Erfahrungsbericht von Realjackass
Wieviel Blut hat dieser Jesus eigentlich?
Pro:
Schauspieler, interessantes Thema, Musik, Sprache, in der gesprochen wird
Kontra:
Übertrieben brutal, dadurch nervend
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Leser und herzlich willkommen zu meinem neuen Bericht, den ich nun endlich, endlich nach zweitägigem Hüttenaufenthalt zu schreiben beginnen kann. Es geht hier und heute um Mel Gibson´s kontroverses Drama \"Die Passion Christi\", welches die letzten Stunden im Leben Jesu zeigt. Der Film soll angeblich dermaßen brutale Szenen beinhalten, dass sogar eine Frau vor Schreck im Kino starb, als sie diesen Film sah. Ich, der ich mich offen als Fan von blutigen Horrorfilmen bekenne, werde also mal genauer auf die Gewalt in \"Die Passion Christi\" eingehen, was aber natürlich nicht heißt, dass der dramatische Aspekt und auch alles restliche unbesprochen bleiben wird. Viel Spaß beim Lesen.
Story
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Wie oben schon erwähnt handelt dieser Film von den letzten, um genau zu sein zwölf, Stunden Jesu´, seines Zeichens der Sohn Gottes. Alles beginnt im Garten Gethsemane, wo wir einen völlig verzweifelten und hilflosen Jesus sehen, dem nicht einmal seine Jünger richtigen Beistand leisten können. Auch die Gebete zu Gott werden scheinbar nicht erhört. Satan schaut dem Ganzen derweil erfreut zu.
In der Zwischenzeit sucht Judas, einer der Jünger Jesu´, den Hohepriester von Kajaphas auf, um gegen Bezahlung dessen geheimen Aufenthaltsort preiszugeben. Sofort werden Soldaten losgeschickt, die den \"Gotteslästerer\", wie Jesus genannt wird, festnehmen.
Von seinen Entführern wird Jesus sofort zu den Priestern gebracht, wo er als Gotteslästerer angeklagt wird. Da Jesus die Tat aber weder abstreitet noch zustimmt, schleppt man ihn zu dem Statthalter Pontius Pilatus, der aber keinen Grund sieht, Jesus zu foltern oder gar zu töten. Die aufgebrachte Menschenmenge aber will genau das, deswegen wird beschlossen, den Messias erst stundenlang zu geißeln und danach zu kreuzigen...
Schauspieler
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Der von Nebenrollen schon recht erfahrene Schauspieler James Caviezel hat hier mehr oder weniger das \"Glück\" den Heiland spielen zu dürfen; \"wow\" möchte man sagen, aber wenn man so Caviezel´s Schauspiel betrachtet, kann man sehr gut nachvollziehen, wieso genau er für diese Rolle auserwählt wurde: Er sieht Jesus mit seinen langen Haaren und seinem Bart zum Einen recht ähnlich (wobei es ja nicht klar ist, wie Jesus, vorausgesetzt er hat wirklich gelebt, ausgesehen hat); zum Anderen schafft er es sehr gut, das Leid und die Schmerzen die Jesus in seinen letzten Stunden peinigen, darzustellen. Anfangs spielt Caviezel den Sohn Gottes noch mehr oder weniger ruhig und gelassen, was vor allem für die Festnahme im Garten Gethsemane gilt, wo er sich absolut nicht zu Wehr setzt. Nein, fast schon möchte man sagen, ist es ihm egal. Dies ändert sich aber, als die Folter beginnt. Von dem Zeitpunkt sehen wir einen Mann, der jede einzelne Sekunde furchtbare Schmerzen erleiden muss und dessen Willen anscheinend total gebrochen wird. Es ist schon sehr hart mit anzusehen, wie sich Jesus minutenlang in seinem eigenen Blut liegend windet. Auch hier nochmal ein dickes Lob an James Caviezel, einen Schauspieler den ich vor \"Die Passion Christi\" noch garnicht kannte und das, obwohl er schon in vielen bekannten Filmen mitspielte. Schande über mich!
Ihr werdet nun lachen, aber sehr viel mehr gibt es zu den Darstellern eigentlich garnicht zu sagen. Gut, vielleicht noch erwähnenswert ist Monica Bellucci, bekannt aus Filmen wie \"Pakt der Wölfe\", \"Irreversibel\" und außerdem den beiden Matrix-Fortsetzungen. Und auch in Mel Gibsons kontroversem Jesus-Gemetzel zeigt die junge und hübsche Frau mal wieder, dass sie nicht nur gut aussieht, sondern es auch versteht, Gestik und Mimik gekonnt einzusetzen. Zu sehen ist sie hier als Maria Magdalena, die zwar etwas zu kurz kommt, aber immer dann auch überzeugt, wenn sie eben zu sehen ist.
