Prinzessin Mononoke (DVD) Testbericht

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Prinzessin-mononoke-dvd-zeichentrickfilm
ab 12,70
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Erfahrungsbericht von Michuri

Das Mädchen, das bei den Wölfen lebt

Pro:

Alles

Kontra:

Nichts

Empfehlung:

Ja

Klar, an Heilig Abend bleibt der Fernseher eigentlich aus. Es sei denn, zur Feier des Tages läuft der beste Zeichentrick aller Zeiten. Das mindeste, was man dann tun kann, ist eine Kasette in den Rekorder zu schieben und den Film aufzunehmen.
Die Fernsehpremiere auf RTL am 24.Dezember.2003 brachte Prinzessin Mononoke die meisten Zuschauer. Im Kino war der Film zum ersten Mal ab dem 19.April.2001 zu sehen, doch es gab nur 35 Kopien Deutschlandweit - und die fanden meistens in relativ kleinen Kinos statt. So kam der wunderbare Anime also gar nicht richtig zum Zuge.
~~~INFOS~~~
Drehbuch: Hayao Myazaki
Musik: Joe Hisaishi
Laufzeit: ca 127 Minuten
Studio: Ghibli

Was bedeutet MONONOKE?
Wer zum ersten Mal von dem Film hört, hat wahrscheinlich wenig Ahnung über das Wort Mononoke (wie ich auch;-) und auch während dem Film wird der Name nich geklärt. Schlicht und einfach übersetzt würde es Geist oder Seele bedeuten. Im Film steht der Name jedoch eher für rachsüchtiges/menschenhassendes Monster.

