The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen (2006) (DVD) Testbericht

The-hills-have-eyes-huegel-der-blutigen-augen-2006-dvd-horrorfilm
ab 9,50
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2010

Erfahrungsbericht von atrachte

Ein Grund mehr um auf Atomwaffen zu verzichten

Pro:

teilweise die bedrückende Atmosphäre, Aaron Stanford und Emilie de Ravin sind als Darsteller gut anzusehen, die Retrooptik, der Film hat einen gewissen Charme,

Kontra:

zu Lang daher zuviele unnötige Szenen bzw . zu lange Szenen, es fehlt an einer, für Horrorfans, Stimmung, die meisten Darsteller liefern nichts Besonderes da sie auch nur Stereotypen verkörpern konnten,

Empfehlung:

Ja

Das Hollywood ein allgemeines Problem mit neuen Ideen zu haben scheint, ist bekannt. Und so setzt man immer wieder auf Remakes. So auch im Genre der Horrorfilme. Beispiele wie "Texas Chainsaw Massacre" zeigen das Remakes nicht Schlecht sein müssen. Remakes wie von "The Fog" zeigen aber auch das Gegenteil, nämlich das Remakes oftmals auch Schrott sein können. Aktuellstes Remake im Kino ist von "The Hills Have Eyes". Diesen habe ich mir gestern Abend angesehen und kam ein wenig Überrascht aus dem Kino. Ob Positiv oder Negativ, das erfahrt ihr nun. Viel Spass beim lesen.

Story:
Berufsbedingt ist die Familie Carter von ihrer alten Heimat Cleveland weggezogen und zieht nun nach Kalifornien weiter. Auf dem Weg dahin fahren sie durch die Einöde von New Mexico. Dabei machen sie auch kurze Rast an einer Tankstelle. Hier gibt ihnen der Tankwart (Tom Bower) den Tipp eine Abkürzung zu nutzen. Familienvater Big Bob (Ted Levine) ist für den Rat sehr Dankbar und entschließt sich die Abkürzung zu nehmen. Nachdem sich die Familie mit Auto und Trailer bereits einige Meilen von der Tankstelle entfernt hat, platzen plötzlich die Reifen des Autos. Big Bob entschließt sich auf den Weg zur Tankstelle zu machen und von dort aus Hilfe zu rufen. Auch sein Schwiegersohn Doug (Aaron Stanford) macht sich auf den Weg um Hilfe zu suchen. Der Rest der Familie bleibt beim Auto.

Als Big Bob Nachts wieder bei der Tankstelle ist, muss er mit ansehen wie sich der Tankwart das Leben nimmt. Daraufhin wird Bob von einer merkwürdigen Gestalt angegriffen und K.O. geschlagen. Bob wird in die Nähe des Unfallortes seines Autos gebracht und in Flammen gesteckt. Dies erweckt das Aufsehen der restlichen Familie. Nach und nach werden immer mehr Familienmitglieder getötet, bis schließlich nur noch Doug, Brenda (Emilie de Ravin) und ihr Bruder Bobby (Dan Byrd) am Leben sind. Auch das Kind von Doug lebt noch, wurde jedoch von den Mördern seiner Familie entführt. Doug entschließt sich sein Kind aus den Händen der entstellten Wesen zu befreien und Rache zu nehmen.

Meine Kritik zu "The Hills Have Eyes":
Das Original von "The Hills Have Eyes" erschien 1977. Der in Deutschland eher unter dem Titel "Hügel der blutigen Augen!" bekannte Horrorfilm, wurde von Wes Craven auf die Leinwand gebracht. Jedoch hat der Film allgemein einen nicht ganz so guten Ruf, im Gegensatz zu anderen Craven Filmen, etwa "A Nightmare on Elm Street". Horrorfans sehen in ihm aber auch einen der Mitbegründer des modernen Horrorfilms. Es folgten zwei Nachfolger, welche jedoch völlig untergingen, wohl auch wegen ihrer Qualität. Nun hat sich ein weiterer Horrorregisseur an den vielversprechenden Stoff rangemacht. Alexandre Aja, bekannt dank "Haute Tension", bringt jetzt das Remake von "The Hills Have Eyes" in die Kinos. Dabei wird Hauptsächlich an dem Originaldrehbuch festgehalten.