So, alle anderen Akteure verdienen meines Erachtens nach keiner tiefer greifenden Erwähnung, schließlich geht es in dem Film einzig und allein um Jesus, außerdem sticht auch keiner merklich hervor.
Daten zum Film
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Originaltitel: The Passion of the Christ
Alternativtitel: Pasja
Land: USA, Italien (2004)
Regie: Mel Gibson
Länge: ca. 121:16 Min
Freigabe: FSK 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die Deutsche DVD
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Der Deutsche, offizielle Silberling wird vertrieben von Highlight / Constantin und bietet leider so gut wie kein Bonusmaterial. Gut, ein recht interessantes Booklet, aber das war es dann auch schon. Dafür muss man aber zugeben, dass Bild und Ton super überzeugen, sowie keine Wünsche offen lassen.
Leute, die aber nicht auf Bonusmaterial verzichten wollen, sollten vielleicht mal auf Dezember diesen Jahres warten, da erscheint nämlich ein 2 DVD-Set mit reichlich Extras!
Kritik
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Es gibt zwei Arten von Filmen. Die stinknormalen, die man sich stinknormal ansieht und die man stinknormal bald wieder vergessen hat. Dann gibt es aber auch noch die Filme, die man nicht so schnell wieder aus dem Kopf bekommt und die teilweise auch heftige Diskussionen auslösen. Genau so ein Streifen ist auch Mel Gibsons Jesusdrama \"Die Passion Christi\". Es gibt wohl kaum jemand, der sich den Film angesehen hat, ohne danach angehitzt darüber zu diskutieren oder sich zumindest mal so seine Gedanken zu machen. Dem ganzen Getue entsprechend bin ich mit hohen Erwartungen an den Film ran, wurde aber leider ein bisschen enttäuscht..
Aber egal, bevor ich jetzt auf die Gewalt zu sprechen komme, möchte ich mich erstmal zu dem Vorwurf des Antisemitismus äußern, von dem das Machwerk nicht verschont blieb. Die Juden sollen mehr als eindeutig als Christusmörder präsentiert werden, weswegen hohe Tiere in der Religion vermutlich die Angst hegten, das gezeigte könne die Beziehung der Christen mit den Juden schaden. Blödsinn, wie ich finde. Immerhin ist ja Jesus auch Jüdisch, was auch sämtliche Jünger und sonstige Freunde des Messias betrifft. Es sind also nicht nur \"böse Juden\" zu sehen. Außerdem sind es nicht die Juden, die Jesus stundenlang geißeln, sondern die Römer. Was man an dieser Stelle vielleicht noch kurz hinzufügen sollte: Selbst Papst Johannes Paul der Zweite hat den Film gesehen und danach behauptet, alles würde darin genau so gezeigt werden, wie es war. Sowas sorgt natürlich nicht dafür, dass sich keiner den Film ansehen will, sondern das genaue Gegenteil!
Egal, kommen wir jetzt zu dem Punkt, wegen dem ich, um ganz ehrlich zu sein, so neugierig auf den Film war. Nein, nicht weil ich absolut jeden Streifen sehen muss, in dem Blut fließt, sondern einfach um mitreden zu können, um zu sehen, was denn nun dran ist, an dem ultra-grausamen Film, in dem stundenlang zu sehen ist, wie Jesus verblutet. Nun, wenn ihr mich nun fragen würdet, würde ich, und ich bin nach dieser Aussage von mir selbst überrascht, behaupten, dass der Film der Gewalt wegen so schlecht ist, wie er es schließlich und letztendlich der Fall ist. Sicherlich, eine Kreuzigung ist kein Zuckerschlecken, eine stundenlange Geißelung mit Peitschen erst recht nicht, ABER: Muss man das in jedem verdammten, nur möglichen Detail zeigen? Wenn ich in Nahaufnahme sehen will, wie einem Mann ein Nagel durch die Hand getrieben wird, sehe ich mir einen Splatterfilm von Lucio Fulci an und kein Drama, von dem ich mir eben mehr Dramatik erhofft hätte. Das Resultat des ganzen ist, dass die Kernaussage des Streifens von einer großen Schicht Blut überdeckt wird. Wir sehen Jesus, wie er winselnd am Boden liegt, während ihm Peitschen große Fleischbrocken aus dem Rücken reißen, Jesus, der die ganze Zeit über geschlagen, getreten & angespuckt wird.. Zwar ist das nicht langweilig, aber es soll wohl kaum der Sinn dieses Machwerks sein, die Voyuristischen Triebe des Zuschauers zu befriedigen, sondern ihn mit Fakten zu fesseln und ggf. zu \"erleuchten\". Damit will ich, wie schonmal erwähnt, nicht sagen, dass ich etwas gegen eine gehörige Portion Gewalt in Filmen habe, nur eben in Streifen, in denen Gewalt nicht hingehört, vermag sie hin und wieder zu nerven.
