The Movies Gold Edition (Management PC Spiel) Testbericht


Auf yopi.de gelistet seit 06/2006
Erfahrungsbericht von ChaziChaz
Klappe zu und Action..
Pro:
Eigene Filme drehen, viele Möglichkeiten
Kontra:
Auf Dauer eintönig
Empfehlung:
Ja
Als ich vor einigen Monaten das erste Mal von "The Movies" gehört habe, war ich hin und weg. Eigene Filme drehen, Putzfrauen zu Filmstars machen, das beste Studio der Welt werden… was will man mehr? Nach den ersten Ankündigungen wurde es erstmal ruhig um das Spiel und auch meine Sehnsucht, das Spiel endlich in meinen Händen zu halten, wurde ein wenig getrübt. Doch Ende 2005 war es endlich soweit: "The Movies" steht im Laden und Jonas kauft es sich.
Was ist das?
Wie eingangs erwähnt schlüpft man in die Rolle eines Filmstudio-Inhabers im Jahre 1920, der mit einem großzügigen Startkapital das Studio in knapp 85 Jahren zur crème de la crème der Hollywood-Szene führen soll. Dazu gehört ein gut durchorganisiertes Management: Um einen Blockbuster ins Kino zu bringen müssen nicht nur die Schauspieler und Regisseure in Topform sein. Alles Mögliche kann dazu beitragen, ob der neue Film ein Meilenstein sein wird oder nicht einmal der humorvollste Kinogänger über den Film lachen kann. Drehbuch oder Crew-Mitglieder wie Kameramann - alles muss stimmen um nicht den Flop des Jahres unter die Leute zu bringen.
Neben diesem Karriere-Modus ist es allerdings auch möglich, ein freies Spiel zu starten. Man kann auswählen in welchem Jahr man zu spielen beginnt, mit wie viel Geld man startet und kann sogar die Launen der Schauspieler ausschalten. Die Sets, die im Karriere-Modus freigespielt worden sind, sind auch für den "Sandkastenmodus" verfügbar. Für Gelegenheitsspieler, die mal schnell einen Film drehen wollen, sicher nicht von schlechten Eltern.
Wie spielt es sich?
Anfangs baut man Schauspielschule, Castingbüro, Drehbuchbüro, Film-Sets auf einem leeren Terrain und eröffnet seinen ersten Film-"Park". Der Spielstart wird durch ein leicht verständliches Tutorial unterstützt, welches einem die grundlegenden Schritte im Spiel erklärt. Also zwei, drei Leute auf dem Gelände aufheben und ins Castingbüro schmeißen - die ersten Stars sind geboren.
Die Steuerung ist einfach und geht leicht von der Hand. Es gibt keine 1000 Menüs mit noch mal so vielen Untermenüs. Informationen über Schauspieler oder Gebäude erhält man per rechten Mausklick. Lediglich die Finanzen und Statistiken kann man über das Menü an der oberen Bildschirmseite erreichen. Fertige Drehbücher erscheinen als Symbol in der Spielewelt und lassen sich in die Schauspielschule verschieben, um es zu proben.
Der Bau-Modus beschäftigt einen, ist aber auch nicht zu übertrieben groß gehalten. Man muss jedoch gut überlegen, wo man welches Gebäude am besten hinstellt. Zu lange Laufwege verlangsamen die Produktion, weshalb Erholungsgebiete und Schauspielschule unmittelbar neben den Sets gebaut werden sollten. Auch zusammengehörende Sets (zum Beispiel Western-Saloon und Western-Gefängnis) sollten nicht weit voneinander entfernt sein. Um die Park-Wertung aufrecht zu erhalten sollten hin und wieder ein paar Bäume oder Blumenbeete gesetzt werden. Diese sorgen für einen schönen Park, Gebäude wie zum Beispiel Toiletten werten den Park hingegen ab.
Doch nun zu den Filmdreh, der ja das Hauptaugenmerk im Spiel ist. Man benötigt ein Drehbuchbüro, in dem man entweder Leute einstellen kann, die dann das Drehbuch für ein bestimmtes Genre schreiben sollen oder man schreibt das Drehbuch selbst. Dafür legt man erst (optional) Schauspieler fest und schon kommt man in ein Fenster, das einen auf Grund der Unmengen an Möglichkeiten nahezu erschlägt. Man wählt sich Filmsets, die nach belieben mit Objekten und Hintergründen ausgestattet werden können, und schaut sich danach durch eine Datenbank mit vielen vorgefertigten Szenen. Letztere gehen meist nur wenige Sekunden und so lässt sich durch eine Aneinanderreihung einiger Szenen ein gutes Drehbuch schreiben. Diese einzelnen Szenen lassen sich an den Wünschen des Spielers anpassen, so dass man Schauspieler zuweisen kann und diese auch direkt passend einkleiden kann. Requisite darf auch nicht fehlen, also kann man einige Gegenstände, zum Beispiel Waffen, einbauen, mit denen die Schauspieler später interagieren. Das Drehbuch lässt sich jederzeit anschauen. Ist man fertig zieht man das entstandene Drehbuch-Symbol per Drag and Drop in die Schauspielschule, um die Akteure, Regisseure und die Crew proben zu lassen. Das Symbol wird zu einer Filmkamera, die nun auf Knopfdruck zum Filmen freigegeben wird. Die Mitarbeiter versammeln sich nun alle am vereinbarten Set.
