Costa Cruises Testbericht
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Erfahrungsbericht von CyberQueeny
Costa Kreuzfahrt - Nun brauchen wir Urlaub
Pro:
Essen, Zimmerstewards,
Kontra:
Clubrestaurant (Getränke), Kinderbetreuung
Empfehlung:
Ja
Hallo meine lieben Leser, lieben Leserinnen,
heute habe ich mal einen ganz anderen Bericht für euch, denn sonst verreise ich ja bekanntlich weniger. Zumindest seit ich Mama geworden bin. Doch diesmal haben wir ganz spontan einen Urlaub einplanen müssen. Wen es interessiert, dem will ich auch die Gründe verraten. Für alle anderen, ihr dürft gerne überspringen. Als Kind hab ich gerne meinem Vater zu gehört, wenn er über seine Jahre auf See erzählt hat. Nach meiner Lehre hätte ich am Liebsten auch auf einem Schiff angefangen, aber ich habe gekniffen. Zum einen war ich verliebt, und zum anderen sind die Arbeitszeiten in der Kombüse ja doch recht lang und hart. Trotzdem war es schon immer mein größter Wunsch einmal eine Kreuzfahrt zu machen. Früher hatte ich nie jemanden der selbst genügend Geld hatte, und mit meinem Mann kam es eigentlich nicht in Frage, denn für ihn ist es ein „Ältere Generationen Urlaub“. Ich habe es abgehakt, bis bei „Freundin“ 65 Kreuzfahrt-Tester gesucht wurden. Ich schnell ausgefüllt, und auch sogleich wieder gelöscht. Aus Spaß erzählte ich meinem Mann, dass ich uns beworben hab, und er fand die Idee plötzlich interessant, und so habe ich uns tatsächlich beworben. Die Wahrscheinlichkeit war sehr gering und ich hatte es schon abgehakt, als ich plötzlich die Mail bekam „Sie sind Kreuzfahrt-Tester“. Ich hab das Haus zusammengeschrien, am nächsten Tag den Reisepass für uns beantragt und danach herumgehippelt, weil es noch so viele Tage waren.
'''o0o Die Route o0o'''
Da ich aus gesundheitlichen Gründen das Fliegen vermeide, haben wir uns für die Route „Land der Wikinger“ entschieden. Diese sieht wie folgt aus.
Start: Warnemünde
1. Tag Kopenhagen
2. Tag auf See
3. Tag Stockholm
4. Tag Tallin
5. Tag St. Petersburg
6. Tag auf See
Ende: Warnemünde
'''o0o Quanta Costa o0o'''
Wir haben vom 24.8.2013-31.08.2013 sozusagen gebucht. Dort gab es die Reise ab 799€ für eine Innenkabine. Durch das Jubiläum von Costa war ein All Inclusive Getränkepaket dabei, welches jedoch von uns aufgestockt wurde, denn dies beinhaltet nur die Getränke zu den Mahlzeiten. Im Grunde ist es sinnvoll das wirkliche All Inclusive Paket zu nehmen, welches ca. 20€/Tag und Person kostet. Hinzu kommen natürlich Ausflüge, Massagen, Casino und alles andere, was euch zusätzlich interessiert. Die genauen Preise variieren und können bei Costa direkt eingesehen werden.
'''o0o Unsere Fortuna o0o'''
Costa Fortuna
Bruttoreg. : 103.000 t, Länge 272 m, Breite : 36 m, Geschwindigkeit : 20 Knoten,
max. Geschwindigkeit : 22 Knoten
1358 Kabinen davon 464 mit Balkon und 58 Suiten mit Balkon
4 Restaurants, 11 Bars , 1300qm Wellnesscenter, 6 Whirlpools, 4 Swimmingpools, Theater über 3 Decks, Kasino, Discothek, Wassserrutsche, Shops, Kinderbetreuung
'''o0o Der Service rund um die Buchung o0o'''
Da ich selbst aus der Dienstleistungsbranche komme, weiß ich wie nervig Gäste sein können. Hinzukommt, dass alle einen erstklassigen Service erwarten. Manchmal ist es schwer, und da mir der Service bei Costa positiv ins Auge gestochen ist, widme ich diesem Bereich auch den ersten richtigen Absatz. Schon an Land kann ich euch das Team nur wärmsten empfehlen. Bei meiner Anmeldung hatte ich vier Personen angegeben. Zusammen mit meinen beiden Söhnen wollte ich die Reise antreten. Doch als ich sie tatsächlich „gewonnen“ habe, hieß es am Anfang, dass mein Stiefsohn nicht mitkommen könne. Die Realschule hatte gerade angefangen und ein neues Schulkonzept benötigte volle Aufmerksamkeit. Ich sorgte also dafür, dass er aus der Buchung herausgenommen wurde. Doch als ich unsere Unterlagen abschickte, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Man lernt doch auf einer solchen Städtereise eine Menge, sein Bruder würde ihn so vermissen und so habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, doch das Okay zu bekommen. Er konnte mit, aber bei Costa war er schon rausgenommen. Eine Email reichte und alles wurde umgeschmissen und unglaubliche 10 Minuten später bekamen wir das Okay. Kaum ein Reiseunternehmen ist so fix und hilfsbereit, wenn man so kompliziert ist, wie wir. Lediglich die Reiseunterlagen kamen wirklich auf den letzten Drücker, nämlich zwei Tage vor der Abreise.
'''o0o Die Ankunft und erste Zeit auf dem Schiff o0o'''
Als Nordlichter war die Anreise zur Fortuna für uns ein echtes Kinderspiel. Nachdem wir unsere Unterlagen sozusagen auf den letzten Drücker bekommen haben, wurde auch erst sehr spät gepackt und ich habe sogar meine Bücher, Kreuzworträtselzeitschriften und ähnliches vergessen. Ansonsten hatten wir alles wichtige dabei und sind mit einem vollgepackten Ford Focus Kombi von Neumünster in Richtung Warnemünde / Rostock gestartet. Gegen 14.00 hatten wir die 190km hinter uns und wurden von unserem Navi direkt zum Hafen geleitet. Dank Costa haben wir dort einen Park-Service nutzen können, der wirklich sehr empfehlenswert ist. Schon von weiten wurde unser Kennzeichen entdeckt und wir herangewunken. Eine kurze Einweisung in Bezug auf Koffer, Parkmöglichkeit, ein kurzes Ausfüllen und die Abgabe von Gepäck, Schlüsseln und Co. und schon hieß es, ab an Bord. Die Gebühr fürs Parken beträgt bei dieser Route 140€ und das Auto wird nicht am Hafen, sondern in einem gesicherten Parkhaus geparkt. Alles hat keine 10 Minuten gedauert. Auch der restliche Check-In war top. Ein Willkommens-Foto stimmt ein, dann musste noch kurz ein Zettel ausgefüllt werden. Da bei uns noch keine Schlange war, wurden unsere Pässe und Reiseunterlagen keine 5 Minuten später überprüft und wir durften an Bord.
Bis hier hin war es wirklich super und dank Toilette und Getränke-Service, wäre auch bei einer längeren Schlange für alles gesorgt. Doch dann ging für uns das Chaos los. Mit dem Kinderwagen sollten wir bei den Transit-Gästen an Bord gehen, denn die andere Gangway hatte viele, steile Stufen. An sich eine liebe Geste, die uns jedoch an einen Ort brachte, wo wir hilflos standen und gar nicht wussten wo wir hin sollte. Ich denke, dass beim Offiziellen Eingang das Personal gleich Hinweise gegeben hätte. Doch hier standen wir herum, und wussten außer der Zimmer-Nummer nichts. Glücklicherweise fanden wir dann Personal, die nach einigen Fragen unser Problem verstand, und uns mitteilte, dass die Zimmertüren offen seien und die Zimmerkarten auf dem Bett vorfinden würden. Obwohl es klappte, hätten wir uns eine bessere Willkommens-Betreuung gewünscht, denn wir sind schließlich Neulinge. Aber nun gut, wir fanden dank des Lageplanes, den wir als Tester schon vorab bekommen hatten, sofort unsere Kabine und konnten uns gleich einmal umschauen. Auf das Zimmer gehe ich später ein und fahre hier gleich einmal mit unseren weiteren ersten Minuten an Bord fort. Das Zimmer haben wir uns nämlich nicht lange angesehen, denn mein 2jähriger Sohn hatte großen Durst und so ging es gleich nach unten, wo wir das Getränke-Paket upgraden wollten. Logischerweise dachten wir, dass dies an der Information möglich sei. Dort standen einige Leute rechts, einige links an und am Anfan wirkte es sehr unübersichtlich. Zudem wurden wir von einem Kellner bezüglich Getränkepaketen "genervt", die wir gar nicht wollten. Nach 20 Minuten mit einem durstigen und weinenden Kind wurde uns dann gesagt, dass wir doch an die Bar gehen sollen, denn dort könnten wir das Upgrade durchführen. Nun gut, damit hätte ich nicht gerechnet, und so ging es an die Bar, wo uns ein netter Herr etwas von 343€ vorrechnete, die uns nun belastet werden würden. Da wir jedoch schon ein Paket gebucht hatten, mussten wir dies dem netten Service-Personal erst einmal auf englisch erklären, und nach wenigen Sekunden hieß es nur noch ca. 65€ pro Person. Damit wären alle wichtigen Getränke, bis auf Ausnahmen, wie Red Bull oder andere spezielle Dinge inklusive. Selbst der volle Preis lohnt sich, denn eine Cola an Bord kostet schon aufgerundet 3€.
Mit einer vollen Flasche und auch Getränken für uns, haben wir dann das Schiff erkundet, und auch wenn es anfänglich riesig erscheint, und man vieles erst nach einiger Zeit findet, ist es übersichtlich gestaltet und wir fanden uns recht schnell zurecht. Es gibt vier Restaurants, viele Bars, eine Shopping-Meile, Pools, einen Kinderbereich, ein Casino, einen Wellness / Sport Bereich, eine Bücherrei und natürlich ein Theater.
Nach einer netten Erkundungstour haben wir dann der Willkommens-Rede der deutschen Hostess gelauscht und dann hieß es auch schon Abendessen, denn wir hatten auf Grund der Kinder die erste Sitzung um 18.30, die jedoch an diesem Tag schon um 17.45 begonnen hat, da es kurz darauf schon zur Seenotrettungsübung ging. Letzteres empfand ich persönlich eher als Witz. Es muss gemacht werden, aber in Reih und Glied stehen, mit einem Kind auf dem Arm, dass wegen der Rettungsweste die ganze Zeit vor Panik schreit, ist nicht lustig. 20 Minuten später, wurde innerhalb von 5 Minuten auf verschiedenen Sprachen gezeigt, wie man die Rettungsweste anlegt und dann durften wir schon gehen. Wirklich informativ war es also nicht. ;) Zumal wir einmal nachgezählt haben, und auf die großen Tenderboote 117 Leute gehen. Das Schiff war jedoch ausgebucht mit rund 3100 Passagieren. Auf jeder Seite 12 Boote, wenn ich mich nicht verzählt habe... Aber ich war noch nie gut in Mathe und es wird schon passen. ;)
'''o0o So schläft man auf der Costa o0o'''
Wir Tester hatten keine feste Kabine. Obwohl beim Test angekündigt wurde, dass wir eine Balkon-Kabine bekommen, wurde es am Ende so gehalten, dass wir die Hälfte der Reise eine solche Kabine hatten, und die andere Hälfte eine Innenkabine. Für uns natürlich ein Vorteil, denn Innenkabinen sind oft nicht so beliebt, und wir können euch nun beide Varianten vorstellen. Am Anfang hatten wir die Außenkabine mit Balkon und mussten in Stockholm wechseln. Zimmer Nummer 7353 auf Deck 7 war also unsere erste Station. Das Zimmer ist auf den ersten Blick wirklich toll. Klein, aber fein. Eine Duschkabine, die mit vielen Handtüchern, kleineren Shampoos und Duschgel-Proben – alles super sauber, und der Sitz wurde sogar mit einem Hygiene-Siegel gekennzeichnet. Das Zimmer selbst hatte einen Fön, einen Stuhl, einen Tisch, ein Sofa (bei uns als Bett ausgeklappt), ein Bett in der Decke, eine Minibar, einen Balkon mit zwei Stühlen, einen Fernseher (Fernbedienung war jedoch sehr kaputt und nur 3 deutsche Sender ARD, ZDF und DMAX) und einem großen Schrank. Alles vorhanden, man konnte sich bewegen und unser Kabinen-Steward war sogar so nett, als er das „Baby“ wie er Jack immer genannt hat, sah, sofort ein Babybett besorgen wollte, weil ein Bett doch noch nichts für ihn sei. Super nett, denn eigentlich sieht Costa solche Betten nur bis 2 Jahre vor. Wir hatten jedoch unser eigenes mit, welches aber mit Decken versehen wurde. Das Zimmer ist wirklich empfehlenswert. Abgesehen von der Lüftung über dem Bett, ist es sehr ruhig, die Betten bequem und der Ausblick ist grandios. Gerade die Weite der See oder die Einfahrt in Richtung Stockholm ist atemberaubend. Der Balkon ist selbst sehr geschützt und kann daher auch bei Wind und Regen genutzt werden. Lediglich die Tür ist sehr tückisch, da sie schwer aufgeht und zügig zufällt. Unser Großer hatte sich hier sogar den Finger geklemmt, aber zum Glück nichts gebrochen. Die erste Nacht musste ich mich an das leichte Schaukeln gewöhnen, aber ansonsten schläft es sich in diesem Zimmer sehr gut. Aufgeräumt wurde zwei Mal am Tag und falls ich mal eine volle, stinkende Windel hatte, konnte ich diese i Mülleimer vor die Tür stellen, und binnen weniger Minuten wurde geklopft und ich hatte ihn leer wieder in den Händen. Gilbert ist ein sehr empfehlenswerter und liebenswerter Steward.
