The Elder Scrolls IV - Oblivion (PS3 Spiel) Testbericht

ab 16,09
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nie
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von wesbo

Das Spiel des Jahres 2007!

Pro:

Grafik, Sound, Ego-Rollenspiel-Adventure...mal was anderes als immer nur Third-Person oder Vogelcam :) sehr grosser Umfang

Kontra:

nicht viel....die Gaulsteuerung hätte besser ausfallen können und im Wasser bewegt sich der Charakter recht trist und unnatürlich

Empfehlung:

Ja

Hallo zusammen,
ich habe es endlich geschafft, mein Bericht über dieses Spiel fertig zu stellen, habe mir sehr viel Zeit genommen (gute Woche) um auch so gut wie möglich alles mit einzubringen, was dieses Spiel mit sich bringt.
Einleitung:
Habe schon sehr viele gute Meinungen der Finalen PC-Version von Bekannten erhalten und als es dann hieß, Oblivion kommt für die PlayStation 3, war ich heiß drauf dieses Spiel zu ergattern. Auch wenn ich nicht wirklich der Freund des Rollenspieles bin, hat mich dieser Teil voll und ganz in seinem Bann gezogen. Noch nie zuvor habe ich so ein komplex-durchdachtes Spiel angespielt, aber dazu später mehr. Allein schon durch die Ausstattung dieses Spieles ist man als Anfänger gut gewappnet. Neben dem übersichtlichem Benutzerhandbuch, das sehr viele Beschreibungen zu den Charakteren, Klassen, Fertigkeiten, Zauber, Zustände etc. liefert als auch eine schöne Übersichtskarte von ganz Cyrodiil. Oblivion lässt so manches Spiel echt alt aussehen, vor allem die Detailverliebtheit der Entwickler von Bethesda Softworks ist sehr stark sehbar, kein Baum gleicht dem anderen und es gibt eine menge Bäume, die sich in Cyrodiil frei entfalten können. Die Landschaft lädt auch optisch auf längere Kreuzzüge ein. Atemberaubende Landschaften, Wetterumschwünge, Zaubereffekte oder der Wandel von Tag zu Nacht ziehen euch in einer Welt, die so real erscheint, das man nur ungern das Gamepad aus der Hand legen würde. Der Hersteller verspricht eine minimale Spielzeit von 200 Std, die aber bestimmt nicht mal ansatzweise eingehalten werden kann, da neben der Hauptquest´s eine Vielzahl von Nebenquest´s angeboten werden. Habe im Internet sogar nachlesen können, das jemand insgesamt fast 700 Std voll bekommen hat, als er seine letzte Aufgabe erfolgreich absolvieren konnte, also langeweile wird hier gar nicht erst zugelassen! Nun aber mehr zum Game…
Das Spiel:
Wie schon erwähnt ist The Elder Scrolls 4: Oblivion ein sehr komplexes Game in deren Einstellungsmöglichkeiten man sich erstmal einarbeiten und lernen muss, aber ich fang einfach mal mit der Story an. Oblivion bietet schon am Anfang die Qual der Wahl. Als erstes wählt man eine von 10 Rassen aus, darunter finden wir Argonier, Bretonen, Dunkelelfen als auch Hochelfen, das Kaiservolk, die Khajiit, Nords, Orks, Rothwardonen und Waldelfen. Jede Rasse hat seine Stärken und Schwächen als auch positive oder negative Fertigkeiten, wobei man hier sich zum ersten Mal kein riesigen Kopf machen muss was man auswählen soll, ich empfehle als Anfänger die Wahl für das Kaiservolk. Man hat jetzt die Möglichkeit seine Figur äußerlich zu verändern, dazu bieten sich zahlreiche Optionen an, mit denen man von der Gesichtsstruktur, als auch vom kompletten Körper alles verändern kann was man will, sogar das Geschlecht wurde berücksichtigt und man kann sowohl als Mann oder Frau den Kampf bestreiten. Ich allein brauchte schon für die Generierung fast eine halbe Stunde, bis ich mit meinem Charakter zufrieden war. So, wir haben jetzt unseren fertiggestellten Protagonisten und nun geht es darum eine Klasse zu wählen. Jede Klasse bietet wie auch zuvor bei den Rassen positive und negative Eigenschaften die es zu berücksichtigen gilt. Unter den Klassen finden wir den Agenten, der Akrobat, Assassine, der Barbar, den Barden, der Bogenschütze, der Dieb, Heiler, Hexenmeister, der Hexer, Kampfmagier, Kreuzritter, Krieger etc. Insgesamt stehen 21 Fertigkeitsklassen zur Auswahl, wobei ich nochmals drauf hinweise, sich nicht zu lange damit zu beschäftigen, da es beim ersten Mal als Anfänger nicht wirklich eine Rolle spielt, wie man zu beginnen hat. Es ist auch möglich sich selber eine Klasse zu generieren, das nimmt allerdings nochmals etwas Zeit in Anspruch und bis dato haben wir noch nicht mal begonnen! Aber nun geht es endlich los, der erste Blick in die Welt Cyrodiil`s….naja….. das erste Tageslicht vernehmen wir aus einer Kerkerzelle. Die Story beginnt am Anfang noch recht übersichtlich, der Kaiser Uriel Septim wurde ermordet und das Land ist in beängstigender Stimmung, da einmal kein Nachfolger festgelegt wurde und sich das Böse langsam aber sicher weiter ausbreitet und das Volk in Angst und Schrecken versetzt. Euch gelingt es mit Hilfe die Flucht aus dem Kerker und nun ist es euch überlassen, in welcher Richtung es euch verschlägt…
