Erfahrungsbericht von hirni
Alle zwei Jahre wieder...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
... kommt der James Bond, auf die Erde nieder und rettet sie...\"
So viel zum Weihnachtlichen Teil, zwei Tage vor Heiligabend.
Zwei Jahre ist der letzte James Bond „Die Welt ist nicht genug“ alt. Wie gewohnt gibt es wieder zu Weihnachten ein neues Attentat von Verrückten, die Bond, James Bond am Ende doch die Regeln beibringen kann.
Diesmal sind es Terroristen aus Nordkorea. Dort ist er den Diamantenschmuggler Moon hinterher ist, wird aber verraten und es gibt ein paar Explosionen und auch ganz schnell eine Verfolgungsjagd auf Luftkissenbooten. Am Ende wird er von den Terroristen gefangen genommen und 14 Monate gefoltert. (Danach sieht er übrigens richtig klasse aus)
Dann kommt der grottenschlechte James Bond Soundtrack von Madonna.
Nachdem man sich lange genug die Ohren zugehalten hat, geht es endlich weiter: Das MI6 holt James Bond im Austausch von Zao (Rick Yune), der rechten Hand des (toten?) Diamantenschmugglers, aber nicht, weil Bond der beste Mann ist, sondern aus Angst er könnte etwas an die Topterroristen ausplaudern. Die Doppel-Null wird vom Dienst suspendiert, aber durch einen Trick kann er auch aus dieser Gefangenschaft entrinnen und macht sich auf Kuba nach der Suche seiner Verräter und will auch noch ganz nebenbei die Welt retten (schon wieder *gähn*). Dort lernt er Jinx (Oscarpreisträgerin Halle Berry) kennen und landet – natürlich – am Abend mit ihr im Bett. Doch außer Frauen und Zigarren muss er natürlich noch seinem eigenen Auftrag hinterher gehen. Er gelangt in eine Schönheitsklink (in Kuba?!), auch dort läuft natürlich nicht alles so friedlich zu wie es von Außen den Anschein hat. Hier werden Menschen völlig neue Gesichter geschaffen und unter den Patienten ist auch Zao, doch James ist natürlich so blöd und lässt ihn laufen.
Schließlich kann auch Jinx, die genauso wenig wie Bond zum Vögel beobachten nach Kuba gekommen ist, nicht Zao aufhalten und er entkommt also.
Plötzlich braucht das MI6 ihren besten Agenten 007 doch wieder und ohne großer Worte bekommt er von M wieder die Lizenz zum töten.
Q’s Nachfolger gibt ihm natürlich auch einige nette Spielzeuge, darunter ein Ring, der durch irgendwelche ultrahohen Schallwellen jedes Glas, auch Panzerglas zum zerbrechen bringt. Und er bekommt natürlich noch einen Wagen, diesmal keiner von den Bayrischen-Motor-Werken sondern einen Austin Martin, wieder ausgestattet mit zahlreichen Hightech-Waffen und einen Unsichtbarkeitsmodus, mit dem kann man den Wagen (und natürlich auch alles was drin ist) unsichtbar machen, indem durch Kameras auf der einen Seite Bilder auf der andren Seite produziert werden und man denkt, der Wagen wäre nicht da. Dabei kann der Wagen natürlich nicht fahren beziehungsweise man sieht in dann teilweise. Natürlich ist das in echt nicht möglich, aber das interessiert ja auch keinen.
Daraufhin macht er sich zum Eispalast von Milliardär Gustav Graves (Toby Stephens) in Island, in dem die Weltpremiere von Ikarus, einem riesigen Satelliten der…
Auf jeden Fall hat er damit nichts gutes zu tun und James Bond muss den Geisteskranken zur Rechenschaft ziehen, aber da gibt es doch noch einen Verräter…
James Bond schafft das natürlich und macht dabei stets eine gute Figur. In den heikelsten Situationen hat er immer einen coolen Spruch (besonders im Eispalast ist er cool) und kommt kaum ins Schwitzen. Gespielt wird er jetzt zum vierten mal von Pierce Brosnan und macht wieder alles perfekt, natürlich nach Sean Connery. Nur sein Aussehen nach der Gefangenschaft ist etwas, ächem, merkwürdig. Aber er hat mit langen Haaren schon aus andren Filmen Erfahrung.