Der Wechsel war bei uns problemlos. Alles packen, im Zimmer stehen lassen, Karten tauschen und dann konnten wir später in die andere Kabine. Sogar das Babybett war aufgebaut, was wir super lieb fanden. Die andere Kabine war jedoch gewöhnungsbedürftig. Obwohl die Nummer 1053 auf Deck 10 kleiner ausfällt und eigentlich keinen Platz für ein Babybett bieten soll, passt es super hinein. Ansonsten hat die Kabine zwei normale Betten und zwei Oberbetten, die aus der Decke geklappt werden können. Die restliche Ausstattung ist ähnlich, wobei wir die Fernbedienung erst am Ende unter dem Bett fanden, zusätzlich noch SAT 1 hatten, dafür aber eine geschlossene Minibar, keine Hygiene-Beutel und eine angefangene Duschgelflasche vorfanden. Zudem hatte das Bettzeug einige braune Stellen, die nach zu heiß gebügelt aussahen und zwei mal fiel bei uns die Toiletten-Spülung aus. Die Betten waren wie schon in der ersten Kabine bequem, aber es klapperte alles deutlich mehr und so hieß es in der ersten Nacht schauen, welches Bild klappert und wie man dies abstellen kann. Zudem ist es morgens sehr ungewohnt, denn man wacht im Dunkeln auf. Weder Wetter noch Uhrzeit sind erkennbar, und so muss man auf die Uhr und die Bord-Web-Cam schauen, um sich passend anzuziehen. Das Zimmer ist definitiv nicht schlechter gewesen, aber mein Mann und ich sind uns einig, dass eine Balkon-Kabine doch schon viel schöner ist. Einfach aufwachen, Gardine weg und der tolle Ausblick, das ist den höheren Preis wert. Als Tipp an alle Eltern: Wenn ihr Kinder bis 3 habt nehmt, lieber selbst ein Reisebett mit, denn in den Innenkabinen müsste das Kind oben schlafen und mit dem kleinen Schutz würde ich dort kein kleines Kind schlafen lassen. Auch hier wurde das Zimmer zwei mal am Tag gereinigt, aber das mit den Windeln klappte leider nicht, was aber nicht so schlimm ist.
'''o0o Verpflegung an Bord o0o'''
Gutes Essen macht bekanntlich glücklich und deswegen gibt es bei Costa auch rund um die Uhr essen, aber eben auch Getränke. Damit ihr wisst, was euch erwartet, werde ich mal etwas aus dem Nähkästchen plaudern.
Fangen wir mit den Getränken an. Costa setzt hier auf verschiedene Getränke-Pakete. So kann man zum Beispiel Cocktailpakete, Bierpakete, Weinpakete oder auch alkoholfreie Pakete dazu buchen. Ansonsten gibt es lediglich im Poolbereich Kaffee, Eiswasser, Tee und morgens noch Säfte. Alles andere müsste extra bezahlt werden. Wer nicht gerade Wasser trinken möchte, welches mit Gas versetzt wurde und daher total nach Chlor schmeckt, sollte also ein Paket buchen, denn die Getränke sind wie im Restaurant nie günstig. Wie eingangs erwähnt, erwähnt haben wir das Extra-All-Inclusive Paket gebucht, welches offiziell für die gesamte Kabine gebucht werden muss, und pro Person rund 20€ kostet. Kinder liegen bei 10€ am Tag und bis 3 Jahre sind sie kostenlos. Letzteres ist nicht korrekt, denn als ich versehentlich die Karte von meinem 2jährigen abgegeben habe, wurde mir der O-Saft doch tatsächlich mit 2,95€ berechnet. Unterschrieben ist unterschrieben, und so habe ich daraus gelernt. Ansonsten gibt es neben normalen Mineralwasser, Bier, Kaffee, Wein normale Getränke wie Cola, Cola Zero, Fanta, Säfte, Eistee, aber eben auch Cocktails. Diese sind super lecker und schmecken den ganzen Tag über. Mein Mann und ich haben davon so manchen getrunken. Ich persönlich fand den Pink Panther und den Squak super lecker, während mein Mann den Baileys Banana super fand. Jedoch ist er von diesem auch sehr enttäuscht, denn laut Karte soll dort eine halbe, frische Banane verarbeitet werden. Als wir jedoch an der Bar standen und einen bestellten, wurde nur „billiger“ Bananensaft genutzt. Er schmeckt super, aber es ist doch enttäuschend, dass man so in die Irre geführt wird. Und deswegen hab ich meinem Mann versprochen, dies auch zu erwähnen, und vielleicht streicht Costa ja diesen Zusatz oder setzt ab jetzt wirklich auf die frische Banane.
Nun aber zum Essen. Fangen wir mit dem Frühstück an. Dieses gibt es sowohl im Restaurant (Michelangelo), wo ein kleines Buffet ist und man in ruhiger Atmosphäre frühstücken kann. Dort können auch Omeletts bestellt werden. Wem dies zu fein ist, denn laute Kinder werden eher mit giftigen Blicken bedacht, kann beim Pool und dem Restaurant (Colombo) dahinter frühstücken. Auch dort gibt es mehrere Buffets mit Brötchen, zwei Wurstsorten, Käse, Marmelade, Tomaten, Pancakes, Würstchen, Rührei und vielen anderen Dingen. Die Auswahl ist in Ordnung, aber irgendwie schon recht enttäuschend. Zum Beispiel gab es am ersten Tag Leberwurst und Leberpastete, Nutella sucht man vergebens und die Brötchen, die super lecker sind, wie auch das Brot, sind leider sehr klein. An den Pancakes fehlt definitiv Zucker, aber mit Marmelade sind sie 1A, das Rührei ist sehr künstlich und matschig.. Man wird satt, aber ich war eher enttäuscht. Und ich muss sogar sagen, dass es im Etap-Hotel sogar besser geschmeckt hat. Ich selbst habe fast gar nicht gefrühstückt. Lediglich warmen Kakao, der wirklich mega lecker war, und zum Ende hin Pancakes mit Marmelade. Selbst Jack, der sonst super viel isst, hat morgens nur einen Joghurt gegessen, weil ihm die anderen Dinge nicht geschmeckt haben. Hier solltet ihr recht früh hingehen, denn je später das Frühstück, umso voller wird es. Wer möchte kann übrigens auch ein Continentales Frühstück aufs Zimmer bestellen. Einfach eine Karte an die Tür hängen und alles ankreuzen. Extras können telefonisch mit Wartezeit bestellt werden. Funktionierte bei uns alles reibungslos.
Mittagszeit bedeutete entweder in der Stadt auf Erkundungstour zu sein, oder man hatte auch hier wieder die Möglichkeit im Colombo / Pool Bereich zu essen oder im Michelangelo. Im Colombo gab es wieder Buffet-Form und im Pool war der Grillbereich, wo es auch Burger, Pommes und vieles mehr gab. Das Buffet selbst war abwechslungsreich, aber man merkt eben, dass es auf Masse produziert und warmgehalten wird. Die Nudeln waren sehr, sehr weich aber alles schmeckte. Suppe, Salat, Pizza und viele andere leckere Dinge haben auf uns gewartet. Den einen Tag gab es sogar Klassiker wie Kohlroulade, die mit echten Hackfleisch und nicht dieser Kantinenmasse gefühlt waren. Lediglich die Beilagen waren alles andere als passend, aber das war im Grunde egal. An Seetagen hieß es aber auch hier teilweise 20 Minuten und länger anstehen. Alternativ konnte man im Michelangelo auch aus verschiedenen Gerichten ein Menü zusammenstellen. Hier wurde man einfach an einen Tisch gesetzt und wir hatten meist Glück mit eher netten Menschen zusammen zu sitzen. Ich selbst habe dort am letzten Tag gespeist und der Kellner war doch überrascht, als ich wirklich 5 Gänge bestellte, denn die meist älteren Gäste haben 1-2 Gänge bevorzugt.
Abends gab es dann das gleiche Spiel wie beim Mittag. Im Colombo konnte man Pizza essen und manchmal hatte man noch Glück, dass vom Mittag oder den Sandwich-Snacks etwas übrig war, und man dies noch essen konnte. Ansonsten wurde diesmal im Michelangelo oder Raffaelo gespeist. Wir hatten die erste Tischzeit im Michelangelo an Tisch 118, unten mitten im Raum. Schon nach dem ersten Tag wussten die Kellner, was wir trinken und sie waren recht fix. Das Essen bestand aus theoretisch 6 Gängen. Vorspeise, Suppe, Nudeln, Hauptgericht mit Salat, Käse und Dessert. Pro Gang gab es in der Regel 1-3 Gerichte und so konnte man sich nette Dinge zusammenstellen. Die ersten Tage habe ich wegen der Kinder meist nur 1-2 Speisen ausgewählt, und später, als diese dann lieber im Zimmer gewartet haben, gab es das volle Programm. Ich kann pauschal sagen, dass alles in guter Temperatur angekommen ist. Warm, aber nicht verbrennungsheiß, was ich aber gut fand. 90% war wirklich super lecker. Es gab lediglich ein Gericht, wo ich mir eine Serviette zum Ausspucken gewünscht hätte, das war jedoch Mittags. Miesmuscheln mit Nudeln, die eine so komische Konsistenz hatten und scheußlich aussahen. Aber probieren ging über studieren. In der Regel waren die selbstgemachten Nudeln klasse. Um euch einen kleinen Einblick zu geben, sind hier mal ein paar Beispiele. Krabbencocktail, Tomate mit Mozarella, Perlhuhn, Schwerfisch, Kartoffelsuppe, Nudeln mit Shrimps, Risotto mit Gemüse, Kuchen, Eis, Obst.
Als Alternative gibt es noch das Club Restaurant. Hier kostet das Essen 25€ pro Person und besteht auch aus mehreren Gängen. Zu zweit sind wir dort hin, und wurden statt ans Fenster an einem Tisch gesetzt, wo wir den Blick genau nach unten auf das Colombo hatten. Wir konnten Kids beim Pizza Wettessen beobachten oder wie die Eismaschine gereinigt wurde. Da wir beide keinen oder wenig Alkohol trinken, bestellten wir uns eine Cola, und was für uns ein No-Go war, bekamen wir die Dose mit Strohhalm auf dem Tisch platziert. Zwar gab es auch noch ein Glas, aber wir waren echt geschockt, denn es ist ja schon ein „Nobel-Restaurant“. Unten ist eine Cola-Dose am Tisch egal, aber hier hätte man doch am Tisch einschenken und sie wieder mitnehmen können. Das Essen war doch eine Spur vornehmer und super lecker. Riesengarnele als Deko oder für zwei Personen ein Steak. Letzteres war das beste Steak, welches ich in meinen 30 Jahren gegessen habe, und ich esse viel und gerne Steak. Zum Dessert gab es noch ein Glas Champagner und statt danach die „Rechnung“ vorgelegt zu bekommen, gab es einen Marktforschungbogen. Wie war der Service, wie das Essen, würden sie erneut wiederkommen. Bevor dieser nicht ausgefüllt wurde, gab es die Rechnung samt Costa Karte nicht. Dies sind Kleinigkeiten, die die Atmosphäre doch etwas getrübt haben.
Eine Sache habe ich ebenfalls aufgeschnappt, die viele alten Leute störte, und zwar war es die Tatsache, dass nicht pünktlich um 15.00 Kaffee und Kuchen bestellt werden konnte. Es gab zwar ab 16.00 Süße Snacks und darunter eben auch Kuchen, aber das typische Kaffee und Kuchen fehlte doch so einigen.
