The Elder Scrolls IV - Oblivion (PS3 Spiel) Testbericht



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- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von Giebenrath86
The Elder Scrolls IV: Oblivion - Tolles Spiel mit Schwächen im Tiefgang
Pro:
Grafik, Umfang, Steuerung.
Kontra:
schwache Story, schwache Quests, kein Charme.
Empfehlung:
Ja
Genre: Rollenspiel
enthält: The Elder Scrolls IV: Oblivion, Knights of the Nine, Shivering Isles
Story:
Zu Beginn des Spiels sitzt man im Kerker der Kaiserstadt. Eines Tages tritt neben zwei Wachen auch der Kaiser Uriel Septim in die Zelle des Helden. Der Kaiser teilt dem Spieler mit, dass er in ihm eine besondere Person sehe und flüchtet dann mit den Wachen und dem Protagonisten durch einen Geheimgang in die Katakomben. Dort wird der Kaiser von Attentätern ermordet, doch kurz vor seinem Ableben reicht er euch ein Schmuckstück, das ihr zu einem Freund bringen sollt und welches auf keinen Fall in falsche Hände fallen darf. Also auf auf und davon.
Der Hauptstrang der Story webt sich fortan um die Nachfolge Uriel Septims und um die mysteriösen Oblivion-Tore, die die normale Welt Cyrodill mit der Schattenwelt Oblivion verbinden und aus denen zahllose Monster strömen.
So spannend dieser Plot ansich ist, ist die Umsetzung leider nur durchschnittlich. Man wandert zwischen verschiedenen Punkten umher und erhält neue Quests, in der Einleitung dieser Quests wird durch den Auftraggeber die Story vorangetrieben. Unterstrichen wird diese Gegebenheit dadurch, dass es nahezu keine herausragenden Persönlichkeiten im Spiel gibt. Der gesamte Hauptstrang wirkt dadurch gelegentlich platt und unbedeutend.
Im Zusatz "Knights of the Nine" geht es im einen dunklen Magier namens Umaril, welcher nach einem historischen Kampf mit dem Kreuzritter "Weißplanke" erneut dunkle Pläne schmiedet und die Priester der Dorfkirchen töten lässt. Der Held macht sich nach dem Gespräch mit einem Propheten auf den Weg, die heilige Rüstung Weißplankes zu finden und Umaril gegenüberzutreten.
Im Zusatz Shivering Isles tritt man in eine gänzlich neue Welt ein, die in zwei Teile gespalten ist. Der Hauptstrang dreht sich um den Daedra-Fürsten Sheograth und dessen Widersacher Juggalack, die sich gegenseitig vernichten wollen, damit sie ihre Herrschaft über die Shivering Isles manifestieren können.
Grafik und Sound:
Die Grafik ist ausgezeichnet und lässt nur wenig Spielraum für Kritik. Atemberaubend ist vor allem der Blick in die weitläufige Landschaft von Cyrodill und der tolle Himmel, der durch Wolken, Sterne und Monde inszeniert wird. Makel gibt es zweierlei. Gelegentlich bauen sich Teile der Welt erst auf, wenn man näher an sie herankommt, so taucht zB ein Stein, den man eigentlich schon in 20 Metern Entfernung sehen können müsste erst bei einer Entfernung von 10 Metern auf. Das ist nicht wirklich störend, trübt aber zuweilen die grafische Atmosphäre. Der zweite Kritikpunkt besteht in teilweise unsauberen Texturen und ähnlichen Details. Diese wirken hin und wieder schwammig. Die Schatten mancher Personen sehen aus wie ein Abbild aus Legosteinen.
Der Sound ist in diesem Spiel nichts Besonderes. Mit Musik wird nur dezent gearbeitet und sie wird sinnvoll eingesetzt. Die Geräuschkulisse selbst klingt von der rappelnden Rüstung bis hin zum grunzenden Wildschwein sauber und richtig.
Der Protagonist/die Charaktere:
Den eigenen Charakter kann man sich bei Spielbeginn selbst erstellen und beliebig modellieren. Der Vorteil: Ein individueller Kämpfer. Der Nachteil: Eine Figur ohne Charme, Charakter und Wiedererkennungswert. Man bewegt sich sozusagen in einer leeren Hülle durch die Spielwelt.
