Erfahrungsbericht von northstar
I guess I\'ll die another day...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Endlich wieder ein Kinofilm auf den man sich Tage lang, gar Wochen lang gefreut hat. Dementsprechend hoch sind dann auch die Erwartungen, wenn das Licht im Saal erlischt. Und wenn der Film nach 30 Minuten Reklame dann auch noch beginnt, dann weiß man eigentlich schon, was nun kommt. Ein klassischer Bond. Die Zutaten sind altbekannt, das ganze etwas modernisiert, fertig ist der nächste Film der Endlosreihe. Aber auch nur scheinbar, denn im neuen Bond Film, „Stirb an einem anderen Tag“, dessen Originaltitel „Die another day“ doch sehr viel klangvoller ist, ist so einiges anders. Und das fällt schon auf. Was das nun im einzelnen ist? Weiter lesen...
Die Handlung
James Bond, Topagent der britischen Regierung, soll in Korea den General Moon töten. Deshalb mischt er sich in einen Diamantenhandel ein, aber der geht schief. Moon’s Assistent Zao wird schwer entstellt, als es zu einer Explosion kommt, Bond selbst flieht. Monn verfolgt ihn mit Luftkissenfahrzeugen durch ein Minenfeld in einer actionlastigen Sequenz an deren Ende Moon den Tod findet. Moon’s Vater, ein hochrangiger Armeeoffizier trifft ein und lässt Bond fest nehmen.
14 Monate später. James Bond ist nur noch ein Schatten von einem Mann. Folter durch die Armee hat ihm mächtig zugesetzt. Aber geredet hat er nicht. Nun wird er ausgetauscht, undzwar gegen Zao. Beide sind nun frei.
Da taucht M auf und sagt ihm, man habe keine Verwendung mehr für ihn als Spion. Bond will Rache an Zao nehmen, handelt auf eigene Faust und sucht eben diesen.
Gefunden hat er ihn in Kuba, wo er sich auf einer geheimisvollen Insel einer DNA-Transfusion unterziehen will, die sein Äußeres verändern soll und ihm somit den Vorteil eines neuen Leben bringen kann. Bond trifft hier auch auf Jinx, mit der er nähere Bekanntschaft schließt. Auch sie scheint hinter Zao her zu sein. Aber dieser kann fliehen. Zurück bleibt nur eine Spur: ein Diamant mit GG als Logo darauf.
Dieses weißt auf Gustav Graves hin, einen eingebildeten, megareichen Unternehmer, den Bond nun in London zur Rede stellt. Bei einem Fechtduel geraten beide aneinander, nur Miss Frost, die Assistentin von Graves kann ernsthaft Verletzungen für beide verhindern. Graves lädt Bond daraufhin nach Issland ein. Dort stellt er sein neustes Projekt, Icarus, vor.
Dort angekommen, trifft James erneut auf Jinx. Beide wohnen Graves Präsentation bei. Icarus entpuppt sich als ein gewaltiger Spiegel im All: dieser kann die Nacht zum Tage machen, lenkt er das Licht der Sonne doch zur Erde um. In den richtigen Händen sicherlich ein Segen, aber sind das die von Graves...?
Mehr sei an dieser Stelle nicht über die Handlung verraten, denn sonst enthülle ich hier so manceh spannende Wendung, die den Spaß am Sehen des Films doch schmällern könnte. Wenden wir uns daher der Kritik zu, welche ich in einzelne Punkte gegliedert habe...
Die Schauspieler
Sicherlich lebt der Film vorallem durch Pierce Brosnan als James Bond, 007. Dieser gibt der Figur im neusten Abenteuer einen neune, menschlichen Touch. Bond wird zwar gefolltert, aber bleibt strak, hält durch. Dennoch spürrt man immer, dass das Geschehene Spurren hinterlassen hat. In seiner folgenden Rachsucht ist Brosnan dem Bond von Dalton in dessen erstem Film nicht unähnlich. Desweiteren weiß Brosnan immer zu überzeugen, bringt er doch dioe lockere, elegante, unbeschwerte Art Bond’s gekonnt rüber. Der schlendert lässig in den Kampf, weiß aber auch zu kämpfen und auszuteilen. Brosnan stellt all diese Seiten wunderbar dar und man möchte meinen, er als Schauspieler sei für die Rolle geborren worden.
Gleich nach Bond sollte man aber Jinx erwähnen, gespielt von Halle Berry, die längst nicht mehr nur ein Bond Girl ist, sondern eine gleichwertige Partnerin, welche sich ebenso gut selbst zu helfen weiß. Berry spielt diese mit kühler Erotik, einem starken Ego und Power, die der Bond’s in nichts nachsteht. Für den nächsten Film wünschte ich, man würde sie erneut verpflichten, aber das ist bei Bond Filmen ja eher unwahrscheinlich, denn nachher stielt die starke Frau dem Mann an ihrer Seite die Show...
Das Nebenpersonal um Bond weiß auch zu glänzen. Judi Dench’s M wird äußerst hart dargestellt. Sie ist bereit jeden zu opfern. Auch James. Kompromisslosigkeit wie diese macht wohl in diesem Gewerbe eine gute Chefin aus.
Samantha Bond’s Moneypenny, welche kürzlich noch James für einen Weiberheld hielt, hat sich wohl mit den Jahren in ihn verguckt. Amüsant ist ihr Spiel mit Q’s VR-Brille und einem nicht realen Bond.
John Cleese’s Q dagegen ist sicherlich neu dazu gekommen, sieht man von seiner Einführung als Nachfolger im letzten Bond ab. Dennoch passt er sich gut ins Ensemble ein und ist eigentlich durch seine Rolle gekennzeichnet, die ihn zum liebenswerten Mad Scientist macht.
Ebenso gekonnt spielen Toby Stevens und Rosamund Pike. Graves und seiner Assistentin Miranda Frost wird so Leben eingehaucht.
Die Schurkenriege des Films ist ebenso überzeugend besetzt. Da wäre Ken Tsang, der General Moon nur kurz spielt, aber dennoch überzeugt. Kapitalismus und Ehre gepaart mit einem irren Touch.
Dessen Assistent Zao wird dargestellt von Rick Yune, der nach seinem Unfall entstellt ist und dadurch ein bedrohliches, eigenartiges Aussehen bekommt. Yune sichert sich so aber einen Ehrenplatz in der Riege der übelsten Bond Schurken.
Die Effekte
Die Tricks des Films überzeugen zumeist. Die Eröffnungsjagd in Korea ist perfekt. Ebenso die Verfolgungsjagdten auf dem Eis Isslands. Oder der Endkampf an Bord eines gewaltigen Flugzeugs, welches in arge Turbulenzen kommt. Leider überzeugen andere Szenen weniger, etwa als James mit einem Segel und einem improvisierten Board auf den Wellen surft. Deutlich ist dies als CGI zu erkennen. Schade. Dennoch, state of the art Action und Effekte, wie man ees bei Bond erwartet hat.
Die hidden Gags
Davon gab’s eine Menge, und wahrscheinlich fielen mir gar nicht alle auf. Mein Gott, ich war ja auch in der Spätvorstellung & da ist man eben nicht mehr so konzentriert. Zunächst einmal sind in Q’s Werkstadt viele der alten Spielereien aus vergangenen Filmen zu finden. Man denke da nur an Connery’s Jetpack, der hier mit einem müden „den gibt’s also auch noch?“ quittiert wird. Andere Deja Vu’s hat man sieht man sich bestimmte Szenen an. Glanzlicht: Halle Berry die in Ursula Andres Pose aus dem Wasser steigt. Bis auf die Kameraeinstellung genau kopiert. Und wer würde eine solche Szene nicht gerne zweimal sehen? Ideenlosigkeit nennen das einige, aber ich nenne das Homage. Denn nicht umsonst ist dieser Bond Film ein Jubiläumsfilm, was eben all die kleinen Details und Anbspielungen zu gerne verraten. Scahde allerdings, dass ich Roger Moore im Film nicht ausmachen konnte, denn der stolziert da angeblich drin herum. Und für mich als Kunsthistoriker besonders tragisch oder amüsant, wie man’s sieht: bei der Fechtszene zwischen Bond und Graves schneiden die beiden doch glatt ein berühmtes Bild in 2 Teile. Na, wer weiß wer’s gemalt hat?
Meine Meinung
Eine Homage an alles, was Bond immer schon war, das ist „Die another day“. Und zugleich ist er auch Inovation, Weiterentwicklung, welche mit neuen Ideen spielt. Seien es die Kamerafahrten, die Schnitte, das Tempo oder eben auch Handlungselemente, wie die Gefangenschaft des Topspions Bond. Gerade das gibt natürlich der Figur Tiefe und Bond tut einem schon Leid. Das er aber dabei fats keine Mine verzieht, das beweist innere Größe.
Ebenso werden im neuen Bond neben der Hauptfigur auch die Nebencharaktere immer wieder stark in Szene gesetzt, gehören die doch auch zum festen Personal der Filme wie Bond’s Waffen oder Frauengeschichten. Bond Filme sind sicher auf den einen Agenten zugeschnitten, aber ohne seine Helfer, wäre dieser Bond der Neuzeit verlorren. Eine weitere Neuerung. So auch der Titelsong, den Madonna performt, die auch eine Nebenrolle inne hatte. Dieser ist perfekt für den Film und der Vorspann ist wie immer ein Genuss für die Augen. Auch hier ist der neue Bond auf der Höhe der Zeit.
Wie ihr merkt, gefiel mir der Film ausgezeichnet. Die Story ist und bleibt spannend. Die Actionsequenzen sind nicht zu übertrieben und immer bleibt alles glaubhaft. Man hat immer das Gefühl, mein Gott, gibt es sowas wirklich? Und wenn ich das nächste Mal in London bin, dann gehe ich auf die Suche nach Q’s geheimen Versteck Nahe der Brücke, im U-Bahnschacht. Oder eben auch nicht, da kommt man ohne Schlüssel ja nicht rein. Aber man merkt halt: die Zeiten wo Bond ins All fliegt sind vorbei und glaubhaft erklärbar muss alles irgendwie schon bleiben.
Sicherlich kommt trotz allem Bond als der Held daher, der er nunmal auch ist. Und was anderes will der Zuschauer seit Jahren auch nicht sehen, daher ist das ok. Wer James Bond mag, der wird auch an „Die another day“ seine Freude finden.
------------------ by Northstar \'02 ------------------
Linktipp
www.jamesbond.com - Offiziele Seite zu James Bond und auch diesem Film.
www.jamesbond.de - Deutsche Site zum Film & zur Figur Ian Fleming’s.
Stats
Stirb an einem anderen Tag
(Die Another Day)
USA 2002, 134 Minuten
Crew
Regie – Lee Tamahori
Drehbuch - Neal Purvis & Robert Wade
Musik - David Arnold
Kamera- David Tattersall
Schnitt- Christian A. Wagner & Andrew MacRitchie
Cast
Pierce Brosnan - James Bond
Halle Berry – Jinx
Toby Stephens - Gustav Graves
Rosamund Pike - Miranda Frost
Rick Yune – Zao
John Cleese – Q
Dame Judi Dench – M
Michael Madsen - Damian Falco
Will Yun Lee - Colonel Moon
Samantha Bond - Miss Moneypenny
Colin Salmon - Charles Robinson
Lawrence Makoare - Mr. Kil
Emilio Echevarria – Raul
Ken Tsang - General Moon
Die Handlung
James Bond, Topagent der britischen Regierung, soll in Korea den General Moon töten. Deshalb mischt er sich in einen Diamantenhandel ein, aber der geht schief. Moon’s Assistent Zao wird schwer entstellt, als es zu einer Explosion kommt, Bond selbst flieht. Monn verfolgt ihn mit Luftkissenfahrzeugen durch ein Minenfeld in einer actionlastigen Sequenz an deren Ende Moon den Tod findet. Moon’s Vater, ein hochrangiger Armeeoffizier trifft ein und lässt Bond fest nehmen.
14 Monate später. James Bond ist nur noch ein Schatten von einem Mann. Folter durch die Armee hat ihm mächtig zugesetzt. Aber geredet hat er nicht. Nun wird er ausgetauscht, undzwar gegen Zao. Beide sind nun frei.
Da taucht M auf und sagt ihm, man habe keine Verwendung mehr für ihn als Spion. Bond will Rache an Zao nehmen, handelt auf eigene Faust und sucht eben diesen.
Gefunden hat er ihn in Kuba, wo er sich auf einer geheimisvollen Insel einer DNA-Transfusion unterziehen will, die sein Äußeres verändern soll und ihm somit den Vorteil eines neuen Leben bringen kann. Bond trifft hier auch auf Jinx, mit der er nähere Bekanntschaft schließt. Auch sie scheint hinter Zao her zu sein. Aber dieser kann fliehen. Zurück bleibt nur eine Spur: ein Diamant mit GG als Logo darauf.
Dieses weißt auf Gustav Graves hin, einen eingebildeten, megareichen Unternehmer, den Bond nun in London zur Rede stellt. Bei einem Fechtduel geraten beide aneinander, nur Miss Frost, die Assistentin von Graves kann ernsthaft Verletzungen für beide verhindern. Graves lädt Bond daraufhin nach Issland ein. Dort stellt er sein neustes Projekt, Icarus, vor.
Dort angekommen, trifft James erneut auf Jinx. Beide wohnen Graves Präsentation bei. Icarus entpuppt sich als ein gewaltiger Spiegel im All: dieser kann die Nacht zum Tage machen, lenkt er das Licht der Sonne doch zur Erde um. In den richtigen Händen sicherlich ein Segen, aber sind das die von Graves...?
Mehr sei an dieser Stelle nicht über die Handlung verraten, denn sonst enthülle ich hier so manceh spannende Wendung, die den Spaß am Sehen des Films doch schmällern könnte. Wenden wir uns daher der Kritik zu, welche ich in einzelne Punkte gegliedert habe...
Die Schauspieler
Sicherlich lebt der Film vorallem durch Pierce Brosnan als James Bond, 007. Dieser gibt der Figur im neusten Abenteuer einen neune, menschlichen Touch. Bond wird zwar gefolltert, aber bleibt strak, hält durch. Dennoch spürrt man immer, dass das Geschehene Spurren hinterlassen hat. In seiner folgenden Rachsucht ist Brosnan dem Bond von Dalton in dessen erstem Film nicht unähnlich. Desweiteren weiß Brosnan immer zu überzeugen, bringt er doch dioe lockere, elegante, unbeschwerte Art Bond’s gekonnt rüber. Der schlendert lässig in den Kampf, weiß aber auch zu kämpfen und auszuteilen. Brosnan stellt all diese Seiten wunderbar dar und man möchte meinen, er als Schauspieler sei für die Rolle geborren worden.
Gleich nach Bond sollte man aber Jinx erwähnen, gespielt von Halle Berry, die längst nicht mehr nur ein Bond Girl ist, sondern eine gleichwertige Partnerin, welche sich ebenso gut selbst zu helfen weiß. Berry spielt diese mit kühler Erotik, einem starken Ego und Power, die der Bond’s in nichts nachsteht. Für den nächsten Film wünschte ich, man würde sie erneut verpflichten, aber das ist bei Bond Filmen ja eher unwahrscheinlich, denn nachher stielt die starke Frau dem Mann an ihrer Seite die Show...
Das Nebenpersonal um Bond weiß auch zu glänzen. Judi Dench’s M wird äußerst hart dargestellt. Sie ist bereit jeden zu opfern. Auch James. Kompromisslosigkeit wie diese macht wohl in diesem Gewerbe eine gute Chefin aus.
Samantha Bond’s Moneypenny, welche kürzlich noch James für einen Weiberheld hielt, hat sich wohl mit den Jahren in ihn verguckt. Amüsant ist ihr Spiel mit Q’s VR-Brille und einem nicht realen Bond.
John Cleese’s Q dagegen ist sicherlich neu dazu gekommen, sieht man von seiner Einführung als Nachfolger im letzten Bond ab. Dennoch passt er sich gut ins Ensemble ein und ist eigentlich durch seine Rolle gekennzeichnet, die ihn zum liebenswerten Mad Scientist macht.
Ebenso gekonnt spielen Toby Stevens und Rosamund Pike. Graves und seiner Assistentin Miranda Frost wird so Leben eingehaucht.
Die Schurkenriege des Films ist ebenso überzeugend besetzt. Da wäre Ken Tsang, der General Moon nur kurz spielt, aber dennoch überzeugt. Kapitalismus und Ehre gepaart mit einem irren Touch.
Dessen Assistent Zao wird dargestellt von Rick Yune, der nach seinem Unfall entstellt ist und dadurch ein bedrohliches, eigenartiges Aussehen bekommt. Yune sichert sich so aber einen Ehrenplatz in der Riege der übelsten Bond Schurken.
Die Effekte
Die Tricks des Films überzeugen zumeist. Die Eröffnungsjagd in Korea ist perfekt. Ebenso die Verfolgungsjagdten auf dem Eis Isslands. Oder der Endkampf an Bord eines gewaltigen Flugzeugs, welches in arge Turbulenzen kommt. Leider überzeugen andere Szenen weniger, etwa als James mit einem Segel und einem improvisierten Board auf den Wellen surft. Deutlich ist dies als CGI zu erkennen. Schade. Dennoch, state of the art Action und Effekte, wie man ees bei Bond erwartet hat.
Die hidden Gags
Davon gab’s eine Menge, und wahrscheinlich fielen mir gar nicht alle auf. Mein Gott, ich war ja auch in der Spätvorstellung & da ist man eben nicht mehr so konzentriert. Zunächst einmal sind in Q’s Werkstadt viele der alten Spielereien aus vergangenen Filmen zu finden. Man denke da nur an Connery’s Jetpack, der hier mit einem müden „den gibt’s also auch noch?“ quittiert wird. Andere Deja Vu’s hat man sieht man sich bestimmte Szenen an. Glanzlicht: Halle Berry die in Ursula Andres Pose aus dem Wasser steigt. Bis auf die Kameraeinstellung genau kopiert. Und wer würde eine solche Szene nicht gerne zweimal sehen? Ideenlosigkeit nennen das einige, aber ich nenne das Homage. Denn nicht umsonst ist dieser Bond Film ein Jubiläumsfilm, was eben all die kleinen Details und Anbspielungen zu gerne verraten. Scahde allerdings, dass ich Roger Moore im Film nicht ausmachen konnte, denn der stolziert da angeblich drin herum. Und für mich als Kunsthistoriker besonders tragisch oder amüsant, wie man’s sieht: bei der Fechtszene zwischen Bond und Graves schneiden die beiden doch glatt ein berühmtes Bild in 2 Teile. Na, wer weiß wer’s gemalt hat?
Meine Meinung
Eine Homage an alles, was Bond immer schon war, das ist „Die another day“. Und zugleich ist er auch Inovation, Weiterentwicklung, welche mit neuen Ideen spielt. Seien es die Kamerafahrten, die Schnitte, das Tempo oder eben auch Handlungselemente, wie die Gefangenschaft des Topspions Bond. Gerade das gibt natürlich der Figur Tiefe und Bond tut einem schon Leid. Das er aber dabei fats keine Mine verzieht, das beweist innere Größe.
Ebenso werden im neuen Bond neben der Hauptfigur auch die Nebencharaktere immer wieder stark in Szene gesetzt, gehören die doch auch zum festen Personal der Filme wie Bond’s Waffen oder Frauengeschichten. Bond Filme sind sicher auf den einen Agenten zugeschnitten, aber ohne seine Helfer, wäre dieser Bond der Neuzeit verlorren. Eine weitere Neuerung. So auch der Titelsong, den Madonna performt, die auch eine Nebenrolle inne hatte. Dieser ist perfekt für den Film und der Vorspann ist wie immer ein Genuss für die Augen. Auch hier ist der neue Bond auf der Höhe der Zeit.
Wie ihr merkt, gefiel mir der Film ausgezeichnet. Die Story ist und bleibt spannend. Die Actionsequenzen sind nicht zu übertrieben und immer bleibt alles glaubhaft. Man hat immer das Gefühl, mein Gott, gibt es sowas wirklich? Und wenn ich das nächste Mal in London bin, dann gehe ich auf die Suche nach Q’s geheimen Versteck Nahe der Brücke, im U-Bahnschacht. Oder eben auch nicht, da kommt man ohne Schlüssel ja nicht rein. Aber man merkt halt: die Zeiten wo Bond ins All fliegt sind vorbei und glaubhaft erklärbar muss alles irgendwie schon bleiben.
Sicherlich kommt trotz allem Bond als der Held daher, der er nunmal auch ist. Und was anderes will der Zuschauer seit Jahren auch nicht sehen, daher ist das ok. Wer James Bond mag, der wird auch an „Die another day“ seine Freude finden.
------------------ by Northstar \'02 ------------------
Linktipp
www.jamesbond.com - Offiziele Seite zu James Bond und auch diesem Film.
www.jamesbond.de - Deutsche Site zum Film & zur Figur Ian Fleming’s.
Stats
Stirb an einem anderen Tag
(Die Another Day)
USA 2002, 134 Minuten
Crew
Regie – Lee Tamahori
Drehbuch - Neal Purvis & Robert Wade
Musik - David Arnold
Kamera- David Tattersall
Schnitt- Christian A. Wagner & Andrew MacRitchie
Cast
Pierce Brosnan - James Bond
Halle Berry – Jinx
Toby Stephens - Gustav Graves
Rosamund Pike - Miranda Frost
Rick Yune – Zao
John Cleese – Q
Dame Judi Dench – M
Michael Madsen - Damian Falco
Will Yun Lee - Colonel Moon
Samantha Bond - Miss Moneypenny
Colin Salmon - Charles Robinson
Lawrence Makoare - Mr. Kil
Emilio Echevarria – Raul
Ken Tsang - General Moon
15 Bewertungen, 1 Kommentar
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01.07.2008, 02:00 Uhr von Flockymeister
Bewertung: sehr hilfreichguter Text. sehr informativ.mfg flo
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