X-Men (DVD) Testbericht

X-men-dvd-actionfilm
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Erfahrungsbericht von MarkOh

Realistik? Nö!

Pro:

Spannende Atmosphäre durch die Musik

Kontra:

Der Film war mir zu düster und die Action Szenen zu unrealistisch

Empfehlung:

Ja

Hi! Da momentan der zweite X-Men-Film im Kino läuft, habe ich natürlich das Angebot nicht abgelehnt, als mir unsere Nachbarn das Video zum Film liehen – Falls sie dies hier lesen, nochmal nachträglich vielen Dank ;) Ich hatte bis vor diesem nur durch einige Ciao-Berichte eine ungefähre Ahnung, worum es in X-Men geht, aber wegen den guten Bewertungen - und, da der Film von Marvel ist, wie auch Spiderman, und der Film hatte mich wirklich begeistert – entschied ich mich, erstmal den ersten Teil zu gucken um zu schauen, ob der zweite sehenswert sein wird oder nicht! Natürlich war mir klar, dass die Technik-Tricks in den Action Szenen nach 2 Jahren (Der Film müsste so gegen Anfang 2001 rausgekommen sein!) leicht angestaubt sein werden, und da es sich hier um einen Action-Film handelt, brauche ich vomgesamten Film nicht zu viel zu erwarten! Aber dennoch schaute ich mir den Film an und möchte nun kurz auf die Story eingehen! Hierbei möchte ich diesmal nicht zu viel vorwegnehmen und sie nur kurz zusammenfassen, damit ich denen, die von X-Men noch nichts gehört haben, einen leichten Einblick geben kann:

Es ist ein unrealistischer Science-Fiction Film, der in der Zukunft spielt, in der unter uns Menschen auch Mutanten leben, dass sind dem Aussehen nach ganz normale Menschen, die aber besondere Fähigkeiten besitzen und die mit den normalen Menschen eigentlich friedlich klarkommen. Jedoch sehen die Politiker sie als Gefahr an und beschließen, dass jeder Mutant sich zu erkennen geben soll. Daraufhin spalten sich die Mutanten in zwei Gruppen: Die eine Gruppe, nämlich die Böse, nimmt sich als Ziel, alle Menschen zu Mutanten werden zu lassen und scheut keine Mittel und Opfer, die andere Gruppe, also die Gute, beschäftigt eine Schule, in der die Mutanten ihre Fähigkeiten entwickeln können, um sie gegen die böse Gruppe und für die Menschen einzusetzen. Die Politiker jedoch sehen durch die Aktionen der bösen Gruppe alle Mutanten als Gefahr und organisieren das größte Politikertreffen aller Zeiten, um über die Situation zu sprechen. Die böse Gruppe nimmt sich nun vor, alle diese Politiker zu mutieren, und die gute Gruppe will sie daran hindern. Es kommt zu einem spektakulären Showdown, dessen Ausgang ich nicht verraten will, nur soviel: Das Ende hat mir ganz gut gefallen, war aber nicht zu kitschig!

Wir sehen die ganze Story aus der Sicht eines Mädchens namens Marie, gespielt von der mir bis dahin unbekannten Anna Paquin, die ihre mutantischen Fähigkeiten erst bemerkt, als sie ihren Lover küssen will, der daraufhin mehrere Wochen im Koma liegen muss, ihre Fähigkeit liegt also anscheinend darin, anderen Menschen (oder Mutanten) durch Berührung ihre Energie/Fähigkeiten „abzusaugen“ und sie sich für eine zeitlang selbst anzueignen. Schade schade, die romantische Stimmung ist natürlich sofort geplatzt und die deprimierte Marie trampt ins verschneite Kanada, wo sie einen weiteren Mutanten beim Ringkampf kennenlernt, der sich als Mensch ausgibt und durch seine Stärke, die er dem Metall in seinem Körper zu verdanken hat, alle Kämpfer besiegt und so das große Geld kassiert. Das Mädchen schleicht sich in den Wagenanhänger des Mutanten und trampt so unbemerkt eine zeitlang mit ihm, bis er sie bemerkt und so freundlich ist, sie auf dem Beifahrersitz mitzunehmen.

