Ridge Racer (PSP Spiel) Testbericht
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- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von sinfortuna
Gelungenes Handheld-Debüt
Pro:
Top-Grafik, Mordstempo, Querschnitt aller vier Ridge-Racer-Teile, schneller Einstieg, interessante Welttour
Kontra:
Steuerung zu simpel, Prozedere immer gleich, Soundkulisse nervt auf Dauer, unrealistische Fahrphysik (wie immer)
Empfehlung:
Ja
Viel wurde am Spielprinzip nicht geändert, ja eigentlich gar nichts, aber erstens war dies so zu erwarten gewesen und zweitens wieso auch? „Never change the winning strategy” ist hier oberstes Gebot, schätze ich. Demzufolge finden wir keine Elemente vor, die auch nur im Ansatz etwas mit einer ernsthaften Rennsimulation zu tun haben und auch auf Tuningoptionen wurde verzichtet. Dass die Fahrphysik extrem unrealistisch erscheint, ist ebenso wenig überraschend. Hier wird ausschließlich Vollgas gegeben und zwar ohne Sinn und Verstand, ohne jegliche Kompromisse und ohne Angst vor derben Kollisionen mit den Konkurrenten oder der Fahrbahnbegrenzung. Und falls doch, dann nur wegen des daraus resultierenden Zeitverlustes, versteht sich. Im Mittelpunkt steht das Driften in Höchstgeschwindigkeit und damit einhergehend das Auffüllen unseres Vorrats an Nitro. In prall gefülltem Zustand lassen sich für wenige Sekunden heftige Turboschübe veranlassen, die uns entsprechend davoneilen bzw. wieder näher an die Spitze herankommen lassen, je nachdem wie wir gerade im Feld positioniert sind. Drei separate Energiebalken finden wir hier vor. Die Handhabung ist kinderleicht und auch nicht sonderlich kompliziert, eine Eingewöhnungsphase ist quasi gar nicht nötig, innerhalb weniger Minuten (vielleicht sogar Augenblicke) sind die wenigen maßgeblichen Kommandos verinnerlicht. Dies soll nicht heißen, dass der Schwierigkeitsgrad niedrig ist, nein keineswegs, doch stellt Euch darauf ein, dass sich vom Prozedere her in den nachfolgenden (unzähligen) Rennen im Grunde nichts mehr ändert. Meines Erachtens der gewichtigste Nachteil von Ridge Racer überhaupt, was auch schon immer so war. Vollgas geben, in die Kurve driften, möglichst kein CPU-Fahrzeug touchieren, den Streckenrand ohnehin nicht und dann schnell den Turbo auslösen: haargenau so läuft es das gesamte Spiel ab.
Der bemerkenswerte Umfang von Ridge Racer (das war beileibe nicht immer so!) entschädigt schon ganz ordentlich, kann aber den Makel des doch sehr geringen Anspruchs und der abwechslungsarmen Rennverläufe nicht komplett vergessen machen. Aber dies ist kein spezielles Problem der PSP-Version, sondern galt schon immer bei allen Versionen dieser berühmten Rennserie. Über fünfzig Wagen, in die wir im Laufe der Zeit auf Wunsch einsteigen dürfen, die auf sechs unterschiedliche Rennklassen unterteilt sind und für Ridge Racer immerhin zwölf Rennstrecken sind sehr ordentlich. Dass Ihr jene Strecken in zig Teilabschnitten absolviert und dann später auch spiegelverkehrt, ist hier „business as usual“ und ja auch gar nicht verkehrt. Viele der Kurse dürften uns bekannt vorkommen und das hat auch durchaus seinen Reiz. Ich erwarte ja auch gar nicht, dass speziell für die PSP sozusagen „exklusiv“ komplett neue Rennstrecken entworfen werden: die ersten vier Teile (Ridge Racer, Ridge Racer Revolution, Rage Racer - mein Lieblingsteil der gesamte Serie im Übrigen - und Ridge Racer 4) versorgen uns mit jeweils zwei Strecken, weitere zwei Kurse kommen noch hinzu, die in den Spielhallen für Begeisterung sorg(t)en. Wer Lust auf Mehrspielerspektakel hat, kann sich hier gerne austoben, vorausgesetzt die acht Gleichgesinnten verfügen auch insgesamt über eben acht UMDs. Ansonsten rasen wir in Einzelrennen zur Eingewöhnung, im Zeitfahren und im Meisterschaftsmodus oder besser gesagt der Welttour durch die Gegend, letztere beinhaltet vierzig kleine Meisterschaften, die vier Schwierigkeitsgrade aufweisen. Die Rennen an sich beginnen wir immer vom letzten Platz aus und sind nach drei Runden beendet. Zu Beginn reicht noch eine Platzierung unter den ersten Drei, um die nächsten Kurse freizuschalten bzw. um für diese zugelassen zu werden, später muss gewonnen werden, um das zu erreichen. Im weiteren Verlauf treffen wir immer wieder zwischendurch auf ein brisantes 1:1-Duell gegen einen CPU-Fahrer, der uns traditionsgemäß ins Schwitzen bringt und spätestens in der letzten Runde eine praktisch perfekte Fahrt von uns verlangt. Soweit zum Inhalt, der erwartungsgemäß nichts sensationell Neues bietet, dafür aber auf jeden Fall Altbewährtes.
