Die Passion Christi (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von MilchMaedchen

Die Passion Christi - So war es wirklich!

Pro:

gute Darstellung der Geschichte; hervorragende Darsteller; schöne Aufnahmen der Umgebung; gelungene Symbole

Kontra:

an manchen Stellen etwas zu brutal

Empfehlung:

Ja

Ich gehe zwar nicht in die Kirche, aber durch meine Arbeit an einer evangelischen Website, habe ich mich sehr viel mit dem alten und neuen Testament beschäftigt und wusste dadurch was mich in etwa erwartet. Aber ich wurde von der Flut der Bilder überrumpelt. Was in „Die Passion Christi“ gezeigt wird, ist einfach die Geschichte wie man sie sich in seinen schrecklichten Träumen vorstellt.

Mich hat vor allem die Herzlosigkeit der Menschen sehr traurig gemacht. Erst empfangen sie Jesus und seine Jünger wie einen König und ganz plötzlich verabscheuen sie ihn und setzen ihn furchtbaren Quallen aus. Auch hat mich die Darstellung der Folterung mit der Geißel sehr schockiert, das herausreißen des Fleisches durch die Wiederhacken an den Enden ist einfach nur unglaublich blutig. Aber am meisten gibt es mir zu denken, dass das alles Real sein könnte. Zwar ist die Bibel nur auf Vermutungen und Erzählungen entstanden, aber wer sagt, dass es wirklich nicht so war.

Ich habe sehr viele Verfilmungen der Kreuzigung Christi gesehen und ich muss sagen, der Film von Mel Gibson war der realistischste. Die Kirche und die Juden können nun mal nicht herunterspielen wie es wirklich hätte sein können. Diese Zeit war nun mal sehr brutal und sogar einfache Diebe wurden zwar nur ans Kreuz festgebunden und nicht wie Jesus daran genagelt, aber Gegeißelt wurden sie auch vorher. Wenn man über die Folterung von Menschen während der Christenverfolgung liest, kann man auch nur denken, wie konnten die das nur aushalten. Man muss sich einmal die Schmerzen vorstellen die Jesus ertragen haben musste, ihm wurde angeblich auch noch Salz in die zahlreichen Wunden der Geißelung gestreut, durch die Handgelenke und Füße wurden Holznägel geschlagen und diese reizen durch das Gewicht des Körpers auch noch etwas aus, die Dornen der Dornenkrone sind tief in seine Stirn eingedrungen, als Soldaten ihn darauf geschlagen hatten, ein Arm wurde gebrochen als er nicht lang genug zum festnageln war. Ich musste ehrlich gesagt weinen als ich diese Szene sah. Besonders tat mir zu diesem Zeitpunkt Maria – die Mutter Jesus – leid. Zu sehen wie der eigene Sohn so stirbt muss einfach furchtbar sein.

Auch fand ich die Darstellung des langsamen Wahnsinnig werdens von Judas sehr gelungen. Der Wahnsinn in Form einer hässlichen Fratze die ihm erscheint, oder durch Kinder die Dämonen darstellen sollten und ihn verfolgen, bis er sich selber richtet für den Verrat an Jesus.

Im allgemeinen fand ich die Darstellung vieler Szenen aus der Bibel sehr detailliert und man hatte keine Probleme diese auch wiederzuerkennen.
Und gerade deshalb sollte die Kirche diesen Film als Lehrfilm im Religionsunterricht von größeren Kindern einsetzen, denn es zeigt keine Abschwächung der Geschichte. Aber die Kirche regt sich so dolle darüber auf, was ich beim besten Willen nicht verstehen kann. Wenn sogar der Papst sagt, „Es ist wie es ist!“, wie können sie dann immer noch sagen, dass es angeblich nicht der Bibel entspricht. Natürlich fließt in den Testamenten kein Blut, aber Jesus war nun mal ein Mensch.

Im Allgemeinen kann ich diesen Film nur weiterempfehlen, er ist allerdings nichts für zart besaitete und Kinder, denn sogar ich hatte danach Alpträume.

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