Entweder habt ihr jetzt die Möglichkeit, euch an das Hauptquest zu halten, da sich dann nach und nach neue Aufträge ausbauen, oder ihr wählt eines der zahlreichenden Nebenquests die ihr in Höhlen, Festungen, Katakomben oder verwinkelte unterirdische Gänge bestreiten könnt.
Auch weitere Nebenquests tun sich erst nach Gesprächen mit den Dorfbewohnern auf, also immer schön Smalltalk halten und auf dem laufenden bleiben! Jeder Bewohner kann angesprochen werden, ob er nun eine Antwort gibt liegt ganz an eurer Spielweise, weil je mehr ihr im Spiel erreicht, desto angesehener seid ihr bei den Bewohnern, auch durch Käufe oder Verkäufe steigt euer Ansehen.
Es gibt aber auch schon mal Bewohner, die sich absolut querstellen und uns keine Auskunft geben wollen, obwohl sie die benötigten Information für uns parat haben, indem Fall haben wir die Möglichkeit der Bestechung die meist ein positives Ergebnis liefert. Von der Lippenbewegung, Mimiken und Gestiken sehen die Gespräche toll aus und laden ein zu mehr. :)
Nahezu jede Person ist ansprechbar, manche quasseln euch mit unbedeutsamen Geschichten zu, die anderen wollen erst gar nicht mit euch sprechen. Falls ihr ein Quest durch ein Bewohner in Erfahrung bringt, fügt sich das Quest direkt in eurer Übersicht im Inventar mit ein. Neben Gespräche führen sind auch noch andere Handlungsmöglichkeiten verfügbar, wie der Handel von Waren, Reparaturen von Waffen oder Aufladung einer magischen Waffe beim Schmied, Zaubersprüche kaufen bei Magiern oder das Erlernen von neuen Fähigkeiten oder weiterer Ausbau der vorhandenen. Wie ihr schon merkt, ist allein schon die Konversation mit den Bewohnern Cyrodiil´s sehr aufwendig, das ist allerdings immer noch erst der Anfang!
Euch ist nun frei überlassen was ihr macht, entweder richtet ihr euch zielstrebig an die Haupt- oder Nebenquest´s oder ihr geht einfach auf Beutezug, es wird euch nicht vorgeschrieben! Also, wir machen uns auf den Weg durch Cyrodiil, das erste was einem echt positiv auffallen müsste, wäre der Detailreichtum. Die gesamte Umgebung wirkt sehr echt, vor allem mit dem Übergang der Tag und Nachtzeiten, an denen man sich halten sollte, da nur Tagsüber zu bestimmten Zeiten ein Einkauf möglich ist. Seen, Flüsse oder Bäche sind wunderschön animiert und kein Baum gleicht dem anderen.
Da wir uns frei in Cyrodiil bewegen können, haben wir es uns erst mal zur Aufgabe gemacht die Nachbarstädte zu besuchen, um über die Bewohner vielleicht die ein oder andere neue Aufgabe zu ergattern. Gegen langeweile wurde auch gut vorgesorgt, da man den einen oder anderen Gegner trifft und bekämpfen muss. Anfangs treten euch noch relativ kleine Gegner vor die Linse wie übergrosse Ratten, Trolle etc. die sich aber im weiteren Spielverlauf auch verändern und stärker werden, ausschlaggebend ist eure eigene Levelstufe, je höher ihr euch befindet, desto stärker werden auch die Gegner eingestuft. Aber auch ohne Kämpferei strotzt das Leben in Cyrodiil, der Wind lässt Bäume und Grässer schwingen, Rehe hüpfen durch die Landschaft, Wachposten lösen sich gegenseitig ab nach Absolvierung ihres Dienstes und ab und zu erwischt man auch die Bewohner selbst bei einem kleinen Kaffeeklatsch. Sobald man alle Städte mindestens einmal besucht hat, bemerkt man auch die Anordnung der verschiedenen Rassen, die auch nicht unbedingt zum Anfang gut auf euch zu sprechen sind. Man muss sich halt ein Namen machen, aber wie?!?! Ganz einfach :)
Kurz nach dem Anfang bekommt ihr eine Aufgabe die euch in die Stadt Kvatch führt. Anstatt aber eine prachtvolle Stadt aufzufinden, steht ihr auf einem Schlachtfeld mit einem riesigen rotschimmernden Tor, das Oblivion-Tor….was hat es damit auf sich? In Kvatch trifft man zum ersten Mal auf so ein Tor und stellt euch schon mal drauf ein, es wird nicht das einzigste bleiben.