Bis auf morgens war ich von der Verpflegung begeistert, hätte mir aber persönlich zum Beispiel gewünscht, dass es auch die Möglichkeit gegeben hätte zum Beispiel am Abend ein Landesmenü hätte bestellen zu können. Zumindest an den Abenden, wo man vorher an Land war. Aber das wäre nur eine Idee. Das Essen ist aber auch so lecker, und so kommt es gut und gerne vor, dass man 2-6kg in einer Woche zunimmt. Das war wirklich meine größte Sorge, zumal ich dank Wrap'n Go endlich wieder in alte Sachen gepasst habe. Zu Hause habe ich mich jedoch gewogen und ich habe stolze 100g mehr auf der Waage gehabt. Man muss also nicht zu nehmen auch wenn man 5 Gänge Menüs isst. ;)
'''o0o Service an Bord o0o'''
Ich weiß durch andere Kreuzfahrtunternehmen, die uns versucht haben schon während der Lehre anzuwerben, dass die Schichten hart sind, aber so extrem habe ich es mir nie vorgestellt. Manche Barkeeper hat man am Abend gegen 23.00 an der Bar gesehen und am Morgen um 7.00 schon wieder. Unser Cabin-Steward bei der Balkon-Kabine war immer anwesend. Man sah ihn morgens, mittags und abends. Gefühlte 20 Stunden. Während manche es mit einem Lächeln gemacht, gab es andere im Service-Bereich, die mit einem Gesicht wie 7 Tage Regenwetter herumgelaufen sind und einen ignoriert haben. Es gab Tage, wo wir am Nachmittag einen Cocktail trinken waren und 20 Minuten auf Beachtung gewartet haben. Rufen und sogar Winken wurde gänzlich übersehen. Ansonsten war das Personal aber freundlich, zu Späßen aufgelegt und manche richtig nett.
'''o0o Die Unterhaltung an Bord o0o'''
Damit es nicht langweilig wird, ist für die Unterhaltung gesorgt. Man kann sich Bücher und Spiele ausleihen oder an Veranstaltungen teilnehmen. Alles ist jedoch eher in Richtung Personen ab 40 ausgerichtet. Zum Beispiel Tanzkurse, Bingo-Abende, Spaziergänge oder kosmetische Hilfestellungen zum Thema Rückenschmerzen / Augenringe. Mein Mann hat sich gleich erst einmal massieren lassen und sich danach wie neugeboren gefühlt. Diesen Bereich verstehen die Angestellten. Ich selbst habe mich eher dem Sport gewidmet, und musste diesen Bereich erst einmal suchen. Oben steht ein Schild, wo man hin muss, aber die Tür ist selbst als Notausgang gekennzeichnet und eigentlich sind solche Türe mit einem Alarm abgesichert. Stattdessen ist es die normale Eingangstür. Die Geräte selbst sind eher älter und schwerer, als meine Mc Fit Geräte. Einige Beschreibungen sind in Englisch, die Mehrheit jedoch in Italienisch. Hinterlegt ist alles mit verschiedenen Musikrichtungen, die kombiniert allerdings sehr nervig sind. In Stockholm lief eher poppige Musik im einen Bereich, zwei Meter weiter lief Abba. Lediglich der Ausblick hat es erträglich gemacht. An Landtagen ist es übrigens sehr leer und an Seetagen überfüllt. Während ich an einem Landtag trainiert habe, waren fast nur Costa-Mitarbeiter am Trainieren. Damit es am Abend nicht langweilig wird, gibt es immer eine Show und abends auch musikalische Unterhaltung und eine Disko. Bis auf einige Cocktails mit Live-Musik haben wir jedoch nichts genutzt, denn die Kinder konnten nicht den ganzen Abend allein sein. Eltern mit größeren Kindern haben abends auch die Möglichkeit ihre Kinder betreuen zu lassen. Bei uns nicht möglich, denn Jack ist nun einmal zu klein gewesen. Dazu aber später noch mehr. Ich habe mir aber sagen lassen, dass die Shows der absolute Hammer sein sollen.
'''o0o Die Ausflüge o0o'''
Kopenhagen, Stockhol, Tallin und St. Petersburg waren unsere Städte. Für uns Tester wurden zwei Touren gebucht, alle anderen müssen sich selbst entscheiden, ob sie eine Tour buchen oder auf eigene Faust alles erkunden. Wie wir von anderen Gästen erfahren haben, bekommt man die gleiche Tour, wenn man sie sozusagen mit den Touristenbussen macht und alles selbst zahlt für die Hälfte. Die Ausflüge, die Costa organisiert sind allesamt überteuert. Doch nun zu unseren Erlebnissen.
Kopenhagen haben wir an einem Sonntag angelaufen. Von Deck 7 wo wir auf unseren Balkon das Einlaufen beobachtet haben, mussten wir auf Deck 0, wo es hinaus ging. Einen Fahrstuhl zu bekommen, wenn man an Deck 3 die Flasche auffüllen muss, ist unmöglich und so heißt es den Kinderwagen nach unten tragen. An Land standen viele Reisebusse und Touristenbusse, die auf Kundschaft warteten. Wir haben uns jedoch entschieden alles selbst zu erkunden. Zu Fuß ging es in Richtung Centrum, wobei die Beschilderung gar nicht so schön war, wie in Deutschland. Die Stadt selbst hat viele schöne Sehenswürdigkeiten, wie die kleine Meerjungfrau. Für einen Sonntag war einiges los in der Stadt und die Geschäfte hatten sogar offen. Viele haben jedoch erst gegen 11 / 12.00 geöffnet und wir waren doch etwas früh dran. Gegen 14.00 sind wir dann zurück gelaufen und nach über 10km taten uns auch sehr die Füße weh. Es war trotzdem ein schöner Ausflug. Alles funktioniert schön, und der Start war somit gelungen.
In Stockholm mussten wir mit Tenderbooten, also den Rettungsbooten, hinübergefahren werden. Einen Tag vorher mussten wir Karten mit Buchstaben holen und jeder Buchstabe hatte eine andere Tenderboot-Zeit. Alles wirkte sehr organisiert und unser „M“ sollte um 10.15 an Land gehen. Gegen 9.30 sind wir also runter und warteten auf unseren Aufruf. Für uns hieß der Tag auf Kabinenwechsel, und dementsprechend waren wir früher unten. 10.15, 10.30 nichts passierte. Doch dann kam endlich Leben ins Schiff und die ersten Buchstaben wurden aufgerufen E-F-G. Nun dachten wir geht es schnell. Doch um 11.30 hatte sich noch immer nichts getan. Keine Durchsage, lange Gesichter und niemand konnte uns helfen. Mit einem Kind ist warten total schlimm. Wir konnten nicht weg, da wir in der Nähe der Fahrstühle warten wollte, um auch einen zu bekommen und immer die gleiche Position ist nicht für ein 2jähriges Kind. Irgendwann hatten wir die Nase voll, und sind einfach runter gefahren, und siehe da, wir konnten uns einreihen. Eine andere aufgebrachte Mutter fragte dann auch nach. Doch von Costa kam nur der Hinweis. Kann Verzögerungen geben, steht auf dem Zettel. Nicht mal die Urlauber mit Tour waren an Land. Nichts lief und wir bekamen einfach keine Info. Ist es denn so schlimm, eine Durchsage zu machen. Der Anleger ist nicht frei, das Boot kaputt oder ähnliches. Mag sein, dass wir Deutschen einen höheren Anspruch haben, aber wir waren alle genervt. Um 12.00 waren wir endlich in Stockholm und sind dann nur etwas durch die Stadt gelaufen. Ich habe mir eine Handtasche gekauft und Jack bekam noch eine schöne Hose und ein Shirt, denn die Auswahl bei H&M ist einfach gigantisch. Zum Abschluss gab es noch ein Eis und dann ging es in Richtung Fortuna, denn nach der Pleite am Morgen hatten wir Angst, dass es mit der Rückfahrt genauso schief geht. Gegen 15.00 waren wir wieder an Bord. An diesem Tag hörte man überall negative Stimmen, nicht nur in deutsch, sondern auch englisch. Die anderen Sprachen konnte ich ja nicht verstehen. ;) Selbst die Reiseleitung bei einigen Ausflügen war total genervt, weil Costa einfach nichts mitgeteilt hat und alle im Dunkeln ließ.
Für Tallinn hatten wir eine City-Tour gebucht bekommen. Diese sollte gegen 9.00 losgehen, 3,5 Stunden gehen und um 13.30 sollten wir schon wieder an Bord sein. Da es in Tallinn jedoch schöne Märkte geben soll und viele Schweden extra wegen dieser Märkte nach Tallinn reisen, haben wir die Tour für uns ausfallen lassen. Schon im Hafen gibt es einen Lebensmittelmarkt, wo man zum Beispiel eine Dose Monster-Energy für 1,20€ bekommt oder eine Dose Lipton Eistee 0,49€ kostet. Es ist also deutlich günstiger, kann aber auch teurer sein, wie bei Babynahrung. Hier kostete ein Obstquetschi statt 0,89€ plötzlich 1,39€. Hinzukommt ein Modemarkt, wo man Taschen, Kleidung und Parfüms bekommen kann. Alles natürlich nicht Original, aber das ist dem Kunden ja klar. Gleich im ersten Laden fanden wir eine tolle Jacke, die 33€ kosten sollte. Wie bei einem Basar begannen wir zu feilschen, doch 30€ war der letzte Preis, als wir es mit 20€ versuchten, wurden wir sogar unfreundlich heraus gebeten. Da alle Läden ähnliches anboten und fast alles gleiche Preise hatte, sind wir dann in die Stadt.Allerdings hatte es uns ein Pullover für Jack angetan und begleitete uns gedanklich. Schöne alte Häuser, ein super günstiger Mc Donalds, tolle Blumenläden und ein paar finstere Gestalten später waren wir dann auch auf den Rückweg. Dort haben wir uns dann doch entschieden, den Pullover von Harley Davidson für Jack zu holen. Im ersten Laden fanden wir ihn dann auch gleich, doch statt der vorher 20€, wollte die Dame 23€ und mit Rabatt 22€. Als wir ihr sagte, dass er am anderen Ende nur 20€ kostet und wir dahin gehen, rief sie ihren Chef an und bekam das Okay ihn auch für 20€ zu verkaufen. Ich habe mir auch noch eine Tasche gegönnt und ein Shirt für meinen Großen. Danach ging es gegen 13.00 zurück aufs Schiff.
In St. Petersburg konnten wir nicht alleine die Stadt erkunden, denn ohne Visum dürfen wir nicht an Land. Ist der Urlaub länger geplant, kann man sich eins besorgen. Bei uns ist es aber zu kurzfristig gewesen. Costa hatte hier jedoch auch einen Ausflug gebucht. 119€ pro Person und der Ausflug ging 8,5 Stunden. Um 8.30 ging es los und zurück war die Gruppe gegen 18.20. Obwohl ich gerne an Land gegangen wäre, hatte ich das Gefühl, dass es mit einem 2jährigen nichts als Stress wäre. Wir haben noch versucht zu tauschen und eine 3,5 Stunden Tour nehmen, aber da hat Costa gleich gesagt, dass ist nicht möglich. Angeblich sei alles ausgebucht, aber andere bekamen die Möglichkeit, wenn sie verschlafen hatten, auf eine andere Tour zu wechseln. Ich fand es schade, und so blieb ich an Bord. Am Ende war mein Mann froh, dass er mit dem Großen alleine unterwegs war. Alle paar Meter hielt der Bus, aussteigen, Foto machen, einsteigen und ein paar Meter fahren. Alles Wichtige wurde dabei bedacht. Ermitage, das Fußballstadion, Kirchen und vieles mehr. Mit einem Kind wäre das Horror. Hier hätte ich mich echt riesig gefreut, wenn wir das hätten tauschen können.
