Die Geisha (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von salseranatter
Katastrophe
Pro:
Kostüme, Ausstattung
Kontra:
alles andere
Empfehlung:
Nein
"Ich wurde nicht geboren, um eine Geisha zu werden."
damit beginnt der Film Die Geisha und startet mit der Kindheit der Hauptprotagonistin.
Die Geisha spielt zuerst im Vorkriegs-Japan zu Beginn der 30er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die neunjährige Chiyo (Suzuka Ohgo) lebt mit ihren verarmten Eltern und ihrer Schwester in einem Dorf in der Provinz. Um die Familie zu unterstützen werden die Mädchen in das Vergnügungsviertel Gion in Kyoto verkauft.
Chiyo wird auf Sayuri umbenannt und landet in einem Geisha-Haus, ihre Schwester landet in einem Bordell Sayuri tragen soll. Sayuri leidet unter den Quälereien durch Hatsumomo (Gong Li), die in Sayuri eine Konkurrentin für ihre jüngere Schwester Kürbis :-) (Youki Kudoh) sieht Sayuri haltet das elende Leben nicht aus und versucht zu fliehen. Daraufhin wird sie zur Dienerin abgestuft und leidet noch mehr.
Als ob je jemand gezwungen worden wäre eine Geisha zu werden...
Schon zu dem Zeitpunkt hätte ich den Fernseher am liebsten abgeschaltet aber auch mein Die Geisha Leidensweg sollte weitergehen.
Sayuri wird erwachsen und natürlich zur schönsten Frau (Ziyi Zhang, eine Chinesin), sie verliebt sich in den Vorsitzenden (Ken Watanabe) und wird eine Geisha. Der Schwachsinn bezüglich der bezahlten Entjungferung ist zuvor schon unerträglich.
====Eigene Meinung:===
Die Geisha ist einfach nur ein schlechter Film der auf einem noch schlechteren, reißerischen Buch basiert.
Wäre der Film unter einem Regisseur Steven Spielberg, der ablehnte, etwas geworden?
Ich denke nicht aber so arrogant wie Marshall die japanische Kultur mit Füßen tritt wäre die Geisha nicht geraten.
Geishas waren niemals Prostituierte. Sie sind zur Unterhaltung da und haben einen hohen Stellenwert in der japanischen Gesellschaft. Die Geisha spielt hier einfach mit Vorurteilen. Eine bodenlose Frechheit.
Zwar gab es immer Prostituierte die sich als Geishas ausgaben aber niemals Geishas die sich prostituierten.
Zwar ist in Die Geisha jeder Lampion und jeder Papierschirm orginalgetreu aber von der japanischen Kultur und Gesellschaft hat Marshal genau gar nichts verstanden.
Die Geisha ist meiner Meinung nach oberflächliches Gefühlskino mit prächtigen Kulissen und Kostümen. Letztere hätten 5 Sterne verdient, der Film 0 Sterne.
Während die Kunst der Geishas vollkommen emotionslos sein sollte sind die Geishas im Film ein Haufen emotionsüberladener Zicken.
Mit japanischen Frauen oder gar Geishas der 30er, 40er Jahren haben diese Frauen nichts gemein. Sayuris Auftritt hat mit einer Geisha Darbietung soviel zu tun wie ein tanzender Bär gegenüber einer Ballettänzerin.
Ziyi Zhang, Michelle Yeoh sowie Gong Li sind sehr gute Darstellerinnen die im Film aber komplett untergehen und wenig von ihrem Talent aufzeigen können. Es ist schade das sie ohne Herausforderung durch den Film marschieren. Trotz übertriebener Emotionen plätschert der Film langweilig und spannungslos dahin.
Der Höhepunkt ist wenn Marshall sich über die Party feiernden US Amerikaner mokiert - als ob er besser gewesen wäre.
Geishas als Prostituierte darstellen - das führte dazu das einige japanische Vereine zu einem Boykott des Films aufriefen, in China kam es zu noch wütenderen Protesten da die Chinesinnen die japanische Prostituierte spielen nicht gerade gut ankamen.
Die amerikanischen Macher - Romanautor Artur Golden, Regisseur Rob Marshall und Produzent Steven Spielberg - beweisen in jeder Minute des Films ihre Ahnungslosigkeit gegenüber der japanischen Kultur. Von der interessanten historischen damaligen Zeit erfährt man im Film sowieso rein gar nichts. Dabei waren die 30er und 40er Jahre eine schreckliche, fehlgeleitete aber auch interessante Epoche in der japanischen Geschichte. Auch die Liebesgeschichte bleibt an der Oberfläche und wirkt aufgesetzt.
Hollywood beweist wieder seine Ahnungslosigkeit gegenüber einer asiatischen Kultur. Der oberflächliche Einheitsbrei ist beliebig austauschbar aber nicht sehenswert. Weder die Hintergründe des Geisha-Daseins noch die damalige Zeit/Kultur werden behandelt.
Fazit: Ein Film der keine Ahnung bzw. keinen Respekt gegenüber japanischer Kultur und Tradition zeigt. Sinnlos und langweilig, nur etwas für Möchtegern-Japan KennerInnen.
DVD DAten und Kritik:
Darsteller: Zhang Ziyi, Ken Watanabe, Michelle Yeoh
Regisseur(e): Rob Marshall
Komponist: John Williams
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Warner Home Video - DVD
Erscheinungstermin: 2. Mai 2008
Produktionsjahr: 2006
Spieldauer: 139 Minuten
Extras: Kapitel- / Szenenanwahl, Animiertes DVD-Menü, DVD-Menü mit Soundeffekten, Dokumentationen: Das Geisha-Trainingslager; Die Entstehung der Hanamachi; Der Geisha-Look und Die Musik, Fotogalerie: Hinter den Kulissen und Die Kostüme
Auch bei den Extras bleibt die DVD oberflächlich. Wieder schöne Optik aber inhaltlich erfährt man nichts über das Leben der Geishas. Ich muss aber auch gestehen nicht mehr alle Extras angesehen zu haben - ich hatte mit dem Film schon genug Zeit verschwendet.
Preis: 4,97 Euro
Fazit: nicht empfehlenswert, außer für komplett naive Zuschauer
34 Bewertungen, 10 Kommentare
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03.12.2009, 00:58 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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30.11.2009, 23:21 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichGut berichtet - gerne gelesen. Allerbesten Gruß
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30.11.2009, 00:52 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER ;)
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28.11.2009, 18:17 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichViele Gruesse, mima007
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28.11.2009, 14:50 Uhr von melliCLP
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr hilfreicher Bericht!Ich freue mich auf deine Gegenlesungen. Vielleicht hast du ja auch Lust auf eine Leserunde. Dann melde dich doch einfach bei mir im Gästebuch :) Liebe Grüße , Melli
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28.11.2009, 02:42 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir ein schönes wochenende lg. petra
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27.11.2009, 20:56 Uhr von Ladylike
Bewertung: sehr hilfreichDu solltest mal das Buch dazu lesen, das war nämlich eher da. Die Geisha ist eine Buchverfilmung - die werden sehr oft nicht so gut, wie die Vorlage.
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27.11.2009, 20:03 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichSh und ein schönes We. LG Marina
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27.11.2009, 19:44 Uhr von BiggestDreamer88
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreicher Bericht.Habe mit "sehr hilfreich" bewertet.Würde mich über Gegenlesungen freuen. Gruss
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27.11.2009, 18:55 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche ein schönes Wochenende..Lg Sigi
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