Thirteen Days (DVD) Testbericht



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Erfahrungsbericht von Mummy
Die Kuba-Krise 1962
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Im Oktober des Jahres 1962 stand die Welt nahe am Abgrund. Es drohte der nukleare Krieg zwischen den beiden Supermächten USA und der Sowjetunion. Die so genannte "Kuba-Krise" war der Auslöser der gewaltigsten Spannungen während des Kalten Krieges.
Die Kuba-Krise
**************
Während Aufklärungsflügen über kubanischem Gebiet werden Aufnahmen von der Positionierung russischer nuklearer Erstschlagraketen auf der Insel getätigt. Doch zu welchem Zweck werden die Raketen dort stationiert? Diese Frage müssen sich der amerikanische Präsident John F. Kennedy und seine Berater stellen. Noch bevor die Raketen einsatzbereit sein können muss eine Entscheidung gefallen sein, da ein sowjetischer Angriff befürchtet wird. Die amerikanischen Militärs drängen auf die Erlaubnis zur Zerstörung der Raketen durch einen Angriff auf Kuba. Doch würde der Präsident den befehl zum Angriff geben, hätte dies schwerwiegende Folgen: Es folgten Vergeltungsschläge gegen amerikanische Verbündete, die USA wiederum müsste auch mit Vergeltung reagieren und so würde es letztlich auf den Einsatz von Atomwaffen herauslaufen. John F. Kennedy hält dem Druck der Militärs aber stand. Er sucht mit seinen Beratern einen anderen Weg zur Konfliktlösung. Er entschliesst sich gegen Kuba eine Blockade zu errichten und alle russischen Schiffe auf dem Weg zur Insel zu kontrollieren und gegebenfalls (falls Raketen an Bord sind) wieder auf den Rückweg zu schicken. Doch diese Blockade wird umgangen. Die Zeit läuft davon. Wie erreicht man eine nicht-militärische Lösung des Konflikts?
Natürlich würde ich hier gerne weiter über den Krisenverlauf schreiben, doch ich möchte euch nicht die Spannung nehmen, wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt.
Der Film "Thirteen Days"
************************
Dreizehn Tage wurde nach einer Lösung für die Krise gesucht. Diese 13 Tage werden in dem Film auf eindrucksvolle Art und Weise vorgestellt. In der Hauptrolle spielt Kevin Costner den persönlichen Berater des US-Präsidenten. Der Film gewinnt seine Spannung nicht aus actionreichen Szenen, sondern vielmehr aus der politischen Brisanz, die hervorragend durch die Dialoge übermittelt wird. Trotz der Länge von über zweieinhalb Stunden wird der Film nicht langweilig, auch wenn die Schauplätze der Handlung immer wiederkehren.
Der Flm ist historisch genau, da Originalmaterial wie geheime Abhörprotokolle zur Verfügung standen. Dennoch gibt es ein oder zwei Passagen des Filmes, die nicht originalgetreu sein dürften, so z.B. wenn man während der Kontrolle sowjetischer Schiffe von einem Begleit-U-Boot "überrascht" wird, mit dem man zuvor nicht rechnete. Diese Szene wurde wahrscheinlich zur Spannungserzeugung für das Kinopublikum eingefügt.
Der Film zeigt auch die wichtige Rolle der Medien, die von dem Konflikt erst so spät wie möglich erfahren durften. Nur so blieb dem präsidenten und seinen Beratern genügend Zeit eine diplomatische Lösung zu finden.
"Thirteen days" ist Geschichtsunterricht der besonderen Art. Der Film bringt uns jene Tage näher, an denen die Welt am Rande des Abgrunds stand. Und es sind die Dialoge, die uns die schwierige Situation dieser Tage vermitteln. Schade nur, dass genau deshalb der Film in den USA floppte und auch in Deutschalnd keine Massen in die Kinos lockte. Das actionsuchende Publikum kommt hier nicht auf seine Kosten, Politisch- und Geschichtsinteressierte allerdings schon.
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Zum Abschluß noch etwas Beunruhigendes (leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern von wem dieser Satz stammt, auf jeden Fall von einem heutigen amerikanischen Politiker):
"Heute hätten wir für eine Lösungsfindung in solch einer Situation keine 13 Tage mehr Zeit, wir hätten maximal eine Stunde. Hätten die Politiker 1962 auch nur eine Stunde gehabt, wäre die Entscheidung wahrscheinlich anders ausgefallen, als sie letztendlich ist..."