'''o0o Die Kinderbetreuung o0o'''
Für mich einer der wichtigsten Aspekte, denn wir waren eine der wenigen Familien mit Kindern, die Costa zum Testen eingeladen hatte. Leider hat sich Costa hier wohl ein Eigentor geschossen. Vielleicht nehmen sie es als konstruktive Kritik, aber ich bin maßlos enttäuscht. Fange ich mit meinem Großen an. Wie ihr wisst, ist mein Stiefsohn 10 und für ihn wäre sogar eine Betreuung möglich gewesen. Es gibt verschiedene Betreuungsstufen und er wäre in den Bereich 7-11 gefallen. Das Angebot reichte von Basteln bis zur Nutella-Party. Dafür ist er jedoch eindeutig zu groß. Das Angebot der größeren Gruppe, ab 12 hingegen bot Tischtennis, Kickertuniere und ähnliches an. Er ist im Tischtennis-Verein, hat selbst einen Tischkicker, spielt Fußball, aber da durfte er natürlich nicht teilnehmen. Die Unterteilung ist fest und dementsprechend war es für ihn eher langweilig. Durch das Einklemmen in der Balkon-Tür war der Pool für ihn eher ein Feind und so blieb viel Zeit mit dem DS. Aber okay in dem Alter kann er sich auch allein beschäftigen und das wäre nicht weiter tragisch gewesen. Nun aber zu Jack und dem „No Go“. Ich hatte mich vorab informiert und Kinder bis 3 sind von der Betreuung ausgeschlossen. Wickeln, Kinder können nicht reden – ich konnte es verstehen. Allerdings gibt es auf der AIDA zum Beispiel trotzdem einen Babysitter und Betreuungsmöglichkeiten. Da ich meinen Sohn gerne um mich habe, wäre das auch egal gewesen. Allerdings dürfen Kinder bis 3 auch nur in der Nebensaison und zu bestimmten Zeiten in den Kinderbereich, wo sie dann Spielmöglichkeiten hätten. Im Grunde gibt es für die ganz kleinen Kinder nur einen Bereich an Deck, wo sie nach Herzenslust toben können. Dort steht eine Kletterburg mit Rutsche und ein Babypool. Ich sage nur pralle Sonne, Wassertemperatur schätze ich auf 20Grad und dazu noch Wind. Einen Tag war der Pool gesperrt und einen Tag war er sogar kaputt. An Seetagen war es einfach zu windig und zu kalt, sodass Jack nur zweimal plantschen konnte. Ich glaube sogar, dass der Pool abgefärbt hat, denn sowohl Jack, als auch ich hatten verschiedene blaue Flecken, die nach der Pool-Farbe aussahen an Knien, Fingern und Co. Das Klettergerüst war jedoch toll. Jack hat darauf so manche Stunde verbracht. Schade war nur, dass hier schon einige Schrauben lose waren und Teile fehlten. Am ersten Seetag sind wir deshalb morgens um 10.00 zum Squak Club und wollten anfragen, ob Jack mit den Bauklötzen, die wir im Fenster gesehen hatten, spielen könnte. Wir wurden gleich wieder weggeschickt, denn das sei nur an Landtagen möglich. Ich schätze 30 Kinder waren im Club angemeldet und ich konnte es auch verstehen. Es stand schließlich in der Beschreibung und das wissen Familien ja auch rechtzeitig. Also hieß es spazieren gehen oder im Zimmer mit den Autos beschäftigen. In St. Petersburg bin ich jedoch an Bord geblieben, da der Ausflug einfach zu lang war. An Landtagen sollte ich ja dürfen, uns so bin ich gleich um 9.00 hin. Von der Betreuerin wurde ich erst einmal lieb begrüßt und als ich fragte, ob ich rein könnte um mit Jack zu spielen, hieß es 20 Minuten, länger nicht. Irgendwie kam ich mir doch leicht verkohlt vor. Es gab einige Kinder unter 3 an Bord, und man könnte zumindest eine Spielecke bereitstellen, wo Eltern mit ihren Kindern spielen können. Von mir aus auch abgeschlossen, sodass man wirklich nur mit Kindern in diesem Alter hineinkommt. Für Kinder in dem Alter ist es nämlich total langweilig an Bord. Hinzukommt, dass das Spielzeug im Squak-Club mehr kaputt als heil war. Es lagen drei Lernbretter dort und alle drei waren kaputt, drei Küchen und auch hier waren alle mehr oder weniger kaputt. Ansonsten gab es viel Spielzeug auch für Kinder zwischen 1-3, aber eben nicht die Möglichkeit es zu nutzen. Gerade da wir gesagt bekamen, dass wir an Landtagen gerne rein könnten, war ich doch extrem wütend, denn in St. Petersburg war ich ans Schiff gebunden und bin 5 Stunden über die verschiedenen Decks gelaufen, damit mein Zwerg sich nicht allzu langweilt. Er war nämlich ebenfalls sehr enttäuscht, denn in den 20 Minuten im Club hatte er schon einige Freunde gefunden, mit denen er gespielt hatte. Es gab kein Geschreie und er hat den Kindern nichts weggenommen, da hätte man auch eine Ausnahme machen können. Als ich das meinem Mann erzählt habe und auch anderen Gästen, waren diese doch eher schockiert, dass Kinder hinaus gebeten werden, nur weil sie nicht in die Altersgruppe passen. Wenn man Kinder in den Alter an Bord nimmt, sollte zumindest auch für die jüngeren eine kleine Möglichkeit direkt im Inneren geboten werden. Wir hatten Glück mit dem Wetter, aber was ist bei Regen?
'''o0o Die Costa Währung und was alles so kostet o0o'''
Um auf der Costa etwas bezahlen zu können, muss man die Costa Karte aufladen. Entweder kann man dies mit Bargeld machen. 150€ pro Person sind Pflicht. Alternativ kann eine Kreditkarte hinterlegt werden. Das Limit sollte aber recht hoch sein, denn alles wird abgerechnet, und ist nicht genügend Bargeld oder Limit hinterlegt, wird die Costa Karte erst einmal gesperrt. Glücklicherweise haben wir uns nicht für die 150€ in bar entschieden, sondern uns extra für den Urlaub eine Kreditkarte zugelegt. Die Karte wird zum Bezahlen der Getränke genutzt, aber auch in den Shops. Die Shops haben alles, was man haben möchte. Zigaretten, Kleidung, Schmuck, Lebensmittel und vieles mehr. Alles ist jedoch überteuert. Zum Beispiel waren die Süßwaren nicht alle etikettiert und so haben wir für eine Dose Pringels 5,99€ bezahlt, die im Übrigen schon recht alt geschmeckt haben. Tampons, die jedoch total lang und komisch waren, gab es für 7,99€. Schuhe habe ich dort für 49,90€ entdeckt, die es im Internet jedoch schon für 29€ gibt, neu und bei vielen Händlern. Aber nun gut, man muss ja nichts kaufen, und im Urlaub kann man sich auch was gönnen.
Am letzten Tag gibt es in der Nacht eine Abrechnung, und am nächsten Morgen zwischen 6.30 und 7.30 kann gegen diese Abrechnung Einspruch eingelegt werden. Ich kann nur sagen, kontrolliert alles, denn die Schlange von wütenden Leuten sprach für sich. Obwohl wir die dritte Testgruppe auf dieser Route waren, haben es die Mitarbeiter noch immer nicht hinbekommen. Einer anderen Testerin wurde die Karte gesperrt, und uns wurden über 700€ belastet, denn die Ausflüge sollten wir selbst bezahlen. Angeblich würde Costa das zwar nicht abbuchen, aber wer will schon mit einer Rechnung von 700€ von Bord gehen, wenn man nicht mal weiß, ob es nicht doch abgebucht wird. Nach 30 Minuten wurde uns sogar unterstellt, dass wir die Ausflüge, die von Costa für die Tester und Begleitpersonen gebucht wurden, sogar aufgestockt haben. Angeblich seien nur wir Tester und eine Begleitperson inklusive gewesen, für die Kinder hätten wir selbst an der Touristeninformation die Karten gebucht. Die Unterschrift oder den Auftrag hätten wir gerne gesehen, aber glücklicherweise kam eine andere Testerin, die übrigens alles in Rechnung gestellt bekommen hat (Club-Restaurant, Massage und Ausflüge), und sie hatte ein Schreiben von Costa wo wortwörtlich Begleitpersonen stand, und erst danach haben wir eine überarbeitete Rechnung mit dem korrekten Betrag erhalten. Abgebucht wurden jedoch bei uns die 700€ und leider dauerte es sehr lange, bis Costa endlich reagierte und uns den Fehlbetrag von 570€ erstattet hat. Trotz Telefonat und Emails mit der Hamburger Niederlassung hat es die Rechnungsabteilung in Italien nicht sofort hinbekommen. Komischerweise sogar erst nachdem "Freundin" auch noch einmal nachhakte. Dementsprechend sind wir hier doch etwas enttäuscht.
'''o0o Costa Ade o0o'''
Am Letzten Abend gab es noch ein Gala Essen, das zweite an Bord, welches übrigens mit Kerzen, einem speziellen Dessert und Sekt beendet wurde. Danach gab es für uns noch einen Cocktail und dann hieß es Koffer packen. Bis 1.00 mussten diese vor die Tür gestellt werden. Dafür gab es spezielle Anhänger in verschiedenen Farben und je nach Farbe war die Ausschiffungszeit. Für uns war das natürlich wieder toll, denn das Babybett konnten wir schlecht hinausstellen, aber fürs Handgepäck auch zu unhandlich. Glücklicherweise wurde hier eine Ausnahme gemacht und unser Steward brachte es auch am Morgen nach unten. Am Morgen hieß es früh aufstehen, wegen der Abrechnung und dann mussten wir schon um 8.00 die Kabine verlassen haben. Wir hatten Glück und pünktlich um 10.00 begann unsere Ausschiffung. Andere hatten spätere Zeiten und wurden erst gegen 11.00 aufgerufen. Zwei oder drei Stunden muss man nun herumschlagen und mit einem Kind ist wieder die Frage, wie beschäftige ich es, denn herumlaufen kann man nicht die ganze Zeit und manchmal beginnt die Ausschiffung auch schon eher, wie uns von Dauergästen gesagt wurde. Was ist, wenn das Kind kleckert, was ist wenn man es wickeln muss und vieles mehr. Auch fand ich es schade, dass genau zu der Zeit, wo wir uns in der Bar zur Ausschiffung bereit halten sollten, die Toiletten dort geputzt wurden. Eigentlich hatte ich immer das Problem, dass ich auf ein solches Schild traf, wenn ich mal wirklich dringend abseits des Zimmers auf Klo musste. Aber das zeigt zumindest, dass alles sehr sauber ist.
'''o0o Unser Costa Fazit o0o'''
Als ich gehört habe, dass wir ausgewählt wurde, und alle anderen Tester so begeistert waren von ihren Mittelmeer-Reisen und auch von dieser Route, war die Freude riesig. Ich hoffte von ganzem Herzen, dass mein Mann genauso viel Freude haben würde und das er am Ende auch Lust hat, eine weitere Kreuzfahrt zu machen. Ich liebe das Meer und das ist am Ende der Kreuzfahrt noch deutlich gestiegen. Ich möchte es aber auch fair bewerten und zwar nicht mit dem Tester-Bonus, sondern als hätte ich alles selbst gezahlt. Meine beiden Kids sind trotz kleiner Probleme und Ärgernisse begeistert. Mein Großer hatte sogar gesagt, wenn ich mal wieder eine gewinne, würde er sich sogar adoptieren lassen, damit ich mit ihm auch alleine in den Urlaub fahren kann. Jack fand es auf seine Art und Weise aufregen. Mein Mann hingegen ist einfach der Meinung, dass er wenn jemals wieder Kreuzfahrt, dann ohne Kinder und nur noch in warmen Gewässern und wahrscheinlich würde er dann gerne mal AIDA ausprobieren. Ich selbst, weiß nicht wie ich diese tolle Ermöglichung bewerten soll. Auf der einen Seite stimme ich meinem Mann zu, denn Mittelmeer und ohne Kinder wäre wirklich Erholung und eigentlich hat mir die Kreuzfahrt sehr gut gefallen. Ich würde theoretisch gerne wieder eine machen. Aber auf der anderen Seite war ich von dieser Costa Reise doch teilweise arg enttäuscht. Diese italienische Gleichgültigkeit, wie in Stockholm, fand ich einfach nur mega enttäuschend, genauso wie der Rauswurf aus dem Kinderparadies. Auch wenn man weiß, dass man nicht immer ins Squak-Land kann, war ich von den Möglichkeiten für jüngere Kinder wirklich enttäuscht. Kaputtes Spielzeug und ein Pool in der prallen Sonne und nicht mal warm, war auch schade. Selbst in einem Freibad ist das Wasser für Kleinkinder richtig eklig warm. Und auch der Ärger mit der Abrechnung hat keinen schönen Eindruck hinterlassen. In meinen Augen sollte Costa versuchen, auch etwas mehr die jüngere Generation anzusprechen. Familien sollten Costa wirklich eher nutzen, wenn die Kinder schon 3 oder älter sind. Doch dann ist die Unterhaltung geboten und es wird ein entspannter Urlaub. Kleinigkeiten, wie eben Informationen wären schon schöner gewesen, aber die schönen Momente sorgen dafür, dass man die negativen Momente vergisst. Da ich jedoch aus Familien-Kind-Sicht berichte und ich vieles leider nicht so günstig gelöst fand und für mich der Urlaub Stress Pur war, bekommt Costa nur drei Sterne.