Das Tor dient als Durchgang zur Unterwelt, oder in diesem Falle in die Welt Cyrodiils. Ihr bekommt nun die Aufgabe das Tor zu zerstören, da andauernd neuen Gegnermassen durch das Tor eintreffen und die Bewohner von Kvatch in Angst und Schrecken versetzen. In den Oblivion-Unterwelten sollte man gut die Augen offen halten, da Raritäten meist hier gefunden werden. Auch beim Abschluss, kurz vor der Zerstörung des Obliviontores bekommt ihr noch die Möglichkeit den Siegelstein dieser Ebene mit abgreifen zu können. Diese Siegelsteine kann man dann mit seinen Waffen oder Ausrüstungsgegenständen koppeln und verstärken. Also, nachdem ihr euch den Siegelstein in die Taschen gesteckt habt, beginnt sich die Oblivion-Ebene langsam zu zerstören, wobei ihr durch das Tor wieder am Ursprungsort landet. Nach dieser Aufgabe ist das Quest abgeschlossen und von nun an seit ihr der Held von Kvatch und schon haben wir ein äusserst positiven Titel, der uns zumindest in der Reihen der Menschen des Kaiserreiches um ein bisschen mehr Ansehen beschenkt. In der deutschen Version der PlayStation 3-Version wird man zwar „die Heldin“ benannt, auch wenn man sich ein männlichen Charakter hat erstellen lassen, aber das ist auch wieder einen von den vielen kleinen Übersetzungsfehlern, die für soein imposantes Game tödlich enden könnte, aber das gleicht das Spiel mit seinen grösseren Stärken wieder aus.
Mehr zur Story verrate ich aber nicht, also nach Kvatch seit ihr jetzt auf euch alleine gestellt. Leider kann man noch nicht Online ins Gefecht ziehen, da bis dato noch keine Onlinefeatures verfügbar sind, wie z.B. in der finalen Version der PC-Variante. Allerdings wurde eines der ersten zwei Add-Ons angekündigt, die man sich entweder im PlayStationNetwork runterladen oder wie gehabt im Laden kaufen kann.
Die Optik:
Atemberaubend! Ich kann sogar sagen, das Oblivion eines der bestaussehensten Games für die PlayStation 3 ist, zwar läuft das Spiel auf 720´er Auflösung, besticht aber trotzdem eine sehr detailierte Grafik. Es sieht einfach klasse aus, allein der langsame Wandel von Tag zu Nacht oder auch umgekehrt ist schon recht imposant ausgefallen, der Regen vermittelt uns schon fast spürbare Nässe und im Kampfgefecht fliesst das Blut. Die Ausrüstungsgegenstände wurden schön ausgearbeitet, von Helm bis zu den Schuhen wurden sehr viele kleine Details mit beigefügt und es macht einfach Spass sich die Ausrüstung auch mal genauer unter die Lupe zu nehmen, schon allein die 80 verschiedenen Rüstungen sind schön in Szene gesetzt. Erwische mich meistens selber dabei, wenn ich mir im Inventar meine neue Rüstung anlege, die man dann auch promt auf der rechten Seite des Inventar-Bildschirmes an den Körper seines Charakter angezeigt bekommt und bestaunen kann.
Auch bei auftretenden Gegnerscharren bleibt die Engine konstant, keine Ruckler, keine Hänger, obwohl man das nicht genau sagen kann, da die PlayStation 3-Version etwas ruckelt sobald was nachgeladen werden muss wie z.B. weitere Spielabschnitte, was den Spielablauf auch leicht dämpft.
Je nach Levelstufe des eigenen Charakters verändern sich auch die Gegner und Monster, wenn man z.B. noch mit Level 1 auf eine übergrosse Ratte stiess, könnte bei Level 9 vielleicht schon was gefährlicheres auf dich warten. Oblivion lässt sich sowohl aus der Ego-Perspektive spielen, als auch aus der Third-Person, dessen Kamera dann hinter dem Charakter eurer Wahl steht. Städte und Burgen sind sehr schön in Szene gesetzt worden und sehr viele kleinere Details mit eingebracht, wie vor Läden die passenden Eingangsschilder, Übungsplätze für Pfeil und Bogen, Statuen und herrliche Lichteffekte, die sich beim spiegeln auf der Wasseroberfläche bemerkbar macht.
Auch wenn ihr euch z.B. einem Oblivion-Tor nähert, verändert sich die ganze Umgebung. Der Himmel wird Feuerrot, dazu noch das brummen des Tores, dass einem schon eine beklemmende Atmosphäre übermittelt. Oblivion ist einfach der grafisch beste Titel den man sich momentan erwerben kann, allerdings zieht die Konkurrenz nach.
Die Steuerung:
Die Steuerung hingegen passt ja so gar nicht zu einem Rollenspiel, da es eher einem Shooter gleichkommen könnte, aber dennoch viel Spass übermittelt, weil jede Belegung auf dem GamePad gut durchdacht wurde und somit auch rein spielerisch das Spiel sehr interessant macht.
Übersicht der Tastenbelegung:
L1 – Blocken
R1 - Angriff
L2 – Zaubern
R2 – Zaubern
L3 – Schleichen/Diebstahl
R3 – Perspektivenwechsel
X – Springen
Kreis – Aufruf des Inventares
Viereck – Waffe ziehen/einstecken
Dreieck – Rennen
Start – Optionsmenü
Select – Aussetzen/Tagen