Wie sieht es mit der Präsentation aus auf der Sony PSP, eigentlich der wichtigste Punkt, da die simple Steuerung auf der PSP keine Schwierigkeiten macht. Optisch sieht Ridge Racer genau so aus, wie man es von einem Starttitel erwarten durfte, welcher die Käufer von der Power des Handhelds überzeugen soll. Gelungene Fahrzeugmodelle (welche die Profis allerdings durch die Innenansicht wegschalten, so dass dann nur noch die CPU-Wagen zu erkennen sind) und eine dynamische Kameraführung, die ein Markenzeichen dieses Rennspiels, überzeugen auf der ganzen Linie. Ein intensiveres Renngefühl habt Ihr mit der Innenansicht, dafür müsst Ihr die Strecken aber extrem gut kennen, da aufgrund der arg eingeschränkten Übersicht das richtige Angehen der Kurven zwecks Driftens zu happig ausfallen dürfte. Die Heckkamera macht uns das Ganze sehr übersichtlich, sieht dafür aber weitaus weniger spektakulär aus und vermittelt nicht so ein wahnsinnig hohes Tempo wie bei der anderen Perspektive. Entscheidet dies aber selbst, bitte. Teilweise richtig imposant sieht die Landschaftsoptik aus, das Kursdesign überzeugt ebenso auf der ganzen Linie und das Szenario bei Sonnenuntergang und in der Nacht kommt besonders gut rüber. Trotz des Mordstempos ruckelt es zudem nie, das ist große Klasse. Grafikpatzer gibt es nirgends, keine Clippingfehler oder Pop Ups weit und breit. Sauber. Die hämmernden Techno-Beats und der Sprecher sind hingegen Geschmackssache, doch auch das war schon immer so bei Ridge Racer. Mich persönlich nervte der Sprecher nach relativ kurzer Zeit und die Beats wirkten auf Dauer eher einschläfernd als dass sie mir zusätzliche Adrenalinkicks geben könnten, insofern hätte ich mir mitunter auch gerne Rock oder Metal gewünscht, aber okay, man kann nicht alles haben, schätze ich.
Was mit eindeutig am Besten gefallen hat, sind die prächtige Grafik, die beweist, was auf der PSP doch möglich ist sowie der beachtliche Umfang. Sehr gut ist auch der extrem schnelle Einstieg, doch die Schattenseite dessen ist die mir viel zu simple Steuerung, die bei mir auf Dauer auch arge Konzentrationsstörungen verursachte. Nicht selten musste ich eine Strecke neu fahren, da ich fast oder auch nicht fast) gelangweilte lethargisch gegen die Bande geknallte oder Ähnliches. Die Streckenauswahl quer durch die Ridge-Racer-Historie gefiel mir hingegen wieder ganz hervorragend, was ich leider nicht über die auf Dauer nervige Soundkulisse sagen kann, insbesondere der Sprecher nervt später nur noch. Außerdem bleibt das Prozedere immer gleich, auch wenn ich nicht unter den Teppich kehren möchte, wie angetan ich grundsätzlich von der Welttour bin. Spielspaßwertung: 82%.
19 Bewertungen, 9 Kommentare
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25.07.2008, 15:01 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich! Liebe Grüße, Ingo
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14.07.2008, 18:34 Uhr von try_or_die87
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße aus Regensburg
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23.06.2008, 04:15 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg............ petra
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07.06.2008, 03:58 Uhr von Voodoo-Benshee
Bewertung: besonders wertvollcooler bericht, ja ridge racer gehört auch in jede sammlung, ist einfach n cooler titel
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06.06.2008, 22:17 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett und ein wunderschönes Wochenende
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06.06.2008, 21:44 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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06.06.2008, 16:50 Uhr von jacki0987
Bewertung: sehr hilfreichSH! Liebe Grüße von Jacqueline
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06.06.2008, 15:57 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichbin ja kein Spielefan, aber dein Bericht sagt doch schon einiges um es zu verstehen lg
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06.06.2008, 14:16 Uhr von DOMMEL
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich, Bin Gegenleser!! LG DOMMEL
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