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heute habe ich mal einen ganz anderen Bericht für euch, denn sonst verreise ich ja bekanntlich weniger. Zumindest seit ich Mama geworden bin. Doch diesmal haben wir ganz spontan einen Urlaub einplanen müssen. Wen es interessiert, dem will ich auch die Gründe verraten. Für alle anderen, ihr dürft gerne überspringen. Als Kind hab ich gerne meinem Vater zu gehört, wenn er über seine Jahre auf See erzählt hat. Nach meiner Lehre hätte ich am Liebsten auch auf einem Schiff angefangen, aber ich habe gekniffen. Zum einen war ich verliebt, und zum anderen sind die Arbeitszeiten in der Kombüse ja doch recht lang und hart. Trotzdem war es schon immer mein größter Wunsch einmal eine Kreuzfahrt zu machen. Früher hatte ich nie jemanden der selbst genügend Geld hatte, und mit meinem Mann kam es eigentlich nicht in Frage, denn für ihn ist es ein „Ältere Generationen Urlaub“. Ich habe es abgehakt, bis bei „Freundin“ 65 Kreuzfahrt-Tester gesucht wurden. Ich schnell ausgefüllt, und auch sogleich wieder gelöscht. Aus Spaß erzählte ich meinem Mann, dass ich uns beworben hab, und er fand die Idee plötzlich interessant, und so habe ich uns tatsächlich beworben. Die Wahrscheinlichkeit war sehr gering und ich hatte es schon abgehakt, als ich plötzlich die Mail bekam „Sie sind Kreuzfahrt-Tester“. Ich hab das Haus zusammengeschrien, am nächsten Tag den Reisepass für uns beantragt und danach herumgehippelt, weil es noch so viele Tage waren.
'''o0o Die Route o0o'''
Da ich aus gesundheitlichen Gründen das Fliegen vermeide, haben wir uns für die Route „Land der Wikinger“ entschieden. Diese sieht wie folgt aus.
Start: Warnemünde
1. Tag Kopenhagen
2. Tag auf See
3. Tag Stockholm
4. Tag Tallin
5. Tag St. Petersburg
6. Tag auf See
Ende: Warnemünde
'''o0o Quanta Costa o0o'''
Wir haben vom 24.8.2013-31.08.2013 sozusagen gebucht. Dort gab es die Reise ab 799€ für eine Innenkabine. Durch das Jubiläum von Costa war ein All Inclusive Getränkepaket dabei, welches jedoch von uns aufgestockt wurde, denn dies beinhaltet nur die Getränke zu den Mahlzeiten. Im Grunde ist es sinnvoll das wirkliche All Inclusive Paket zu nehmen, welches ca. 20€/Tag und Person kostet. Hinzu kommen natürlich Ausflüge, Massagen, Casino und alles andere, was euch zusätzlich interessiert. Die genauen Preise variieren und können bei Costa direkt eingesehen werden.
'''o0o Unsere Fortuna o0o'''
Costa Fortuna
Bruttoreg. : 103.000 t, Länge 272 m, Breite : 36 m, Geschwindigkeit : 20 Knoten,
max. Geschwindigkeit : 22 Knoten
1358 Kabinen davon 464 mit Balkon und 58 Suiten mit Balkon
4 Restaurants, 11 Bars , 1300qm Wellnesscenter, 6 Whirlpools, 4 Swimmingpools, Theater über 3 Decks, Kasino, Discothek, Wassserrutsche, Shops, Kinderbetreuung
'''o0o Der Service rund um die Buchung o0o'''
Da ich selbst aus der Dienstleistungsbranche komme, weiß ich wie nervig Gäste sein können. Hinzukommt, dass alle einen erstklassigen Service erwarten. Manchmal ist es schwer, und da mir der Service bei Costa positiv ins Auge gestochen ist, widme ich diesem Bereich auch den ersten richtigen Absatz. Schon an Land kann ich euch das Team nur wärmsten empfehlen. Bei meiner Anmeldung hatte ich vier Personen angegeben. Zusammen mit meinen beiden Söhnen wollte ich die Reise antreten. Doch als ich sie tatsächlich „gewonnen“ habe, hieß es am Anfang, dass mein Stiefsohn nicht mitkommen könne. Die Realschule hatte gerade angefangen und ein neues Schulkonzept benötigte volle Aufmerksamkeit. Ich sorgte also dafür, dass er aus der Buchung herausgenommen wurde. Doch als ich unsere Unterlagen abschickte, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Man lernt doch auf einer solchen Städtereise eine Menge, sein Bruder würde ihn so vermissen und so habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt, doch das Okay zu bekommen. Er konnte mit, aber bei Costa war er schon rausgenommen. Eine Email reichte und alles wurde umgeschmissen und unglaubliche 10 Minuten später bekamen wir das Okay. Kaum ein Reiseunternehmen ist so fix und hilfsbereit, wenn man so kompliziert ist, wie wir. Lediglich die Reiseunterlagen kamen wirklich auf den letzten Drücker, nämlich zwei Tage vor der Abreise.
'''o0o Die Ankunft und erste Zeit auf dem Schiff o0o'''
Als Nordlichter war die Anreise zur Fortuna für uns ein echtes Kinderspiel. Nachdem wir unsere Unterlagen sozusagen auf den letzten Drücker bekommen haben, wurde auch erst sehr spät gepackt und ich habe sogar meine Bücher, Kreuzworträtselzeitschriften und ähnliches vergessen. Ansonsten hatten wir alles wichtige dabei und sind mit einem vollgepackten Ford Focus Kombi von Neumünster in Richtung Warnemünde / Rostock gestartet. Gegen 14.00 hatten wir die 190km hinter uns und wurden von unserem Navi direkt zum Hafen geleitet. Dank Costa haben wir dort einen Park-Service nutzen können, der wirklich sehr empfehlenswert ist. Schon von weiten wurde unser Kennzeichen entdeckt und wir herangewunken. Eine kurze Einweisung in Bezug auf Koffer, Parkmöglichkeit, ein kurzes Ausfüllen und die Abgabe von Gepäck, Schlüsseln und Co. und schon hieß es, ab an Bord. Die Gebühr fürs Parken beträgt bei dieser Route 140€ und das Auto wird nicht am Hafen, sondern in einem gesicherten Parkhaus geparkt. Alles hat keine 10 Minuten gedauert. Auch der restliche Check-In war top. Ein Willkommens-Foto stimmt ein, dann musste noch kurz ein Zettel ausgefüllt werden. Da bei uns noch keine Schlange war, wurden unsere Pässe und Reiseunterlagen keine 5 Minuten später überprüft und wir durften an Bord.
Bis hier hin war es wirklich super und dank Toilette und Getränke-Service, wäre auch bei einer längeren Schlange für alles gesorgt. Doch dann ging für uns das Chaos los. Mit dem Kinderwagen sollten wir bei den Transit-Gästen an Bord gehen, denn die andere Gangway hatte viele, steile Stufen. An sich eine liebe Geste, die uns jedoch an einen Ort brachte, wo wir hilflos standen und gar nicht wussten wo wir hin sollte. Ich denke, dass beim Offiziellen Eingang das Personal gleich Hinweise gegeben hätte. Doch hier standen wir herum, und wussten außer der Zimmer-Nummer nichts. Glücklicherweise fanden wir dann Personal, die nach einigen Fragen unser Problem verstand, und uns mitteilte, dass die Zimmertüren offen seien und die Zimmerkarten auf dem Bett vorfinden würden. Obwohl es klappte, hätten wir uns eine bessere Willkommens-Betreuung gewünscht, denn wir sind schließlich Neulinge. Aber nun gut, wir fanden dank des Lageplanes, den wir als Tester schon vorab bekommen hatten, sofort unsere Kabine und konnten uns gleich einmal umschauen. Auf das Zimmer gehe ich später ein und fahre hier gleich einmal mit unseren weiteren ersten Minuten an Bord fort. Das Zimmer haben wir uns nämlich nicht lange angesehen, denn mein 2jähriger Sohn hatte großen Durst und so ging es gleich nach unten, wo wir das Getränke-Paket upgraden wollten. Logischerweise dachten wir, dass dies an der Information möglich sei. Dort standen einige Leute rechts, einige links an und am Anfan wirkte es sehr unübersichtlich. Zudem wurden wir von einem Kellner bezüglich Getränkepaketen "genervt", die wir gar nicht wollten. Nach 20 Minuten mit einem durstigen und weinenden Kind wurde uns dann gesagt, dass wir doch an die Bar gehen sollen, denn dort könnten wir das Upgrade durchführen. Nun gut, damit hätte ich nicht gerechnet, und so ging es an die Bar, wo uns ein netter Herr etwas von 343€ vorrechnete, die uns nun belastet werden würden. Da wir jedoch schon ein Paket gebucht hatten, mussten wir dies dem netten Service-Personal erst einmal auf englisch erklären, und nach wenigen Sekunden hieß es nur noch ca. 65€ pro Person. Damit wären alle wichtigen Getränke, bis auf Ausnahmen, wie Red Bull oder andere spezielle Dinge inklusive. Selbst der volle Preis lohnt sich, denn eine Cola an Bord kostet schon aufgerundet 3€.
Mit einer vollen Flasche und auch Getränken für uns, haben wir dann das Schiff erkundet, und auch wenn es anfänglich riesig erscheint, und man vieles erst nach einiger Zeit findet, ist es übersichtlich gestaltet und wir fanden uns recht schnell zurecht. Es gibt vier Restaurants, viele Bars, eine Shopping-Meile, Pools, einen Kinderbereich, ein Casino, einen Wellness / Sport Bereich, eine Bücherrei und natürlich ein Theater.
Nach einer netten Erkundungstour haben wir dann der Willkommens-Rede der deutschen Hostess gelauscht und dann hieß es auch schon Abendessen, denn wir hatten auf Grund der Kinder die erste Sitzung um 18.30, die jedoch an diesem Tag schon um 17.45 begonnen hat, da es kurz darauf schon zur Seenotrettungsübung ging. Letzteres empfand ich persönlich eher als Witz. Es muss gemacht werden, aber in Reih und Glied stehen, mit einem Kind auf dem Arm, dass wegen der Rettungsweste die ganze Zeit vor Panik schreit, ist nicht lustig. 20 Minuten später, wurde innerhalb von 5 Minuten auf verschiedenen Sprachen gezeigt, wie man die Rettungsweste anlegt und dann durften wir schon gehen. Wirklich informativ war es also nicht. ;) Zumal wir einmal nachgezählt haben, und auf die großen Tenderboote 117 Leute gehen. Das Schiff war jedoch ausgebucht mit rund 3100 Passagieren. Auf jeder Seite 12 Boote, wenn ich mich nicht verzählt habe... Aber ich war noch nie gut in Mathe und es wird schon passen. ;)
'''o0o So schläft man auf der Costa o0o'''
Wir Tester hatten keine feste Kabine. Obwohl beim Test angekündigt wurde, dass wir eine Balkon-Kabine bekommen, wurde es am Ende so gehalten, dass wir die Hälfte der Reise eine solche Kabine hatten, und die andere Hälfte eine Innenkabine. Für uns natürlich ein Vorteil, denn Innenkabinen sind oft nicht so beliebt, und wir können euch nun beide Varianten vorstellen. Am Anfang hatten wir die Außenkabine mit Balkon und mussten in Stockholm wechseln. Zimmer Nummer 7353 auf Deck 7 war also unsere erste Station. Das Zimmer ist auf den ersten Blick wirklich toll. Klein, aber fein. Eine Duschkabine, die mit vielen Handtüchern, kleineren Shampoos und Duschgel-Proben – alles super sauber, und der Sitz wurde sogar mit einem Hygiene-Siegel gekennzeichnet. Das Zimmer selbst hatte einen Fön, einen Stuhl, einen Tisch, ein Sofa (bei uns als Bett ausgeklappt), ein Bett in der Decke, eine Minibar, einen Balkon mit zwei Stühlen, einen Fernseher (Fernbedienung war jedoch sehr kaputt und nur 3 deutsche Sender ARD, ZDF und DMAX) und einem großen Schrank. Alles vorhanden, man konnte sich bewegen und unser Kabinen-Steward war sogar so nett, als er das „Baby“ wie er Jack immer genannt hat, sah, sofort ein Babybett besorgen wollte, weil ein Bett doch noch nichts für ihn sei. Super nett, denn eigentlich sieht Costa solche Betten nur bis 2 Jahre vor. Wir hatten jedoch unser eigenes mit, welches aber mit Decken versehen wurde. Das Zimmer ist wirklich empfehlenswert. Abgesehen von der Lüftung über dem Bett, ist es sehr ruhig, die Betten bequem und der Ausblick ist grandios. Gerade die Weite der See oder die Einfahrt in Richtung Stockholm ist atemberaubend. Der Balkon ist selbst sehr geschützt und kann daher auch bei Wind und Regen genutzt werden. Lediglich die Tür ist sehr tückisch, da sie schwer aufgeht und zügig zufällt. Unser Großer hatte sich hier sogar den Finger geklemmt, aber zum Glück nichts gebrochen. Die erste Nacht musste ich mich an das leichte Schaukeln gewöhnen, aber ansonsten schläft es sich in diesem Zimmer sehr gut. Aufgeräumt wurde zwei Mal am Tag und falls ich mal eine volle, stinkende Windel hatte, konnte ich diese i Mülleimer vor die Tür stellen, und binnen weniger Minuten wurde geklopft und ich hatte ihn leer wieder in den Händen. Gilbert ist ein sehr empfehlenswerter und liebenswerter Steward.
