Das Haus am See (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Hasena
Anders als gedacht...
Pro:
unkonventionelle Handlungsstruktur, komplexe und interessante Figuren
Kontra:
man muss sich auf die Schicksals - /Zeitthematik einlassen
Empfehlung:
Ja
Ich habe diesen Film mit ein paar anderen Mädels angesehen und man kann sich sicherlich denken, dass wir angesichts der Schauspieler und der eingentlich bekannten Filmschemata von Romazen nicht gerade eine anpruchsvolle Story erwartet haben... doch beim ersten Ansehen bot dieser Film alles andere als eine flache Liebesgeschichte mit Happy End.
Bevor ich jetzt aber schon zu weit in meine Bewertung rutsche erstmal einige allgemeine Dinge.
****** Inhaltliches ******
An Kate Forsters (Sandra Bullock) erstem Arbeitstag in einem neuen Krankenhaus wird, während sie die Mittagspause mit ihrer Mutter auf der Daily Plaza in Chicago verbringt, vor ihren Augen ein Mann angefahren. Ihrem Job als Ärztin gerecht werdend ist sie sogleich zur Stelle, der Mann erliegt jedoch seinen Verletzungen und stirbt in ihren Armen.
Dieses Ereignis geht Kate als junge Ärtzin in ihrem ersten Job nach der Assistenzzeit sehr nahe. Eine Arbeitskollegin rät ihr das alles nicht zu nah an sich heran zu lassen und in jedem Fall jeden Moment ihrer Freizeit um Abstand zu gewinnen an einem Ort möglichst weit weg zu verbringen, an dem sie sich am wohlsten fühlt.
Kate zieht es zurück zu ihrem "Haus am See", aus dem sie wegen des Jobs ausziehen musste. Dort hatte sie beim Auszug einen Brief an den Nachmieter mit der Bitte um Nachsendung ihrer Post hinterlassen, den sie bei ihrer erneuten Ankunft dort beantwortet vorfindet.
Der Brief war an den Architekten Alex Wyler (Keanu Reeves), der 2 Jahre vor ihrer Zeit in diesem Haus lebt, gelangt. Dieser war über nichtzutreffende Beschreibungen seiner angeblichen Vormietern überascht und wollte mit seiner Antwort auf das Spielchen eingehen, was diese scheinbar mit ihm spielen wollte. Daraus entsteht ein für beide Seiten verwirrender, aber mit einem Reiz verbundener Briefwechsel, der das einsame Leben der beiden Charaktere wieder belebt aber auch reichlich durcheinander bringt.
Sie müssen tatsächlich akzeptieren, dass ihr Leben scheinbar parallel, jedoch um 2 Jahre zeitversetzt stattfindet.
Aus diesem Kontakt, der unerfüllbare Träume in beiden weckt, erwächst eine starke Liebe. Sie versuchen sich in der "Zukunft" zu treffen, was jedoch scheinbar unmöglich scheint, da ohne ihr Wissen, Alex der Mann war, der an der Daily Plaza überfahren wurde...
****** Meine Meinung ******
Die Beziehung, die sich zwischen Kate und Alex entwickelt, lässt, wie ich zugeben muss einige Fragen offen. Wie es passieren soll, dass zwei Personen in einem zeitlichen Abstand von 2 Jahren leben und Kontakt über den Briefkasten des Hauses aufbauen, in dem er gerade lebt und aus dem sie gerade ausgezogen ist, frage ich mich natürlich auch. Das kann man jedoch als filmerische Realität akzeptieren. Man ist ja von den meisten romantische Geschichten so einiges gewohnt.
Dieses unrealistische Detail macht für mich jedoch den Charme des Films aus.
Der Film folgt nicht wie jede andere Romanze dem Handlungsstrang: Sie lernen sich kennen, verlieben sich ineinander, gelangen auf Umwegen zusammen, werden voneinander enttäuscht und merken am Ende doch, dass sie füreinander bestimmt sind und es kommt zum Happy End.
Sicher ist es genau das, was man erwartet, wenn man sich eine Romanze ansieht, aber man bzw. ich bin auch gerne überrascht worden.
Beim ersten Ansehen ist man möglicherweise enttäuscht davon, dass sich einige Details im Handlungsstrang zu offensichtlich darstellen. Aber die Ironie des Schicksals wird in diesem Film sehr deutlich und das Schicksal stellt sich ja möglicherweise auch manchmal einfach so eindeutig dar, dass man es nur von außen sehen kann...
