Austin Powers in Goldständer (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von R.D.L.A.

Musste das wirklich sein?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Warum gibt es einen dritten Teil? Das war so ziemlich die erste Frage, die mir durch den Kops ging, als ich von einem dritten Austin Powers Streifen hörte. Denn die ersten beiden waren im nüchternen Zustand kaum zu ertragen gewesen. Und ob das in einem weiteren Film anders sein würde, wagte ich doch arg zu bezweifeln. Und ich mußte feststellen, dass ich mit meiner Vorverurteilung nocht ganz unrecht hatte. Doch erstmal ein paar Worte zum Inhalt.

Austin Powers wird von der Queen wegen seiner Verdienste zum Ritter geschlagen. Als er sich seinem Vater zuwenden muß, ist dieser jedoch nicht anwesend. Von seinem Chef erfährt Powers, dass ein Vater entführt wurde. Um herauszufinden, wer dahinter steckt, wendet sich Powers an seinen größten Wiedersacher Dr. Evil, der im Gefängnis sitzt. Dr. Evil offenbart Powers, dass sein Vater von einem holländischen Schurken, Goldständer, ins Jahr 1975 entführt wurde. Austin macht sich auf den weg um seinen Vater zu retten. Doch Goldständer ist schneller und entflieht mit Nigel Powers wieder in die Gegenwart. Zur Unterstützung wird Austin von Foxxy Cleopatra in die Gegenwart begleitet. Dort kämpfen sie gemeinsam gegen Goldständer und Dr. Evil, der seinerseits aus dem Gefängnis geflohen ist.

Was sich so vielleicht noch als verrückte, aber annehmbare Austin Powers Story anhört, ist im Grunde ein äusserst zerfahrene uns zusammengeschusterte Geschichte. Ständig kommt es zu brüchen in der Story und vieles wird im Laufe des Films auf den Kopf gestellt. Aber diese Pseudostory soll im Grunde nur dazu dienen, dass Mike Myers die Möglichkeit für seine One Man Show bekommt. Besonders störend war die Storyline um Austins Vater und deren Probleme. daraus hätte man einiges mehr machen können.

Und so ist Mike Myesr nicht nur Produzent und für das Drehbuch mitverantwortlich. Er spielt auch die wichtigsten Rollen in dem Stück. Hat er bereits im zweiten teil neben Austin Powers auch schon Dr. Evil und Fat Batsard gespielt, kommt in diesem Streifen des Goldständer zu. Allesamt sind, wie es sich für Myers gehört, reine Blödelfiguren. Dabei kommt es nicht auf irgendwelche schauspielerische Fähigkeiten an, sondern nur darauf, den Zuschauer zum Lachen zu bringen. Während dies in Austin Powers 1 und 2 vielleicht noch annähernd in Ordnung war, so sind seine gespielten Charaktere einfach nur noch berechenbar und langweilig. Myers überzeugte mich in diesem Teil überhaupt nicht mehr. Dies gelang eigentlich keinem Schauspieler.
Beyonce Knowles, Sängerin bei Destinys Child, in ihrer ersten Filmrolle, war scheinbar auch nur dazu da, um gut auszusehen. Das gelingt ihr zwar, aber mehr hatte sie keiensfalls zu bieten. Das mag auch daran liegen, dass die gesamte Aufmerksamkeit auf Miek Myers lag. Von daher lässt sich ihre Leistung nicht wirklich einordnen.
Gleiches gilt für die bereits aus den ersten Teilen bekannten Seth Greene, Robert Wagner und Verne Troyer, ebenso wie für den in diesem Teilneu hinzugekommenen Michael Cane, der Nigel Powers spielt.
Schauspielerisch ein Film den man ganz gut vergessen kann.

Trotzdem gelingt es an einigen Stellen, wenigsten etwas humorvoll zu sein. So sind doch einige Parodien ganz gut gelungen, z.B. die Hip Hop Szene im Gefängnis fand ich persönlich recht gut gelungen. Diese Musicalsequenzen mögen zwar ganz gut gewesen sein, störten aber zum einen den Fluß des Films und hatten ebenso den nachgeschmack, dass sie einfach nur im Film waren, um Zeit zu schinden. Denn zu Beginn gibt es einige solcher Musikaleinlagen, die jedoch irgendwann abrupt aufhören. Das würde ich schon als Bruch im Erzählstil deuten.
Ein weiterer positiver Aspekt war, dass Myers doch einige Hollywoodgrößen als Gaststars für äusserst kurze Szenen gewinnen konnte. So haben Tom Cruise, Gwyneth Paltrow, Kevin Spacey, Danny DeVito und Steven Spielbergh einen kurzen Cameoauftritt, der zumindest Myers Stellung in Hollywood aufzeigen dürfte.

Wie gewohnt bei Austin Powers ist alles sehr Frabenfroh gestaltet. Dies mag für die ersten Teile noch ganz annehmbar gewesen sein, scheint hier jedoch zur Routine zu verkommen. Gerade die Gestaltung der 70er Jahre fand ich sehr dürftig. Da haben mit die 60er im zweiten Teil doch um einiges besser gefallen.
Einige interessante neue Dinge gab es trotzdem. dazu zähle ich mal Dr. Evils neues Hauptquartier, ein U-Boot, das genau seinem Aussehen entspricht. Während Austin bisher nur ein farbenfrohs Heim hatte, besitzt er nun auch ein knallbuntes Flugzeug, wobei dies doch schon wieder arg übertrieben wirkte. Doch das sollte wohl auch der gesamte Film sein.

In einem weiteren Punkt wurde jedoch ähnlich übertrieben und zwar was die Veräppelung anderer Filme angeht. War es zunächst mehr oder weniger nur James Bond, der in Austin Powers parodiert wurde, waren diesmal einige Filme mehr die dran glauben mußten. Dies wirkte jedoch an vielen Stellen aufgesetzt und kam einer Parodie nicht im geringsten nahe. Vielmehr minderte es die soweiso schon sehr niedrige Qualität des Films.
Für diese Qualität ist auch die Qualität, einiger Witze verantwortlich. So driftet man bei Austin powers, wie zu erwarten, viel zu oft zu Fäkalhumor ab, ohne den Witzen oder Parodien auch nur einen Anflug von Tiefe zu geben.

Insgesamt ist Austin Powers 3 viel zu sehr mit nebensächlichen Dingen beschäftigt. Besser wäre es gewesen sich auf einen oder zwei Punkte zu konzentrieren und diese dann auch richtig durchzuziehen. So wirkte der Film wie ein großer Haufen von Ansätzen, von denen kaum einer richtig behandelt wurde.
So hat der Film zwar einige durchaus witzige Szenen, doch sind diese nicht durchschlagend genug, um den Film zu retten.
Mike Myers ist kaum in der Lage den Film die komplette Zeit hindurch auf fahrt zu halten und die anderen Schauspieler haben ebenfalls keine Chance Akzente zu stezten. Dazu kommt eine extrem flache und schlechte Story, die man auch nicht als Parodie durchgehen lassen kann.

Insgesamt reicht es gerade mal zu 3 von 10 Punkten. Empfehlen kann man den Film auch nur Leuten, die schon Teil 1 und 2 gut fanden. Diese werden wohl auf ihre Kosten kommen. Allen anspruchsvollen Kinogängern kann ich von Austin Powers 3 nur abraten.

Dieser Bericht wurde zuerst bei ciao.com unter dem Namen RDLA veröffentlicht.

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