Das Bond-Girl Jinx gespielt von Halle Berry ist diesmal kaum auf James Bond angewiesen und steht im ihn nichts nach. Trotzdem wirkt sie nicht unsympathisch, sondern macht als selbstbewusste Frau eine gute Figur, besonders in ihrer ersten Szene…
Toby Stephens spielt den Widersacher der beiden „Guten“ und macht seine Rolle von allen Schauspielern am besten. Wie so oft in James Bond wirkt er nicht sympathisch und man hasst in vom ersten Augenblick an. Er ist ehrgeizig und will immer und überall der beste sein. Er ist arrogant und halt ein Psychopath.
Dann kam noch Madonna drin vor, die ja auch schon den vollkommen unpassenden James Bond Song gemacht hat, aber ihr Auftritt war nur ein paar Sekunden, als Fechtlehrerin von Gustav.
Die Schauspieler machen eine gute Figur und es waren auch nicht sie, die den Film nicht gerade zum Brüller 2002 gemacht haben.
Das erste, was mir nicht gefällt, ist die Szene, in der James Bond gefangen ist. Die Gefangenschaft an sich ist ja nicht schlimm, aber warum kommt James Bond nur mit Hilfe vom MI6 raus? Ein wirklicher Bond würde da alleine rauskommen, denn er ist nicht auf der Hilfe anderer angewiesen, sondern kann alleine die Welt retten.
Noch dazu will das MI6 ihn dann gar nicht mehr. Das kann doch nicht sein. Das MI6 will doch nicht ihren besten Agenten, der schon 19 mal die Welt gerettet hat vom Dienst suspendieren.
Und natürlich können sie sich nicht entscheiden und plötzlich verlangen sie doch wieder seine Arbeit.
Der Anfang war viel versprechend. Es gab Action wie man sie aus jeden James Bond gewohnt ist. Explosionen vom feinsten und Verfolgungsjagden mit außergewöhnlichen Gefährten.
Dann kam halt das mit der Befreiung des MI6. So etwas ist man von James Bond gar nicht gewöhnt, aber na ja, wird vielleicht das einzige Manko sein, dachte ich mir.
Aber das Ende war dann ganz und gar nicht atemberaubend. Nach der Action im Eispalast hat es mir eigentlich gereicht. Aber natürlich kann Zao wieder entfliehen und schließlich geht’s in einen Militärflugzeug weiter. Da ist dann die Spannung total nach untern abgesackt. Es gab kein richtiges Showdown, kein Finale. Was James Bond im Flugzeug gemacht hat, war nur noch reine Formsache und wie es ausgeht kann sich ja wohl jeder selbst denken.
Der Spannungsbogen wurde überhaupt nicht mehr beachtet in der letzten halben Stunde. Im Eispalast war es ja noch ganz OK, aber langsam ging auch schon da die Lust auf den Film runter und in der Szene im Flugzeug hab ich eigentlich nur noch auf das Ende gewartet um endlich mal wieder aufstehen zu können und nach Hause gehen zu dürfen.
FAZIT:
Die Macher wollten etwas Neues ausprobieren, den James Bond mal nach einem andren Schema aufbauen, aber das ging nach hinten los. Die Special-Effects sind alle vom feinsten und an ihnen ist auch nichts auszusetzen. Genauso eine gute Leistung wie die Pyrotechniker haben die Schauspieler vollbracht. Leider konnten sie den Film doch nicht zum Guten drehen, aber man wird von ihnen auch nicht enttäuscht. James Bond bestellt seine Martini weiterhin geschüttelt – nicht gerührt – und natürlich mit Eis. Seine Sprüche in heiklen Situationen sind immer cool und typisch für James Bond.
Dann möchte ich noch etwas zum Soundtrack von Madonna sagen: Ich habe gegen das Lied an sich nichts, aber es passt überhaupt nicht zum Film. Bisher gab es immer so bombastische Musik, aber dieses Popgedüdel ist kein Stück passend.
„James Bond – Die another day“ hat mich doch sehr enttäuscht. Es wurde viel vorher drüber geredet und auch gelobt, aber dem kann ich nicht zustimmen. Es war zwar ein guter Film und er ist auch empfehlenswert, aber man sollte nicht zu viel erwarten. Deshalb gibt es gerade noch 4 Sterne und ein eingeschränktes empfehlenswert.