Der Film zeigt durch die Zusammenhänge, die sich in Kate`s Vergangenheit mit Alex Gegenwart ergeben, deutlich die Schicksalsanhaftung an die Liebe. Das Schicksal legt es in diesem Film geradezu darauf an, dass die beiden aufeinander treffen. Schließlich war es genau der Unfall zu Beginn, der Alex Leben vor Kates Augen beendete und so die gesamte Geschichte ins Rollen brachte und am Ende eben auch die Vergangenheit veränderte.
Die offensichtlich scheinenden Zusammenhänge beim ersten Ansehen des Films machen diesen Film besonders... der geneigte Zuschauer kann geradezu miterleben, was die beiden Charaktere fühlen bzw. ahnt meist immer schon einen Moment vorher was diese nun erleben werden. Daraus entsteht jedoch wider Erwarten keine Langweile, sondern es macht den Charme des Films aus.
Ein wichtiges Detail des Films sind die Bilder von Chicago, von denen der gesamte Film erfüllt ist. Die Charaktere erleben die Stadt gemeinsam als wunderbar und genau dieses Bild bekommt der Zuschauer dargestellt. Mag sein, dass es einfach am Wiedererkennungswert liegt, weil ich vor ein paar Jahren selbst in Chicago war und die Stadt mich beeindruckt hat, aber der Film gibt einfach ein sehr schönes Bild dieser Stadt wieder.
Im Mittelpunkt steht natürlich auch das "Haus am See", über das ich bisher noch gar nicht berichtet habe. Dieses Haus erstaunt durch seine Einfachheit und denoch Besonderheit. Der Architekt des Hauses war Alex Vater, wodurch auch das Vater-Sohn-Verhältnis ein wenig bearbeitet wird. Es handelt sich dabei um das Verhältnis zwischen einem erfolgssüchtigen Vater, dessen Frau ihn verlassen hat und kurze Zeit später starb und dessen Umgang mit dem Tod seiner Frau seine Söhne bzw. besonders Alex sehr enttäuscht. Die Vater-Sohn-Beziehung entwickelt sich jedoch im Film gerade neu. Beide hatten sich Jahre nicht gesehen und Alex hat scheinbar eine andere Selbstsicherheit gegenüber seinem Vater entwickelt, der als großer Geschäftsmann und Architekt von der Anstellung seines Sohns als Bauherr von Einfamilien-Reihenhäusern enttäuscht ist. Durch das "Haus am See" wird die Vater-Sohn-Geschichte auch irgendwie in die Liebesgeschichte eingeschlossen, da Kate zum Beispiel auch in dem Krankenhaus arbeitet, in dem Alex Vater in der "Vergangenheit" gestorben ist.
Wie man sieht kommt es zu allerhand Verwicklungen und so wird der Film trotz seiner teilweise offensichtlichen Ereignisse nicht langweilig sondern gewinnt dadurch an Punkten.
Alles in allem bewerte ich den Film mit sehr gut, weil er eben nicht dem typischen Bild einer Romanze entspricht und obwohl stellenweise vorhersehbar, auch einige Fragen offen lässt und zum Nachdenken über Schicksal und Vorherbestimmung anregt, ich empfehle den Film daher vor allem denjenigen Menschen, die kein Problem damit haben, sich auf die Thematik des Schicksals in Punkto Liebe einzulassen, und die nicht nach einer flachen Romanze verlangen.
Liebe Grüße und in der Hoffnung, dass mein erster Beitrag auch hier gefällt und dass ich so mal wieder zu mehr Aktivität angeregt werde,
Steffi
27 Bewertungen, 11 Kommentare
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28.06.2007, 17:18 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh! Ich hab den Film damals im Kinmo gesehen! Viele Grüße, Karin
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26.02.2007, 11:18 Uhr von LadySimara
Bewertung: sehr hilfreichSH und LG Steffi :-)
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25.02.2007, 12:44 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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25.02.2007, 12:07 Uhr von B_Engal
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir. super Bericht. MfG B_Engal
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25.02.2007, 09:52 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreichsh :-)
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24.02.2007, 22:56 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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24.02.2007, 21:33 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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24.02.2007, 21:29 Uhr von bodenseestern
Bewertung: sehr hilfreich***Schönes WE und Gruß Petra***
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24.02.2007, 21:20 Uhr von sandrad198
Bewertung: sehr hilfreich**sh + lg ** Sandra :o)
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24.02.2007, 21:08 Uhr von caramon_2k
Bewertung: sehr hilfreichKlingt nicht uninteressant. sh. Gruß Daniel
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24.02.2007, 20:36 Uhr von davediehose
Bewertung: sehr hilfreichgut gut :) bis dann
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