Wie auch das Original, beginnt das Remake von "The Hills Have Eyes" in der heizen Wüste von New Mexico. Zuvor bekommt der Zuschauer aber noch einige Realbilder zu Gesicht, welche das Ausmaß vom Einsatz atomarer Waffen darstellen, missgebildete Menschen inklusive. Ob dieser Einstieg gut gewählt wurde ist Geschmackssache, jedoch wird so eine etwas ernsterer Atmosphäre vermittelt und macht für einen kurzen Moment auch ein wenig nachdenklich. Anschließend beginnt der eigentliche Film. Wie eben auch im Original mit der Reise einer amerikanischen Familie durch die Wüste von New Mexico. Die Familie ist auf dem Weg nach Kalifornien, wo sie ein neues Leben beginnen sollen. Auf ihrem Weg dorthin kommen sie an einer Tankstelle vorbei. Dort gibt der Tankwart der Großfamilie einen Tipp für eine Abkürzung. Was die Familie nicht weiß ist, dass der Tankwart die Menschen in eine Falle lockt. Denn in der Wüste lebt eine Mutanten Familie, entstellt durch die Atomwaffen Tests der US Regierung, welche tatsächlich in einem Zeitraum der 40er bis Anfang der 60er Jahre stattfanden. Nachdem das Auto der Familie eine Panne hatte, welche natürlich nicht Zufällig zu Stande kam, trennt sich Familienvater Big Bob mit seinem Schwiegersohn Doug vom Rest der Familie um Hilfe zu suchen. Während Doug eine interessante Entdeckung machen wird, wird Big Bob den Tod finden. Und da ist er nicht der einzige aus der Familie. Denn die Mutanten haben es auf das "Frischfleisch" abgesehen und morden fröhlich weiter.

Von der Story her, hat man sich sehr Nahe ans Original gehalten, was auch gut ist. Jedoch muss man sagen das die Story eigentlich Mau ist. Zu Beginn wird sie zwar Aufgebaut, jedoch kommt irgendwann der Moment wo sie verloren geht und man sich aufs Katz und Maus Spiel beschränkt, bis der Film schließlich sein etwas kitschiges Ende findet. Zudem kommt der Film leider nicht ohne ein paar Durststrecken aus, die den teils schnellen Handlungsfluss etwas stören. Diesen Film hätte man von seinen 107 Minuten ruhig auf 90 Minuten beschränken können und schon hätte man ein besseres Werk gehabt. Negativ fallen auch die vielen Klischees auf. Da wäre alleine schon der Tankwart, welcher natürlich wieder über alles Bescheid weiß und die ahnungslose Familie in ihr Verderben treiben lässt. Irgendwann muss man doch mal einsehen das die Verwendung von zu vielen Klischees mit der Zeit einfach nur noch lächerlich wirkt, oder?

Anders wie man es noch beim Remake von "Texas Chainsaw Massacre" gemacht hat, spielt "The Hills Have Eyes" nicht in der Zeit des Originals, also den 70er Jahren, sondern in der Gegenwart. Jedoch versprüht der Film den gewissen 70er Jahre Horrorcharme. Besonders Positiv fällt hier die filmische Umsetzung auf. Besonders gut gefallen hat mir der braun Filter, ähnlich wie auch schon in "Texas Chainsaw Massacre" um mal bei diesem Beispiel zu bleiben. Die dominierende braune Farbe gibt dem Survivalhorror Film eine besondere Atmosphäre. Die Dramatik kommt teilweise gut rüber, man kann fast mit den Charakteren mitfühlen. Leider verbaut der Film es sich dann aber auch wieder allzu oft, da eben viele Szenen zu lange Ausgebaut wurden. Auch Schade ist das der Film sich manchmal selbst nicht Ernst nimmt.