Der Wechsel war bei uns problemlos. Alles packen, im Zimmer stehen lassen, Karten tauschen und dann konnten wir später in die andere Kabine. Sogar das Babybett war aufgebaut, was wir super lieb fanden. Die andere Kabine war jedoch gewöhnungsbedürftig. Obwohl die Nummer 1053 auf Deck 10 kleiner ausfällt und eigentlich keinen Platz für ein Babybett bieten soll, passt es super hinein. Ansonsten hat die Kabine zwei normale Betten und zwei Oberbetten, die aus der Decke geklappt werden können. Die restliche Ausstattung ist ähnlich, wobei wir die Fernbedienung erst am Ende unter dem Bett fanden, zusätzlich noch SAT 1 hatten, dafür aber eine geschlossene Minibar, keine Hygiene-Beutel und eine angefangene Duschgelflasche vorfanden. Zudem hatte das Bettzeug einige braune Stellen, die nach zu heiß gebügelt aussahen und zwei mal fiel bei uns die Toiletten-Spülung aus. Die Betten waren wie schon in der ersten Kabine bequem, aber es klapperte alles deutlich mehr und so hieß es in der ersten Nacht schauen, welches Bild klappert und wie man dies abstellen kann. Zudem ist es morgens sehr ungewohnt, denn man wacht im Dunkeln auf. Weder Wetter noch Uhrzeit sind erkennbar, und so muss man auf die Uhr und die Bord-Web-Cam schauen, um sich passend anzuziehen. Das Zimmer ist definitiv nicht schlechter gewesen, aber mein Mann und ich sind uns einig, dass eine Balkon-Kabine doch schon viel schöner ist. Einfach aufwachen, Gardine weg und der tolle Ausblick, das ist den höheren Preis wert. Als Tipp an alle Eltern: Wenn ihr Kinder bis 3 habt nehmt, lieber selbst ein Reisebett mit, denn in den Innenkabinen müsste das Kind oben schlafen und mit dem kleinen Schutz würde ich dort kein kleines Kind schlafen lassen. Auch hier wurde das Zimmer zwei mal am Tag gereinigt, aber das mit den Windeln klappte leider nicht, was aber nicht so schlimm ist.
'''o0o Verpflegung an Bord o0o'''
Gutes Essen macht bekanntlich glücklich und deswegen gibt es bei Costa auch rund um die Uhr essen, aber eben auch Getränke. Damit ihr wisst, was euch erwartet, werde ich mal etwas aus dem Nähkästchen plaudern.
Fangen wir mit den Getränken an. Costa setzt hier auf verschiedene Getränke-Pakete. So kann man zum Beispiel Cocktailpakete, Bierpakete, Weinpakete oder auch alkoholfreie Pakete dazu buchen. Ansonsten gibt es lediglich im Poolbereich Kaffee, Eiswasser, Tee und morgens noch Säfte. Alles andere müsste extra bezahlt werden. Wer nicht gerade Wasser trinken möchte, welches mit Gas versetzt wurde und daher total nach Chlor schmeckt, sollte also ein Paket buchen, denn die Getränke sind wie im Restaurant nie günstig. Wie eingangs erwähnt, erwähnt haben wir das Extra-All-Inclusive Paket gebucht, welches offiziell für die gesamte Kabine gebucht werden muss, und pro Person rund 20€ kostet. Kinder liegen bei 10€ am Tag und bis 3 Jahre sind sie kostenlos. Letzteres ist nicht korrekt, denn als ich versehentlich die Karte von meinem 2jährigen abgegeben habe, wurde mir der O-Saft doch tatsächlich mit 2,95€ berechnet. Unterschrieben ist unterschrieben, und so habe ich daraus gelernt. Ansonsten gibt es neben normalen Mineralwasser, Bier, Kaffee, Wein normale Getränke wie Cola, Cola Zero, Fanta, Säfte, Eistee, aber eben auch Cocktails. Diese sind super lecker und schmecken den ganzen Tag über. Mein Mann und ich haben davon so manchen getrunken. Ich persönlich fand den Pink Panther und den Squak super lecker, während mein Mann den Baileys Banana super fand. Jedoch ist er von diesem auch sehr enttäuscht, denn laut Karte soll dort eine halbe, frische Banane verarbeitet werden. Als wir jedoch an der Bar standen und einen bestellten, wurde nur „billiger“ Bananensaft genutzt. Er schmeckt super, aber es ist doch enttäuschend, dass man so in die Irre geführt wird. Und deswegen hab ich meinem Mann versprochen, dies auch zu erwähnen, und vielleicht streicht Costa ja diesen Zusatz oder setzt ab jetzt wirklich auf die frische Banane.
Nun aber zum Essen. Fangen wir mit dem Frühstück an. Dieses gibt es sowohl im Restaurant (Michelangelo), wo ein kleines Buffet ist und man in ruhiger Atmosphäre frühstücken kann. Dort können auch Omeletts bestellt werden. Wem dies zu fein ist, denn laute Kinder werden eher mit giftigen Blicken bedacht, kann beim Pool und dem Restaurant (Colombo) dahinter frühstücken. Auch dort gibt es mehrere Buffets mit Brötchen, zwei Wurstsorten, Käse, Marmelade, Tomaten, Pancakes, Würstchen, Rührei und vielen anderen Dingen. Die Auswahl ist in Ordnung, aber irgendwie schon recht enttäuschend. Zum Beispiel gab es am ersten Tag Leberwurst und Leberpastete, Nutella sucht man vergebens und die Brötchen, die super lecker sind, wie auch das Brot, sind leider sehr klein. An den Pancakes fehlt definitiv Zucker, aber mit Marmelade sind sie 1A, das Rührei ist sehr künstlich und matschig.. Man wird satt, aber ich war eher enttäuscht. Und ich muss sogar sagen, dass es im Etap-Hotel sogar besser geschmeckt hat. Ich selbst habe fast gar nicht gefrühstückt. Lediglich warmen Kakao, der wirklich mega lecker war, und zum Ende hin Pancakes mit Marmelade. Selbst Jack, der sonst super viel isst, hat morgens nur einen Joghurt gegessen, weil ihm die anderen Dinge nicht geschmeckt haben. Hier solltet ihr recht früh hingehen, denn je später das Frühstück, umso voller wird es. Wer möchte kann übrigens auch ein Continentales Frühstück aufs Zimmer bestellen. Einfach eine Karte an die Tür hängen und alles ankreuzen. Extras können telefonisch mit Wartezeit bestellt werden. Funktionierte bei uns alles reibungslos.
Mittagszeit bedeutete entweder in der Stadt auf Erkundungstour zu sein, oder man hatte auch hier wieder die Möglichkeit im Colombo / Pool Bereich zu essen oder im Michelangelo. Im Colombo gab es wieder Buffet-Form und im Pool war der Grillbereich, wo es auch Burger, Pommes und vieles mehr gab. Das Buffet selbst war abwechslungsreich, aber man merkt eben, dass es auf Masse produziert und warmgehalten wird. Die Nudeln waren sehr, sehr weich aber alles schmeckte. Suppe, Salat, Pizza und viele andere leckere Dinge haben auf uns gewartet. Den einen Tag gab es sogar Klassiker wie Kohlroulade, die mit echten Hackfleisch und nicht dieser Kantinenmasse gefühlt waren. Lediglich die Beilagen waren alles andere als passend, aber das war im Grunde egal. An Seetagen hieß es aber auch hier teilweise 20 Minuten und länger anstehen. Alternativ konnte man im Michelangelo auch aus verschiedenen Gerichten ein Menü zusammenstellen. Hier wurde man einfach an einen Tisch gesetzt und wir hatten meist Glück mit eher netten Menschen zusammen zu sitzen. Ich selbst habe dort am letzten Tag gespeist und der Kellner war doch überrascht, als ich wirklich 5 Gänge bestellte, denn die meist älteren Gäste haben 1-2 Gänge bevorzugt.
Abends gab es dann das gleiche Spiel wie beim Mittag. Im Colombo konnte man Pizza essen und manchmal hatte man noch Glück, dass vom Mittag oder den Sandwich-Snacks etwas übrig war, und man dies noch essen konnte. Ansonsten wurde diesmal im Michelangelo oder Raffaelo gespeist. Wir hatten die erste Tischzeit im Michelangelo an Tisch 118, unten mitten im Raum. Schon nach dem ersten Tag wussten die Kellner, was wir trinken und sie waren recht fix. Das Essen bestand aus theoretisch 6 Gängen. Vorspeise, Suppe, Nudeln, Hauptgericht mit Salat, Käse und Dessert. Pro Gang gab es in der Regel 1-3 Gerichte und so konnte man sich nette Dinge zusammenstellen. Die ersten Tage habe ich wegen der Kinder meist nur 1-2 Speisen ausgewählt, und später, als diese dann lieber im Zimmer gewartet haben, gab es das volle Programm. Ich kann pauschal sagen, dass alles in guter Temperatur angekommen ist. Warm, aber nicht verbrennungsheiß, was ich aber gut fand. 90% war wirklich super lecker. Es gab lediglich ein Gericht, wo ich mir eine Serviette zum Ausspucken gewünscht hätte, das war jedoch Mittags. Miesmuscheln mit Nudeln, die eine so komische Konsistenz hatten und scheußlich aussahen. Aber probieren ging über studieren. In der Regel waren die selbstgemachten Nudeln klasse. Um euch einen kleinen Einblick zu geben, sind hier mal ein paar Beispiele. Krabbencocktail, Tomate mit Mozarella, Perlhuhn, Schwerfisch, Kartoffelsuppe, Nudeln mit Shrimps, Risotto mit Gemüse, Kuchen, Eis, Obst.
Als Alternative gibt es noch das Club Restaurant. Hier kostet das Essen 25€ pro Person und besteht auch aus mehreren Gängen. Zu zweit sind wir dort hin, und wurden statt ans Fenster an einem Tisch gesetzt, wo wir den Blick genau nach unten auf das Colombo hatten. Wir konnten Kids beim Pizza Wettessen beobachten oder wie die Eismaschine gereinigt wurde. Da wir beide keinen oder wenig Alkohol trinken, bestellten wir uns eine Cola, und was für uns ein No-Go war, bekamen wir die Dose mit Strohhalm auf dem Tisch platziert. Zwar gab es auch noch ein Glas, aber wir waren echt geschockt, denn es ist ja schon ein „Nobel-Restaurant“. Unten ist eine Cola-Dose am Tisch egal, aber hier hätte man doch am Tisch einschenken und sie wieder mitnehmen können. Das Essen war doch eine Spur vornehmer und super lecker. Riesengarnele als Deko oder für zwei Personen ein Steak. Letzteres war das beste Steak, welches ich in meinen 30 Jahren gegessen habe, und ich esse viel und gerne Steak. Zum Dessert gab es noch ein Glas Champagner und statt danach die „Rechnung“ vorgelegt zu bekommen, gab es einen Marktforschungbogen. Wie war der Service, wie das Essen, würden sie erneut wiederkommen. Bevor dieser nicht ausgefüllt wurde, gab es die Rechnung samt Costa Karte nicht. Dies sind Kleinigkeiten, die die Atmosphäre doch etwas getrübt haben.
Eine Sache habe ich ebenfalls aufgeschnappt, die viele alten Leute störte, und zwar war es die Tatsache, dass nicht pünktlich um 15.00 Kaffee und Kuchen bestellt werden konnte. Es gab zwar ab 16.00 Süße Snacks und darunter eben auch Kuchen, aber das typische Kaffee und Kuchen fehlte doch so einigen.