Wie schon erwähnt, lässt sich Oblivion sehr Shooterlastig durch die Ego-Perspektive spielen, was mir allerdings erst den Anreiz gab, dieses Spiel mal an zu testen. Raus kam das ich es mir gekauft habe :)
Leider verliert man recht schnell die Übersicht, wenn man die Perspektive auf Third-Person stellt, auch allein durch die Treffgenauigkeit ist diese Perspektive leider nicht zu empfehlen. Die Steuerung macht Spass, anfangs muss man noch zusehen die genaue Schlagabfolge so zu gestalten, das beim Gegnerangriff nach einem Block, direkt in den Angriff übergegangen werden kann, was meist auch nicht so einfach funktioniert, wenn der Gegner z.B. mal mit einem heftigeren Schlag euch ins straucheln bringt und ihr euch erst einmal wieder fangen müsst. Je weiter man sich durch Cyrodill durchkämpft, desto öfters musste ich mich selber bei erwischen wie ich sowohl Waffenkämpfe mit Magieeinflüsse vereint zu meinem Vorteil ausnutzen wollte, da es eine Vielzahl an Zauber existieren, die Einfluss auf das Gemüt des Gegners bewirken kann. Im Kampf sollte man sich auch viel bewegen, weil sich die meisten Gegner stumpf vor euch postieren, angreifen und auf eine Reaktion des Gegners warten. Weiterer Vorteil, wenn man in Bewegung bleibt ist, das man ein viel kleineres Ziel gegenüber Langstreckenwaffen wie Pfeil und Bogen oder elementare Zauber bietet, als wenn man immer nur auf einer Stelle stehen bleibt. Die Steuerung ist eigentlich so recht gut gelungen, mit ein bisschen Erfahrung mit der Ego-Shooter-Steuerung lassen sich auch aufwendige Sprungpassagen ohne grosse Umschweife sofort bewältigen. Einzig und allein die Steuerung eines Pferdes, das ihr euch im späteren Verlauf (sobald genug Money in den Taschen vorhanden ist) des Spieles auswählen und erkaufen könnt, hätte besser ausfallen können…viel zu ungenau wie ich finde. Natürlich ist es auch möglich sich ein Pferd zu klauen, nur dann hat man wiederum seinem Ruf geschadet und muss damit rechnen, beim nächsten Mal von einem Wachposten nicht gerade freundlich angesprochen zu werden und womöglich zu seinen Taten stehen muss, wenn man sich nicht gerade mit der Wache anlegen möchte, wie gesagt, schwere Ausrüstung und gute Waffen sind meist in der Obhut dieser Wachposten. Ich als alter Ego-Shooter-Narr kam ohne grosse Probleme mit meinem Pad klar, ist in sofern nichts neues, bis auf ein paar Tastenänderungen kommt es dem Shooter Resistance:Fall of Man oder Call of Duty gleich. Sollte mir nur angewöhnen mehr zu zaubern, weil wenn ich mal Zauber, dann immer nur mein Heilungszauber, wobei sich meine Angriffzauber auf Schriftrollen in meinem Inventar zuhaufe ansammeln.