© by Hirni 2002
So viel zum Weihnachtlichen Teil, zwei Tage vor Heiligabend.
Zwei Jahre ist der letzte James Bond „Die Welt ist nicht genug“ alt. Wie gewohnt gibt es wieder zu Weihnachten ein neues Attentat von Verrückten, die Bond, James Bond am Ende doch die Regeln beibringen kann.
Diesmal sind es Terroristen aus Nordkorea. Dort ist er den Diamantenschmuggler Moon hinterher ist, wird aber verraten und es gibt ein paar Explosionen und auch ganz schnell eine Verfolgungsjagd auf Luftkissenbooten. Am Ende wird er von den Terroristen gefangen genommen und 14 Monate gefoltert. (Danach sieht er übrigens richtig klasse aus)
Dann kommt der grottenschlechte James Bond Soundtrack von Madonna.
Nachdem man sich lange genug die Ohren zugehalten hat, geht es endlich weiter: Das MI6 holt James Bond im Austausch von Zao (Rick Yune), der rechten Hand des (toten?) Diamantenschmugglers, aber nicht, weil Bond der beste Mann ist, sondern aus Angst er könnte etwas an die Topterroristen ausplaudern. Die Doppel-Null wird vom Dienst suspendiert, aber durch einen Trick kann er auch aus dieser Gefangenschaft entrinnen und macht sich auf Kuba nach der Suche seiner Verräter und will auch noch ganz nebenbei die Welt retten (schon wieder *gähn*). Dort lernt er Jinx (Oscarpreisträgerin Halle Berry) kennen und landet – natürlich – am Abend mit ihr im Bett. Doch außer Frauen und Zigarren muss er natürlich noch seinem eigenen Auftrag hinterher gehen. Er gelangt in eine Schönheitsklink (in Kuba?!), auch dort läuft natürlich nicht alles so friedlich zu wie es von Außen den Anschein hat. Hier werden Menschen völlig neue Gesichter geschaffen und unter den Patienten ist auch Zao, doch James ist natürlich so blöd und lässt ihn laufen.
Schließlich kann auch Jinx, die genauso wenig wie Bond zum Vögel beobachten nach Kuba gekommen ist, nicht Zao aufhalten und er entkommt also.
Plötzlich braucht das MI6 ihren besten Agenten 007 doch wieder und ohne großer Worte bekommt er von M wieder die Lizenz zum töten.
Q’s Nachfolger gibt ihm natürlich auch einige nette Spielzeuge, darunter ein Ring, der durch irgendwelche ultrahohen Schallwellen jedes Glas, auch Panzerglas zum zerbrechen bringt. Und er bekommt natürlich noch einen Wagen, diesmal keiner von den Bayrischen-Motor-Werken sondern einen Austin Martin, wieder ausgestattet mit zahlreichen Hightech-Waffen und einen Unsichtbarkeitsmodus, mit dem kann man den Wagen (und natürlich auch alles was drin ist) unsichtbar machen, indem durch Kameras auf der einen Seite Bilder auf der andren Seite produziert werden und man denkt, der Wagen wäre nicht da. Dabei kann der Wagen natürlich nicht fahren beziehungsweise man sieht in dann teilweise. Natürlich ist das in echt nicht möglich, aber das interessiert ja auch keinen.
Daraufhin macht er sich zum Eispalast von Milliardär Gustav Graves (Toby Stephens) in Island, in dem die Weltpremiere von Ikarus, einem riesigen Satelliten der…
Auf jeden Fall hat er damit nichts gutes zu tun und James Bond muss den Geisteskranken zur Rechenschaft ziehen, aber da gibt es doch noch einen Verräter…
James Bond schafft das natürlich und macht dabei stets eine gute Figur. In den heikelsten Situationen hat er immer einen coolen Spruch (besonders im Eispalast ist er cool) und kommt kaum ins Schwitzen. Gespielt wird er jetzt zum vierten mal von Pierce Brosnan und macht wieder alles perfekt, natürlich nach Sean Connery. Nur sein Aussehen nach der Gefangenschaft ist etwas, ächem, merkwürdig. Aber er hat mit langen Haaren schon aus andren Filmen Erfahrung.
