Need For Speed: Carbon (PC Rennspiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von ChaziChaz
Lamborghini CARBONara...
Pro:
Viele Neuerungen, Multiplayermodus
Kontra:
Neuerungen überzeugen nicht, Story, zu schnell durchgespielt, Grafik, Sound und und und . . .
Empfehlung:
Nein
Noch vor ein paar Wochen habe ich über das Spiel "Need for Speed - Most Wanted" berichtet, heute folgt ein Bericht über dessen Nachfolger "Carbon", der kürzlich erschienen ist.
Was ist das?
Mit "Carbon" geht die "Need for Speed" - Reihe mittlerweile in die (soweit ich weiß) 13. Runde. Wie man aus dem Namen der Reihe schon erkennen kann, handelt es sich um ein Rennspiel, welches jedoch noch nie realistisches Fahrverhalten und ähnliches aufweisen konnte, sondern immer sehr arcadelastig war und für den Otto-Normal-Spieler gedacht ist. Wer am schnellsten von Punkt A nach Punkt B kommt, hat gewonnen. Fertig. Oder?
Auf geht's…
Kurz nach dem ersten Start des Spieles wird man in die neue Story einbezogen. Man kommt als Außenseiter zurück in eine Stadt, in der man angeblich schon einmal war, und sieht sich neuen Aufgaben gegenüber: Die Stadt, Palmont City, ist in mehrere Gebiete aufgeteilt, die sich rivalisierende Gangs gegeneinander wegnehmen wollen. Um allen zu beweisen, dass man der Beste ist, muss man nun selbstverständlich alle Gebiete einnehmen, mit fahrerischer Gewalt.
Die Story selber ist jedoch ein wenig platt, zwar trifft man auf alte Bekannte wie dem Polizisten "Cross", richtig in den Bann ziehen (wie die Story von "Most Wanted") kann sie aber nicht. Aber ein paar neue Ideen könnten die Jungs von EA auch gebrauchen, denn langsam werden die aufstrebende-Außenseiter-Geschichten langweilig.
Die Einführung ins Spiel wird auch gleichzeitig als Tutorial benutzt, in denen die wohl offensichtlichste Neuerung vorgestellt und dem Spieler beigebracht wird. So hat man in "Carbon" ab sofort Teamkollegen, die jeweils über eine von drei Fähigkeiten verfügen. So kann ein "Blocker" die Rivalen gekonnt verlangsamen, sodass der Spieler sich einen schönen Zeitvorsprung herausfahren kann. Der "Scout" erkundigt sich nach der Strecke und gibt hinweise über mögliche Abkürzungen, die im Verlaufe des Spiels sehr wichtig sein könnten. Schlussendlich hat man mit den "Draftern" die Möglichkeit, sich an deren Heck zu heften und somit höhere Geschwindigkeiten zu erreichen.
Eigentlich eine gute, (für die NfS-Serie) innovative Neuerung, doch kommt sie ohne Fehler auch nicht aus. So fahren die Crew-Kollegen, schon am Anfang des Spiels, wahnsinnige Geschwindigkeiten, die man selbst nie erreichen kann. Wenn man in deren Windschatten fährt, bremsen sie plötzlich ab, wodurch man wertvolle Sekunden verlieren kann. Ich persönlich habe mir mehr davon versprochen, etwa genauere Befehle während des Rennens geben, damit mal etwas Abwechslung in den "Need for Speed" - Alltag kommt. Doch danach sucht man leider vergeblich, mit nur einem Knopfdruck aktiviert man die Teamkollegen, oder deaktiviert sie wieder. Immerhin bringt jedes Crew-Mitglied den ein oder anderen Vorteil, der sich nicht direkt aufs Rennen auswirkt, wie zum Beispiel eine Ermäßigung beim Kauf von Autoteilen.
