Entgleist (DVD) Testbericht

Entgleist-dvd-thriller
ab 9,15
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Erfahrungsbericht von Marc12

Hart rangenommen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

- - - Zum Film - - -

Alles ging im Familienleben von Charles Schine seinen gewohnten Gang. Zur Arbeit, eine Werbeagentur im Herzen von Chicago, nimmt er jeden Morgen denselben Zug. Erschöpft kehrt er jeden Abend zu seiner Frau Deanne und seiner Tochter zurück. Seine Tochter leidet an schwerer Diabetes. Alles läuft seinen normalen Weg.
Eines Tages greift der Zufall in sein Leben ein. Auf dem Weg zur Arbeit trifft er die ebenfalls verheiratete, sehr attraktive Bankerin Lucinda. Die beiden lernen sich schnell näher kennen. Eines Abends sind sie im Begriff ihre Ehepartner zu betrügen. Sie nehmen sich ein Hotelzimmer in einer schäbigen Absteige. Leidenschaftlich küssen sich die beiden, doch auf einmal platzt der brutale Gangster LaRoche ins Zimmer. LaRoche schlägt Charles brutal zusammen und vergewaltigt Lucinda brutal. Der Gangster bestielt die beiden und macht sich davon.
Die beiden hoffen, dass damit der Albtraum vorbei ist, doch LaRoche hatte es nicht allein auf die Geldbörsen der beiden Abgesehen, er will deren Leben zerstören.
- - - Darsteller - - -
Vincent Cassel - Philippe LaRoche
Clive Owen - Charles Schine
Jennifer Aniston – Lucinda Harris
Addison Timlin - Amy Schine
Melissa George - Deanna Schine
Sandra Bee - Train Conductor
RZA - Winston Boyko
Rachel Blake - Susan Davis
Xzibit - Dexter
- - - Filmstab - - -
Regie: Mikael Håfström
Produktion: Lorenzo di Bonaventura
Drehbuch: Stuart Beattie
Vorlage: James Siegel
Filmmusik: Edward Shearmur

- - - weitere Infos - - -

US-Titel: Derailed
Genre: Drama, Thriller
Land: USA
Jahr: 2005
Länge: 107 Minuten
FSK: ab 16 Jahren

- - - Meine Meinung - - -

Mikael Håfströms Hollywood-Debüt sollte ein vor Hochspannung nur so sprudelnder Psycho-Thriller sein. Man hat ihm eine illustre Starriege Hollywoods zur Verfügung gestellt, doch leider auch ein sehr durchsichtiges Drehbuch. Da macht sich gerade im Bereich von Thrillern gar nicht gut.
Nehmen wir mal die nackten Fakten. Ein sehr talentierter Regisseur bekommt in Hollywood die ganz große Chance. Er soll einen waschechten Genrefilm drehen. Er bekommt hervorragende und vor allem angesagte Schauspieler wie Jennifer Aniston und Clive Owen. Der Roman von James Siegel soll verfilmt werden. All dies sind doch wohl die besten Vorraussetzungen, die man sich eigentlich nur wünschen kann. Doch jetzt kommt der Haken namens Stuart Beattie. Er hat ein absolut durchsichtiges Drehbuch geschrieben.
Ich möchte ihm nicht absprechen, dass er die Charaktere sehr deutlich gezeichnet hat. Da haben wir zum Beispiel den Familienvater. Er wird von Clive Owen wirklich gut gespielt, auch wenn ich ihn schon in besseren Rollen gesehen habe. Er zeigt uns recht gut, wie so ein Familienvater in so einer Situation tickt. Mein Leinwand Liebling Jennifer Aniston spielt ihre Rolle der Versuchung perfekt. Schließlich hat sie sexy genug, um dies glaubwürdig rüber zu bringen. LaRoche wird absolut fantastisch von Vincent Cassel gespielt. Seine böse Ader kommt richtig zur Geltung und man möchte ihm wirklich nicht über den Weg laufen. Wie ihr lesen könnt liegt bei den Schauspielern wahrlich nicht das Problem des Films.
Ein Thriller lebt jedoch in meinen Augen von seinen überraschenden Wendungen. Vielleicht habe ich da schon zu viele Filme gesehen, doch ich muss leider sagen, dass dieser Film in diesem Bereich wirklich entgleist. Hier werden Fährten ausgelegt, die man schon von weitem riechen kann. Wie ein Stinktierpups.
Wenn man diesen Film von der realistischen Seite betrachtet, dann ist zwar der Beginn durchaus glaubwürdig, doch je weiter Charles in sein Schicksal läuft, umso mehr geht die Glaubwürdigkeit dahin. Dies sehe ich persönlich als gar nicht so schlimm an, denn schließlich ist es ja eine Traumfabrik in Hollywood und Träume sind oft nicht gerade Glaubwürdig.
Die beste Szene im Film ist mit Sicherheit die, in der Jennifer Aniston vergewaltig wird. Und auch da haben wir wieder ein Problem. Schließlich ist dieser Film in Amerika produziert worden, was heißt, hier gibt es im Grunde nicht so viel zu sehen. Man hat es zwar für die Verhältnisse gut gelöst, doch glaube ich, dass diese Sache in einem deutschen Film wesentlich besser ausgesehen hätte.
Auch wenn ich hier ganz schon kritisch im diesem Film umgegangen bin, ist dieser Film dennoch sehr sehenswert. Damit würdige ich vor allem die schauspielerischen Leistungen.

20 Bewertungen, 5 Kommentare

  • MasterSirTobi

    08.04.2008, 23:20 Uhr von MasterSirTobi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schön geschrieben. SH

  • BroeselWerner

    11.01.2008, 17:58 Uhr von BroeselWerner
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße

  • DOMMEL

    11.01.2008, 13:26 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein sh , würde mich über Lesungen freuen

  • anonym

    11.01.2008, 11:24 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh für deinen guten Bericht.LG Bernd

  • sigrid9979

    11.01.2008, 10:19 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße