Erfahrungsbericht von dieanke
Wenn dieanke im Kino weint...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Okay, um sich die Zeit in den Semesterferien gut vertreiben zu können, bin ich gestern Abend mal wieder ins Kino gegangen. Und weil ich ja auch mal wieder was für meine Bildung tun musste, bin ich in die „Passion Christi“ gegangen.
Handlung
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Die Handlung dürfte den meisten ja einigermaßen bekannt sein (wer hat sie noch nicht im Firm- oder Konfirmandenunterricht gehört...). Deshalb werde ich sie nur relativ grob schildern.
Es geht um die letzten 12 Stunden im Leben Jesu. Jesus betet im Garten Getsemane. Seine Jünger, die Wache halten sollen, schlafen ein. Jesus wird von Judas an die Hohepriester verraten und verhaftet.
Er wird dem römischen Statthalter Pontius Pilatus ausgeliefert. Dieser verurteilt ihn zunächst zu Geißelungen, da das Volk nicht ihn freilassen will, sondern den Mörder Barrabas. (Es ist Tradition am Pessah-Fest einen Verurteilten freizulassen).
Jesus wird also gegeißelt, was eine der brutalsten Szenen des ganzen Films ist. Die römischen Soldaten, die die Geißelung durchführen, sind allerdings so betrunken und blutrünstig, dass sie ihn so brutal geißeln, dass er dabei fast stirbt.
Seine Jünger sind Zeugen von allem. Sie sind verängstigt, schließlich müssen sie ein ähnliches Schicksal befürchten. Wie Jesus es vorhergesagt hat, verleugnet Petrus ihn dreimal.
Das Volk allerdings hat immer noch nicht genug. Sie wollen ihn kreuzigen. Jesus wird also das Kreuz auf den Rücken gelegt und der Weg nach Golgata, wo er mit zwei Verbrechern gekreuzigt wird.
Nach langem leiden stirbt Jesus schließlich am Kreuz, wobei in dieser Stunde sich der Himmel schwarz verfärbt und sich im Tempel die Erde auftut.
In der Schlussszene sieht man dann, dass das Grabtuch leer daliegt, daneben steht der auferstandene Jesus.
Immer wieder gibt es während des ganzen Films Rückblenden auf Szenen im Leben Jesu, von der Bergpredigt, der Händewaschung, dem letzten Abendmahl, aber auch Szenen aus dem Leben des Tischlers Jesus von Nazareth, der für einen reichen Mann einen Tisch mit 4 Stühlen macht.
Besonderheiten des Films
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Die vielleicht wichtigste Besonderheit ist, dass der Film in aramäischer Sprache gedreht wurde, also in der Sprache, in der Jesus und seine Jünger damals gesprochen haben. Allerdings finde ich, dass man den deutschen Untertitel gar nicht gebraucht hat. Wenn man die Geschichte einigermaßen kennt, versteht man den Film problemlos. Ich denke auch, dass Regisseur Mel Gibson mehr Wert auf Bild als auf Ton gelegt hat. Die Worte kennt schließlich fast jeder!
Eine andere Besonderheit ist die Detailiertheit, mit der dieser Film gedreht wurde. Ich glaube kaum, dass es bisher einen solch detailierten Film über die Passion Jesu gab. Ich will nicht wissen, wie viele Liter Filmblut vergossen wurden.
Allerdings wird auch viel Wert auf Szenen gelegt, wie z.B. Simon von Cyrene, der das Kreuz für den völlig entkräfteten Jesus tragen muss oder der Soldat, dem Petrus ein Ohr abgehackt hat, auf die Begegnung mit Jesus reagieren. Sie glauben!
Fazit
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Schon im Vorfeld galt dieser Film ja aufgrund seiner Brutalität als sehr umstritten. Allerdings kann ich das nicht so ganz verstehen. Viele Leute tragen heute ein Kreuz als Modeaccessoire um den Hals und die Geschichte, warum das Kreuz Symbol des Christentums ist.
Du meine Güte, es w a r so brutal. Wenn man in der Kirche das Karfreitagsevangelium hört, wirkt das teilweise etwas beschönigend. Auf jeden Fall stellt man sich das ganze nicht so wahnsinnig brutal vor, wie es nun mal war.
Ich habe es wirklich selten erlebt, dass so viele Leute nach dem Film heulend aus dem Kino kommen. Selbst ich habe geheult (was bei mir glaub ich erst ein Film, nämlich dieser, geschafft hat!). Und es ging ja um nichts fiktives, wie etwa die Liebesgeschichte auf der Titanic. Ob nun das ganze wirklich so geschehen ist, ist ja sehr umstritten, aber es ist die Grundlage unseres Glaubens.
Bedenken bezüglich Antisemitismus, wie sie in Amerika geäußert wurden, finde ich einigermaßen unberechtigt. Ich denke, „die Juden“ für den Tod Jesu verantwortlich zu machen, ist mindestens genauso unberechtigt, wie „den Deutschen“ die Schuld am 2. Weltkrieg zu geben. Klar wird die Menge der Juden darin sehr pauschalisiert, aber die Szenen, in denen die Menge lautstark die Kreuzigung Jesu fordert, steht nun einmal so in der Bibel.
Ob man in diesen Film gehen will, oder nicht, das muss sicher jeder selbst entscheiden. Ich fand ihn auf jeden Fall sehr bewegend und denke, dass ich mich am Sonntag mal wieder in der Kirche blicken lasse!
