Tupperware Mix-Max Testbericht
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- Qualität & Verarbeitung:
- Funktionalität:
- Handhabung & Komfort:
- Preis-Leistungs-Verhältnis:
Erfahrungsbericht von topfmops
Ein leiser Laut der Lust
Pro:
Die Dose mit dem "Flupp"
Kontra:
Ist halt Tupper-Ware
Empfehlung:
Nein
Sie ist eine praktische Alltagshilfe, Ikone der Plastikkultur und längst ein Designklassiker: die Tupper-Schüssel.
Alles nach dem Motto eines abgewandelten Shakespeare-Zitat: „design or not design’.
Jetzt feiert das Herforder Museum „MARTa“ das moderne Küchenwunder – mit einer Ausstellung, die einer Produktpräsentation zum Verwechseln ähnlich sieht.
Dabei löst das Entree der Schau noch Hoffnungen aus.
Denn die Kuratoren lassen in einem der Portale die mild in Grün und Blau schimmernden Schüsseln an Schnüren federleicht schweben. In ein zweites Portal haben die Ausstellungsmacher einen Rahmen aus gestapelten Tupper-Boxen eingefügt – auch eine gute Idee, um im Massenartikel das Designexponat aufzuspüren.
Doch das war es auch schon.
Ansonsten bedienen die Kuratoren eine Ausstellungsästhetik, die sich auch auf jeden Messestand übertragen ließe.
Also sehen wir bunte Kunststoffgranulate in Plexiglaszylindern, den Kontrast von Entwurf und fertigem Produkt oder stehen vor einem mannshohen Kühlschrank, in dem sich Tupper-Dosen stapeln.
Sieht so das irdische Paradies einer Hausfrau aus?
Auf jeden Fall entspricht dieses Bild den Grundwerten der Tupper-Welt: fröhlich, praktisch, austauschbar!! Inwieweit das auch auf Hausfrauen zutrifft, darüber jedoch an anderer Stelle.
Als Designobjekte kommen die Tupper-Produkte auf diese Weise nicht in den Blick. Und auch nicht als Erlebnis für mehr als einen Sinn. Denn jeder weiß, wie sich die Tupper-Schüssel in der Hand anfühlt – und jeder hat das zarte „Flupp“ im Ohr, mit dem die Luft unter dem sich schließenden Deckel entweicht.
Doch auf diesen leisen Laut der Lust muss der Besucher ebenso verzichten wie auf die Berührung der wächsernen Tupper-Oberfläche.
Dabei bleibt das Ausstellungserlebnis ohne solch subtilen Sinnengenuss unvollständig. Immerhin sind Tupper-Produkte an einer Wand nach Jahreszahlen aufgereiht.
Von Chaplins „Großem Diktator“ 1939 bis zu Tante Angie, der Wundertüte aus Templin, 2005 fliegt der Zeitpfeil. Oder um es in der Tupper-Periodisierung zu sagen: Vom blassgelben „Bell Tumbler“ bis zur dunkelblauen Salatschleuder. Dazwischen ändert sich das Design im Rhythmus der Jahrzehnte.
Die Buntheit der poppigen Sechziger sticht ebenso hervor wie der Spaßfaktor, den auch die Tupper-Produkte in den leichtlebigen Achtzigern auszustrahlen hatten.
Mag es auch im Zentrum der Schau ein ovales Kunstrasenstück geben, über dem Tupper-Teile an dünnen Stangen leicht und luftig schweben - die Ausstellung verpasst die Chance, mit ungewohnten Präsentationsformen die Designqualität der Tupper-Ware sichtbar zu machen. Stattdessen dominiert eine Produktphilosophie, die schon immer dazu tendierte, die ganze Welt in eine Tupper-Welt zu verwandeln.
Daran ändern auch die Videoarbeiten nichts, die den Tupper-Raum wie einen Ring aus lauter Kommentaren umgeben. Kaum eines der Videos bezieht sich tatsächlich auf das Thema der Tupper-Schau.
Brillant immerhin Pipilotti Rists „Regenfrau“ – als Video direkt auf eine deckenhohe Einbauküche projeziert.
Doch was sollen die tischgroßen Duplikate von Tupper-Schalen, die Margreet Bulthuis in den Raum stellt?
Hier kapituliert die Kunst vor dem Projekt.
So belegt das Ausstellungsprojekt, dass im „MARTa“ die schwierige Balance zwischen Design und Kunst ziemlich verrutscht ist.
Macht aber nichts.
Wir denken einfach an den „Flupp“.
Und finden ihn unnachahmlich.
Wer trotzdem hin will: Die Ausstellung läuft noch bis zum 25. Juni im Herforder MARTa, jeweils Dientag bis Sonntag von 11:00 – 18:00 Uhr. Erste Eindrücke bekommt Ihr im Netz mit www.marta-herford.de
Ein besonders dickes Dankeschön an Stephan Lüddemann, der mich aufmerksam machte.
topfmops, der auch auf anderen Plattformen und in etlichen Tageszeitungen zu Gange ist, bedankt sich fürs Lesen und bewerten und freut sich auf viele lesenswerte Kommentare.
P.S. Die Produktbewertung ist leider obligatorisch. Das hab' ich so mal angekreuzt.
54 Bewertungen, 16 Kommentare
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21.06.2006, 23:52 Uhr von Schattenesserin
Bewertung: sehr hilfreich♪♫ SH :o) ♫♪
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18.06.2006, 03:38 Uhr von mami_online
Bewertung: sehr hilfreichInteressant geschrieben und interessant zu wissen, aber leider steht über den Mix-Max nicht wirklich etwas im Bericht.... Verzeih mir deshalb mein h......... *gg LG, Nicole
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08.06.2006, 18:18 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHach, warum sind nur alle so auf dieses Tupper-Zeugs versessen?? ...
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08.06.2006, 15:38 Uhr von Tweety30
Bewertung: sehr hilfreich...und wo ist der Mix-Max? Liebe Grüße, Tweety30!
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08.06.2006, 11:22 Uhr von sandraberg
Bewertung: sehr hilfreichlg sandraberg PS: heute konnte ich endlich mal die infomails der letzten tage durchgehen u alles nachbewerten. Freu mich über jede gegenlesung ;-)
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08.06.2006, 01:44 Uhr von honeymaus
Bewertung: sehr hilfreichEgal auf welche Weise - Tupper hat noch nie mein herz kribbelig gemacht! LG, Manuela
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08.06.2006, 00:29 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Anett
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07.06.2006, 22:26 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreich....SH....
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07.06.2006, 19:35 Uhr von Gayagrod
Bewertung: sehr hilfreichs.h. lg ~Gaya~
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07.06.2006, 15:22 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg
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07.06.2006, 15:02 Uhr von darras76
Bewertung: sehr hilfreichTupperware im Museum? Jessas, als nächstes gibts die Uhse auf Hochzeitsmessen*gg*
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07.06.2006, 14:42 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich - Vic
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07.06.2006, 14:33 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.
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07.06.2006, 14:11 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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07.06.2006, 14:06 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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07.06.2006, 14:00 Uhr von HiRD1
Bewertung: sehr hilfreichSH. Gruß, Ralf
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