Was sich da schon interessanter gestaltet, sind die Szenen, in denen man \"Gottes Anwesenheit\" spürt. Entschuldigt bitte, das ist absolut blöd ausgedrückt, aber ich denke, ihr wisst was ich meine. Zum Schluß zum Beispiel, als die Erde zu Beben beginnt, am Anfang die Schlange, welche Satan darstellt, auftaucht usw.. Ich hätte mir viel mehr solcher Botschaften und mystischer Ereignisse gewünscht, als eine ständige Gewaltorgie..
Fazit
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Ich habe im Prinzip genau das bekommen, was ich erwartet, bzw. befürchtet habe: Einen Film, der nur von seinen Grausamkeiten lebt. Der Jesus, den wir sehen, könnte im Prinzip ein ganz normaler Typ von nebenan sein, bis auf eine Szene, in der der Messias einem Römer das Ohr heilt, kommt nichts \"übernatürliches\" vor, auch Gottes Anwesenheit ist eher selten zu spüren. Was mir sehr gut gefallen hat, war dass die ganze Zeit über in latein bzw. aramäisch gesprochen wird, weswegen man immer auf die Untertitel achten muss; so kommt das ganze recht authentisch rüber. Naja, um ein geeignetes Schlußwort zu finden: Wenn ich Eimerweise Blut sehen will, greife ich auf einen meiner über hundert Horrorfilme zurück, wenn ich mir dagegen einen Film wie \"Die Passion Christi\" ansehe, habe ich einfach keine Lust auf eine andauernde Gewaltorgie. Da der Film aber durchaus interessante Ansätze vorweisen kann, gibt es noch knappe 3 Sterne.
Mfg
Realjackass
Story
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Wie oben schon erwähnt handelt dieser Film von den letzten, um genau zu sein zwölf, Stunden Jesu´, seines Zeichens der Sohn Gottes. Alles beginnt im Garten Gethsemane, wo wir einen völlig verzweifelten und hilflosen Jesus sehen, dem nicht einmal seine Jünger richtigen Beistand leisten können. Auch die Gebete zu Gott werden scheinbar nicht erhört. Satan schaut dem Ganzen derweil erfreut zu.
In der Zwischenzeit sucht Judas, einer der Jünger Jesu´, den Hohepriester von Kajaphas auf, um gegen Bezahlung dessen geheimen Aufenthaltsort preiszugeben. Sofort werden Soldaten losgeschickt, die den \"Gotteslästerer\", wie Jesus genannt wird, festnehmen.
Von seinen Entführern wird Jesus sofort zu den Priestern gebracht, wo er als Gotteslästerer angeklagt wird. Da Jesus die Tat aber weder abstreitet noch zustimmt, schleppt man ihn zu dem Statthalter Pontius Pilatus, der aber keinen Grund sieht, Jesus zu foltern oder gar zu töten. Die aufgebrachte Menschenmenge aber will genau das, deswegen wird beschlossen, den Messias erst stundenlang zu geißeln und danach zu kreuzigen...