Wichtige Charaktere sind Mangelware und die vorhandenen wirken austauschbar, da sie ebensowenig Charakter besitzen wie der Held selbst. Auch von den unwichtigen Charakteren gibt es gerade in den Städten viel zu wenige. Zusammengenommen hat das weitreichende Folgen, denn es kommt nur sehr selten Atmosphäre auf und die Städte wirken häufig leblos bis steril.
Steuerung:
Die Steuerung ist gut durchdacht und, soweit möglich, einfach gehalten. Das ist im "Alltag" sehr erfreulich und man fühlt sich nach sehr kurzer Eingewöhnungsphase mit der Steuerung vertraut. Lediglich das Umschalten von Zaubern kann über die Schnelltasten, die auf dem Steuerkreuz liegen stressig werden. Gerade wenn man gegen mehrere Gegner kämpft, da man zur Umwahl den linken Analogstick (der zum Bewegen nötig ist) verlassen muss und da man im Kopf haben muss, auf welcher Richtung des Steuerkreuzes der jeweilige Zauber liegt.
Ausrüstung, Magie, Objekte und Inventar:
Das Spiel bietet eine sehr große Vielfalt an. Waffen und Rüstungen sind nicht nur zahlreich, sie sind hinsichtlich ihrer Effekte auch gut differenziert. Dies ist der Möglichkeit zu verdanken, seine Ausrüstung mit anderen Objekten fast ohne Beschränkungen zu verzaubern, so dass man später über Dinge wie Feuerklingen oder magieresistente Rüstungen verfügt. Waffen und Rüstungen nutzen sich mit der Zeit ab und können bei Schmieden gegen Bezahlung repariert werden. Mit Schmiedehämmern kann man auch selbst reparieren, sofern man die notwendigen Kentnisse besitzt. Kann ein einfacher Dolch noch von jedem repariert werden, braucht es für einen verzauberten Gegenstand schon eine qualifiziertere Person.
Magische Waffen müssen überdies regelmäßig aufgeladen werden, was, sofern man es nicht selbst beherrscht, sehr sehr teuer ist.
Die Zauber äußern sich in Magie, die man erlernt hat und dauerhaft nutzen kann und in Magie aus Schriftrollen, die man nur einige Male nutzen kann. Erstere unterscheiden sich nochmal in normale Zauber und Machtzauber. Machtzauber sind für gewöhnlich mächtiger, können aber auch nur einmal pro Tag gewirkt werden.
Auch gibt es zahlreiche andere Objekte vom Buch (durch die sich manchmal die eigenen Fähigkeiten verbessern) bis hin zur Selleriestaude, die teilweise nützlich und teilweise unnütz sind. Mitnehmen kann man fast alle.
Das Inventar ist sehr ausführlich und teilt sich nach dem Karteisystem in zahlreiche Kategorien ein. Da dem Spieler nur ein Minimum an Optionen zur Verfügung stehen, das Inventar manuell zu ordnen, ist es leider sehr unübersichtlich und unkomfortabel ausgefallen. Hat man erstmal eine gewisse Menge an Objekten zusammengetragen (zB Schlüssel, Schriftrollen und Alchemiezutaten), so dauert es teilweise ewig, bis man zum gesuchten Objekt gescrollt hat. Das hätte man besser lösen können.
Alle Objekte besitzen ein spezifisches Gewicht, das der Protagonist tragen können muss. Lädt der Held mehr auf sich als er tragen kann, kann er sich so lange nicht bewegen, bis er genügend abgelegt hat.
