Syriana (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von onehorseman
Syriana
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Syriana ein spannender Film der aber auf langen Strecken doch ein wenig langatmig ist und daher nichts für Popcornkinofans ist.
Man kann diesen Film als Veschwörungsquatsch abtun aber da wäre George Glooney unrecht getan. In diesem Film wird gezeigt mit welcher Skrupelosigkeit die USA vorgehen wenn es um Ihre eigenen Interessen geht.
Manchmal ist es schwer den vielen Handlungsträngen des Films zu folgen denn der Regiesseur wechselt ziemlicht oft und überaschend zwischen den einzelnen Personen. Der Film beeindruckt ebenso durch seine Stimmung als auch durch die Leistungen der Schauspieler. Es gibt keine Eindeutige Hauptfigur in diesem Thriller keinen eindeutigen Helden der von seinen Hechern verfolgt wird und zum Schluß alle rettet .Der Film stellt sich durch seine ganze Struktur auf die Seite der Komplexität. Das nimmt für ihn ein, auch dann noch, wenn Gaghan es mit der Fülle der Figuren und Konflikte übertreibt. Man ist einfach dankbar dafür, dass ein Film sich so viel vornimmt: Syriana wagt es zu zeigen, wie das Handeln einer Gruppe von Ölmanagern in Texas die Entscheidung zweier gefeuerter Ölarbeiter am Golf beeinflusst, sich mit einem Tanker in die Luft zu sprengen. Er stellt einen Zusammenhang her zwischen dem Öldurst des Westens und der Unreformierbarkeit der arabischen Welt. Er zeigt, wie der radikale Islam das Loch in der Seele junger Männer füllt, die nicht mehr gebraucht werden.
Dabei macht Syriana es sich nicht leicht mit Schuldzuweisungen. Die Ölindustrie ist zwar ein Haufen korrupter Bastarde, aber einige der Superbastarde sind auch dunkel attraktive Figuren – wie etwa der von Christopher Plummer meisterhaft gespielte Washingtoner Strippenzieher. Denn dies ist ein Unglücksfilm, ein depressiver Grübelfilm, der immer wieder zeigt, wie die verschiedenen Systeme, die hier aufeinander prallen – Ölindustrie, Geheimdienst, Islamismus, korrupte Clanherrschaft – Tod und Zerstörung produzieren. Alle sind schuldig – die CIA, die Araber, die Ölindustriellen in Houston –, denn alle wollen, dass der Ölhahn möglichst weit offen bleibt, während sie zugleich wissen, dass das Spiel bald ein ende hat All diese kleinen Mängel nehmen Syriana jedoch nichts von seiner Wucht.
Man kann diesen Film als Veschwörungsquatsch abtun aber da wäre George Glooney unrecht getan. In diesem Film wird gezeigt mit welcher Skrupelosigkeit die USA vorgehen wenn es um Ihre eigenen Interessen geht.
Manchmal ist es schwer den vielen Handlungsträngen des Films zu folgen denn der Regiesseur wechselt ziemlicht oft und überaschend zwischen den einzelnen Personen. Der Film beeindruckt ebenso durch seine Stimmung als auch durch die Leistungen der Schauspieler. Es gibt keine Eindeutige Hauptfigur in diesem Thriller keinen eindeutigen Helden der von seinen Hechern verfolgt wird und zum Schluß alle rettet .Der Film stellt sich durch seine ganze Struktur auf die Seite der Komplexität. Das nimmt für ihn ein, auch dann noch, wenn Gaghan es mit der Fülle der Figuren und Konflikte übertreibt. Man ist einfach dankbar dafür, dass ein Film sich so viel vornimmt: Syriana wagt es zu zeigen, wie das Handeln einer Gruppe von Ölmanagern in Texas die Entscheidung zweier gefeuerter Ölarbeiter am Golf beeinflusst, sich mit einem Tanker in die Luft zu sprengen. Er stellt einen Zusammenhang her zwischen dem Öldurst des Westens und der Unreformierbarkeit der arabischen Welt. Er zeigt, wie der radikale Islam das Loch in der Seele junger Männer füllt, die nicht mehr gebraucht werden.
Dabei macht Syriana es sich nicht leicht mit Schuldzuweisungen. Die Ölindustrie ist zwar ein Haufen korrupter Bastarde, aber einige der Superbastarde sind auch dunkel attraktive Figuren – wie etwa der von Christopher Plummer meisterhaft gespielte Washingtoner Strippenzieher. Denn dies ist ein Unglücksfilm, ein depressiver Grübelfilm, der immer wieder zeigt, wie die verschiedenen Systeme, die hier aufeinander prallen – Ölindustrie, Geheimdienst, Islamismus, korrupte Clanherrschaft – Tod und Zerstörung produzieren. Alle sind schuldig – die CIA, die Araber, die Ölindustriellen in Houston –, denn alle wollen, dass der Ölhahn möglichst weit offen bleibt, während sie zugleich wissen, dass das Spiel bald ein ende hat All diese kleinen Mängel nehmen Syriana jedoch nichts von seiner Wucht.
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