Schauspieler
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Der von Nebenrollen schon recht erfahrene Schauspieler James Caviezel hat hier mehr oder weniger das \"Glück\" den Heiland spielen zu dürfen; \"wow\" möchte man sagen, aber wenn man so Caviezel´s Schauspiel betrachtet, kann man sehr gut nachvollziehen, wieso genau er für diese Rolle auserwählt wurde: Er sieht Jesus mit seinen langen Haaren und seinem Bart zum Einen recht ähnlich (wobei es ja nicht klar ist, wie Jesus, vorausgesetzt er hat wirklich gelebt, ausgesehen hat); zum Anderen schafft er es sehr gut, das Leid und die Schmerzen die Jesus in seinen letzten Stunden peinigen, darzustellen. Anfangs spielt Caviezel den Sohn Gottes noch mehr oder weniger ruhig und gelassen, was vor allem für die Festnahme im Garten Gethsemane gilt, wo er sich absolut nicht zu Wehr setzt. Nein, fast schon möchte man sagen, ist es ihm egal. Dies ändert sich aber, als die Folter beginnt. Von dem Zeitpunkt sehen wir einen Mann, der jede einzelne Sekunde furchtbare Schmerzen erleiden muss und dessen Willen anscheinend total gebrochen wird. Es ist schon sehr hart mit anzusehen, wie sich Jesus minutenlang in seinem eigenen Blut liegend windet. Auch hier nochmal ein dickes Lob an James Caviezel, einen Schauspieler den ich vor \"Die Passion Christi\" noch garnicht kannte und das, obwohl er schon in vielen bekannten Filmen mitspielte. Schande über mich!
Ihr werdet nun lachen, aber sehr viel mehr gibt es zu den Darstellern eigentlich garnicht zu sagen. Gut, vielleicht noch erwähnenswert ist Monica Bellucci, bekannt aus Filmen wie \"Pakt der Wölfe\", \"Irreversibel\" und außerdem den beiden Matrix-Fortsetzungen. Und auch in Mel Gibsons kontroversem Jesus-Gemetzel zeigt die junge und hübsche Frau mal wieder, dass sie nicht nur gut aussieht, sondern es auch versteht, Gestik und Mimik gekonnt einzusetzen. Zu sehen ist sie hier als Maria Magdalena, die zwar etwas zu kurz kommt, aber immer dann auch überzeugt, wenn sie eben zu sehen ist.
So, alle anderen Akteure verdienen meines Erachtens nach keiner tiefer greifenden Erwähnung, schließlich geht es in dem Film einzig und allein um Jesus, außerdem sticht auch keiner merklich hervor.
Daten zum Film
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Originaltitel: The Passion of the Christ
Alternativtitel: Pasja
Land: USA, Italien (2004)
Regie: Mel Gibson
Länge: ca. 121:16 Min
Freigabe: FSK 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die Deutsche DVD
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Der Deutsche, offizielle Silberling wird vertrieben von Highlight / Constantin und bietet leider so gut wie kein Bonusmaterial. Gut, ein recht interessantes Booklet, aber das war es dann auch schon. Dafür muss man aber zugeben, dass Bild und Ton super überzeugen, sowie keine Wünsche offen lassen.
Leute, die aber nicht auf Bonusmaterial verzichten wollen, sollten vielleicht mal auf Dezember diesen Jahres warten, da erscheint nämlich ein 2 DVD-Set mit reichlich Extras!
Kritik
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Es gibt zwei Arten von Filmen. Die stinknormalen, die man sich stinknormal ansieht und die man stinknormal bald wieder vergessen hat. Dann gibt es aber auch noch die Filme, die man nicht so schnell wieder aus dem Kopf bekommt und die teilweise auch heftige Diskussionen auslösen. Genau so ein Streifen ist auch Mel Gibsons Jesusdrama \"Die Passion Christi\". Es gibt wohl kaum jemand, der sich den Film angesehen hat, ohne danach angehitzt darüber zu diskutieren oder sich zumindest mal so seine Gedanken zu machen. Dem ganzen Getue entsprechend bin ich mit hohen Erwartungen an den Film ran, wurde aber leider ein bisschen enttäuscht..
Aber egal, bevor ich jetzt auf die Gewalt zu sprechen komme, möchte ich mich erstmal zu dem Vorwurf des Antisemitismus äußern, von dem das Machwerk nicht verschont blieb. Die Juden sollen mehr als eindeutig als Christusmörder präsentiert werden, weswegen hohe Tiere in der Religion vermutlich die Angst hegten, das gezeigte könne die Beziehung der Christen mit den Juden schaden. Blödsinn, wie ich finde. Immerhin ist ja Jesus auch Jüdisch, was auch sämtliche Jünger und sonstige Freunde des Messias betrifft. Es sind also nicht nur \"böse Juden\" zu sehen. Außerdem sind es nicht die Juden, die Jesus stundenlang geißeln, sondern die Römer. Was man an dieser Stelle vielleicht noch kurz hinzufügen sollte: Selbst Papst Johannes Paul der Zweite hat den Film gesehen und danach behauptet, alles würde darin genau so gezeigt werden, wie es war. Sowas sorgt natürlich nicht dafür, dass sich keiner den Film ansehen will, sondern das genaue Gegenteil!