Aber wenn wir schon einmal bei der künstlichen Intelligenz der eigenen Kollegen sind (komisches Fahrverhalten ihrerseits), können wir auch über die der Rivalen reden. So find ich es (in jedem Rennen!) sehr komisch, das man sich während der gesamten Rennlänge einen soliden Vorsprung von knapp 10 Sekunden herausfährt, der kurz vor Schluss, ohne ersichtlichen Grund, in Nullkommanix wieder auf Millimeter herabschmilzt. Anscheinend zünden die Gegner einen noch nie da gewesenen Turbo, der sie auf 800km/h beschleunigt und kurz vor dem Spieler, damit dieser das nicht bemerkt, fahren sie wieder ihre durchschnittlich 100km/h.
Die Qual der Wahl…
Auch in "Carbon" hat man die Möglichkeit, seinen Lieblingsboliden unter den mehr als fünfzig (!!!) Fahrzeugen auszuwählen. Unterteilt sind die Autos in drei Gruppen, nämlich Musclecars, Exoten und Tuner. Egal ob Golf, Mercedes, Dogde, Mitsubishi… fast alle namhaften Autohersteller sind mit von der Partie. Wie auch in den anderen Spielen der Serie muss man die meisten Fahrzeuge erst frei spielen und mit langsameren Rennern beginnen.
Doch warum immer ein neues Auto kaufen, wenn man seins auch tunen kann? "Carbon" bietet wieder eine Vielzahl an Tuningmöglichkeiten, sowie diversen Karosserieteilen. Anders als in den Vorgängern erreicht man diese Optionen nicht über eine spezielle Werkstatt, sondern macht dies in seinem "Safe House".
Neu ist die Möglichkeit, die Tuningteile seinen Interessen anzupassen, zum Beispiel die Reifen eher für Driftrennen oder gute Bodenhaftung auszulegen. Dennoch ist diese kleinere Spielerei wenig fordernd, detailliertere Einstellungen am Fahrzeug wären auch mal ganz schön gewesen.
Wie gewohnt kann man auch in "Carbon" auf unzählige Spoiler, Felgen etc. zugreifen. Neu ist aber die "Autosculpt-Funktion". Mit deren Hilfe kann man Hauben, Felgen, Spoiler, Seitenteile und und und… nach den eigenen Wünschen bearbeiten. So hat man ein Grundmodell, dass man mit einer Schieberegelung bearbeiten kann, wie etwa den Spoiler erhöhen, die Felgen krümmen und und und… Für die Spieler heißt das: Millionen verschiedene Möglichkeiten. Kein Auto wird mehr aussehen wie das andere.
Auf das Gaspedal treten…
…kann man wieder in verschiedenen Arten von Rennen. Weggefallen scheinen die Drag- und Lap-Knockout-Rennen, hinzu gekommen ist das altbekannte Drift-Rennen. Bei letzterem muss man bei möglichst hoher Geschwindigkeit um Kurven rutschen und somit eine hohe Punktzahl erreichen. Ist man zu langsam oder berührt die Wand, kriegt die Punkte wieder abgezogen. Fordernd wird dieses Feature in Bergrennen, die auch im Blickpunkt dieses Spieles stehen…
Denn nicht nur Drift-Rennen werden ab und zu in die um Palmont Citiy liegenden Berge verlegt. Auch Sprint-Rennen (diese jedoch auch in der Stadt) und die Rennen mit den Entgegnern finden in luftigen Höhen statt. Lustig ist die Tatsache, das in den engen Kurven oft die ein oder andere Leitplanke zerstörbar ist und man über die Klippen stürzen kann. Jedoch hat das nur Auswirkung auf das aktuelle rennen, wie gewohnt kann man immer wieder Neustarten.
