The Call 2 (DVD) Testbericht

The-call-2-dvd-horrorfilm
ab 17,48
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 11/2011

5 Sterne
(0)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Scoopexx

Neue Ideen aus Japan?

Pro:

gut produziert, einige wenige gruselige Momente

Kontra:

größtenteils schlechte Horroreffekte, unlogisch handelnde Schauspieler, Story wird nur in Ansätzen geboten

Empfehlung:

Nein

Bei The Call 2 handelt es sich um einen japanischen Horrorfilm aus dem Jahre 2005, in dem eine Reihe mysteriöser Morde geschieht, die nicht auf natürlichem Wege erklärt werden können. Die Opfer erhalten kurz vor ihrem Tod einen Anruf auf ihrem Mobiltelefon, der wie eine Aufnahme des Momentes ihres Todes klingt. Die Uhrzeit, zu der ein solcher Anruf erfolgt, wird auf den betroffenen Mobiltelefonen immer als Zeitpunkt in der Zukunft angezeigt. Das Gruselige hinter der ganzen Geschichte des Films ist also, dass die Opfer sich selbst im Moment ihres eigenen Todes hören können und den genauen Zeitpunkt auch schon mitgeteilt bekommen. Vielleicht werden einige sich nun denken: Ja, kennt man irgendwie schon. Zurecht, denn The Call ist, wenn man es genau nimmt, nur ein Film, der das Konzept von The Ring ausborgt und etwas abändert, es vielleicht auch etwas moderner macht, da das Medium, das die tödliche Botschaft überbringt, nicht mehr eine Videokassette ist, sondern eben ein Mobiltelefon. Ansonsten ähneln sich The Ring und The Call doch schon so sehr, dass es deutlich auffällt, denn bei beiden Filmen steht ein Geist eines jungen Mädchens, das sich dafür was sie ihr angetan haben, an den Menschen rächen will.

In The Call 2 geht es um die Kindergärtnerin Kyoko. Eine Freundin von ihr erhält einen Anruf, in der eine mysteriöse Melodie als Klingelton gespielt wird. Da das Telefon gerade im Restaurant ihres Vaters liegt, nimmt dieser den Anruf entgegen und stirbt kurze Zeit später. Fast im gleichen Moment erhält die beste Freundin von Kyoko einen Anruf mit der selben Melodie. Am nächsten Tag telefoniert Kyoko mit ihr und sieht einen Geist in ihrer Wohnung. Voller Sorge eilt sie zu ihr und findet auch sie tot in ihrem Badezimmer. Bald darauf erhält auch Kyoko einen verstörenden Anruf und fängt an, Geister zu sehen. Ihr Anruf ist auf ihrem Handy auf den Abend des nächsten Tages datiert. Man sieht also, wie sich der Film zu Beginn entwickelt: Immer mehr Personen bekommen diesen mysteriösen Anruf und versterben kurz darauf.

Der Polizei ist dieses Phänomen bereits bekannt und eine Art von Kohle, die in den Lungen der Opfer gefunden wird, führt sie nach Taiwan, wo es eine Mine gibt, in der diese seltene Art von Kohle vorkommt. Im Umkreis dieses Ortes sind die gleichen Vorfälle eingetreten, wie in Japan. Hier erfahren Kyoko und ihre Begleiter von dem Ursprung des Fluches, der so viele Opfer nach sich zieht.


Beurteilung:
The Call 2 ist ein ziemlicher Abklatsch von anderen Genre-Vertretern aus Japan. Man findet nicht nur Elemente von The Ring wieder, sondern beispielsweise auch von The Eye, bei dem der Fluch einen sehr ähnlichen Ursprung hatte. Aber man sagt ja, besser gut geklaut, als schlecht erfunden und The Call 2 ist wirklich deutlich besser produziert, als seine Genre-Kollegen. Gerade die The Ring Reihe hat über die Jahre so viele Federn gelassen, dass man den Unterschied zu diesem Film deutlich merkt. Er ist einfach deutlich besser produziert und kann mit besseren Kulissen und besseren Effekten aufwarten, die man in japanischen Filmen bis zum Erscheinen dieses Films selten gesehen hat, die allerdings noch lange nicht mit der Hollywood-Verfilmung von The Ring mithalten können. Und gerade die Effekte sind in dieser Art von Film besonders wichtig, da die sie den Horror und die Schockeffekte erst richtig vermitteln können. Obwohl nicht schlecht produziert, offenbart sich hier eine der größeren Schwachstellen des Films. Die Schockeffekte sind größtenteils sehr uninspiriert. Es gibt zwar hier und da Lichtblicke, aber die meisten Effekte basieren darauf, dass eine Gestalt kurz hinter dem Rücken eines der Darsteller vorbeiläuft, um dann sofort wieder aus dem Bild zu verschwinden.

Auch die Story hat her und da einige Schwächen, da sich die Schauspieler manchmal absolut irrational verhalten, Dinge nicht erzählen, die wichtig wären, sich entgegen aller Logik verhalten, etc. Insbesondere in der zweiten Hälfte des Films, die in Taiwan spielt, verabschiedet sich die Story allerdings leider. Hier hat man versucht, Spannung kostengünstig über eine Reihe größtenteils dialogloser Szenen mit dem ein oder anderen Horrorelement (man ahnt es - Geister, die hinter dem Rücken der Schauspieler vorbeilaufen), aufzubauen.
Nicht, dass man mich falsch versteht: Die Szenen sind immer noch für asiatische Verhältnisse gut produziert, aber irgendwie langweilt es mehr, als dass es Spannung erzeugen könnte, weil man alles irgendwie schon einmal gesehen hat und die Szenen uninteressanter (und vor allem auch sinnloser) werden. Trotzdem bleibt man bis zum Schluss bei dem Film, da die aufwendige Produktionsweise doch einiges wieder retten kann. Trotzdem wünscht man sich manchmal, dass man doch lieber einen anderen Film geschaut hätte.

Was bleibt, ist ein Film, der nur für Leute interessant sein könnte, die sich noch keine anderen asiatischen Horrorfilme angeschaut haben. Aber auch in diesem Fall ist man mit anderen Filmen des selben Genres besser bedient. Der stärkeren ersten Hälfte zum Trotz, bei der man nach den ersten paar Szenen noch auf einen richtig guten Film hoffen kann, möchte ich dem Film keine Empfehlung geben, weil er in der zweiten Hälfte nur noch über billige Horrorklischees und größtenteils unter Ausblendung jeglicher Story weiterläuft. Es ist schade, dass ein solch hinreichend aufwendig produzierter Film keine bessere Hintergrundgeschichte abbekommen hat.

Fakten:
Es lassen sich sowohl die deutsche Synchronisation als auch der japanische Originalton hinzuschalten. Die deutsche Sprachausgabe ist, wie bei asiatischen Filmen üblich, etwas gewöhnungsbedürftig, aber vergleichsweise gelungen. An Untertiteln ist lediglich Deutsch auswählbar. Die FSK hat den Film getestet und für über-16-jährige freigegeben. Die Laufzeit des eigentlichen Films beträgt knapp 140 Minuten (was eigentlich wirklich zu lang ist...), die Extras laufen lediglich knapp 14 Minuten, sind also – man kann es sich denken – nicht weiter erwähnenswert.

42 Bewertungen, 9 Kommentare

  • Cessie47

    29.01.2010, 11:25 Uhr von Cessie47
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht,liebe grüße

  • rainbow90

    29.01.2010, 08:47 Uhr von rainbow90
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schöner Bericht. LG

  • morla

    29.01.2010, 02:18 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    winterliche grüße aus berlin lg. petra

  • Lale

    29.01.2010, 00:54 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß

  • KatzeLucy

    29.01.2010, 00:07 Uhr von KatzeLucy
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab ich geguckt

  • liskeen

    28.01.2010, 22:06 Uhr von liskeen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht. Freu mich über Gegenlesung :)

  • raZuuL

    28.01.2010, 21:39 Uhr von raZuuL
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super, gut geschrieben! MFG

  • kongostar

    28.01.2010, 21:30 Uhr von kongostar
    Bewertung: sehr hilfreich

    Freu mich auf weitere Testberichte von Dir.

  • sigrid9979

    28.01.2010, 21:03 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut gemacht...Lg Sigi