Die Passion Christi (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von oromoyo

Die Passion in aramäischer Originalsprache!!!

Pro:

-Die realistische Handlung -Die im Film verwendete aramäische Sprache -Der Preis:13,99€

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Sehr verehrte Yopi Mitglieder,

ich würde euch gerne einen Film vorstellen,den ich wahrlich als den bessten Jesus-Film aller zeiten ansehe.Schon Wochen,bevor der Film anlief,gab es viel Streit darüber,ob er z.B. anti-semitisch und judenfeindlich ist.

Filmdaten
Originaltitel: The Passion of the Christ
Produktionsland: USA, Italien
Erscheinungsjahr: 2004
Länge: 127 Minuten
Originalsprache: Latein, Aramäisch
Altersfreigabe: FSK 16

Crew
Regie: Mel Gibson
Drehbuch: Benedict Fitzgerald, Mel Gibson
Musik: John Debney
Kamera: Caleb Deschanel, A.S.C.
Schnitt: John Wright, A.C.E.
Produktion: Bruce Davey, Stephen McEveety, Mel Gibson
Darsteller
Jesus Christus: Jim Caviezel
Maria: Maia Morgenstern
Johannes: Hristo Jivkov
Simon Petrus: Francesco De Vito
Maria Magdalena:Monica Bellucci
Kajaphas: Mattia Sbragia
Annas: Toni Bertorelli
Judas Ischarioth: Luca Lionello
Pontius Pilatus: Hristo Naumov Shopov
Claudia Procula: Claudia Gerini
Abenader: Fabio Sartor
Satan: Rosalinda Celentano


Handlung

Der Film schildert die letzten zwölf Stunden Jesu vor seinem Tod und der nach 3 Tagen passierten Auferstehung unseres Herrn auf der Basis von durcheinander gemischten Motiven aus den vier Evangelien, den Visionen der Augustinernonne Anna Katharina Emmerick, den mittelalterlichen 14 Kreuzwegstationen, und theologischen Assoziationen. Das Ausmaß der Gewaltdarstellung überschreitet dabei das bisher bei Bibelfilmen gewohnte Maß. Die ausschließliche Verwendung der lateinischen und aramäischen Sprache, die nicht synchronisiert, sondern durch Untertitel übersetzt wird, erwckt den Eindruck und macht alles viel realistischer als bisher bei ,,normalen\" Jesus-Filmen.

Auswirkungen

Während in Amerika von jüdischen Organisationen der Vorwurf des Antisemitismus erhoben wurde, kritisierte man in Deutschland vor allem das Ausmaß der Gewaltdarstellung. Auch innerhalb der christlichen Kirchen wurde heftig pro und contra argumentiert. In islamischen Ländern lief der Film mit großem Erfolg. Befürworter sammeln Berichte von Bekehrungen, die der Film bewirkte.Vielen Atheisten,Muslimen usw. wurden die Augen geöffnet,so dass sie den Weg nahmen und Christen wurden.

Gewaltvorwurf

Nicht nur jeder Aspekt der Folterung, wie er sich aus der Bibel ergibt, wurde vom Regisseur übernommen, sondern auch noch zusätzliche Gewaltszenen eingefügt, so wenn ein Rabe einem der beiden Schächer ein Auge aushackt. Die Szene der Geißelung dauert eine Viertelstunde. Bei der Öffnung der Seite Jesu stehen die Umstehenden unter einer Dusche von Blutströmen. So sehen viele Kritiker Elemente von Splatter- oder Horrorfilmen in dem Film. Andere sind gerade von dem Realismus der Gewaltdarstellung persönlich berührt und tief betroffen.Warscheinlich war es in Real wirklich so oder noch schlimmer,man bedenke dabei auch was für einen grosen Einfluss die jüdischen Rabbiner damals auf Pilatus hatten.