Weiterer Umfang:

Das Spiel bietet so einiges, was man erst nach und nach mitgeteilt bekommt, hier mal eine kleine Übersicht aus der Welt von Cyrodiil!

Gilden:
Es ist euch möglich einer Gilde beizutreten, in Cyrodiil gibt es einige Gilden, wobei die Kämpfer- und Magiergilde fast in jeder Stadt vertreten ist. Eine Diebesgilde gibt es auch noch, doch leider hab ich die Aufnahmeprüfung nicht bestanden, euch ist aber frei zur Auswahl, welcher der Gilden ihr beitritt, auch mehrere Gilden gleichzeitig sind möglich. In jeder Gilde gibt es dann Zusatzaufträge, die anfangs noch leicht von der Hand gehen, aber im späteren Verlauf immer schwerer werden. Wenn wir schon beim Thema Diebesgilde wären, dann stell ich noch eben ein lustiges Gimmick vor, das Stehlen!
Ihr könnt wirklich alles klauen was nicht Niet und Nagelfest ist, man sollte sich nur nicht erwischen lassen. Wenn wir mit dem Druck auf L3 (linker Stick) in den Schleichmodus wechseln, könnt ihr euch leise eine Person nähern. Sobald ihr nah genug seid wechselt der Cursor von einem weissen Menschenkopf (Symbol zum Ansprechen) in eine rote Hand (Diebstahl). Ihr erhaltet nun nach akzeptieren des Diebstahls Einsicht in das Inventar der jeweiligen Person. Nun ist es abhängig von eurer Erfahrung, Rüstung und Gewicht des zu klauenden Gegenstandes, ob du nun auf frischer Tat ertappt wirst oder ungeschorren davon kommst. Falls du auffliegen solltest, würde ich die Beine in die Hand nehmen, weil die Wachposten nicht so schnell aufgeben, wenn sie von dir Gold für deine Taten abknöpfen können. Im Kampfgeschehen ist es auch möglich aufzugeben (gleiche Vorgehensweise wie beim Diebstahl), das es euch ermöglicht, vom Kampfmodus direkt in einem Gespräch überzugehen, allerdings muss dein Gegner dein Wunsch auch akzeptieren, denn wenn er nicht damit einverstanden ist, beziehen wir weiter Schläge. Sobald wir also unser Kopfgeld wohl oder übel abarbeiten müssen, werden wir für jedes Vergehen in den Kerker geworfen und gleichzeitig unser komplettes Diebesgut entfernt. Mit dem Diebesgut ist es sowieso so eine Sache, da nicht jeder Käufer/Verkäufer gewillt ist diese geklaute Ware anzunehmen, allerdings kann man bei der Diebesgilde einiges des gestohlenen Materiales entgeldlich abgeben. Ihr könnt euch auch innerhalb der Häuser Diebesgut sicherstellen, jedoch lass euch wie gesagt nicht erwischen, gerade wenn der Hausherr vor eurer Nase steht, wird er es nicht gerne sehen, wenn ihr sein Hab und Gut einfach so einsteckt. Bei diesem Beispiel zählt auch das Gewicht des Gegenstandes, wie flink ihr den Gegenstand in eure Taschen einfliessen lässt. Gold lässt sich meist ohne grössere Probleme transferieren, wobei beim Personendiebstahl auch wieder auf die Menge und auf das Umfeld der Bewohner geachtet werden muss um nicht aufzufliegen. Es ist natürlich auch möglich seine Ausrüstungen oder Gegenstände legal zu erwerben, hier lohnt es sich immer die Preise im Auge zu behalten, die Gewinnspanne kann bei Verkäufen durch das Feilschen auch weiter angehoben werde, nur übertreibt nicht mit dem Feilschen, da ihr euch sonst den Ruf wieder einschränkt. Manche Käufer bieten nicht immer einen preislich vorteilhaften Ertrag an, deswegen gilt die Regel, die richtige Ausrüstung auch an den richtigen Mann zu bringen, wie z.B. Waffen und Rüstungen werden beim Schmied verkauft, Zaubersprüche in den Kapellen der Priester usw. so erhöht ihr zumindest eure Gewinnspanne.