Die Kuba-Krise
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Während Aufklärungsflügen über kubanischem Gebiet werden Aufnahmen von der Positionierung russischer nuklearer Erstschlagraketen auf der Insel getätigt. Doch zu welchem Zweck werden die Raketen dort stationiert? Diese Frage müssen sich der amerikanische Präsident John F. Kennedy und seine Berater stellen. Noch bevor die Raketen einsatzbereit sein können muss eine Entscheidung gefallen sein, da ein sowjetischer Angriff befürchtet wird. Die amerikanischen Militärs drängen auf die Erlaubnis zur Zerstörung der Raketen durch einen Angriff auf Kuba. Doch würde der Präsident den befehl zum Angriff geben, hätte dies schwerwiegende Folgen: Es folgten Vergeltungsschläge gegen amerikanische Verbündete, die USA wiederum müsste auch mit Vergeltung reagieren und so würde es letztlich auf den Einsatz von Atomwaffen herauslaufen. John F. Kennedy hält dem Druck der Militärs aber stand. Er sucht mit seinen Beratern einen anderen Weg zur Konfliktlösung. Er entschliesst sich gegen Kuba eine Blockade zu errichten und alle russischen Schiffe auf dem Weg zur Insel zu kontrollieren und gegebenfalls (falls Raketen an Bord sind) wieder auf den Rückweg zu schicken. Doch diese Blockade wird umgangen. Die Zeit läuft davon. Wie erreicht man eine nicht-militärische Lösung des Konflikts?
Natürlich würde ich hier gerne weiter über den Krisenverlauf schreiben, doch ich möchte euch nicht die Spannung nehmen, wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt.
Der Film "Thirteen Days"
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Dreizehn Tage wurde nach einer Lösung für die Krise gesucht. Diese 13 Tage werden in dem Film auf eindrucksvolle Art und Weise vorgestellt. In der Hauptrolle spielt Kevin Costner den persönlichen Berater des US-Präsidenten. Der Film gewinnt seine Spannung nicht aus actionreichen Szenen, sondern vielmehr aus der politischen Brisanz, die hervorragend durch die Dialoge übermittelt wird. Trotz der Länge von über zweieinhalb Stunden wird der Film nicht langweilig, auch wenn die Schauplätze der Handlung immer wiederkehren.
Der Flm ist historisch genau, da Originalmaterial wie geheime Abhörprotokolle zur Verfügung standen. Dennoch gibt es ein oder zwei Passagen des Filmes, die nicht originalgetreu sein dürften, so z.B. wenn man während der Kontrolle sowjetischer Schiffe von einem Begleit-U-Boot "überrascht" wird, mit dem man zuvor nicht rechnete. Diese Szene wurde wahrscheinlich zur Spannungserzeugung für das Kinopublikum eingefügt.
Der Film zeigt auch die wichtige Rolle der Medien, die von dem Konflikt erst so spät wie möglich erfahren durften. Nur so blieb dem präsidenten und seinen Beratern genügend Zeit eine diplomatische Lösung zu finden.
"Thirteen days" ist Geschichtsunterricht der besonderen Art. Der Film bringt uns jene Tage näher, an denen die Welt am Rande des Abgrunds stand. Und es sind die Dialoge, die uns die schwierige Situation dieser Tage vermitteln. Schade nur, dass genau deshalb der Film in den USA floppte und auch in Deutschalnd keine Massen in die Kinos lockte. Das actionsuchende Publikum kommt hier nicht auf seine Kosten, Politisch- und Geschichtsinteressierte allerdings schon.
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Zum Abschluß noch etwas Beunruhigendes (leider kann ich mich nicht mehr genau erinnern von wem dieser Satz stammt, auf jeden Fall von einem heutigen amerikanischen Politiker):
"Heute hätten wir für eine Lösungsfindung in solch einer Situation keine 13 Tage mehr Zeit, wir hätten maximal eine Stunde. Hätten die Politiker 1962 auch nur eine Stunde gehabt, wäre die Entscheidung wahrscheinlich anders ausgefallen, als sie letztendlich ist..."
17 Bewertungen, 2 Kommentare
-
25.03.2002, 22:39 Uhr von Faceman28m
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht
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25.03.2002, 22:10 Uhr von lovely19
Bewertung: sehr hilfreichDen Film kannte ich noch nicht, ist wohl eher was für meinen Freund. Gut geschrieben. gruß lovely
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