Nach Vollendung des Drehs gibt man den Film zur Veröffentlich bereit. Es öffnet sich ein Auswertungsmenü, welches aus verschiedenen Aspekten (Drehbuch, Schauspieler, Genre) eine Gesamtwertung für den Film ausrechnet. Es folgen Kritiken zum Film, egal ob der Schauspieler schlecht gelaunt war oder der Regisseur nur mit Bier in der Hand am Set war - jeder Schwachpunkt wird aufgezeigt. Glanzpunkte fehlen aber auch nicht, wenn Schauspieler X gefallen hat, bekommt man es hier mit.
Später hat man im Spiel noch die Möglichkeit, gedrehte Filme zu editieren. Man kann nun Lieder einbinden oder, sofern man ein Mikrofon hat, den Film selbst vertonen und Dialoge einbauen. Für letzteres hat sich Entwickler Lionhead was besonderes einfallen lassen: Die Lippenbewegungen der Figuren passen sich der eigenen Stimme an.
Je nachdem in welcher Zeit sich der Spieler gerade befindet, passt sich das Spiel daran an. Wo die Zuschauer in den 20er Jahren über Schwarz-Weiß-Stummfilm-Komödien staunten und lachten, werden diese Filme Jahre später kaum noch Anklang finden. So müssen neue Sets erforscht werden, neue Techniken kommen auf den Markt und Genres werden von Jahr zu Jahr beliebter bzw. unbeliebter.
Anfang ist man ein wenig überfordert, angesichts der vielen Möglichkeiten, die man geboten bekommt. Schnell werden Schauspieler sauer, schnell floppen die Filme mal wieder… Mit der Zeit jedoch bekommt man ein Händchen für all die schwierigen Situationen im Hollywood-Leben, denn die ganzen Vorgänge wiederholen sich sehr oft.
Ganz schön launisch…
Nach 10-15 Spieljahren fällt einem erstmals auf, dass auch "Die Sims" - Fans voll auf ihre kosten kommen. Man muss sich um seine Regisseure und Schauspieler kümmern, damit sie ihre Topleistungen abrufen können. Dummerweise hat man Schauspieler X kurz nach dem fertigen Dreh zu "Die Ciao - Epidemie" direkt einen neuen Film zugewiesen. Der Junge fühlt sich überarbeitet, gönnt sich in der Bar ein, zwei Gläser zuviel und fängt an ein Alkoholproblem zu bekommen. Ein wenig neben sich beginnt er einen Streit mit einem Nebendarsteller, was sich auch negativ auf dessen Laune auswirkt. Also ein Rehabilitationszentrum bauen und rein mit dem. Doch nicht denken, dass er nun Ruhe gibt. Er ärgert sich über seinen, in seinen Augen, geringen Lohn und will endlich einen eigenen Trailer (Wohnwagen) haben. Hoffentlich braucht er keinen eigenen Assistenten, hofft der Spieler. All das muss der Spieler die ganze Zeit im Auge behalten, denn nur gut gelaunte Schauspieler rufen ihre guten Leistungen ab, und die werden für gute Filme benötigt.
Ferner möchten die Stars auch immer schön eingekleidet sein, weshalb man ein Ausstattungs-Gebäude errichten sollte. Die Kleidung der Schauspieler sollte immer an die aktuelle Zeit angelegt sein. Wäre auch seltsam, wenn Angelina Jolie noch immer mit einem 70er Jahre - Kleid rumlaufen würde.
Und der Gewinner ist…
Alle fünf Jahre gibt es eine Verleihung, die den besten Film, die besten Schauspieler etc. ehrt. Auf den ersten Blick ein schönes Gimmick, auf den zweiten Blick sind die erhaltenen Preise wichtig für Schauspieler (die Laune steigt) und Studio (man erhält einen Bonus, zum Beispiel neue Sets).
Wie sieht es aus und wie hört es sich an?
Die Grafik an sich ist nicht sensationell, dennoch schön anzusehen. Man kann ganz nah an die Spielwelt heranzoomen, die so sehr detailliert ist. Je nach Laune stampfen oder hüpfen die Schauspieler durchs Terrain. Durch das kleine Menü am oberen Bildschirmrand wirkt das Spiel sehr übersichtlich.
Umgebungs- und Personengeräusche sind passend und auch nicht zu überbetont. Bei der Veröffentlichung eines Filmes hört man gerne die Kassen klingeln. Im Hintergrund läuft ein Radio, dessen Moderator ab und an auch mal eine witzige Meldung vorliest. Das lässt den Spieler gerne mal schmunzeln. Die Musik des Radiosenders passt sich auch an die aktuelle Jahreszahl an.
