The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen (2006) (DVD) Testbericht

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ab 9,50
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Erfahrungsbericht von TheCorvus

Besser als das Original von Wes Craven!

Pro:

Kamera, Härtegrad, Sound und Musik, unterschwelliger Humor

Kontra:

kann sich nicht zwischen Horror/Terror und Splatter entscheiden

Empfehlung:

Ja

Es ist ganz natürlich einem Remake skeptisch gegenüber zu treten. Jeder der das Remake zu "Psycho" gesehen hat wird mich darin wohl bestätigen. "The Hills Have Eyes" von Wes Craven feierte in den 70ern keinen großen Erfolg und war vom erwarteten Härtegrad eher seicht. Jedoch lieferte Craven eine gute Grundlage, die das Remake voll und ganz ausschöpft.

Story:
In den 60er Jahren führt die US-Regierung Atomtests in der Wüste durch. Die dort lebenden Höhlenarbeiter weigern sich jedoch, trotz Warnung, das gefährdete Gebiet zu verlassen. Jahrzente später leben in dieser verlassenden Gegend nur noch kannibalische entstellte Mutanten. Ihre Opfer beziehen sie durch die Mithilfe eines alten Mannes, der an einer Tankstelle die Touristen in die falsche Richtung lenkt, damit diese als Frühstück auf den Tellern der Mutanten landen.

Alexandre Aja schuf vor einiger Zeit mit "High Tension" einen äußerst spannenden und harten Horrorthriller, der zwar keine neue Idee aufwies, aber so sauber Inszeniert war, dass sich sogar David Fincher ("Seven") oder sogar Wes Craven ("Scream 1-3") davon eine Scheibe abschneiden könnten.

Allgemeines:
"The Hills Have Eyes" bietet ebenfalls keine originelle Idee, aber Aja weiss sein Publikum zu schocken. Ob mit spannungsgeladenen Kameraeinstellungen, der Musik, oder gar den extrem harten Goreszenen. Übrigens handelt es sich bei der Kinoversion um die R-Rated Fassung, die Unrated Fassung erscheint zur DVD Veröffentlichung. Jedem Splatter- und Gorefan sei gesagt, dass er hier seine wahre Freude haben wird. Da wären wir aber schon bei dem Problem. Der Film wird als absoluter Horror- und Terrorfilm angepriesen und sogar die Musik, übrigens genial umgesetzt von TomAndAndy, lässt einen das Unheil auf der Leinwand förmlich miterleben. Bis zu dem Punkt, als die, ich nenne sie mal Mutanten, über die arme durchschnittliche amerekanische Familie herfallen. Von hier an begeht Aja den großen Fehler eine Balance zwischen Horror- und Splattermovie zu suchen. Leider gelingt sowas recht selten. Denn sobald man in "THHE" das erstemal die Mutanten zu sehen bekommt, ist der Horror vorbei, der sich wirklich in der Exposition aufgebaut hat. In der Exposition findet sich aber noch ein weiteres Problem. Wir haben unsere Großfamilie und man denkt, dass wie immer eine der beiden Töchter im Laufe des Films die familie rettet. Falsch, hier werden alle gleich ausführlich beleuchtet und man macht sich auf die vergebliche Suche nach den Protagonisten. Am Ende der Exposition, sind von der Familie nur noch drei Personen übrig, zu spät um unseren Helden einzuführen, da es jetzt richtig losgeht und uns nur noch interessiert, ob der restliche Teil der Familie dort wieder hinaus findet. Wer unser Held wird möchte ich hier noch nicht preisgeben. Wie gesagt hört dort dann auch schon der Horror auf, aber der Splatter und der Fun fangen an. Auch wenn es eine schlechte Mischung ist, hat man trotzdem seinen Spaß. Selten konnte ich im Kino so über eine amerikanische Familie lachen wie bei diesem Film. Da wird mal eben das Oberhaupt der Familie an ein Kreuz gehangen und verbrannt, nur um ihm später eine kleine Amerikaflagge in den Kopf zu stecken. Das nenne ich Humor. Solche Szenen gibt es in "THHE" zuhauf.

Kamera:
Die Bilder in "High Tension" waren so sauber gefilmt und vermittelten die Stimmung perfekter als manch amerikanische Produktion. In "THHE" setzt Aja auf den 70er Jahre Retrolook. Oftmals Handkamera und natürlich körniges Bild. Damit erreicht Aja wesentlich mehr, als das bei dem Remake von "The Texas Chainsaw Massacre" der Fall war. Dort setzte man nur auf die Musik und die Kleidung der 70er. Zumal trägt die Kamera hier auch extrem zum vorher schon genannten humoristischen Unterton bei. Eigentlich wollte ich damit nur sagen, dass der Film durchgehend perfekt gefilmt wurde und auch interessante wie spannende Perspektiven und Einstellungen verwendet wurden.

Musik (von TomAndAndy):
Die Musik ist einfach perfekt und passt wie die faust aufs Auge. Endlich wurde die Musik in einem Horrorfilm nicht auf das verstärkende Element reduziert, sondern wird sogar zu sowas wie einer Hymne, allerdings für die Mutanten. Kurz bevor diese ihre Angriffe starten ertönt etwas das wohl eine Sirene darstellen soll. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass dies zum Ende hin immer mehr abnahm.

Schauspieler:
Eigentlich machen alle ihren Job durchgehend akzeptabel, jedoch vermochte ich nur einen der Schauspieler wirklich zu kennen und dieser ist nicht wirklich lange zu sehen. Die Rede ist von Ted Levine, den man aus der Serie "Monk" und der Harris Verfilmung "Das Schweigen der Lämmer" kennt. Alle anderen, Desmond Askew, Tom Bower,Ezra Buzzington,Dan Byrd, Maisie Camilleri Preziosi, Emilie de Ravin, Billy Drago und Robert Joy sind NoNames. Hinzu kommt,dass "THHE" wieder einer solcher Filme ist, bei denen die Namen der verkörperten Personen schon während des Films vergessen werden. Genau wie bei "Alien vs. Predator".
Aber wen interessiert das hier schon. Hier liegt der Fokus auf Terror und Blut. Somit wäre ich auch schon beim Ende der Review angelangt.
Tut mir Leid, diese diesmal etwas kürzer ausgefallen ist, aber bei Horrorfilmen spielt die Kunst des Films nunmal nicht so eine große Rolle wie z.B. bei "Jarhead". Zum Schluss möchte ich nur sagen, dass jeder der kein Problem mit der Mischung aus Horror, Terror und etwas subtilem Humor hat, sich bei diesem Film köstlich amüsiert. Zumindest war es bei mir so. Ich freue mich auf die Unrated DVD.
Für die Kinoversion gibts daher 7/10 Punkte.

FSK: keine Jugendfreigabe

16 Bewertungen, 5 Kommentare

  • morla

    30.07.2008, 01:04 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sonnige grüsse aus berlin lg. petra

  • JoergTh

    25.09.2006, 12:12 Uhr von JoergTh
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, liebe Grüße, Jörg

  • phobee

    25.09.2006, 11:12 Uhr von phobee
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! LG, Pia

  • Theophanu

    25.09.2006, 10:59 Uhr von Theophanu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich Liebe Grüße von Theophanu

  • pointofview

    25.09.2006, 04:03 Uhr von pointofview
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG von PoV :-)