
    Bewertung: nicht hilfreich

    offenbar kopiert

  • monteanu

    28.08.2006, 21:43 Uhr von monteanu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich fand den Film auch nur Durchschnitt... LG Andi

  • naseweis25

    28.08.2006, 21:43 Uhr von naseweis25
    Bewertung: off topic

    Gut kopiert und doch verloren: http://www.satt.org/film/05_10_grimm.html....nicht ein einziges Wort ist von dir!