Good Night, and Good Luck (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von sunnyblack
Clooney gegen den Rest der Welt!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ist George Clooney mit seiner zweiten Regiearbeit ein anspruchsvoller Film gelungen? Ja, definitiv. Ist George Clooney ein spannender Film gelungen? Daran kann man zweifeln."GNAGL" erfordert Hintergrundwissen und das nicht zu knapp."Wer McCarthy ist, welche Folgen er für die US-amerikanische Gesellschaft hatte?" etc. sind Fragen, deren Beantwortung der Film schlichtweg voraussetzt. Somit fehlen dem uninformierten Zuschauer schon zu Beginn essentielle Informationen, um überhaupt einen Zugang zum Film zu finden.
In der Darstellung des Medienkampfes der CBS- Sendeproduktion "GNAGL" gegen McCarthy geführt von Murrows (gekonnt verkörpert von David Strathairn, der für seine Darstellung mit dem Oscar nominiert wurde) besteht das Hauptanliegen des Films. Murrows versucht gegen den Willen seines Sendechefs eine Sendung über McCarthy zu produzieren, um McCarthy's nahezu paranoides Vorgehen, das wahllose Aussondern von angeblichen Kommunisten, in gewissem Maße aufzuhalten bzw. darauf aufmerksam zu machen.
Wie Murrows diesen Kampf gestaltet, welche Kräfte ihm dabei im Wege stehen- die, diese Frage beantwortenden Momente sind die Momente des Films, die am meisten fesseln. Allerdings sind sie rar gestreut. Vergeblich sucht man nach großen Kräften und Instanzen, die sich gegen Murrows Vorhaben stellen. Mit stoischer Gelassenheit und ständigem Dackelblick in der Mine geht Murrow vor. Bis auf den Sendechef scheint die gesamte Nation nur darauf zu warten, dass Murrow McCarthy auseinandernimmt. Jedoch findet sich hier der größte dramaturgische Fehler des Films: Was würde geschehen, wenn Murrow unvorsichtig vorgeht und McCarthy gegen die Prinzipien einer seriösen Nachrichtensendung zu Unrecht beschuldigt? Welche Konsequenzen hätte dies für ihn? Murrow würde seinen Job verlieren, hätte aber ein Haus und eine Ehefrau, wie es sein Sendechef nochmals betont. Seien wir mal ehrlich! In Anbetracht dessen, dass durch den eventuellen Verlust des Jobs Murrows, McCarthy als skrupelloser, nahezu paranoider Antikommunist aufgehalten werden könnte, scheint dieser Preis ein geringer. Die Gefahr, dass Murrow als Kommunist deklariert werden könnte, weil er überhaupt gegen McCarthy vorgeht wird zwar angesprochen, die Gefahr kommt aber nur gering zur Geltung, schließlich am meisten in der Rede McCarthy's im Film. Murrow trifft zudem auf so geringen Widerstand, die antagonistischen Kräfte und das, was er zu verlieren hat sind so gering, dass das Mitfiebern und somit die Spannung auf ein Minimum sinken. In Verbindung mit der hohen Anforderung an den Zuschauer über Infos der McCarthy Ära entwickelt sich dieser dramaturgische Fehler umso stärker zum ermüdenden und langweilenden Aspekt des Films.
Man schaut hauptsächlich männlichen Menschen zu, wie sie eine anspruchsvolle und angeblich neutrale Sendung produzieren. Dass alles in Schwarz-Weiß abläuft stört keineswegs, im Gegenteil sogar: Hier äußert sich der positive Aspekt des Films. Die Rundfunkzeit der USA erhält in dieser schwarz-weiß gehaltenen Darstellung eine besondere Authentizität, die durch die Ausstattung, Kostüme und Musik umso spürbarer wird.
Zwar ist es den Machern gelungen, audiovisuell Authentizität zu vermitteln, das Zeitgefühl der 50er spürbar zu machen- von dem bedrohlichen McCarthy- Druck auf die Bevölkerung ist nicht viel zu spüren. McCarthy scheint nahezu der einzige zu sein, der antikommunistisch veranlagt ist. Die damalige Bespitzelung und Vorverurteilung auch der Menschen untereinander spiegelt sich nur in geringstem Maße im Film wider, alle kommen harmonisch miteinander aus. Abschließend bleibt zu sagen, dass, wenn die Sachlichkeit des Films die Sachlichkeit Murrows widerspiegeln soll und deswegen auf dramaturgisch reißerische Effekte verzichtet wurde, diese im Film dragebrachte Sachlichkeit und der ruhige und ernste Ton nicht gerechtfertigt sind, weil Clooney McCarthy als Antikommunisten vorraussetzt und ihn im Vorfeld vorverurteilt und daher selbst nicht sachlich und seriös ist bzw. bleibt.
FAZIT:
Wenn man nun einen sachlichen UND unterhaltsamen Film zugleich sucht, so bleibt nur eines zu sagen: "Good Night, And Good Luck".
Originaltitel: Good Night, And Good Luck
Regie: George Cloney
Schauspieler:David Strathairn, George Clooney, Jeff Daniels, Robert Downey Jr.
