The Call 2 (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Scoopexx
Neue Ideen aus Japan?
Pro:
gut produziert, einige wenige gruselige Momente
Kontra:
größtenteils schlechte Horroreffekte, unlogisch handelnde Schauspieler, Story wird nur in Ansätzen geboten
Empfehlung:
Nein
In The Call 2 geht es um die Kindergärtnerin Kyoko. Eine Freundin von ihr erhält einen Anruf, in der eine mysteriöse Melodie als Klingelton gespielt wird. Da das Telefon gerade im Restaurant ihres Vaters liegt, nimmt dieser den Anruf entgegen und stirbt kurze Zeit später. Fast im gleichen Moment erhält die beste Freundin von Kyoko einen Anruf mit der selben Melodie. Am nächsten Tag telefoniert Kyoko mit ihr und sieht einen Geist in ihrer Wohnung. Voller Sorge eilt sie zu ihr und findet auch sie tot in ihrem Badezimmer. Bald darauf erhält auch Kyoko einen verstörenden Anruf und fängt an, Geister zu sehen. Ihr Anruf ist auf ihrem Handy auf den Abend des nächsten Tages datiert. Man sieht also, wie sich der Film zu Beginn entwickelt: Immer mehr Personen bekommen diesen mysteriösen Anruf und versterben kurz darauf.
Der Polizei ist dieses Phänomen bereits bekannt und eine Art von Kohle, die in den Lungen der Opfer gefunden wird, führt sie nach Taiwan, wo es eine Mine gibt, in der diese seltene Art von Kohle vorkommt. Im Umkreis dieses Ortes sind die gleichen Vorfälle eingetreten, wie in Japan. Hier erfahren Kyoko und ihre Begleiter von dem Ursprung des Fluches, der so viele Opfer nach sich zieht.
Beurteilung:
The Call 2 ist ein ziemlicher Abklatsch von anderen Genre-Vertretern aus Japan. Man findet nicht nur Elemente von The Ring wieder, sondern beispielsweise auch von The Eye, bei dem der Fluch einen sehr ähnlichen Ursprung hatte. Aber man sagt ja, besser gut geklaut, als schlecht erfunden und The Call 2 ist wirklich deutlich besser produziert, als seine Genre-Kollegen. Gerade die The Ring Reihe hat über die Jahre so viele Federn gelassen, dass man den Unterschied zu diesem Film deutlich merkt. Er ist einfach deutlich besser produziert und kann mit besseren Kulissen und besseren Effekten aufwarten, die man in japanischen Filmen bis zum Erscheinen dieses Films selten gesehen hat, die allerdings noch lange nicht mit der Hollywood-Verfilmung von The Ring mithalten können. Und gerade die Effekte sind in dieser Art von Film besonders wichtig, da die sie den Horror und die Schockeffekte erst richtig vermitteln können. Obwohl nicht schlecht produziert, offenbart sich hier eine der größeren Schwachstellen des Films. Die Schockeffekte sind größtenteils sehr uninspiriert. Es gibt zwar hier und da Lichtblicke, aber die meisten Effekte basieren darauf, dass eine Gestalt kurz hinter dem Rücken eines der Darsteller vorbeiläuft, um dann sofort wieder aus dem Bild zu verschwinden.
Auch die Story hat her und da einige Schwächen, da sich die Schauspieler manchmal absolut irrational verhalten, Dinge nicht erzählen, die wichtig wären, sich entgegen aller Logik verhalten, etc. Insbesondere in der zweiten Hälfte des Films, die in Taiwan spielt, verabschiedet sich die Story allerdings leider. Hier hat man versucht, Spannung kostengünstig über eine Reihe größtenteils dialogloser Szenen mit dem ein oder anderen Horrorelement (man ahnt es - Geister, die hinter dem Rücken der Schauspieler vorbeilaufen), aufzubauen.
Nicht, dass man mich falsch versteht: Die Szenen sind immer noch für asiatische Verhältnisse gut produziert, aber irgendwie langweilt es mehr, als dass es Spannung erzeugen könnte, weil man alles irgendwie schon einmal gesehen hat und die Szenen uninteressanter (und vor allem auch sinnloser) werden. Trotzdem bleibt man bis zum Schluss bei dem Film, da die aufwendige Produktionsweise doch einiges wieder retten kann. Trotzdem wünscht man sich manchmal, dass man doch lieber einen anderen Film geschaut hätte.
Was bleibt, ist ein Film, der nur für Leute interessant sein könnte, die sich noch keine anderen asiatischen Horrorfilme angeschaut haben. Aber auch in diesem Fall ist man mit anderen Filmen des selben Genres besser bedient. Der stärkeren ersten Hälfte zum Trotz, bei der man nach den ersten paar Szenen noch auf einen richtig guten Film hoffen kann, möchte ich dem Film keine Empfehlung geben, weil er in der zweiten Hälfte nur noch über billige Horrorklischees und größtenteils unter Ausblendung jeglicher Story weiterläuft. Es ist schade, dass ein solch hinreichend aufwendig produzierter Film keine bessere Hintergrundgeschichte abbekommen hat.
Fakten:
Es lassen sich sowohl die deutsche Synchronisation als auch der japanische Originalton hinzuschalten. Die deutsche Sprachausgabe ist, wie bei asiatischen Filmen üblich, etwas gewöhnungsbedürftig, aber vergleichsweise gelungen. An Untertiteln ist lediglich Deutsch auswählbar. Die FSK hat den Film getestet und für über-16-jährige freigegeben. Die Laufzeit des eigentlichen Films beträgt knapp 140 Minuten (was eigentlich wirklich zu lang ist...), die Extras laufen lediglich knapp 14 Minuten, sind also – man kann es sich denken – nicht weiter erwähnenswert.
42 Bewertungen, 9 Kommentare
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29.01.2010, 11:25 Uhr von Cessie47
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht,liebe grüße
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29.01.2010, 08:47 Uhr von rainbow90
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht. LG
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29.01.2010, 02:18 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwinterliche grüße aus berlin lg. petra
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29.01.2010, 00:54 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß
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29.01.2010, 00:07 Uhr von KatzeLucy
Bewertung: sehr hilfreichhab ich geguckt
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28.01.2010, 22:06 Uhr von liskeen
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht. Freu mich über Gegenlesung :)
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28.01.2010, 21:39 Uhr von raZuuL
Bewertung: sehr hilfreichSuper, gut geschrieben! MFG
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28.01.2010, 21:30 Uhr von kongostar
Bewertung: sehr hilfreichFreu mich auf weitere Testberichte von Dir.
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28.01.2010, 21:03 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichGut gemacht...Lg Sigi
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