Das Bond-Girl Jinx gespielt von Halle Berry ist diesmal kaum auf James Bond angewiesen und steht im ihn nichts nach. Trotzdem wirkt sie nicht unsympathisch, sondern macht als selbstbewusste Frau eine gute Figur, besonders in ihrer ersten Szene…
Toby Stephens spielt den Widersacher der beiden „Guten“ und macht seine Rolle von allen Schauspielern am besten. Wie so oft in James Bond wirkt er nicht sympathisch und man hasst in vom ersten Augenblick an. Er ist ehrgeizig und will immer und überall der beste sein. Er ist arrogant und halt ein Psychopath.
Dann kam noch Madonna drin vor, die ja auch schon den vollkommen unpassenden James Bond Song gemacht hat, aber ihr Auftritt war nur ein paar Sekunden, als Fechtlehrerin von Gustav.
Die Schauspieler machen eine gute Figur und es waren auch nicht sie, die den Film nicht gerade zum Brüller 2002 gemacht haben.
Das erste, was mir nicht gefällt, ist die Szene, in der James Bond gefangen ist. Die Gefangenschaft an sich ist ja nicht schlimm, aber warum kommt James Bond nur mit Hilfe vom MI6 raus? Ein wirklicher Bond würde da alleine rauskommen, denn er ist nicht auf der Hilfe anderer angewiesen, sondern kann alleine die Welt retten.
Noch dazu will das MI6 ihn dann gar nicht mehr. Das kann doch nicht sein. Das MI6 will doch nicht ihren besten Agenten, der schon 19 mal die Welt gerettet hat vom Dienst suspendieren.
Und natürlich können sie sich nicht entscheiden und plötzlich verlangen sie doch wieder seine Arbeit.
Der Anfang war viel versprechend. Es gab Action wie man sie aus jeden James Bond gewohnt ist. Explosionen vom feinsten und Verfolgungsjagden mit außergewöhnlichen Gefährten.
Dann kam halt das mit der Befreiung des MI6. So etwas ist man von James Bond gar nicht gewöhnt, aber na ja, wird vielleicht das einzige Manko sein, dachte ich mir.
Aber das Ende war dann ganz und gar nicht atemberaubend. Nach der Action im Eispalast hat es mir eigentlich gereicht. Aber natürlich kann Zao wieder entfliehen und schließlich geht’s in einen Militärflugzeug weiter. Da ist dann die Spannung total nach untern abgesackt. Es gab kein richtiges Showdown, kein Finale. Was James Bond im Flugzeug gemacht hat, war nur noch reine Formsache und wie es ausgeht kann sich ja wohl jeder selbst denken.
Der Spannungsbogen wurde überhaupt nicht mehr beachtet in der letzten halben Stunde. Im Eispalast war es ja noch ganz OK, aber langsam ging auch schon da die Lust auf den Film runter und in der Szene im Flugzeug hab ich eigentlich nur noch auf das Ende gewartet um endlich mal wieder aufstehen zu können und nach Hause gehen zu dürfen.
FAZIT:
Die Macher wollten etwas Neues ausprobieren, den James Bond mal nach einem andren Schema aufbauen, aber das ging nach hinten los. Die Special-Effects sind alle vom feinsten und an ihnen ist auch nichts auszusetzen. Genauso eine gute Leistung wie die Pyrotechniker haben die Schauspieler vollbracht. Leider konnten sie den Film doch nicht zum Guten drehen, aber man wird von ihnen auch nicht enttäuscht. James Bond bestellt seine Martini weiterhin geschüttelt – nicht gerührt – und natürlich mit Eis. Seine Sprüche in heiklen Situationen sind immer cool und typisch für James Bond.
Dann möchte ich noch etwas zum Soundtrack von Madonna sagen: Ich habe gegen das Lied an sich nichts, aber es passt überhaupt nicht zum Film. Bisher gab es immer so bombastische Musik, aber dieses Popgedüdel ist kein Stück passend.
„James Bond – Die another day“ hat mich doch sehr enttäuscht. Es wurde viel vorher drüber geredet und auch gelobt, aber dem kann ich nicht zustimmen. Es war zwar ein guter Film und er ist auch empfehlenswert, aber man sollte nicht zu viel erwarten. Deshalb gibt es gerade noch 4 Sterne und ein eingeschränktes empfehlenswert.
© by Hirni 2002
29 Bewertungen, 1 Kommentar
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01.07.2008, 01:53 Uhr von Flockymeister
Bewertung: sehr hilfreichPerfekt.Danke schön!!!
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