Die Familie Stone - Verloben verboten (DVD) Testbericht

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ab 7,56
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Familienfest und andere Schwierigkeiten

3
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Altersgruppe:  ab 6 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  andere Version

Pro:

Darsteller, manche Tiefgründigkeiten, für absolute Happy-End-Liebhaber durchaus geeignet

Kontra:

will in keiner Gefühlsrichtung so richtig aus sich heraus, insgesamt unausgeglichen

Empfehlung:

Ja

Dank der entsprechenden Vorschau legte ich persönlich am gestrigen Tage einen weiteren „VOX“ Tag ein, der mich mit einer Komödie konfrontierte, die durch überraschende Wendungen wie Tiefen, einer vollumfänglich gelungenen Besetzung wie bitterbösem Humor nebst romantischer Begebenheiten zu bestechen versuchte ~ dass das alles in meinen Augen nur bedingt zusammenpasste, kann ich vorab gewiss bereits preisgeben.

===Die Familie Stone ~ Verloben verboten&ldquo stammt bereits aus dem Jahre 2005, dürfte ebenfalls im mütterlich-heimischen DVD Regal verweilen und wurde bislang noch von keinem weiblichen Part der Kernfamilie gesehen. Was gewissermaßen wundert, handelt es sich bei Diane Keaton immerhin um einen absoluten Gucken-wollen-Magneten meiner- wie auch verwandterseits.
Ob nun diese als Sybill Stone oder doch eher Meredith Morton (Sarah Jessica Parker) als zentrale Hauptfigur in dem Film agiert; darüber lässt sich gewiss diskutieren, debattieren oder gar streiten.

Fakt ist: die Handlung des 99 Minuten umfassenden Films wurde zum Großteil auf das Haus von Sybil sowie deren Mann Brad (Paul Schneider) verlagert, während zeitlich die Weihnachtstage auserkoren wurde. Zu diesem Anlass bringt Everett (Dermot Mulroney) seine Freundin Meredith erstmals mit zu seiner Familie. Seine Schwester Amy (Rachel McAdams) hatte diese bereits bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch kennengelernt und ist alles andere als begeistert.

Kaum, dass das Paar das Haus betritt, fällt die Familie auf ihre jeweilige eigene Art und Weise in einer Mischung aus aufgesetzter Freundlichkeit, bissigen Bemerkungen und direkten Verbalattacken über den weiblichen Gast her. Durch ihre Unerfahrenheit mit Gehörlosen tut Meredith das, was viele an ihrer Stelle tun würden: betont lauter und deutlicher in Richtung Thad (Tyrone Giordano) sprechen, damit dieser besser von ihren Lippen lesen kann. Doch selbst dessen Partner Patrick (Brian J. White) amüsiert sich eher über Meredith, während Susanna (Elizabeth Reaser)im Grunde nahezu die einzige ist, die Meredith unvoreingenommen gegenüber begegnet. Was Ben (Luke Wilson) anbelangt, so fällt es nicht nur Meredith, sondern ebenfalls dem Zuschauer anfänglich schwer, dessen Auftreten folgerichtig einzuschätzen.

Über recht kurz und alles andere als lang kommt es schließlich, wie es kommen muss:
Meredith fühlt sich derartig untergebuttert, dass sie flugs ihre Schwester Julie (Claire Danes) um Hilfe bittet. Als diese dann ebenfalls vor Ort ist, eskaliert der Besuch jedoch in eine völlig ungeahnte Richtung... zumindest für jene Zuschauer, die solcherlei turbulente Familien-Romantik-Komödien noch nie und nimmer gesehen haben.

Die Umsetzung überrascht zweifelsfrei anhand einer dramaturgischen Offenbarung, die jedoch nicht so richtig ins Gesamtkonzept passen wollte. Einerseits tut es dem Leinwandspektakel gut, eine tiefschürfendere Erklärung für das Verhalten mancher an die Hand gegeben zu bekommen ~ andererseits will dennoch nicht so richtig klarwerden, warum genau sich die übrigen Familienmitglieder derartig verhalten, wie sie es eben tun.

Der Verlauf, kaum das Julie zu der Familie Stone stößt, gestaltet sich in meinen Augen wenig überraschend, durchgehend vorhersehbar und selbst in einer als rührend-geplanten Bus-Szene kaum ans Herz gehend, da man auch hier sichere Wetten drauf abschließen könnte, wer sich genau wie verhalten wird.

Die Schnelligkeit, mit der sich Wendungen ereignen, empfand ich ferner als kaum glaubhaft, Gefühle zu überstürzt entlarvt, umgepolt und gen nahezu ultimativem Happy End gepolt.

Unbestreitbar involviert „Die Familie Stone ~ Verloben verboten“ ein paar überaus gelungene, aberwitzige und skurrile Szenen, anhand derer man hier und dort durchaus ins Lächeln oder gar Auflachen gerät. Dem entgegen agieren manchesmal die Charaktere unverständlich, mir als Zuschauer in ihrer Aktion wie Reaktion nur bedingt als nachvollzieh- respektive begreifbar.
Im Kontrast zu der eingangs ad hoc aufplöppenden Feindseligkeit will der ultimative Kipp-Moment ebenfalls nicht aus sich herauskommen, wirkt eher zusammengeschustert als bis ins letzte Detail geplant und somit dann zwangsläufig nicht völlig authentisch umgesetzt.

===Summa summarum===


lässt sich „Die Familie Stone ~ verloben verboten“ gut und gerne einmal anschauen, wenngleich ich durchaus von einem Kauf der DVD abraten würde, gleichzeitig ein Ausleihen dieser Variante empfehle, um sich von den dauernden Werbeunterbrechungen im Free-TV nicht den letzten Schlif oder ohnehin kantigen Atmosphäre rauben zu lassen.

„Die Familie Stone“ hätte meines Erachtens nach ruhig ein wenig bissiger und zugleich melodramatischer geraten können ~ in der tatsächlichen Umsetzung hingegen kratzt das Szenario in beiden Richtungen lediglich an der Oberfläche, so dass man insbesondere anhand Meredith Zusammenbruch im Auto durchaus Mitgefühl entwickelt, die nie beantwortete Frage, welche Persönlichkeit, die sich in Meredith verbirgt, Everett fürwahr angesprochen hat (und ob er die überaus lockere, mitreißende Meredith überhaupt je zu Gesicht bekam), jedoch wie ein schaler Beigeschmack bis über den Abspann erhalten bleibt.

Alles in allem betrachtet wurden meine Erwartungen, die nicht zuletzt auf der Besetzung basierten, nicht völlig erfüllt, bereue ich indes jedoch die Sichtung von Drehbuchautoren und zugleich Regisseur Thomas Bezucha's Genrebeitrag mitnichten.

Ein paar Szenen schießen durchaus über das gut gemeinte Ziel hinaus, wirken wie zwanghaft überdreht, überfüttert und krampfhaft auf Gefühl getrimmt ~ und wenn man mal ehrlich ist, würde exakt der gleiche Film mit unbekannteren Schauspielern besetzt noch einen weiteren Punkt in der Wertung einbüßen.

10 Bewertungen, 2 Kommentare

  • joelovesyou

    02.12.2013, 05:11 Uhr von joelovesyou
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh & lG :)

  • geligiraffe

    01.12.2013, 13:02 Uhr von geligiraffe
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön berichtet von dir. Lg Angelika