Bei einen Horrorfilm ist natürlich auch der Horror wichtig. Der Film hat seine zwei bis drei Schockmomente, kann davon aber nicht leben. Auch in Sache Splatter bekommt man nicht allzu viel geboten. Doch einige Morde sind ganz Ansehnlich, etwa wenn der Familienvater an einem Kreuz hängt und verbrannt wird oder seine Tochter Brenda einem der Mutanten eine Axt durch den Kopf haut. Jedoch kommt der Horrorfan zum Schluss, dass man sich ruhig etwas mehr hätte trauen können, gerade was den Splatter Bereich angeht. Dafür setzt der Film mehr auf Terror und bedrückende Atmosphäre. Dies gelingt oft auch. Etwa wird in einer Szene Brenda mehrmals von einen Mutanten vergewaltigt. Solche Sequenzen kommen teils schon Bedrückend rüber, was auch an der Leistung der Schauspieler liegt. Jedoch fehlt für einen richtig guten Horrorfilm noch das gewisse etwas.

Hingegen sehr gut gelungen sind aber wiederum die Masken der Mutanten. Zwar ist man oftmals an "Wrong Turn" erinnert, doch das macht nicht allzu viel aus. Insgesamt ist "The Hills Have Eyes" jedoch ein gelungenes Remake und ist eine gute Kost für Horrorfans. Jedoch ist es kein Film den man sich mehrmals ansehen kann, dafür gibt es zu viele Längen und schlampig Umgesetzte Elemente, etwa die Story. Persönlich bin ich der Meinung das man den Film sehr viel Ernster hätte aufziehen sollen, der Handlung mehr Gewicht hätte geben können und sich mehr in Sachen Splatter oder zumindestens Schockmomenten hätte trauen können.

In Sachen Schauspielern hat man auf einige bekannte Seriengesichter gesetzt. Zwar spielt Ted Levine nicht gerade eine Hauptrolle, jedoch ist er als Vater und somit Boss der Familie zu Beginn der erste Charakter der auffällt. Die Darbietung des Big Bob ist Ted Levine eigentlich ganz gut gelungen. Leider stirbt der Charakter nur ein bisschen zu früh. Der wirkliche Hauptcharakter des Filmes ist Doug, gespielt von Aaron Stanford. Zu Anfang spielt Aaron Stanford noch den Arschloch Charakter, als jedoch seine halbe Familie abgemetzelt wurde, und sein Baby von den Mutanten entführt wurde, fängt der Charakter des Doug allmählich Sympathien beim Zuschauer aufzubauen. Die Leistung von Aaron Stanford ist auch recht Stimmig, vor allem da er der einzige Darsteller ist der seinem Charakter eine Weiterentwicklung geben darf. Emilie de Ravin, die mir letztens schon in "Santa´s Slay" sehr gut gefallen hat und vielen aus der Serie "Lost" bekannt sein dürfte, spielt in "The Hills Have Eyes" die Rolle der Tochter Brenda. Auch Brenda ist mehr ein Charakter der Sorte Stereotyp, jedoch schafft sie es ihrer Rolle Leben und Gefühle einzuhauchen. Etwa bei ihren Missbrauch durch einen Mutanten trägt gerade sie zur Dramaturgie der Situation bei. Ansonsten braucht man über die restlichen Schauspieler nicht allzu viele Worte zu verlieren. Zwar spielt keiner Schlecht, aber der Rest macht seine Sache auch nicht sooo gut, das man von fantastischen Leistungen sprechen kann. Liegt aber auch daran das viele der Charaktere schon recht Früh ihr Leben lassen. Erwähnen möchte ich lediglich noch Michael Bailey Smith, welcher den Mutanten Pluto sehr gut rüberbringt.

Original Filmtitel:
The Hills Have Eyes (2006)

Länge des Filmes:
Ca. 107 Minuten

Schauspieler:
Aaron Stanford (Doug)
Emilie de Ravin (Brenda)
Ted Levine (Big Bob)
Michael Bailey Smith (Pluto)
Kathleen Quinlan (Ethel)
Dan Byrd (Bobby)