Doch gerade das Ausmaß der Gewalt öffnet auch den Blick für die kleinen Gesten am Rande: Gibson zeigt auch eine Anzahl von jüdischen Frauen, die entlang des Kreuzwegs um Jesus weinen, wie es auch die biblischen Erzählungen berichten. Simon von Cyrene hilft Jesus, das Kreuz zu tragen, anfangs widerwillig, dann verteidigt er, von Mitleid erfasst, Jesus gegen die römischen Soldaten. Veronika bietet Jesus einen Becher Wasser an und gibt ihm ein Tuch, um sein blutiges Gesicht zu trocknen.

Dass der Schwerpunkt des Filmes auf den Leiden liegt, hängt mit dem selbst gestellten Thema zusammen: der Passion. Ausgehend von den Passionsspielen im bayerischen Oberammergau gibt es in den USA eine Fülle von Orten, die ihr eigenes Passionsspiel inszenieren. Auch in Oberammergau kommt die Mehrheit der Besucher aus den Vereinigten Staaten. So konnte sich Mel Gibson von Anfang an eines interessierten Publikums sicher sein, das auch die theologisch zum Teil nicht leicht verständlichen Rückblenden im Film sofort verstehen konnte: So wird beispielsweise das letzte Abendmahl, wo Jesus den Aposteln Brot als seinen Leib reicht, parallel zum Kreuzigungsvorgang gezeigt. Theologen kritisierten diese Interpretation der Eucharistie als einseitige Vergegenwärtigung des gekreuzigten Leibes Christi. Eucharistie sei hingegen als die Gegenwart des gekreuzigt-auferstandenen Leibes Christi zu sehen.

Vorwurf des Antisemitismus

Vor allem von jüdischen Vertretern wird dem Film Antijudaismus oder gar Antisemitismus vorgeworfen, auch von einzelnen christlichen Amtsträgern in Deutschland, wobei es auch hier viele Gegenstimmen gibt. Gibson entfernte schließlich bei der Stelle, wo die Menge ruft: \"Sein Blut komme über uns und unsere Kinder\", die Untertitel.

Wenn man jedoch bedenkt,sieht man im Film ja nur,dass die jüdischen Hohenpriester und ein grosser Teil des Volkes das Urteil der Kreuzigung wollte.Die Handlungsträger jedoch waren die römischen Soldaten.Die Szenen,in denen Jesus brutal gefoltert wird,wecken bei mir persönlich viele Emotionen.Daher verspürt man weniger Hass auf ,,die Juden\" ,sondern wenn schon dann eher auf die Soldaten.

Was geschah wirklich?

Die Hersteller des Films berufen sich auf eine historische getreue Darstellung der Handlung. Schon im März 2003 sagte Gibson in einem Interview über frühere Jesus-Filme: \"Sie sind entweder historisch ungenau oder leiden unter schlechter Musik. Mein Film soll die Passion Christi genau so zeigen, wie sie sich ereignet hat.\" Dagegen wurden dem Film viele Unkorrektheiten vorgeworfen:

1. Aus Untersuchungen von Gekreuzigten aus dieser Zeit geht hervor, dass die Nägel nicht durch die Handflächen - wie der Film es zeigt - sondern durch die Handwurzelknochen oder Unterarme getrieben wurden. Das hatte einen einfachen physiologischen Grund: die Gewebe der Handflächen konnten das Gewicht eines Körpers nicht halten. Die traditionelle christliche Ikonographie platzierte dagegen fast immer die Nägel auf den Handflächen und nicht auf den Handgelenken Jesu, mit Ausnahme des Turiner Grabtuches.
2. Der Jerusalemer Anthropologe Joe Zias zweifelt die langen Haare der Christus-Figur an: bestenfalls die Nasiräer, die Vorläufer der Mönche, hätten schulterlanges Haar getragen.
3. Der Paderborner Bibelexperte Professor Carsten Peter Thiede erwähnt als auffälligste unhistorische Einzelheit die Auswahl der antiken Sprachen zur Zeit der Handlung der Ereignisse an diesen Orten: zu dieser Zeit wurde in Palästina Griechisch und Aramäisch gesprochen, nicht aber Latein, das die Umgangssprache in Mittelitalien war. So sind auch alle Bücher des Neuen Testamentes ausnahmslos in Griechisch verfasst.
4. In der gezeigten Schrifttafel, die Pontius Pilatus in Auftrag gegeben hat, ist die Schrift in Latein-Aramäisch angebracht. In den Evangelien wird aber übereinstimmend davon gesprochen, dass die Schrift dreisprachig, nämlich Hebräisch-Griechisch-Latein, verfasst wurde.
5. Weiterhin sei die Figur des Holzkreuzes falsch, das Jesus tragen muss. Nach römischer Sitte wurde nur der Querbalken zur Hinrichtungsstätte geschleppt und der Verurteilte an einem fest im Boden verankerten Längsbalken hochgezogen.
6. In Bezug auf das Gespräch zwischen Jesus und Pilatus wird eingewandt, es dürfe bezweifelt werden, dass ein einfacher Zimmermann wie Jesus sich mit dem Prokurator auf Latein unterhalten konnte. Eine zweite Überlegung in diesem Zusammenhang ist die Frage, wieso sich Kajaphas mit Pilatus auf Aramäisch unterhielt. Kajaphas konnte kein Latein und Pilatus kein Aramäisch.

Prof. Dr. Thomas Williams, Dekan der Theologischen Fakultät an der Päpstlichen Hochschule Regina Apostolorum in Rom und ein theologischer Berater von Mel Gibsons Film, sagt hingegen grundsätzlich zur Kritik an Details des Films, dass Beschwerden über die verwendeten Sprachen, die Höhe des Kreuzes, die Haarlänge Jesu, die Größe der Menschenmenge vor Pilatus im Prätorium und die Platzierung der Nägel in den Händen Jesu angesichts der größeren Botschaft des Films trivial erscheinen würden.

Filmerfolg(e):

Der Film konnte zum 2. Wochenende in den USA einen Box-Office-Erfolg von 212 Millionen Dollar an den Kinokassen verzeichnen. Damit erzielte der Film in den USA das drittbeste Einspielergebnis nach 12 Tagen aller Zeiten. Außerdem konnte sich die \"Passion Christi\" damit bereits nach dem 2. Wochenende in die Top 50 der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in den USA eintragen. Nach drei Tagen in den deutschen Kinos hatten über 200.000 Besucher den neuen Mel-Gibson-Film \"Die Passion Christi\" gesehen. An seinem Start-Wochenende hat der Film zwischen 38.000 und 40.000 Zuschauer in Österreich erreicht. Er gilt bereits als einer der 10 erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte. Gerade die vielen negativen Stimmen im Vorfeld trugen schließlich wesentlich zum Erfolg des Filmes bei.

Meine Meinung

Der Film verdient es,gelobt zu werden,genauso wie der Regisseur Mel Gibson.Es war wirklich sehr traurig mit anzusehen,was mit Jesus Christus passierte.Daher habe ich auch kein Verständnis für Leute,die Kritik an diesem Film auszusetzen haben.Man muss auf jeden Fall den Film gesehen haben!!!

32 Bewertungen, 4 Kommentare

  • mami_online

    26.07.2005, 00:41 Uhr von mami_online
    Bewertung: weniger hilfreich

    dein Bericht. Ich kenne diese Verfilmung nicht, aber nach deinem Bericht scheint er sehr eindrucksvoll auf das Thema einzugehen....

  • campino

    25.07.2005, 14:10 Uhr von campino
    Bewertung: nicht hilfreich

    steht der Original-Bericht: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Passion_Christi

  • anonym

    25.07.2005, 00:13 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe diese Verfilmung des Leidens Jesu auch sehr.Dein Bericht ist sehr schön geschrieben,bin beeindruckt!

  • Towelie

    23.07.2005, 17:06 Uhr von Towelie
    Bewertung: sehr hilfreich

    merkt, dass du dich mit dem Film auseinandergesetzt hast, ist dir wirklich sehr gut gelungen LG