In den Schuhen meiner Schwester (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von mausal18

Durchaus gelungen!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

In den Schuhen meiner Schwester ist kein Film, den man in drei Sätzen zusammenfassen sollte. Und es ist auch kein Film, dessen gesamte Story man bereits vor dem Kinobesuch kennen sollte, denn trotz seiner 130 Minuten kann man dem Film vor allem bescheinigen, daß er zu keinem Zeitpunkt langweilig ist, bis zuletzt wartet er mit Überraschungen auf.
Was die allermeisten Personen vor dem Besuch von In her Shoes von dem Film wissen, wird wahrscheinlich auch nicht viel mehr sein, sich auf die zwei von Toni Colette und Cameron Diaz gespielten unterschiedlichen Schwestern konzentrieren und vielleicht noch Shirley MacLaines Rolle als Großmutter der beiden kurz ins Spiel bringen. Doch wenn der Film mit dem die Sachlage stark vereinfachenden deutschen Titel In den Schuhen meiner Schwester eines nicht ist, dann der siebte Aufguß eines formelhaften chick flicks um ungleiche Schwestern, die sich zusammenraufen. Eine solche Verkürzung wird dem Film einfach nicht gerecht.
Gleich in der ersten Szene wird eine missglückte Nummer in einer Toilettenkabine mit dem Song Stupid Girl von Garbage untermalt und damit Maggie (Cameron Diaz) sofort ein Stempel aufdrückt. In einer Parallelmontage sieht man dann auch die vorsichtigen Annährungsversuche ihrer Schwester Rose (Toni Collette) an das andere Geschlecht und weiß sofort um den größten Unterschied zwischen den jungen Frauen: „Tanga oder Baumwollschlüpfer“, wie es im Film selbst verkürzend zusammengefasst wird.

Während Maggie sich mit vollem Körpereinsatz durchs Leben schlägt, und dabei zwar in Kneipen viel Erfolg hat, aber nicht im Berufsleben (Ihre Karriere als MTV-Moderatorin scheitert beispielsweise am Umgang mit dem Teleprompter), ist Rose zwar eine erfolgreiche Anwältin auf der Schwelle zur Chefetage, doch dabei wird nicht nur das Körperliche vernachlässigt, sondern auch ihr allgemeines Seelenheil (auch auf die Gefahr hin, daß sich dieser Begriff zu esoterisch anhört).

Spannend ist beispielsweise das Drehbuch von Susannah Grant (Erin Brockovich), das nur so von bemerkenswerten Dialogzeilen sprüht, selbst wenn vielleicht einige davon aus Jennifer Weiners Romanvorlage übernommen wurden.
Curtis Hanson liefert seinen mit Abstand besten Film seit L. A. Confidential ab.

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