Regisseur:
Alexandre Aja

FSK:
Ab 18 Jahren

Verleiher:
20th Century Fox


Fazit:
Allzu hohe Erwartungen hatte ich nicht am Remake von "The Hills Have Eyes" gelegt. Vielleicht hat mir der Film auch daher recht gut gefallen. Die Idee wie auch die Story, wenn auch nicht mehr neu, sind ganz akzeptabel Umgesetzt worden, wenn auch nicht allzu gut, was sehr Schade ist. Denn alleine die Idee mit den Mutanten könnte eigentlich guten Stoff für einen ansehnlichen Horrorfilm geben. Die Schauspieler machen ihre Sache im ganzen recht gut, der Horror kommt auch nicht zu Kurz und wird mit einigen Splatter Effekten Attraktiver gemacht. Jedoch gilt dies nur für Mainstream Gucker, denn der gestandene Horrorfan wird in diesem Punkt ein wenig enttäuscht sein. Von seinem Stil hat mir der Film zugesagt, besonders was den braun Filter der Kamera angeht da so die Situation intensiver wirkt. Und irgendwie hat der Film auch einen gewissen 70er Jahre Charme, was das ganze ein bisschen Old-School Mäßig rüberbringt. Insgesamt bekommt der Film von mir drei Sterne und eine Sehempfehlung, denn für einmal Sehen ist "The Hills Have Eyes" durchaus lohnenswert..

6 Punkte für den Film "The Hills Have Eyes" und somit drei Sterne als Wertung

Homepage des Filmes:
http://www.the-hills-have-eyes.de/

Homepage des Verleihers :
http://www.fox.de/cinema

IMDB Link mit weiteren Informationen:
http://imdb.com/title/tt0454841

52 Bewertungen, 27 Kommentare

  • anonym

    06.04.2007, 13:36 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Oster-Feiertage! LG Damaris :-)

  • morla

    24.03.2007, 02:46 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    l.g. petra

  • anonym

    29.12.2006, 23:01 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Edith und Claus

  • Baby1

    01.12.2006, 19:50 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anita

  • stegi

    26.10.2006, 01:02 Uhr von stegi
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Martin

  • Sweeaty

    25.10.2006, 22:04 Uhr von Sweeaty
    Bewertung: sehr hilfreich

    ziemlich übler film, aber werd mir demnächst die dvd kaufen! liebe grüße!!

  • Volker111

    25.10.2006, 14:46 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    schon eher ;-)

  • dadolger

    18.10.2006, 13:49 Uhr von dadolger
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht LG Mark

  • sudden23

    11.10.2006, 03:44 Uhr von sudden23
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg Martin

  • anonym

    08.10.2006, 16:28 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    wäre evtl. was für mich

  • bigmama

    08.10.2006, 03:30 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg Anett

  • convex

    08.10.2006, 03:10 Uhr von convex
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich ...LG, convex

  • MedienPanther

    07.10.2006, 19:21 Uhr von MedienPanther
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wir haben ihn vor kurzem auf DVD angeschaut und fanden den Film recht gut gemacht. LG Markus

  • anonym

    07.10.2006, 00:29 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lG von Diana (c:

  • pointofview

    06.10.2006, 23:39 Uhr von pointofview
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine Kritikpunkte zeigen mir, dass ich auf diesen Film wohl verzichten werde ... Klasse ge- und beschrieben ... LG von PoV

  • Navinja

    06.10.2006, 22:59 Uhr von Navinja
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o) Lieben Gruß Navinja

  • anonym

    06.10.2006, 22:10 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • anonym

    06.10.2006, 19:30 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, LG Birgit :-)

  • swissflyer

    06.10.2006, 17:58 Uhr von swissflyer
    Bewertung: sehr hilfreich

    °+° SH °+°

  • anonym

    06.10.2006, 17:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh.LG Bernd

  • phobee

    06.10.2006, 16:44 Uhr von phobee
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht!

  • moddy

    06.10.2006, 16:28 Uhr von moddy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bin wegen diesem Film immernoch unentschloßen, vielleicht leih ich ihn mir aber doch zumindest mal aus !Gruß Moddy

  • Gozo-Bernie

    06.10.2006, 16:26 Uhr von Gozo-Bernie
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruss aus Catania - bernie

  • LilaLisa

    06.10.2006, 16:18 Uhr von LilaLisa
    Bewertung: sehr hilfreich

    TOLLER Bericht! Liebe Grüsse Lisa ;-D

  • 78sunny

    06.10.2006, 16:04 Uhr von 78sunny
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht! LG Sunny

  • junior33

    06.10.2006, 15:56 Uhr von junior33
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und liebe Grüße, Ingo !

  • MarkusH18

    06.10.2006, 15:35 Uhr von MarkusH18
    Bewertung: sehr hilfreich

    Tollter und informativer Bericht, deshalb ein "besonders hilfreich" von mir!! Gruß Markus!