Ridge Racer (PSP Spiel) Testbericht

Ridge-racer-psp-spiel
ab 11,75
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  gut
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von sinfortuna

Gelungenes Handheld-Debüt

Pro:

Top-Grafik, Mordstempo, Querschnitt aller vier Ridge-Racer-Teile, schneller Einstieg, interessante Welttour

Kontra:

Steuerung zu simpel, Prozedere immer gleich, Soundkulisse nervt auf Dauer, unrealistische Fahrphysik (wie immer)

Empfehlung:

Ja

Auch auf die Gefahr hin, dass ich jetzt von der breiten Masse erschlagen werde, bin ich so dreist und schreibe jetzt einfach, dass Rennspiele auf einem Handheld nur sehr bedingt eine Berechtigung haben. Ja, schreit jetzt nur auf, aber ernsthaft: Ihr könnt mir doch nicht erzählen, dass die Dichte der Atmosphäre und der Komfort des Handlings ganz zu schweigen vom Mini-Display, welches ein Handheld nun einmal im Vergleich zum großen Fernseher hat, ein identisches Spielgefühl liefert wie beim Zocken auf den großen Konsolen. Na aber natürlich gibt es einige sehr bemerkenswerte Titel auch für die Sony PSP, die begeistern können, aber diese sind vom Genre her eben eher Strategie, Puzzle oder Rollenspiele (wenn auch sehr wenige), bei dem es etwas ruhiger zugeht. Okay, genug geärgert, schauen wir uns einmal „Ridge Racer“ für die Sony PSP an: natürlich – wie schon bei der alten Playstation, der PS2 usw. – als Starttitel erschienen, soll demonstriert werden, zu was die Hardware imstande ist zu leisten. Insbesondere die Grafik und Spielgeschwindigkeit sollten bei diesem Rennspiel weitere potentielle Käufer anlocken und genau dieses Ziel dürfte erreicht worden sein. Ich stimme zwar nicht in den Chor ein, der bei Erscheinen dieses Spiels es (verdächtig) über den grünen Klee lobte, aber wir haben es zweifellos mit einem schnörkellosen, grafisch beeindruckenden Arcade-Racer zu tun.


Viel wurde am Spielprinzip nicht geändert, ja eigentlich gar nichts, aber erstens war dies so zu erwarten gewesen und zweitens wieso auch? „Never change the winning strategy” ist hier oberstes Gebot, schätze ich. Demzufolge finden wir keine Elemente vor, die auch nur im Ansatz etwas mit einer ernsthaften Rennsimulation zu tun haben und auch auf Tuningoptionen wurde verzichtet. Dass die Fahrphysik extrem unrealistisch erscheint, ist ebenso wenig überraschend. Hier wird ausschließlich Vollgas gegeben und zwar ohne Sinn und Verstand, ohne jegliche Kompromisse und ohne Angst vor derben Kollisionen mit den Konkurrenten oder der Fahrbahnbegrenzung. Und falls doch, dann nur wegen des daraus resultierenden Zeitverlustes, versteht sich. Im Mittelpunkt steht das Driften in Höchstgeschwindigkeit und damit einhergehend das Auffüllen unseres Vorrats an Nitro. In prall gefülltem Zustand lassen sich für wenige Sekunden heftige Turboschübe veranlassen, die uns entsprechend davoneilen bzw. wieder näher an die Spitze herankommen lassen, je nachdem wie wir gerade im Feld positioniert sind. Drei separate Energiebalken finden wir hier vor. Die Handhabung ist kinderleicht und auch nicht sonderlich kompliziert, eine Eingewöhnungsphase ist quasi gar nicht nötig, innerhalb weniger Minuten (vielleicht sogar Augenblicke) sind die wenigen maßgeblichen Kommandos verinnerlicht. Dies soll nicht heißen, dass der Schwierigkeitsgrad niedrig ist, nein keineswegs, doch stellt Euch darauf ein, dass sich vom Prozedere her in den nachfolgenden (unzähligen) Rennen im Grunde nichts mehr ändert. Meines Erachtens der gewichtigste Nachteil von Ridge Racer überhaupt, was auch schon immer so war. Vollgas geben, in die Kurve driften, möglichst kein CPU-Fahrzeug touchieren, den Streckenrand ohnehin nicht und dann schnell den Turbo auslösen: haargenau so läuft es das gesamte Spiel ab.