Quests:
Die Quests sind zahlreich und storytechnisch abwechselungsreich. Allerdings läuft es fast immer aufs gleiche raus: Kämpfen. Selbst bei scheinbar friedlichen Missionen haben die Entwickler meist noch eine Möglichkeit gefunden, noch einen Kampf zu implementieren. Nach einer Weile geht so der Überraschungseffekt verloren, da man sich denken kann, dass immer noch ein Kampf folgt. Alternativaufträge sind vorhanden, aber nicht häufig zu finden. Die Belohnung für die Erfüllung eines Quests ist meist, falls es denn überhaupt eine gibt, sehr gering. Kaum genug um die eigenen Reperaturkosten für Waffen und Rüstung zu decken. Dafür muss man hin und wieder eine Menge investieren, weil man Leute bestechen oder ein Haus kaufen muss. Den Gewinn holt man für gewöhnlich aus dem Verkauf der Dinge, die man im Lauf des Quests bei seinen Gegnern fand. Dort entdeckt man hin und wieder auch einen seltenen Gegenstand, den man selbst gut gebrauchen kann. Es wäre wünschenswert gewesen, hätte man sich dafür entschieden, dem Spieler für das erfolgreiche Erfüllen eines Quests Erfahrungspunkte zu geben, so wie es zB auch in der Spielreihe "Baldurs Gate" der Fall ist.
Da man aber weder Erfahrung noch nennenswerte Belohnungen erhält, ist die Motivation des Questens nicht allzu groß und nährt sich vorwiegend aus der Hoffnung, vielleicht eine interessante Waffe zu finden.
Knights of the Nine besteht eigentlich aus einem einzigen großen Quest, das es zu bestehen gilt. Dies ist weder besonders schwer und einfallsreich, allerdings gehört es zu jenen Quests, die sich hinsichtlich der zu findenden Gegenstände durchaus lohnen.
Shivering Isles hat immerhin eins der Quest-Mankos abgestellt: Die Abwechselung. Bei SI finden sich viele Quests, die mehrere Lösungsmöglichkeiten zulassen und somit für Abwechselung sorgen, so dass sich die SI-Quests von jenen aus dem Standardspiel deutlich abheben.
Insgesamt sind die Quests so zahlreich und ausführlich, dass eine enorme Spielzeit gewährleistet ist, die irgendwo in einer dreistelligen Stundenzahl liegen dürfte.
Diverses:
Das Spiel wartet mit einigen interessanten Gimmicks auf, die das Gameplay teils erfolgreich, teils weniger erfolgreich auflockern.
Zu den gelungenen Dingen zählt sicherlich das Schlösserknacken, bei dem man mit Hilfe von Dietrichen unterschiedlich schwere Schlösser öffnen muss, die nicht selten Kisten oder Vitrinen mit wertvollen Objekten schützen. Das ist sehr knifflig und eine willkommene Abwechselung.
Weniger gelungen ist das Überredespielchen, das man bei anderen Personen einsetzen kann, damit sie einem freundlicher gegenüberstehen. Das ist recht simpel und führt nach ein wenig probieren fast immer dazu, dass man den Gesprächspartner auf dessen individuelles Maximum an Freundlichkeit bringt.
Fazit:
Oblivion ist ein Rollenspiel, das vor allem durch die sehr schöne Grafik und den in jeder Hinsicht immensen Umfang punkten kann. Story und Atmosphäre schwächeln und die Quests sind, bis auf jene aus Shivering Isles, auch eher seicht.
Unterm Strich eignet sich das Spiel hervorragend für jene, die einfach eine Ladung Action ohne langwierigen Background suchen und mehr Wert auf Metzeleien als auf große Epik legen.
Anmerkung: Dieser Artikel erscheint auch auf anderen Plattformen.
31 Bewertungen, 10 Kommentare
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04.04.2011, 22:40 Uhr von [email protected]
Bewertung: besonders wertvollgreetz from wallcity beartown
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04.04.2011, 21:31 Uhr von hexi5
Bewertung: sehr hilfreichWünsch dir einen tollen Wochenstart, Gruß Lisa
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04.04.2011, 21:29 Uhr von austin77
Bewertung: sehr hilfreichwürd mich über deine Gegenlesung freuen
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04.04.2011, 20:30 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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04.04.2011, 19:50 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Wochenstart. LG cleo1 Würde mich über Gegenlesung sehr freuen.
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04.04.2011, 19:10 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichToll beschrieben - GLG
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04.04.2011, 18:47 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche einen guten wochenstart. lg. petra
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04.04.2011, 17:10 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße....KATJA
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04.04.2011, 17:10 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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04.04.2011, 16:30 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Monntag und Lg Sigi
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