~~~Story~~~
Die Geschichte spielt etwa im 15 Jahrhundert in Japan. Das Land ist von weiten Wäldern bedeckt und dort leben in Tieren die Geister von Göttern oder auch Dämonen, die die Menschensprache beherrschen.
Ashitaka ist ein junger Prinz vom Volk der Emishi (ein Volk von Kriegern die sich vom Kaiser unabhängig machen wollten, aber besiegt und verjagt wurden). Er lebt zusammen mit seinem Reittier Yakkul in einem kleinen Dorf. Eines Tages wird dieses plötzlich von einem riesgen Monster angegriffen, das aussieht als wäre es von unzähligen schwarzen Würmern bedeckt. Ashitaka kann es im Zweikampf töten, wird jedoch von ihm am Arm berührt - und das ist sein Todesurteil. Denn der Dämon war der großer Keilergott Nago, der durch den Schuss einer Eisenkugel vom Hass zerfressen wurde. Die Seherin empfiehlt Ashitaka nach Westen zu ziehen, wo der Dämon herkam. Also zieht er mit Yakkul zusammen los. In einem fremden Dorf trifft er den Wandermönch Jiko, der ihm vom Sishigami (die Originalnamen werden in der deutschen Version leider nicht erwähnt), dem Waldgott in Hirschgestalt erzählt. Ashitaka reist weiter und hofft, dass der Waldgott ihm helfen wird
An einem Fluss findet er zwei schwerverletzte Männer und auf der anderen Seite entdeckt er plötzlich eine riesige weiße Wölfin mit Schußverletzung. Zwei kleinere Wölfe tauchen auf und einer trägt ein Mädchen auf dem Rücken. Das Mädchen reinigt die Wunde der Wölfin mit dem Mund. Zwar bemerkt sie Ashitaka, doch dann verschwindet sie wieder. Ashitaka bringt die Männer zurück zu ihrer Heimat, einer riesigen Eisenhütte. Dort herrscht Lady Eboshi. Sie ist eine knallharte Geschäftsfrau, jedoch auch sehr gütig. Sie kauft viele Frauen aus den Bordellen frei und kümmert sich um Aussetzige. Ihr Plan ist es, den Waldgott und alle anderen Götter zu töten, den Wald zu roden und das Land in ein blühendes Paradies zu verwandeln. Sie gibt zu, dass sie Nago getötet hatte und ihm seinen Wald gestohle hat, zeigt jedoch wenig Reue. Ashitaka will sich gerade wieder auf den Weg machen (sehr zum Leid der Frauen), als die Wolfsprinzessin angreift. Er erkennt das Mädchen vom Fluss, auch wenn sie jetzt eine Maske trägt. Sie kämpft sich eindrucksvoll durch das Dorf und greift schließlich Eboshi an. Ashitaka spürt durch den Hass, denn die beiden Kämpferinnen ausstrahlen seine Wunde wieder. Er geht zwischen sie und das Mädchen verbeisst sich in seinem Arm, bis plötzlich schlangenartige Fäden aus ihm aufsteigen. Wütend zeigt Ashitaka den Anwesenden, was der Hass alles anrichtgen kann. Eboshi verspotte ihm und da schlägt Ashitaka beide Kämpferinnen bewusstlos. Zusammen mit Mononoke auf dem Rücken will er gerade die Dorfbewohner verlassen, da schießt eine der Frauen aus Rach auf ihn, doch trotzdem geht er weiter. Draussen warten die beiden Wölfe. Ashitaka nimmt das Mädchen mit auf Yakkul, doch plötzlich spürt er den Schmerz der Schußwunde und fällt herunter. Die Wölfe stürzen sich auf ihn, doch San, das Mädchen, befiehlt ihnen aufzuhören. Sie ist wütend und fährt ihren Retter an, er hätte sie nich zurückhalten dürfen und am liebsten würde sie ihn töten, denn niemand kann sie daran hindern diese Frau eines Tages umzubringen. Als Ashitaka ihr sagt, dass er sie schön findet, ist San völlig aus dem Konzept. Sie sagt ihren beiden Wolfsbrüdern, sie sollen schon nach Hause gehen. San bringt Ashitaka zur Insel des Waldgottes. Als Ashitaka am nächsten Morgen aufwacht, ist seine Schußwunde vom Waldgott geheilt, doch Nagos Fluch ist noch immer da. San taucht auf und gibt ihm von Mund zu Mund etwas zu essen, weil Ashitaka zu schwach zum kauen ist. Dann kommen die Riesenwölfin mit den beiden andern und eine Horde Wildschweine taucht auf. Aus dem folgenden Gespräche entnimmt Ashitaka, das die Wölfin die große Wolfsgöttin Moro(orig. Moro no Kimi) ist und San wie ihre Tochter großgezogen hat. Moro erklärt, sie würde auch bald sterben, denn sie sei ebenfalls wie Nago verwundet. Ashitaka fragt den Wilschweingott Okotu (orig. Okkotonushi), was er gegen Nagos Fluch tun könne, doch der blinde Gott weiß keinen Rat. Währenddessen trifft sich Jiko mit einigen Jäger bei Eboshi. Er hat den Auftrag, dem Kaiser den Kopf des Waldgottes zu bringen und Eboshi soll dabei helfen. Die Wildschweine bereiten sich damit auf eine Gegenschlacht vor und San steht ihnen mit ihren Brüdern bei. Ashitaka, der Friede zwischen Mensch und Natur will, versucht verzweifelt ihnen zu vermitteln. Doch dann wird auch noch der verwundete Okotu zum Dämon. Rote Würmern steigen aus seinem Körper und San bleibt in ihnen hängen. Währenddessen wollen die Jäger den Waldgott fangen und töten und Moro bereitett sich schon auf ihren Tod vor. Wie das alles ausgeht? Dazu müsst ihr euch den Film selbst anschauen, denn es wird noch sehr spannend (und traurig).
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Meine Meinung:
Für mich ist das wirklich der schönste Zeichentrickfilm von allen! Wunderschöne Bilder von der Natur sind zu sehen und im ganzen steckt auch die Botschaft, wie sehr die Menschen unseren Planeten langsam aber sich zerstören. Der Film ist erst ab zwölf, aber ich würde sagen ab 14. Denn man sieht des öfteren abgetrennte Gliedmaßen und jede Menge Blut. Die Dämonen sind auch nicht ohne und könnten Jüngeren Angst machen.
Wie San zu den Wölfen kam ist auch ziemlich traurig, man erfährt darüber als Moro nachts zu Ashitaka sagt, San würde mit den Wölfen sterben. Ashitaka meint, das Moro so etwas nicht zulassen dürfe, weil San schließlich ein Mensch sei, worauf Moro sagt \"Schweig, Junge! Vergiss nicht, du sprichst mit einer Göttin! Ihre Menscheneltern, die meinen Wald besudelten, sind vor mir geflohen und haben mir ihr Kind vor die Füße geworfen! Ich habe sie aufgezogen. Und nun ist meine arme, hässliche, schöne Tochter weder Wolf noch Mensch. Was kannst du schon für sie tun?\"
Allerdings weicht die deutsche Synchronisation ziemlich stark von der Englisch und Japanischen ab. So gibt es anfangs ein Mädchen namens Kaya, das im deutschen Ashitakas Freundin ist und im englischen seine Schwester.
Insgesamt kann ich den Film wirklich jedem empfehlen. Die Geschichte ist mitreißend, spannend und voller Gefühle.

19 Bewertungen, 2 Kommentare

  • melle7484

    20.11.2004, 21:22 Uhr von melle7484
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mein Freund hat mir den empfohlen, ich kenne den noch nicht. Guter Bericht! Gruß Melle

  • anonym

    07.11.2004, 17:36 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi, vielleicht solltest Du Absätze machen im Inhalt, ist sonst nur schwer zu lesen ... Dennoch sehr nützlich ... Gruß, Sven (Zoobremia)