Die angesprochenen Boss-Rennen sind neu, jedoch nicht wirklich fordernd. Das Prinzip dieses Rennen ist wie folgt: Erst muss man sich in einem "normalen" Eins gegen Eins - Rennen für die Bergetappe qualifizieren. Danach fährt man ein Sprint-Rennen gegen den Gegner und muss ihm so dicht auf den Fersen bleiben wie es geht. Umso näher man an ihm dran bleibt, desto mehr Punkte gibt es auf dem Konto. Letzteres wird nämlich in Runde Zwei beansprucht, wenn der Spieler vom Endgegner verfolgt wird. Bleibt das Punkte-Konto im positiven, gewinnt man. Umgekehrt hat man selbstverständlich verloren und muss es erneut versuchen.
Spätestens beim zweiten Versuch sollte man jedoch jedes Rennen als Sieger beenden können. Die Rennen sind das gesamte Spiel hindurch relativ anspruchslos und auch das Spiel selbst ist ziemlich schnell durchgespielt. Das liegt wohl auch daran, dass die in "Most Wanted" etwas übertriebene Polizeipräsenz nun ein wenig zurückgeschraubt worden ist und man auch nicht mehr zwangsweise mit ihnen messen muss um gegen den nächsten Endgegner fahren zu können. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass ich für die 50€ die Story etwas länger spielen könnte.
Stadtbesichtigung…
Auch hier scheint EA ein wenig reduziert zu haben. Die Stadt wirkt insgesamt viel kleiner und nicht allzu abwechslungsreich. Am Anfang fährt man ein wenig durch die Stadt, um sie ein bisschen kennen zu lernen, im weiteren Spielverlauf nutzt man jedoch meist die "Direkt dorthin" - Beam - Funktion. Dennoch funktioniert neben der Welt-Übersichtskarte auch die GPS-Funktion einwandfrei.
Rückschritt…
…gibt es in Sachen Technik. Vorneweg ist der Sound eintönig; einen abwechslungsreichen Soundtrack wie in "Most Wanted" sucht man vergebens, was spätestens nach zwei Stunden Spielzeit den Spieler veranlasst, seine eigene Musiksammlung zu aktivieren. Ich fahre ja am liebsten mit Rammstein. ;-)
Auch mit der Grafik bin ich nicht zufrieden. So sind die technischen Anforderungen im Gegensatz zum Vorgänger angehoben worden, die Grafik sah bei mir in "Most Wanted" jedoch um Welten besser aus. Die Autos sehen nur im "Safe House" umwerfend aus, auf den Pisten glänzen sie ein wenig zu unrealistisch. Die Umgebung ist zwar ziemlich detailliert, wenn auch irgendwie langweilig. Das könnte jedoch auch daran liegen, dass "Carbon" nur Nachts stattfindet. Der schöne Tag- und Nachtwechsel aus dem Vorgänger wurde entfernt. Sehr schade!
Auch vermissen tue ich eine Sache, die ich an "Most Wanted" gerade super fand: Das Geschwindigkeitsgefühl. Im Vorgänger sorgte ein Verwischungseffekt dafür, dass man wirklich das Gefühl bekommen hat, mit 300 Sachen über die Straßen zu heizen. In "Carbon" finde ich dieses Gefühl nicht mehr, die Entwickler scheinen den Effekt außen vor gelassen zu haben. Traurig! :-(
In die unendlichen Weiten…
Der Multiplayer-Modus an sich kann sicherlich überzeugen. Neu ist eine Art Verfolgungsrennen, bei denen der jeweils Letzte einer Runde zum Streifenwagen wird und den Rivalen hinterher jagen muss. Die normalen Spielmodi fehlen natürlich auch nicht.
Die eben angesprochenen Polizei-Rennen machen unheimlichen Spaß, den ich leider in der Einzelspielerkampagne so schrecklich vermisst habe.
Wo? Wer? Wie?
"Carbon" ist neu im Laden und sollte überall wo es Computerspiele gibt für knapp 50€ erhältlich sein. Vertrieben wird das Spiel von Electronic Arts.
www.electronicarts.de
Was muss mein Rechner für das Spiel können (laut Verpackung)?