Sie werden daraufhin von einem Mutanten aus der bösen ruppe angeriffen, aber von den X-Men, das sind die guten Mutanten, gerettet! Marie geht nun also auf die Schule und in dem männlichen Mutanten, der sich Logan nennt und von Hugh Jackman gespielt wird, den ich bis zu diesem Film auch noch nicht kannte (Aber ich kenne sowieso nur wenige Schauspieler!), also, in diesem Mutanten glauben die X-Men einen Mutanten mit starken Fähigkeiten zu sehen, sie nehmen sie also in ihr Team auf. Doch eine der bösen Mutanten, Mystique, die von Rebecca Romijn-Stamos gespielt wird und die ihre Gestalt verändern kann, schleicht sich in die Schule ein und überredet Marie, zu fliehen. Dies gelingt ihr mit der Argumentation, dass der „Chef“ der Organisation der X-Men, Prof. Charles Xavier (Prof. X), der von Patrick Stewart gespielt wird, und ihr werdet es nicht glauben, auch der war mir bis hierhin noch nicht bekannt, also, dass der Chef sauer auf sie wäre wegen eines Zwischenfalls, für den sie eigentlich nichts konnte! Das ist natürlich Humbug und nur ein Vorwand, um sie in die Hände des Anführers der bösen Gruppe, Magneto, der künstliche Magnetfelder erzeugen kann, die gegen Logan, dem Metall-Mutanten, natürlich effektiv sind! Die X-Men ziehen los, um sie zu retten, und wie es weiter geht, möchte ich jetzt nicht mehr verraten!

Die Story ist nicht gerade überragend, aber was will man von so einer Realverfilmung eines Comics auch erwarten? Jedenfalls ist sie nicht unbedingt unschlüssig und verbreitet auch ein wenig Spannung, die auch durch die Musik, die mit dem Film unauffällig verfließt und sehr geigenlastig ist (Geigen erzeugen immer besonders viel Spannung und Atmosphäre!), gestärkt wird. Jedoch gibt es auch Negatives an dem Film. Da wären zum Beispiel die absolut unrealistischen Action-Szenen, die zwar ganz nett anzusehen sind, aber letztendlich doch durch die maßlos übertriebenen Mutanten-Kräfte eher zu belächeln sind, jedenfalls teilweise!

Es heißt, sie sollen auf dem Niveau der Matrix-Actionsequenzen liegen, was technisch ja vielleicht auch stimmen mag, aber in Sachen Realistik muss hier noch einiges getan werden! Ich weiß nicht, wie es im zweiten Film aussieht, aber den werde ich mir unter anderem wegen diesem Faktor nicht ansehen! Außerdem ist mir der Film zu düster, teilweise werden zwar auch sonnige Bilder gezeigt, aber insgesamt bietet er mir doch ein bisschen zu wenig Abwechslung und zu wenig Witz, auch wenn Logan mit einigen sarkastischen Bemerkungen diese Tatsache retten will – es ist einfach zu wenig! Ich mag lockere Filme, aber dieser ist mir etwas zu ernst!

Die schauspielerischen Leistungen sind aufgrund der Drehbücher nicht besonders toll, aber auch nicht völlig schlecht, es wirkt teilweise ein bisschen zu steif, aber das ist wirklich nur teilweise der Fall! Einzig positiv erwähnen kann ich Anna Paquin in der Rolle von Marie, die die Emotionen wirklich gut rüberbringen konnte! Ansonsten haben diese Schauspieler, die mir bis dahin auch fast alle unbekannt waren, nichts Besonderes vollbracht, auch nicht Hale Barry, die eine der X-Men ist, die aber die einzige Schauspielerin war, die ich bis dahin kannte!

Doch genug der negativen Kritik, insgesamt konnte mich der Film schon in seinen Bann ziehen, dank der atmosphärischen Musik und der dadurch erzeugten Spannung, aber er hat nicht gereicht, dass ich mir den zweiten Teil auch noch ansehen will, weil er mir einen Tick zu düster ist und einfach zu ernst geworden ist, klar, ich habe keine Komödie erwartet, aber der Film ist einfach nicht mein Fall! Für mich war er jedenfalls nur mittelmäßig, aber ich kann mir vorstellen, dass Fans der Kategorie Action hier besser auf ihre Kosten kommen. Deswegen empfehle ich ihn allen Fans dieser Kategorie und wünsche allen Lesern einen schönen und sonnigen Dienstag!

19 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Garfield1234

    16.04.2006, 23:06 Uhr von Garfield1234
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh, Lg garfield1234 <br/> <br/>freue mich über jede Gegenlesung