Bis auf morgens war ich von der Verpflegung begeistert, hätte mir aber persönlich zum Beispiel gewünscht, dass es auch die Möglichkeit gegeben hätte zum Beispiel am Abend ein Landesmenü hätte bestellen zu können. Zumindest an den Abenden, wo man vorher an Land war. Aber das wäre nur eine Idee. Das Essen ist aber auch so lecker, und so kommt es gut und gerne vor, dass man 2-6kg in einer Woche zunimmt. Das war wirklich meine größte Sorge, zumal ich dank Wrap'n Go endlich wieder in alte Sachen gepasst habe. Zu Hause habe ich mich jedoch gewogen und ich habe stolze 100g mehr auf der Waage gehabt. Man muss also nicht zu nehmen auch wenn man 5 Gänge Menüs isst. ;)
'''o0o Service an Bord o0o'''
Ich weiß durch andere Kreuzfahrtunternehmen, die uns versucht haben schon während der Lehre anzuwerben, dass die Schichten hart sind, aber so extrem habe ich es mir nie vorgestellt. Manche Barkeeper hat man am Abend gegen 23.00 an der Bar gesehen und am Morgen um 7.00 schon wieder. Unser Cabin-Steward bei der Balkon-Kabine war immer anwesend. Man sah ihn morgens, mittags und abends. Gefühlte 20 Stunden. Während manche es mit einem Lächeln gemacht, gab es andere im Service-Bereich, die mit einem Gesicht wie 7 Tage Regenwetter herumgelaufen sind und einen ignoriert haben. Es gab Tage, wo wir am Nachmittag einen Cocktail trinken waren und 20 Minuten auf Beachtung gewartet haben. Rufen und sogar Winken wurde gänzlich übersehen. Ansonsten war das Personal aber freundlich, zu Späßen aufgelegt und manche richtig nett.
'''o0o Die Unterhaltung an Bord o0o'''
Damit es nicht langweilig wird, ist für die Unterhaltung gesorgt. Man kann sich Bücher und Spiele ausleihen oder an Veranstaltungen teilnehmen. Alles ist jedoch eher in Richtung Personen ab 40 ausgerichtet. Zum Beispiel Tanzkurse, Bingo-Abende, Spaziergänge oder kosmetische Hilfestellungen zum Thema Rückenschmerzen / Augenringe. Mein Mann hat sich gleich erst einmal massieren lassen und sich danach wie neugeboren gefühlt. Diesen Bereich verstehen die Angestellten. Ich selbst habe mich eher dem Sport gewidmet, und musste diesen Bereich erst einmal suchen. Oben steht ein Schild, wo man hin muss, aber die Tür ist selbst als Notausgang gekennzeichnet und eigentlich sind solche Türe mit einem Alarm abgesichert. Stattdessen ist es die normale Eingangstür. Die Geräte selbst sind eher älter und schwerer, als meine Mc Fit Geräte. Einige Beschreibungen sind in Englisch, die Mehrheit jedoch in Italienisch. Hinterlegt ist alles mit verschiedenen Musikrichtungen, die kombiniert allerdings sehr nervig sind. In Stockholm lief eher poppige Musik im einen Bereich, zwei Meter weiter lief Abba. Lediglich der Ausblick hat es erträglich gemacht. An Landtagen ist es übrigens sehr leer und an Seetagen überfüllt. Während ich an einem Landtag trainiert habe, waren fast nur Costa-Mitarbeiter am Trainieren. Damit es am Abend nicht langweilig wird, gibt es immer eine Show und abends auch musikalische Unterhaltung und eine Disko. Bis auf einige Cocktails mit Live-Musik haben wir jedoch nichts genutzt, denn die Kinder konnten nicht den ganzen Abend allein sein. Eltern mit größeren Kindern haben abends auch die Möglichkeit ihre Kinder betreuen zu lassen. Bei uns nicht möglich, denn Jack ist nun einmal zu klein gewesen. Dazu aber später noch mehr. Ich habe mir aber sagen lassen, dass die Shows der absolute Hammer sein sollen.
'''o0o Die Ausflüge o0o'''
Kopenhagen, Stockhol, Tallin und St. Petersburg waren unsere Städte. Für uns Tester wurden zwei Touren gebucht, alle anderen müssen sich selbst entscheiden, ob sie eine Tour buchen oder auf eigene Faust alles erkunden. Wie wir von anderen Gästen erfahren haben, bekommt man die gleiche Tour, wenn man sie sozusagen mit den Touristenbussen macht und alles selbst zahlt für die Hälfte. Die Ausflüge, die Costa organisiert sind allesamt überteuert. Doch nun zu unseren Erlebnissen.
Kopenhagen haben wir an einem Sonntag angelaufen. Von Deck 7 wo wir auf unseren Balkon das Einlaufen beobachtet haben, mussten wir auf Deck 0, wo es hinaus ging. Einen Fahrstuhl zu bekommen, wenn man an Deck 3 die Flasche auffüllen muss, ist unmöglich und so heißt es den Kinderwagen nach unten tragen. An Land standen viele Reisebusse und Touristenbusse, die auf Kundschaft warteten. Wir haben uns jedoch entschieden alles selbst zu erkunden. Zu Fuß ging es in Richtung Centrum, wobei die Beschilderung gar nicht so schön war, wie in Deutschland. Die Stadt selbst hat viele schöne Sehenswürdigkeiten, wie die kleine Meerjungfrau. Für einen Sonntag war einiges los in der Stadt und die Geschäfte hatten sogar offen. Viele haben jedoch erst gegen 11 / 12.00 geöffnet und wir waren doch etwas früh dran. Gegen 14.00 sind wir dann zurück gelaufen und nach über 10km taten uns auch sehr die Füße weh. Es war trotzdem ein schöner Ausflug. Alles funktioniert schön, und der Start war somit gelungen.
In Stockholm mussten wir mit Tenderbooten, also den Rettungsbooten, hinübergefahren werden. Einen Tag vorher mussten wir Karten mit Buchstaben holen und jeder Buchstabe hatte eine andere Tenderboot-Zeit. Alles wirkte sehr organisiert und unser „M“ sollte um 10.15 an Land gehen. Gegen 9.30 sind wir also runter und warteten auf unseren Aufruf. Für uns hieß der Tag auf Kabinenwechsel, und dementsprechend waren wir früher unten. 10.15, 10.30 nichts passierte. Doch dann kam endlich Leben ins Schiff und die ersten Buchstaben wurden aufgerufen E-F-G. Nun dachten wir geht es schnell. Doch um 11.30 hatte sich noch immer nichts getan. Keine Durchsage, lange Gesichter und niemand konnte uns helfen. Mit einem Kind ist warten total schlimm. Wir konnten nicht weg, da wir in der Nähe der Fahrstühle warten wollte, um auch einen zu bekommen und immer die gleiche Position ist nicht für ein 2jähriges Kind. Irgendwann hatten wir die Nase voll, und sind einfach runter gefahren, und siehe da, wir konnten uns einreihen. Eine andere aufgebrachte Mutter fragte dann auch nach. Doch von Costa kam nur der Hinweis. Kann Verzögerungen geben, steht auf dem Zettel. Nicht mal die Urlauber mit Tour waren an Land. Nichts lief und wir bekamen einfach keine Info. Ist es denn so schlimm, eine Durchsage zu machen. Der Anleger ist nicht frei, das Boot kaputt oder ähnliches. Mag sein, dass wir Deutschen einen höheren Anspruch haben, aber wir waren alle genervt. Um 12.00 waren wir endlich in Stockholm und sind dann nur etwas durch die Stadt gelaufen. Ich habe mir eine Handtasche gekauft und Jack bekam noch eine schöne Hose und ein Shirt, denn die Auswahl bei H&M ist einfach gigantisch. Zum Abschluss gab es noch ein Eis und dann ging es in Richtung Fortuna, denn nach der Pleite am Morgen hatten wir Angst, dass es mit der Rückfahrt genauso schief geht. Gegen 15.00 waren wir wieder an Bord. An diesem Tag hörte man überall negative Stimmen, nicht nur in deutsch, sondern auch englisch. Die anderen Sprachen konnte ich ja nicht verstehen. ;) Selbst die Reiseleitung bei einigen Ausflügen war total genervt, weil Costa einfach nichts mitgeteilt hat und alle im Dunkeln ließ.
Für Tallinn hatten wir eine City-Tour gebucht bekommen. Diese sollte gegen 9.00 losgehen, 3,5 Stunden gehen und um 13.30 sollten wir schon wieder an Bord sein. Da es in Tallinn jedoch schöne Märkte geben soll und viele Schweden extra wegen dieser Märkte nach Tallinn reisen, haben wir die Tour für uns ausfallen lassen. Schon im Hafen gibt es einen Lebensmittelmarkt, wo man zum Beispiel eine Dose Monster-Energy für 1,20€ bekommt oder eine Dose Lipton Eistee 0,49€ kostet. Es ist also deutlich günstiger, kann aber auch teurer sein, wie bei Babynahrung. Hier kostete ein Obstquetschi statt 0,89€ plötzlich 1,39€. Hinzukommt ein Modemarkt, wo man Taschen, Kleidung und Parfüms bekommen kann. Alles natürlich nicht Original, aber das ist dem Kunden ja klar. Gleich im ersten Laden fanden wir eine tolle Jacke, die 33€ kosten sollte. Wie bei einem Basar begannen wir zu feilschen, doch 30€ war der letzte Preis, als wir es mit 20€ versuchten, wurden wir sogar unfreundlich heraus gebeten. Da alle Läden ähnliches anboten und fast alles gleiche Preise hatte, sind wir dann in die Stadt.Allerdings hatte es uns ein Pullover für Jack angetan und begleitete uns gedanklich. Schöne alte Häuser, ein super günstiger Mc Donalds, tolle Blumenläden und ein paar finstere Gestalten später waren wir dann auch auf den Rückweg. Dort haben wir uns dann doch entschieden, den Pullover von Harley Davidson für Jack zu holen. Im ersten Laden fanden wir ihn dann auch gleich, doch statt der vorher 20€, wollte die Dame 23€ und mit Rabatt 22€. Als wir ihr sagte, dass er am anderen Ende nur 20€ kostet und wir dahin gehen, rief sie ihren Chef an und bekam das Okay ihn auch für 20€ zu verkaufen. Ich habe mir auch noch eine Tasche gegönnt und ein Shirt für meinen Großen. Danach ging es gegen 13.00 zurück aufs Schiff.
In St. Petersburg konnten wir nicht alleine die Stadt erkunden, denn ohne Visum dürfen wir nicht an Land. Ist der Urlaub länger geplant, kann man sich eins besorgen. Bei uns ist es aber zu kurzfristig gewesen. Costa hatte hier jedoch auch einen Ausflug gebucht. 119€ pro Person und der Ausflug ging 8,5 Stunden. Um 8.30 ging es los und zurück war die Gruppe gegen 18.20. Obwohl ich gerne an Land gegangen wäre, hatte ich das Gefühl, dass es mit einem 2jährigen nichts als Stress wäre. Wir haben noch versucht zu tauschen und eine 3,5 Stunden Tour nehmen, aber da hat Costa gleich gesagt, dass ist nicht möglich. Angeblich sei alles ausgebucht, aber andere bekamen die Möglichkeit, wenn sie verschlafen hatten, auf eine andere Tour zu wechseln. Ich fand es schade, und so blieb ich an Bord. Am Ende war mein Mann froh, dass er mit dem Großen alleine unterwegs war. Alle paar Meter hielt der Bus, aussteigen, Foto machen, einsteigen und ein paar Meter fahren. Alles Wichtige wurde dabei bedacht. Ermitage, das Fußballstadion, Kirchen und vieles mehr. Mit einem Kind wäre das Horror. Hier hätte ich mich echt riesig gefreut, wenn wir das hätten tauschen können.