Betriebssystem: Windows XP Service Pack 2 (nur 32-bit Version),
Windows 2000 Service Pack 4
CPU: 1.7 GHz oder schneller
Ram: 1GB
Laufwerk: 8x oder schnelleres DVD Laufwerk
Festplattenspeicher: 3 GB oder mehr
Video: DirectX 9.0c kompatibel
Sound: DirectX 9.0c kompatibel
Steuerung: Tastatur, Maus, Dual Analog Gamepad oder Lenkrad
Im Gegensatz zu "Most Wanted" kann ich "Carbon" nicht ohne Einschränkungen spielen. Mit meinem Athlon 64 3000+, meiner ATI x800 GTO und 512MB Ram kann ich höchstens auf mittleren Details ruckelfrei spielen. Schade! :-(
Fazit
Alles in allem bin ich von "Carbon" mehr als enttäuscht. Eigentlich wurde alles schlechter gemacht, als es vorher war. Da wären Story, Spielspaß, künstliche Intelligenz, Grafik, Sound, eine schwammige Steuerung… alles eher ein Rückschritt. Die Neuerungen können da auch nicht darüber hinwegsehen lassen. Die Möglichkeit Teamkollegen zu haben ist sehr interessant, wird jedoch schlecht umgesetzt. Die Autosculpt-Funktion ist nur fürs Auge. Drift- und Endgegner-Rennen sorgen für etwas Abwechslung, auch wenn ich nicht verstehe, dass es keine Dragrennen mehr gibt. Ausprobieren sollte jedoch jeder die neue Multiplayer-Funktion, die riesig Spaß macht. "Carbon" ist eigentlich kein schlechtes Spiel. dennoch kann ich insgesamt nicht mehr als drei Sterne und keine Empfehlung geben. Jedem, der ein gutes Rennspiel sucht, lege ich "Most Wanted" ans Herz, das es mittlerweile für knapp die Hälfte des Preises zu kaufen gibt.
Man liest sich,
Jonas.
49 Bewertungen, 19 Kommentare
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10.04.2007, 00:01 Uhr von mousebear
Bewertung: sehr hilfreichwieder ein klasse bericht von dir. LG mousebear
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07.04.2007, 19:13 Uhr von albinaschulz
Bewertung: sehr hilfreichsh LG Sarah
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03.04.2007, 22:48 Uhr von CharMandra
Bewertung: sehr hilfreichLeider nichts für mich. LG Theresia
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29.03.2007, 00:38 Uhr von Hannihead96
Bewertung: sehr hilfreichSh, lg hannes
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27.03.2007, 21:21 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichnicht mein Spiel, aber ein guter Bericht
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27.03.2007, 13:38 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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17.02.2007, 02:58 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichätsch erwischt..."g"...SH und LG
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07.01.2007, 13:57 Uhr von Saska16
Bewertung: sehr hilfreichS.H. und liebe Grüße, Saska
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27.11.2006, 01:07 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichGute Nacht und einen schönen Wochenstart ! lg panico:-)
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13.11.2006, 12:14 Uhr von UnserRenatchen
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut gelungener Bericht - echt klasse
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13.11.2006, 11:10 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichWow! Klasse Bericht! Lieben Gruß :-)) Marianne
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12.11.2006, 19:13 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichlg Anett
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12.11.2006, 18:42 Uhr von Dr.Claudia
Bewertung: sehr hilfreichDas reisst Dich anscheinend nicht vom Hocker ;-) LG Claudia
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12.11.2006, 15:41 Uhr von B_Engal
Bewertung: sehr hilfreichSH von mir. MfG B_Engal
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12.11.2006, 14:22 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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12.11.2006, 13:35 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichTOLLER BERICHT! GLG Lisa :-D
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12.11.2006, 13:27 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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12.11.2006, 13:04 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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12.11.2006, 12:55 Uhr von samatweb
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Sonntag! Viele Grüße
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