Zaubern:
Auch eines der grösseren Optionen ist das Zaubersystem. Wie ich schon vorgreifen konnte, ist es möglich in den Kapellen Zaubersprüche bei einem Priester zu erwerben, die werden bis zum Verkauf im Inventar bleiben, wobei Schriftrollen immer nur einmal verwendet werden kann, also immer schön darauf achten, was ihr nutzen wollt. Wie man es auch aus zahlreichend anderen Rollenspiele her kennt, bringt und die Zauberei bei Oblivion noch viel viel weiter. Es gibt unzählige Variationen von Zaubersprüchen, darunter Heilungen von Leben, der Magiekraft und der Ausdauer, dessen Werte euch auch stettig unten links im Bild angezeigt werden und Einfluss auf das Spielgeschehen nehmen (Ausdauer zu wenig – Schläge treffen nicht mehr mit voller Kraft). Elementarische Angriffe wie Blitz, Feuer und Eis sind in verschiedenen Variationen enthalten, wie auch die Beschwörung von Monstern, Aufrechterhaltung euer Fähigkeiten, Zauber zur Zustandveränderung sowohl beim Gegner, als auch für sich selbst und noch vieles mehr. Ich selber bin eher der Zaubermuffel, aber ich denke mit den richtigen Zauberkräften die man sich aneignen kann, wird das in Zukunft bestimmt noch interessanter werden.

Mörser und Stößel:

Auch sehr vorteilhaft, da man sich somit auch selber Tränke brauen kann, die in einem Kampf vielleicht von Nutzen sein könnten, weil in den meisten Läden recht viel Entgeld für die verschiedensten Tränke verlangt werden. In ganz Cyrodiil wachsen Pflanzen, Pilze etc. dessen Produkt man einsammeln und später zu einem Trank mixen kann. Oberstes Gebot ist natürlich ein gekaufter Mörser mit Stößel den man am Anfang seiner Karriere nur als Lehrling zulegen kann, später kann man weitere Ausbaustufen des Mörsers erhalten, wie auch weitere Gegenstände die die Stärker und Reinheit der Tränke beeinflussen kann. Je mehr ihr miteinander kombiniert, tun sich immer mehr Variationen des Brauens auf, vorallem für jeden erstellten Trank, dessen Namen ihr auch selber vorgeben könnt, bringt euch mehr an Erfahrung in der Alchemie, dessen Verbesserung auch weiter an den Stärken der Tränke abkupfert. Auch Gegner verlieren ab und an mal Zutaten, die man nicht so häufig findet. Auch Gifte können erstellt werden, Tränke werden im Inventar rosa angezeigt, wobei die Gifte grün angezeigt werden. Vorsicht bei zusammengemixte Tränke die sowohl positive als auch negative Eigenschaften haben könnte, die würde ich sofort verkaufen, weil man im Eifer des Gefechtes im Kampf schnell mal so ein Trank ungewollt zu sich nehmen kann und vielleicht so das Kampfgeschehen schon von vorne herein recht schwer für sich gestaltet. Gifte können als Verstärkung der Hauptwaffe aufgetragen werden und dessen Wirkung setzt sofort beim ersten Schlag ein (Gegner verfärbt sich kurzzeitig in transparent grün, Veränderung eines Lebenswertes).
Wenn ich meist eine ganz ordentliche Sammlung an Zutaten habe und es mal wieder passiert, das ich mich komplett Überladen habe und ich kein Stück mehr vorwärts komme, dann greif ich zu meinem Mörser und vermixe solange meine Zutaten, bis ich mich anhand des Gewichtes wieder fortbewegen kann. Je nach Level steigt euer Stärke, die sich auch auf das tragen der Gegenstände auswirken.