Der bemerkenswerte Umfang von Ridge Racer (das war beileibe nicht immer so!) entschädigt schon ganz ordentlich, kann aber den Makel des doch sehr geringen Anspruchs und der abwechslungsarmen Rennverläufe nicht komplett vergessen machen. Aber dies ist kein spezielles Problem der PSP-Version, sondern galt schon immer bei allen Versionen dieser berühmten Rennserie. Über fünfzig Wagen, in die wir im Laufe der Zeit auf Wunsch einsteigen dürfen, die auf sechs unterschiedliche Rennklassen unterteilt sind und für Ridge Racer immerhin zwölf Rennstrecken sind sehr ordentlich. Dass Ihr jene Strecken in zig Teilabschnitten absolviert und dann später auch spiegelverkehrt, ist hier „business as usual“ und ja auch gar nicht verkehrt. Viele der Kurse dürften uns bekannt vorkommen und das hat auch durchaus seinen Reiz. Ich erwarte ja auch gar nicht, dass speziell für die PSP sozusagen „exklusiv“ komplett neue Rennstrecken entworfen werden: die ersten vier Teile (Ridge Racer, Ridge Racer Revolution, Rage Racer - mein Lieblingsteil der gesamte Serie im Übrigen - und Ridge Racer 4) versorgen uns mit jeweils zwei Strecken, weitere zwei Kurse kommen noch hinzu, die in den Spielhallen für Begeisterung sorg(t)en. Wer Lust auf Mehrspielerspektakel hat, kann sich hier gerne austoben, vorausgesetzt die acht Gleichgesinnten verfügen auch insgesamt über eben acht UMDs. Ansonsten rasen wir in Einzelrennen zur Eingewöhnung, im Zeitfahren und im Meisterschaftsmodus oder besser gesagt der Welttour durch die Gegend, letztere beinhaltet vierzig kleine Meisterschaften, die vier Schwierigkeitsgrade aufweisen. Die Rennen an sich beginnen wir immer vom letzten Platz aus und sind nach drei Runden beendet. Zu Beginn reicht noch eine Platzierung unter den ersten Drei, um die nächsten Kurse freizuschalten bzw. um für diese zugelassen zu werden, später muss gewonnen werden, um das zu erreichen. Im weiteren Verlauf treffen wir immer wieder zwischendurch auf ein brisantes 1:1-Duell gegen einen CPU-Fahrer, der uns traditionsgemäß ins Schwitzen bringt und spätestens in der letzten Runde eine praktisch perfekte Fahrt von uns verlangt. Soweit zum Inhalt, der erwartungsgemäß nichts sensationell Neues bietet, dafür aber auf jeden Fall Altbewährtes.


Wie sieht es mit der Präsentation aus auf der Sony PSP, eigentlich der wichtigste Punkt, da die simple Steuerung auf der PSP keine Schwierigkeiten macht. Optisch sieht Ridge Racer genau so aus, wie man es von einem Starttitel erwarten durfte, welcher die Käufer von der Power des Handhelds überzeugen soll. Gelungene Fahrzeugmodelle (welche die Profis allerdings durch die Innenansicht wegschalten, so dass dann nur noch die CPU-Wagen zu erkennen sind) und eine dynamische Kameraführung, die ein Markenzeichen dieses Rennspiels, überzeugen auf der ganzen Linie. Ein intensiveres Renngefühl habt Ihr mit der Innenansicht, dafür müsst Ihr die Strecken aber extrem gut kennen, da aufgrund der arg eingeschränkten Übersicht das richtige Angehen der Kurven zwecks Driftens zu happig ausfallen dürfte. Die Heckkamera macht uns das Ganze sehr übersichtlich, sieht dafür aber weitaus weniger spektakulär aus und vermittelt nicht so ein wahnsinnig hohes Tempo wie bei der anderen Perspektive. Entscheidet dies aber selbst, bitte. Teilweise richtig imposant sieht die Landschaftsoptik aus, das Kursdesign überzeugt ebenso auf der ganzen Linie und das Szenario bei Sonnenuntergang und in der Nacht kommt besonders gut rüber. Trotz des Mordstempos ruckelt es zudem nie, das ist große Klasse. Grafikpatzer gibt es nirgends, keine Clippingfehler oder Pop Ups weit und breit. Sauber. Die hämmernden Techno-Beats und der Sprecher sind hingegen Geschmackssache, doch auch das war schon immer so bei Ridge Racer. Mich persönlich nervte der Sprecher nach relativ kurzer Zeit und die Beats wirkten auf Dauer eher einschläfernd als dass sie mir zusätzliche Adrenalinkicks geben könnten, insofern hätte ich mir mitunter auch gerne Rock oder Metal gewünscht, aber okay, man kann nicht alles haben, schätze ich.


Was mit eindeutig am Besten gefallen hat, sind die prächtige Grafik, die beweist, was auf der PSP doch möglich ist sowie der beachtliche Umfang. Sehr gut ist auch der extrem schnelle Einstieg, doch die Schattenseite dessen ist die mir viel zu simple Steuerung, die bei mir auf Dauer auch arge Konzentrationsstörungen verursachte. Nicht selten musste ich eine Strecke neu fahren, da ich fast oder auch nicht fast) gelangweilte lethargisch gegen die Bande geknallte oder Ähnliches. Die Streckenauswahl quer durch die Ridge-Racer-Historie gefiel mir hingegen wieder ganz hervorragend, was ich leider nicht über die auf Dauer nervige Soundkulisse sagen kann, insbesondere der Sprecher nervt später nur noch. Außerdem bleibt das Prozedere immer gleich, auch wenn ich nicht unter den Teppich kehren möchte, wie angetan ich grundsätzlich von der Welttour bin. Spielspaßwertung: 82%.

19 Bewertungen, 9 Kommentare

  • ingoa09

    25.07.2008, 15:01 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Liebe Grüße, Ingo

  • try_or_die87

    14.07.2008, 18:34 Uhr von try_or_die87
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße aus Regensburg

  • morla

    23.06.2008, 04:15 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg............ petra

  • Voodoo-Benshee

    07.06.2008, 03:58 Uhr von Voodoo-Benshee
    Bewertung: besonders wertvoll

    cooler bericht, ja ridge racer gehört auch in jede sammlung, ist einfach n cooler titel

  • bigmama

    06.06.2008, 22:17 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anett und ein wunderschönes Wochenende

  • Baby1

    06.06.2008, 21:44 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • jacki0987

    06.06.2008, 16:50 Uhr von jacki0987
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH! Liebe Grüße von Jacqueline

  • frankensteins

    06.06.2008, 15:57 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin ja kein Spielefan, aber dein Bericht sagt doch schon einiges um es zu verstehen lg

  • DOMMEL

    06.06.2008, 14:16 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, Bin Gegenleser!! LG DOMMEL