Immortal (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Gemeinwesen
Wirre Story auf einer DVD (nur) für Fans
Pro:
der schöne Schein
Kontra:
eine reichlich konfuse Story
Empfehlung:
Nein
Dem ägyptischen Gott Horus droht der Verlust der Unsterblichkeit. Sieben Tage bleiben ihm, sein Schicksal abzuwenden. Nur eine einzige Woche, um im Irrgarten der Metropole die schöne Mutantin Jill zu finden, sie zu verführen und zu schwängern - und auf diese Art sein Fortleben zu sichern. Dazu braucht er einen menschlichen Körper - den er im politischen Gefangenen Alcide Nikopol findet. Der allerdings wurde in Stickstoff konserviert und schwebt in einer Kapsel.
(Quelle: amazon.de)
Dass ich meiner Rezension die kurze Inhaltsangabe voranstelle, die bei amazon.de veröffentlicht worden ist, hat seinen Grund: Ich habe den Film zwar gesehen, habe auch die DVD im Regal stehen, kann mich aber beim besten Willen nicht mehr an den roten Handlungsfaden erinnern.
Meines Wissens ist Enki Bilals Film hierzulande nicht im Kino zu sehen gewesen. Durch den Tipp einer bekannten neugierig geworden, habe ich mir „Immortal“ vor Jahr und Tag auf DVD zugelegt – übrigens auf einer wirklich beeindruckend ausgestatteten Doppel-DVD mit Lenticular-Bild („Holografie-Cover“ heißt das bei Amazon). Auch hier gilt leider die Binse, die für alle „Special Editions“ von bestenfalls mäßig erfolgreichen Filmen gilt: Sie werden auch durch die opulenteste Ausstattung nicht besser.
Man muss den Film „Immortal“ schon wirklich toll finden, um Spaß an der DVD-Version zu haben; und genau daran hapert’s bei mir. Den viel gepriesenen Look des Films fand ich zwar ganz gelungen, unterm Strich aber dann doch etwas zu sehr über den sprichwörtlichen grünen Klee gelobt: Irgendwie habe ich vieles von dem, was die Optik des Films prägt, schon in anderen Filmen gesehen – angefangen bei „Metropolis“ über „Blade Runner“ bis zu „Das fünfte Element“. Im Unterschied zu den genannten Vorbildern bietet „Immortal“ dann noch eine ganze Reihe von Tricksereien auf, die offensichtlich computergeneriert sind, allen voran natürlich die tierköpfigen ägyptischen Göttergestalten. Und dann gibt es da noch irgendein ziemlich widerwärtig aussehendes, rotes Vieh, an dessen Aussehen wie an seine Rolle im Film ich mich bezeichnenderweise nur vage erinnere.
Mein Gesamteindruck lässt sich so zusammenfassen: „Immortal“ ist eine ziemlich wirr erzählte, in beklemmende, mehr oder minder unangenehm wirkende Bildern gefasste Geschichte, die mit reichlich atonaler elektronischer Musik unterlegt ist – seit ich mir eine CD von John Zorn zugelegt habe, habe ich nichts gehört, mit dem ich ähnlich wenig habe anfangen können. Das soll kein Werturteil sein, sondern einfach zum Ausdruck bringen, dass mir die gesamte „Immortal“-Welt sehr fremd ist und ich zu ihr weder auf erzählerischer, noch auf visueller oder akustischer Ebene einen wirklichen Zugang gefunden habe.
Fans der „graphic novels“, auf denen der Film meines Wissens basiert, sehen das natürlich anders und dürfen sich über eine DVD-Umsetzung freuen, die eine Fülle an Zusatzmaterial bietet – unter anderem auch die Filmmusik, in die ich mich beim besten Willen nicht habe einhören können.
24 Bewertungen, 7 Kommentare
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02.09.2007, 15:05 Uhr von firestorm1105
Bewertung: sehr hilfreichWie immer ein klasse Bericht. Liebe Grüße, Romy
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01.09.2007, 22:24 Uhr von Meyerhoffsche
Bewertung: sehr hilfreichEtwas kühlere, aber dennoch sonnige Samstagsgrüße von Meyerhoffsche :)
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01.09.2007, 16:41 Uhr von marina71
Bewertung: sehr hilfreichLG und schönes WE!
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01.09.2007, 14:48 Uhr von freshmaik
Bewertung: sehr hilfreichlg Michael
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30.08.2007, 16:45 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSH LG
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30.08.2007, 15:36 Uhr von MarkusH18
Bewertung: sehr hilfreichToller und informativer Bericht, deshalb ein sehr hilfreich!! Weiter so! Gruß Markus!!
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30.08.2007, 15:05 Uhr von HiRD1
Bewertung: sehr hilfreichGruß, Ralf
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