Krankheiten:
Den Punkt fasse ich mal generell als Krankheit auf, es gibt natürlich nach mehrere Zustände wie Lähmung, Vergiftung etc. Ich selber bin jetzt gerade aufgestiegen auf Level 18 und musste vor kurzem gegen Vampirismus bestehen. Alles fing damit an, dass ich im Goldrausch mal wieder einige Höhlen begutachten musste. Leider traf ich auch auf Vampire, die mich direkt infiziert haben. Anfangs hat man 72 Stunden Zeit ein Heilmittel gegen Krankheiten zu nehmen, nur bekommt man das auch gar nicht mit das man selber schon den Virus in sich trägt und somit machte es sich erstmals nach 72 Stunden bemerkbar. Nach jeder Übernachtung (auch wichtig für den Levelaufstieg) träumt man desöfteren wirres Zeug wonach man dann langsam Veränderungen an seinem Äusseren feststellen kann. Ab Tag 7 mit Vampirismus konnte ich mich schon nicht mehr tagsüber bewegen, da mir die Sonne nahezu stättig die Lebensenergie raubte. In irgendeinem Buch im Spiel konnte ich dann feststellen, das man doch noch ne Möglichkeit hat, wieder ein Mensch zu werden, wobei es diesmal nicht mal eben so mit einem Heilmittel getan ist. Also, man hat sowohl die Möglichkeit weiterhin als Vampir das Abenteuer zu bestreiten, gleichzeitig die neuen Vampir-Fähigkeiten die sich dazugesellen, sowie bessere Stärke und Ausdauer und vorallem sind dann Sprünge drin, die ein Mensch nicht vollziehen kann oder man wird wieder zum Menschen und hat dann nicht immer den Stress sich nach menschlichen Blut umzuschauen, da Blut saugen nur bei schlafenden Bewohnern funktioniert, am besten auch nicht erwischen lassen! Ab 4 Uhr morgens braucht man auch keine Angst mehr haben, das das Opfer durch den Biss wach wird, da bis dato der Tiefschlaf eingesetzt hat.
Aber nun weiter, ich machte mich dann auf den Weg zum Ort Erpelgrund, dessen Bewohnerin eine Hexe mit übersinnlichen Fähigkeiten ist, die die Möglichkeit haben sollte, euch ein Gegenmittel gegen den Vampirismus anfertigen zu können. Zwischenzeitlich musste ich mich auch wieder von Menschenblut ernähren, um mich äusserlich auch nicht gerade zum Graf Dracula zu entwickeln, da die Bewohner auf der Strasse im vorbeigehen bemerken, das irgendwas mit dir nicht in Ordnung ist, spätestens dann ist es Zeit seine Reisszähne auszufahren. Zum Leidwesen meinerseits verlangte die Hexe jetzt doch einiges für das Heilmittel, nicht mehr als 5 leere große Seelensteine verlangte sie als Bezahlung, die ich natürlich nicht bei mir hatte und auch recht schwer in der Beschaffung sind. Nachdem ich dann unzählige Kämpfe hinter mir gebracht hatte und nun 5 leere und vorallem noch große Seelensteine in der Hand hielt, ging es wieder zum Erpelgrund. Nachdem ich ihr die 5 Steine übergeben hatte gab sie mir eine Aufstellung der Zutaten die sie zum brauen des Trankes benötigt, das wiederum artet wieder leicht in Frust um, da die Zutaten auch nicht leicht zu beschaffen waren, aber zum guten Ende übergab ich ihr alles und danach muss man sich nur noch 24 Stunden drauf gedulden und kann sich dann wieder zum Menschen umwandeln, dadurch fallen allerdings auch wieder die Vampir-Fähigkeiten weg, die sich nach und nach dazugesellt haben zu euren restlichen Fähigkeiten. BITTE BEACHTEN! Im Kampf gegen den Vampirismus hat sich auch wieder ein Fehlerteufel im Bezug der Übersetzung eingeschlichen, im Spiel verlangt die Hexe unter den Zutaten 5 Nachtschatten-Blätter, nur leider werden 5 Tollkirschen benötigt und bis man das erst einmal rausgefunden hat dank des Internets fiel die Übersetzung schon wieder schlecht auf.