Drehbuch: George Clooney
Land: USA
Länge: 93 Minuten
In der Darstellung des Medienkampfes der CBS- Sendeproduktion "GNAGL" gegen McCarthy geführt von Murrows (gekonnt verkörpert von David Strathairn, der für seine Darstellung mit dem Oscar nominiert wurde) besteht das Hauptanliegen des Films. Murrows versucht gegen den Willen seines Sendechefs eine Sendung über McCarthy zu produzieren, um McCarthy's nahezu paranoides Vorgehen, das wahllose Aussondern von angeblichen Kommunisten, in gewissem Maße aufzuhalten bzw. darauf aufmerksam zu machen.
Wie Murrows diesen Kampf gestaltet, welche Kräfte ihm dabei im Wege stehen- die, diese Frage beantwortenden Momente sind die Momente des Films, die am meisten fesseln. Allerdings sind sie rar gestreut. Vergeblich sucht man nach großen Kräften und Instanzen, die sich gegen Murrows Vorhaben stellen. Mit stoischer Gelassenheit und ständigem Dackelblick in der Mine geht Murrow vor. Bis auf den Sendechef scheint die gesamte Nation nur darauf zu warten, dass Murrow McCarthy auseinandernimmt. Jedoch findet sich hier der größte dramaturgische Fehler des Films: Was würde geschehen, wenn Murrow unvorsichtig vorgeht und McCarthy gegen die Prinzipien einer seriösen Nachrichtensendung zu Unrecht beschuldigt? Welche Konsequenzen hätte dies für ihn? Murrow würde seinen Job verlieren, hätte aber ein Haus und eine Ehefrau, wie es sein Sendechef nochmals betont. Seien wir mal ehrlich! In Anbetracht dessen, dass durch den eventuellen Verlust des Jobs Murrows, McCarthy als skrupelloser, nahezu paranoider Antikommunist aufgehalten werden könnte, scheint dieser Preis ein geringer. Die Gefahr, dass Murrow als Kommunist deklariert werden könnte, weil er überhaupt gegen McCarthy vorgeht wird zwar angesprochen, die Gefahr kommt aber nur gering zur Geltung, schließlich am meisten in der Rede McCarthy's im Film. Murrow trifft zudem auf so geringen Widerstand, die antagonistischen Kräfte und das, was er zu verlieren hat sind so gering, dass das Mitfiebern und somit die Spannung auf ein Minimum sinken. In Verbindung mit der hohen Anforderung an den Zuschauer über Infos der McCarthy Ära entwickelt sich dieser dramaturgische Fehler umso stärker zum ermüdenden und langweilenden Aspekt des Films.
Man schaut hauptsächlich männlichen Menschen zu, wie sie eine anspruchsvolle und angeblich neutrale Sendung produzieren. Dass alles in Schwarz-Weiß abläuft stört keineswegs, im Gegenteil sogar: Hier äußert sich der positive Aspekt des Films. Die Rundfunkzeit der USA erhält in dieser schwarz-weiß gehaltenen Darstellung eine besondere Authentizität, die durch die Ausstattung, Kostüme und Musik umso spürbarer wird.
Zwar ist es den Machern gelungen, audiovisuell Authentizität zu vermitteln, das Zeitgefühl der 50er spürbar zu machen- von dem bedrohlichen McCarthy- Druck auf die Bevölkerung ist nicht viel zu spüren. McCarthy scheint nahezu der einzige zu sein, der antikommunistisch veranlagt ist. Die damalige Bespitzelung und Vorverurteilung auch der Menschen untereinander spiegelt sich nur in geringstem Maße im Film wider, alle kommen harmonisch miteinander aus. Abschließend bleibt zu sagen, dass, wenn die Sachlichkeit des Films die Sachlichkeit Murrows widerspiegeln soll und deswegen auf dramaturgisch reißerische Effekte verzichtet wurde, diese im Film dragebrachte Sachlichkeit und der ruhige und ernste Ton nicht gerechtfertigt sind, weil Clooney McCarthy als Antikommunisten vorraussetzt und ihn im Vorfeld vorverurteilt und daher selbst nicht sachlich und seriös ist bzw. bleibt.
FAZIT:
Wenn man nun einen sachlichen UND unterhaltsamen Film zugleich sucht, so bleibt nur eines zu sagen: "Good Night, And Good Luck".
Originaltitel: Good Night, And Good Luck
Regie: George Cloney
Schauspieler:David Strathairn, George Clooney, Jeff Daniels, Robert Downey Jr.
Drehbuch: George Clooney
Land: USA
Länge: 93 Minuten
24 Bewertungen, 6 Kommentare
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09.10.2007, 01:27 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichWieder ein tadelloser Bericht von Dir. LG
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13.09.2006, 17:13 Uhr von B_Engal
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir. Klasse Bericht. MfG B_Engal
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06.09.2006, 12:03 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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01.09.2006, 23:06 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :>))))
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01.09.2006, 21:41 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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01.09.2006, 16:34 Uhr von ochsenfrosch43
Bewertung: sehr hilfreichHey, dich gibts ja doch noch ;-)
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