Fazit
Wer "The Movies" kauft, um mal schnell ein paar Filme zu drehen, wird enttäuscht. Natürlich ist letzteres möglich und auch das Hauptaugenmerk, jedoch hat das Spiel einiges mehr zu bieten. Spieler, die "Sim City", "The Sims" mochten und gerne mal ihrer Kreativität freien Lauf lassen wollen, werden hier voll auf ihre Kosten kommen. Von Aufbau über Babysitting bis hin zum Film-Drehen ist alles dabei. Lediglich kann das Spiel auf Dauer nicht sonderlich begeistern, wenn man denn mal auf der Erfolgsspur ist, ist es immer dasselbe: Drehbuch - Drehen - Fertig. Was an einem Hollywood-Film noch fehlt sind Stunts und die dafür geeigneten Stuntmen, diese werden jedoch im kommenden Addon Stunts & Effects vorhanden sein.
Die Entwickler bieten auch eine Möglichkeit an, seine Filme auf einer speziellen Plattform hochzuladen. Dort kann man die Filme anderer bewundern. Ich selber habe dies noch nie genutzt, da meine Filme wohl nicht mit den der breiten Masse mithalten können. ;) Mehr dazu unter http://movies.lionhead.com .
Ich kann das Spiel jedoch ohne Probleme weiterempfehlen und vergebe 4 Sterne. Ich hoffe euch hat der Bericht ein wenig gefallen.
Man liest sich,
Jonas.
PS: Probiert den Starmaker aus, damit könnt ihr euch selbst ins Spiel bringen ;) Ist ganz lustig.
Anhang
Minimale Systemvorrausetzungen (laut Verpackung):
- 3D-Beschleunigerkarte wird benötigt - 100% DirectX 9.0c-kompatible Grafikkarte mit 32MB und Hardware T&L samt aktueller Treiber
- Microsoft Windows 98SE/ME/2000/XP
- Pentium III 800Mhz- oder Athlon 800Mhz-Prozessor oder höher
- 256MB RAM
- DVD-ROM - Laufwerk samt aktueller Treiber
- 2,4GB unkomprimierter Festplattenspeicher (plus 500MB für die Windows-Auslagerungsdatei)
- 100% DirectX 9.0-kompatible Soundkarte samt aktueller Treiber
- 100% Windows 98SE/ME/2000/XP - kompatible Maus und Tastatur samt aktueller Treiber
- DirectX 9.0
Unterstützte Chipsätze:
Radeon 7000, 7200, 7500, Radeon 9000, 9200, 9500, 9550, 9600, 9700, 9800, Radeon X300, X600, X700, X800, X850
GeForce 3 Ti, GeForce 4 MX, GeForce FX 5200, 5600, 5700, 5900, PCX 5300, 5750, 5950, GeForce 6600, 6800
Für den Online-Modus wird eine Internet-Verbindung benötigt. Das Spiel enthält Kopierschutztechnologie, die mit einigen Laufwerken und virtuellen Festplatten nicht kompatibel sein könnte.
Ich persönliche habe einen Athlon 64 3000+ mit GeForce FX 5700 und 1024MB RAM. Das Spiel läuft ruckelfrei.
ChaziChaz für Ciao und Yopi
33 Bewertungen, 11 Kommentare
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05.03.2008, 01:23 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichbin neu und brauch noch jede menge feedback. gruß
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31.07.2006, 02:37 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruss, MANUela * :o)
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04.07.2006, 14:24 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreich~*~sehr hilfreich~*~man liest sich~*~
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03.07.2006, 23:37 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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03.07.2006, 22:58 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichWow das spiel will ich auch haben.. Hast du sehr gut beschrieben.. wie lang läuft denn dann so ein film ? muss ich gleich mal gucken, wo das spiel günstiger ist. Danke für den Tipp
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03.07.2006, 22:54 Uhr von DieHase
Bewertung: sehr hilfreichsh! schau doch auch mal bei mir vorbei =)
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03.07.2006, 22:03 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh &*lg* Alan :>))))
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03.07.2006, 21:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht .LG Whitejungle
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03.07.2006, 20:30 Uhr von MarkusH18
Bewertung: sehr hilfreichToller und informativer Bericht, deshalb ein "sehr hilfreich" von mir!! Weiter so! Gruß Markus!!
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03.07.2006, 20:22 Uhr von Mamafabian
Bewertung: sehr hilfreichbin jetzt kein PC Spieler, aber trotzdem ein SH von mir:-)
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03.07.2006, 19:45 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichWer jetzt noch Beiträge liest und nicht bewertet, ist ein elender, unsäglicher und diebischer Schwarz-Leser. Er/sie/es bringt den Schreiberling um den verdienten, wenn auch kargen Lohn. Und ihm/ihr sollen alle Zähne ausfallen, bis auf einen!! Für Zahnweh!!
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