Schatztruhen/Schlösser:
Es ist möglich Schatztruhen zu knacken, anfangs hat man noch sehr viele nicht verschlossene Kisten und Truhen, die aber im späteren Verlauf des Spieles rasch abnehmen. Zur besten Waffe gegenüber den Kisten und Truhen ist der Dietrich, der sowohl kaputt gehen kann als auch nur sehr begrenzt gefunden wird. Einzig bei der Diebesgilde ist es möglich sich gegen ein gewisses Entgeld Dietriche zuzulegen. Es gibt fünf Schwierigkeitsstufen die sich anhand der Verschlussbolzen gut abzählen lassen, hier ist allerdings auch ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt zum knacken des Schlosses, mein Tipp! Vor der Kiste speichern, so kann man bei einem grösseren Verlust von Dietrichen und schwacher Ausbeute immer wieder nachladen und man beginnt wieder mit dem vorherigen Inventar.

Reiten:

Euch ist im weiteren Verlauf des Spieles möglich ein Pferd zu kaufen. Positiv natürlich, da ihr euch viel schneller als zu Fuss bewegen könnt, seit trotzdem genauso angreifbar wie sonst auch, wobei sich die Gegner erstmal auf euer Ross stürzt, bevor er nach einem Angriff von uns die Front wechselt. Sehr schade find ich, das man zu Pferd nur absteigen kann um Angriffe auszuführen, hätte es besser gefunden, wenn man vom Gaul aus seine Klinge hätte schwingen können, oder während des Ritts
Den Bogen zu zücken, aber es sollte wohl nicht sein….kleiner Minuspunkt!

Arena:

In der Hauptstadt ist es möglich sich in der Arena die Taschen vollzustopfen. Einmal könnt ihr Wetten auf die Gladiatorenkämpfe setzen und mit ein bisschen Glück reichlich Gold gewinnen, oder man kämpft tatkräftig mit und kann vielleicht sogar wertvolle Ausrüstungsmaterialien abstauben. Allein die Stimmung in der Arena heizt einem nochmal so richtig ein, wenn es ums überleben geht! :)

…das ist jetzt ein Grossteil der Möglichkeiten, die das Spiel bietet, es bestehen allerdings auch weitere Optionen, wie halt die verschiedenen Oblivion-Ebenen, Begleitschutz, Kopfgeldjagd etc. Also langweilig wird euch bei diesem Spiel garantiert nicht!

Fazit:

Spiel des Jahres 2007? Auf alle Fälle! Habe schon lange nicht mal ansatzweise soein durchdachtes Game gehabt, das soviel Spieltiefe bietet wie The Elder Scrolls 4: Oblivion. Sobald ich in Cyrodiil bewege, vergesse ich die Zeit….die reale Zeit und könnte Stunden ohne Pause weiterspielen. Der Schwierigkeitsgrad, der sich stättig anpasst, wurde gut gewählt, da man meist immer recht gut mit seinen Gegner mithalten kann. Frust kommt aber auch leider ab und zu auf, vorallem wie schon die erwähnten Übersetzungsfehler oder das reiten eines Pferdes, das von der Steuerung nicht so toll von der Hand geht. Benutzt so oft es geht die Speicherfunktion um nicht irgendwann nach einem Ableben wieder von vorn beginnen zu müssen, vorallem durch Einsparung der schon sehr knappen Dietrichen.
Also ich habe nicht viel zu meckern, da das Spiel einem umhaut. Oblivion hat es verdient hoch gelobt zu werden, gerade jetzt mit den nicht gerade so tollen Spiele die so nach und nach den Weg zur PlayStation 3 finden. Ich will nicht übertreiben, aber es ist nicht nur für eingefleischte Rollenspieler, da es mit der Ego-Perspektive ein ganz neues Spielerlebnis bietet. Bis auf die angesprochenen Mängel kann ich dieses Game aber wärmstens empfehlen!

Kritikpunkte:
- Etwas längere Ladezeiten
- Gelegentliche Ruckler, abgehackter Spielablauf
- Übersetzungfehler; Stimme da, aber keine Mimik

Im Moment das non-plus-ultra was man sich für die PlayStation 3 zulegen kann. Fünf Sterne und alle Daumen hoch!


98% von 100%

Vielen Dank fürs lesen und bewerten!

Euer
Wesbo

15 Bewertungen, 6 Kommentare

  • gerrhosaurus1978

    30.01.2008, 21:54 Uhr von gerrhosaurus1978
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG, Daniela

  • morla

    30.01.2008, 14:35 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. petra

  • Ladylike

    30.01.2008, 10:22 Uhr von Ladylike
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht!

  • nele83

    30.01.2008, 10:19 Uhr von nele83
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht .. LG Daniela

  • Vicky

    30.01.2008, 10:10 Uhr von Vicky
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh - Vic

  • Baby1

    30.01.2008, 09:34 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.