'''o0o Die Kinderbetreuung o0o'''
Für mich einer der wichtigsten Aspekte, denn wir waren eine der wenigen Familien mit Kindern, die Costa zum Testen eingeladen hatte. Leider hat sich Costa hier wohl ein Eigentor geschossen. Vielleicht nehmen sie es als konstruktive Kritik, aber ich bin maßlos enttäuscht. Fange ich mit meinem Großen an. Wie ihr wisst, ist mein Stiefsohn 10 und für ihn wäre sogar eine Betreuung möglich gewesen. Es gibt verschiedene Betreuungsstufen und er wäre in den Bereich 7-11 gefallen. Das Angebot reichte von Basteln bis zur Nutella-Party. Dafür ist er jedoch eindeutig zu groß. Das Angebot der größeren Gruppe, ab 12 hingegen bot Tischtennis, Kickertuniere und ähnliches an. Er ist im Tischtennis-Verein, hat selbst einen Tischkicker, spielt Fußball, aber da durfte er natürlich nicht teilnehmen. Die Unterteilung ist fest und dementsprechend war es für ihn eher langweilig. Durch das Einklemmen in der Balkon-Tür war der Pool für ihn eher ein Feind und so blieb viel Zeit mit dem DS. Aber okay in dem Alter kann er sich auch allein beschäftigen und das wäre nicht weiter tragisch gewesen. Nun aber zu Jack und dem „No Go“. Ich hatte mich vorab informiert und Kinder bis 3 sind von der Betreuung ausgeschlossen. Wickeln, Kinder können nicht reden – ich konnte es verstehen. Allerdings gibt es auf der AIDA zum Beispiel trotzdem einen Babysitter und Betreuungsmöglichkeiten. Da ich meinen Sohn gerne um mich habe, wäre das auch egal gewesen. Allerdings dürfen Kinder bis 3 auch nur in der Nebensaison und zu bestimmten Zeiten in den Kinderbereich, wo sie dann Spielmöglichkeiten hätten. Im Grunde gibt es für die ganz kleinen Kinder nur einen Bereich an Deck, wo sie nach Herzenslust toben können. Dort steht eine Kletterburg mit Rutsche und ein Babypool. Ich sage nur pralle Sonne, Wassertemperatur schätze ich auf 20Grad und dazu noch Wind. Einen Tag war der Pool gesperrt und einen Tag war er sogar kaputt. An Seetagen war es einfach zu windig und zu kalt, sodass Jack nur zweimal plantschen konnte. Ich glaube sogar, dass der Pool abgefärbt hat, denn sowohl Jack, als auch ich hatten verschiedene blaue Flecken, die nach der Pool-Farbe aussahen an Knien, Fingern und Co. Das Klettergerüst war jedoch toll. Jack hat darauf so manche Stunde verbracht. Schade war nur, dass hier schon einige Schrauben lose waren und Teile fehlten. Am ersten Seetag sind wir deshalb morgens um 10.00 zum Squak Club und wollten anfragen, ob Jack mit den Bauklötzen, die wir im Fenster gesehen hatten, spielen könnte. Wir wurden gleich wieder weggeschickt, denn das sei nur an Landtagen möglich. Ich schätze 30 Kinder waren im Club angemeldet und ich konnte es auch verstehen. Es stand schließlich in der Beschreibung und das wissen Familien ja auch rechtzeitig. Also hieß es spazieren gehen oder im Zimmer mit den Autos beschäftigen. In St. Petersburg bin ich jedoch an Bord geblieben, da der Ausflug einfach zu lang war. An Landtagen sollte ich ja dürfen, uns so bin ich gleich um 9.00 hin. Von der Betreuerin wurde ich erst einmal lieb begrüßt und als ich fragte, ob ich rein könnte um mit Jack zu spielen, hieß es 20 Minuten, länger nicht. Irgendwie kam ich mir doch leicht verkohlt vor. Es gab einige Kinder unter 3 an Bord, und man könnte zumindest eine Spielecke bereitstellen, wo Eltern mit ihren Kindern spielen können. Von mir aus auch abgeschlossen, sodass man wirklich nur mit Kindern in diesem Alter hineinkommt. Für Kinder in dem Alter ist es nämlich total langweilig an Bord. Hinzukommt, dass das Spielzeug im Squak-Club mehr kaputt als heil war. Es lagen drei Lernbretter dort und alle drei waren kaputt, drei Küchen und auch hier waren alle mehr oder weniger kaputt. Ansonsten gab es viel Spielzeug auch für Kinder zwischen 1-3, aber eben nicht die Möglichkeit es zu nutzen. Gerade da wir gesagt bekamen, dass wir an Landtagen gerne rein könnten, war ich doch extrem wütend, denn in St. Petersburg war ich ans Schiff gebunden und bin 5 Stunden über die verschiedenen Decks gelaufen, damit mein Zwerg sich nicht allzu langweilt. Er war nämlich ebenfalls sehr enttäuscht, denn in den 20 Minuten im Club hatte er schon einige Freunde gefunden, mit denen er gespielt hatte. Es gab kein Geschreie und er hat den Kindern nichts weggenommen, da hätte man auch eine Ausnahme machen können. Als ich das meinem Mann erzählt habe und auch anderen Gästen, waren diese doch eher schockiert, dass Kinder hinaus gebeten werden, nur weil sie nicht in die Altersgruppe passen. Wenn man Kinder in den Alter an Bord nimmt, sollte zumindest auch für die jüngeren eine kleine Möglichkeit direkt im Inneren geboten werden. Wir hatten Glück mit dem Wetter, aber was ist bei Regen?
'''o0o Die Costa Währung und was alles so kostet o0o'''
Um auf der Costa etwas bezahlen zu können, muss man die Costa Karte aufladen. Entweder kann man dies mit Bargeld machen. 150€ pro Person sind Pflicht. Alternativ kann eine Kreditkarte hinterlegt werden. Das Limit sollte aber recht hoch sein, denn alles wird abgerechnet, und ist nicht genügend Bargeld oder Limit hinterlegt, wird die Costa Karte erst einmal gesperrt. Glücklicherweise haben wir uns nicht für die 150€ in bar entschieden, sondern uns extra für den Urlaub eine Kreditkarte zugelegt. Die Karte wird zum Bezahlen der Getränke genutzt, aber auch in den Shops. Die Shops haben alles, was man haben möchte. Zigaretten, Kleidung, Schmuck, Lebensmittel und vieles mehr. Alles ist jedoch überteuert. Zum Beispiel waren die Süßwaren nicht alle etikettiert und so haben wir für eine Dose Pringels 5,99€ bezahlt, die im Übrigen schon recht alt geschmeckt haben. Tampons, die jedoch total lang und komisch waren, gab es für 7,99€. Schuhe habe ich dort für 49,90€ entdeckt, die es im Internet jedoch schon für 29€ gibt, neu und bei vielen Händlern. Aber nun gut, man muss ja nichts kaufen, und im Urlaub kann man sich auch was gönnen.
Am letzten Tag gibt es in der Nacht eine Abrechnung, und am nächsten Morgen zwischen 6.30 und 7.30 kann gegen diese Abrechnung Einspruch eingelegt werden. Ich kann nur sagen, kontrolliert alles, denn die Schlange von wütenden Leuten sprach für sich. Obwohl wir die dritte Testgruppe auf dieser Route waren, haben es die Mitarbeiter noch immer nicht hinbekommen. Einer anderen Testerin wurde die Karte gesperrt, und uns wurden über 700€ belastet, denn die Ausflüge sollten wir selbst bezahlen. Angeblich würde Costa das zwar nicht abbuchen, aber wer will schon mit einer Rechnung von 700€ von Bord gehen, wenn man nicht mal weiß, ob es nicht doch abgebucht wird. Nach 30 Minuten wurde uns sogar unterstellt, dass wir die Ausflüge, die von Costa für die Tester und Begleitpersonen gebucht wurden, sogar aufgestockt haben. Angeblich seien nur wir Tester und eine Begleitperson inklusive gewesen, für die Kinder hätten wir selbst an der Touristeninformation die Karten gebucht. Die Unterschrift oder den Auftrag hätten wir gerne gesehen, aber glücklicherweise kam eine andere Testerin, die übrigens alles in Rechnung gestellt bekommen hat (Club-Restaurant, Massage und Ausflüge), und sie hatte ein Schreiben von Costa wo wortwörtlich Begleitpersonen stand, und erst danach haben wir eine überarbeitete Rechnung mit dem korrekten Betrag erhalten. Abgebucht wurden jedoch bei uns die 700€ und leider dauerte es sehr lange, bis Costa endlich reagierte und uns den Fehlbetrag von 570€ erstattet hat. Trotz Telefonat und Emails mit der Hamburger Niederlassung hat es die Rechnungsabteilung in Italien nicht sofort hinbekommen. Komischerweise sogar erst nachdem "Freundin" auch noch einmal nachhakte. Dementsprechend sind wir hier doch etwas enttäuscht.
'''o0o Costa Ade o0o'''
Am Letzten Abend gab es noch ein Gala Essen, das zweite an Bord, welches übrigens mit Kerzen, einem speziellen Dessert und Sekt beendet wurde. Danach gab es für uns noch einen Cocktail und dann hieß es Koffer packen. Bis 1.00 mussten diese vor die Tür gestellt werden. Dafür gab es spezielle Anhänger in verschiedenen Farben und je nach Farbe war die Ausschiffungszeit. Für uns war das natürlich wieder toll, denn das Babybett konnten wir schlecht hinausstellen, aber fürs Handgepäck auch zu unhandlich. Glücklicherweise wurde hier eine Ausnahme gemacht und unser Steward brachte es auch am Morgen nach unten. Am Morgen hieß es früh aufstehen, wegen der Abrechnung und dann mussten wir schon um 8.00 die Kabine verlassen haben. Wir hatten Glück und pünktlich um 10.00 begann unsere Ausschiffung. Andere hatten spätere Zeiten und wurden erst gegen 11.00 aufgerufen. Zwei oder drei Stunden muss man nun herumschlagen und mit einem Kind ist wieder die Frage, wie beschäftige ich es, denn herumlaufen kann man nicht die ganze Zeit und manchmal beginnt die Ausschiffung auch schon eher, wie uns von Dauergästen gesagt wurde. Was ist, wenn das Kind kleckert, was ist wenn man es wickeln muss und vieles mehr. Auch fand ich es schade, dass genau zu der Zeit, wo wir uns in der Bar zur Ausschiffung bereit halten sollten, die Toiletten dort geputzt wurden. Eigentlich hatte ich immer das Problem, dass ich auf ein solches Schild traf, wenn ich mal wirklich dringend abseits des Zimmers auf Klo musste. Aber das zeigt zumindest, dass alles sehr sauber ist.
'''o0o Unser Costa Fazit o0o'''
Als ich gehört habe, dass wir ausgewählt wurde, und alle anderen Tester so begeistert waren von ihren Mittelmeer-Reisen und auch von dieser Route, war die Freude riesig. Ich hoffte von ganzem Herzen, dass mein Mann genauso viel Freude haben würde und das er am Ende auch Lust hat, eine weitere Kreuzfahrt zu machen. Ich liebe das Meer und das ist am Ende der Kreuzfahrt noch deutlich gestiegen. Ich möchte es aber auch fair bewerten und zwar nicht mit dem Tester-Bonus, sondern als hätte ich alles selbst gezahlt. Meine beiden Kids sind trotz kleiner Probleme und Ärgernisse begeistert. Mein Großer hatte sogar gesagt, wenn ich mal wieder eine gewinne, würde er sich sogar adoptieren lassen, damit ich mit ihm auch alleine in den Urlaub fahren kann. Jack fand es auf seine Art und Weise aufregen. Mein Mann hingegen ist einfach der Meinung, dass er wenn jemals wieder Kreuzfahrt, dann ohne Kinder und nur noch in warmen Gewässern und wahrscheinlich würde er dann gerne mal AIDA ausprobieren. Ich selbst, weiß nicht wie ich diese tolle Ermöglichung bewerten soll. Auf der einen Seite stimme ich meinem Mann zu, denn Mittelmeer und ohne Kinder wäre wirklich Erholung und eigentlich hat mir die Kreuzfahrt sehr gut gefallen. Ich würde theoretisch gerne wieder eine machen. Aber auf der anderen Seite war ich von dieser Costa Reise doch teilweise arg enttäuscht. Diese italienische Gleichgültigkeit, wie in Stockholm, fand ich einfach nur mega enttäuschend, genauso wie der Rauswurf aus dem Kinderparadies. Auch wenn man weiß, dass man nicht immer ins Squak-Land kann, war ich von den Möglichkeiten für jüngere Kinder wirklich enttäuscht. Kaputtes Spielzeug und ein Pool in der prallen Sonne und nicht mal warm, war auch schade. Selbst in einem Freibad ist das Wasser für Kleinkinder richtig eklig warm. Und auch der Ärger mit der Abrechnung hat keinen schönen Eindruck hinterlassen. In meinen Augen sollte Costa versuchen, auch etwas mehr die jüngere Generation anzusprechen. Familien sollten Costa wirklich eher nutzen, wenn die Kinder schon 3 oder älter sind. Doch dann ist die Unterhaltung geboten und es wird ein entspannter Urlaub. Kleinigkeiten, wie eben Informationen wären schon schöner gewesen, aber die schönen Momente sorgen dafür, dass man die negativen Momente vergisst. Da ich jedoch aus Familien-Kind-Sicht berichte und ich vieles leider nicht so günstig gelöst fand und für mich der Urlaub Stress Pur war, bekommt Costa nur drei Sterne.
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9 Bewertungen, 4 Kommentare
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11.11.2013, 11:48 Uhr von Little-Peach
Bewertung: besonders wertvollBW :))
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10.11.2013, 16:58 Uhr von eno011
Bewertung: besonders wertvollLiebe Grüße
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10.11.2013, 14:44 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
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10.11.2013, 14:38 Uhr von Besserfueruns
Bewertung: sehr hilfreichVielen Dank für Deinen super ausführlichen Bericht! Ich hatte mich auch als Botschafter beworben und war danach auch äußerst interessiert an Kreuzfahrten. Wobei sich meine Bedenken bzgl. Kinderunterhaltung und Alter der Zielpersonen mit deinem Bericht decken! viele Dank, sehr hilfreich! Liebe Grüße, Alex
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