Egal, kommen wir jetzt zu dem Punkt, wegen dem ich, um ganz ehrlich zu sein, so neugierig auf den Film war. Nein, nicht weil ich absolut jeden Streifen sehen muss, in dem Blut fließt, sondern einfach um mitreden zu können, um zu sehen, was denn nun dran ist, an dem ultra-grausamen Film, in dem stundenlang zu sehen ist, wie Jesus verblutet. Nun, wenn ihr mich nun fragen würdet, würde ich, und ich bin nach dieser Aussage von mir selbst überrascht, behaupten, dass der Film der Gewalt wegen so schlecht ist, wie er es schließlich und letztendlich der Fall ist. Sicherlich, eine Kreuzigung ist kein Zuckerschlecken, eine stundenlange Geißelung mit Peitschen erst recht nicht, ABER: Muss man das in jedem verdammten, nur möglichen Detail zeigen? Wenn ich in Nahaufnahme sehen will, wie einem Mann ein Nagel durch die Hand getrieben wird, sehe ich mir einen Splatterfilm von Lucio Fulci an und kein Drama, von dem ich mir eben mehr Dramatik erhofft hätte. Das Resultat des ganzen ist, dass die Kernaussage des Streifens von einer großen Schicht Blut überdeckt wird. Wir sehen Jesus, wie er winselnd am Boden liegt, während ihm Peitschen große Fleischbrocken aus dem Rücken reißen, Jesus, der die ganze Zeit über geschlagen, getreten & angespuckt wird.. Zwar ist das nicht langweilig, aber es soll wohl kaum der Sinn dieses Machwerks sein, die Voyuristischen Triebe des Zuschauers zu befriedigen, sondern ihn mit Fakten zu fesseln und ggf. zu \"erleuchten\". Damit will ich, wie schonmal erwähnt, nicht sagen, dass ich etwas gegen eine gehörige Portion Gewalt in Filmen habe, nur eben in Streifen, in denen Gewalt nicht hingehört, vermag sie hin und wieder zu nerven.
Was sich da schon interessanter gestaltet, sind die Szenen, in denen man \"Gottes Anwesenheit\" spürt. Entschuldigt bitte, das ist absolut blöd ausgedrückt, aber ich denke, ihr wisst was ich meine. Zum Schluß zum Beispiel, als die Erde zu Beben beginnt, am Anfang die Schlange, welche Satan darstellt, auftaucht usw.. Ich hätte mir viel mehr solcher Botschaften und mystischer Ereignisse gewünscht, als eine ständige Gewaltorgie..
Fazit
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Ich habe im Prinzip genau das bekommen, was ich erwartet, bzw. befürchtet habe: Einen Film, der nur von seinen Grausamkeiten lebt. Der Jesus, den wir sehen, könnte im Prinzip ein ganz normaler Typ von nebenan sein, bis auf eine Szene, in der der Messias einem Römer das Ohr heilt, kommt nichts \"übernatürliches\" vor, auch Gottes Anwesenheit ist eher selten zu spüren. Was mir sehr gut gefallen hat, war dass die ganze Zeit über in latein bzw. aramäisch gesprochen wird, weswegen man immer auf die Untertitel achten muss; so kommt das ganze recht authentisch rüber. Naja, um ein geeignetes Schlußwort zu finden: Wenn ich Eimerweise Blut sehen will, greife ich auf einen meiner über hundert Horrorfilme zurück, wenn ich mir dagegen einen Film wie \"Die Passion Christi\" ansehe, habe ich einfach keine Lust auf eine andauernde Gewaltorgie. Da der Film aber durchaus interessante Ansätze vorweisen kann, gibt es noch knappe 3 Sterne.
Mfg
Realjackass
23 Bewertungen, 3 Kommentare
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23.07.2005, 23:40 Uhr von novia
Bewertung: sehr hilfreichich hab den film noch nicht gesehen und denke, dass ich ihn auch nicht ansehen werde... lg kathleen
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23.07.2005, 23:28 Uhr von BaBy1987
Bewertung: sehr hilfreichbereuh ich,dass ich ihn nicht gesehen habe...
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23.07.2005, 23:27 Uhr von gromis
Bewertung: sehr hilfreichIch denke ähnlich wie Du und hab ihn mir gar nicht bis zum Schluss angesehen. Super Bericht , mit guter konstruktiver <Kritik Grüßchen gromis
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