In diesem Sinne
Eure Anke
Handlung
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Die Handlung dürfte den meisten ja einigermaßen bekannt sein (wer hat sie noch nicht im Firm- oder Konfirmandenunterricht gehört...). Deshalb werde ich sie nur relativ grob schildern.
Es geht um die letzten 12 Stunden im Leben Jesu. Jesus betet im Garten Getsemane. Seine Jünger, die Wache halten sollen, schlafen ein. Jesus wird von Judas an die Hohepriester verraten und verhaftet.
Er wird dem römischen Statthalter Pontius Pilatus ausgeliefert. Dieser verurteilt ihn zunächst zu Geißelungen, da das Volk nicht ihn freilassen will, sondern den Mörder Barrabas. (Es ist Tradition am Pessah-Fest einen Verurteilten freizulassen).
Jesus wird also gegeißelt, was eine der brutalsten Szenen des ganzen Films ist. Die römischen Soldaten, die die Geißelung durchführen, sind allerdings so betrunken und blutrünstig, dass sie ihn so brutal geißeln, dass er dabei fast stirbt.
Seine Jünger sind Zeugen von allem. Sie sind verängstigt, schließlich müssen sie ein ähnliches Schicksal befürchten. Wie Jesus es vorhergesagt hat, verleugnet Petrus ihn dreimal.
Das Volk allerdings hat immer noch nicht genug. Sie wollen ihn kreuzigen. Jesus wird also das Kreuz auf den Rücken gelegt und der Weg nach Golgata, wo er mit zwei Verbrechern gekreuzigt wird.
Nach langem leiden stirbt Jesus schließlich am Kreuz, wobei in dieser Stunde sich der Himmel schwarz verfärbt und sich im Tempel die Erde auftut.
In der Schlussszene sieht man dann, dass das Grabtuch leer daliegt, daneben steht der auferstandene Jesus.
Immer wieder gibt es während des ganzen Films Rückblenden auf Szenen im Leben Jesu, von der Bergpredigt, der Händewaschung, dem letzten Abendmahl, aber auch Szenen aus dem Leben des Tischlers Jesus von Nazareth, der für einen reichen Mann einen Tisch mit 4 Stühlen macht.
Besonderheiten des Films
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Die vielleicht wichtigste Besonderheit ist, dass der Film in aramäischer Sprache gedreht wurde, also in der Sprache, in der Jesus und seine Jünger damals gesprochen haben. Allerdings finde ich, dass man den deutschen Untertitel gar nicht gebraucht hat. Wenn man die Geschichte einigermaßen kennt, versteht man den Film problemlos. Ich denke auch, dass Regisseur Mel Gibson mehr Wert auf Bild als auf Ton gelegt hat. Die Worte kennt schließlich fast jeder!
Eine andere Besonderheit ist die Detailiertheit, mit der dieser Film gedreht wurde. Ich glaube kaum, dass es bisher einen solch detailierten Film über die Passion Jesu gab. Ich will nicht wissen, wie viele Liter Filmblut vergossen wurden.
Allerdings wird auch viel Wert auf Szenen gelegt, wie z.B. Simon von Cyrene, der das Kreuz für den völlig entkräfteten Jesus tragen muss oder der Soldat, dem Petrus ein Ohr abgehackt hat, auf die Begegnung mit Jesus reagieren. Sie glauben!
Fazit
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Schon im Vorfeld galt dieser Film ja aufgrund seiner Brutalität als sehr umstritten. Allerdings kann ich das nicht so ganz verstehen. Viele Leute tragen heute ein Kreuz als Modeaccessoire um den Hals und die Geschichte, warum das Kreuz Symbol des Christentums ist.
Du meine Güte, es w a r so brutal. Wenn man in der Kirche das Karfreitagsevangelium hört, wirkt das teilweise etwas beschönigend. Auf jeden Fall stellt man sich das ganze nicht so wahnsinnig brutal vor, wie es nun mal war.
Ich habe es wirklich selten erlebt, dass so viele Leute nach dem Film heulend aus dem Kino kommen. Selbst ich habe geheult (was bei mir glaub ich erst ein Film, nämlich dieser, geschafft hat!). Und es ging ja um nichts fiktives, wie etwa die Liebesgeschichte auf der Titanic. Ob nun das ganze wirklich so geschehen ist, ist ja sehr umstritten, aber es ist die Grundlage unseres Glaubens.
Bedenken bezüglich Antisemitismus, wie sie in Amerika geäußert wurden, finde ich einigermaßen unberechtigt. Ich denke, „die Juden“ für den Tod Jesu verantwortlich zu machen, ist mindestens genauso unberechtigt, wie „den Deutschen“ die Schuld am 2. Weltkrieg zu geben. Klar wird die Menge der Juden darin sehr pauschalisiert, aber die Szenen, in denen die Menge lautstark die Kreuzigung Jesu fordert, steht nun einmal so in der Bibel.
Ob man in diesen Film gehen will, oder nicht, das muss sicher jeder selbst entscheiden. Ich fand ihn auf jeden Fall sehr bewegend und denke, dass ich mich am Sonntag mal wieder in der Kirche blicken lasse!
In diesem Sinne
Eure Anke
34 Bewertungen, 1 Kommentar
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07.09.2008, 00:53 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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