Der Hofnarr (DVD) Testbericht

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ab 6,10
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2008

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Erfahrungsbericht von tomsawyer

Der ideale Sonntag - NachmittagsFilm

Pro:

tolle Unterhaltung

Kontra:

keine Extras

Empfehlung:

Ja

„Der Hofnarr“ ist ein idealer Sonntags-Nachmittags-Film. Ein prächtiger Farbfilm im tollen Ambiente und farbenfrohen Kostümen. Die Abenteuerkomödie ist kurzweilig und spannend. Auch die Schauspieler überzeugen, Allen voran natürlich Danny Kaye, der überzeugend tanzt, singt und eine tolle Performance gibt. Auch Basil Rathbone, Glynis Johns und Angela Lansbury spielen toll. Ein rundum gelungener Film.



Am bekanntesten ist der Film aufgrund seines legendären Wortspiels über ein vergiftetes Getränk. Die Hexe Griselda gibt Hawkins ein Reim mit auf den Weg, um sich zu merken in welchem Becher sich der vergiftete Wein befindet:
„Der Wein mit der Pille ist in dem Becher mit dem Fächer, der Pokal mit dem Portal hat den Wein gut und rein.“
Im Original: „The pellet with the poison's in the vessel with the pestle; the chalice from the palace has the brew that is true.“
(wörtlich übersetzt: „Das Kügelchen mit dem Gift ist in dem Gefäß mit dem Stößel; der Becher aus dem Palast hat das richtige Gebräu.“)
Doch Hawkins hat Schwierigkeiten sich den Reim zu merken:
„Der Fächer mit dem Portal hat den Pokal …“ – „Die Pille mit dem Fächer ist im Becher mit dem Pokal“
Erschwert wird die Sache als der Pokal zerbricht:
„Der Wein mit der Pille ist im Kelch mit dem Elch. Der Becher mit dem Fächer hat den Wein gut und rein.“
Im Original: „The pellet with the poison's in the flagon with the dragon! The vessel with the pestle has the brew that is true!“
(wörtlich übersetzt: „Das Kügelchen mit dem Gift ist in dem Krug mit dem Drachen; das Gefäß mit dem Stößel hat das richtige Gebräu.“)
Ein logischer Fehler fällt in diesem tollen Wortspiel nicht auf: Wenn „der Pokal mit dem Portal“ zerbrochen ist, in dem "der Wein gut und rein" war, dann müsste der neue "Kelch mit dem Elch" auch den ungiftigen Wein enthalten. Aber der soll jetzt den "Wein mit der Pille" haben. Dessen ursprüngliches Gefäß ist ja nicht kaputt gegangen, enthält jetzt aber statt giftigen auf einmal ungiftigen Wein.



Zum Inhalt:

12.Jahrhundert in England. Der tyrannische König Roderick I. (Cecil Parker) lässt die königliche Familie ermorden, um sich des Throns zu bemächtigen. Der „Schwarze Fuchs“ jedoch hat den letzten wirklichen Thronerben, ein Baby mit dem unverkennbaren Muttermal, eine Purpurne Rose auf dem Hintern, retten können, und hält sich im Wald versteckt. Dieser führt nun mit einer Gruppe Geächteter einen Partisanenkrieg gegen Roerick I.. Roderick I wittert Gefahr und beschließt eine Allianz. Durch eine Heirat seiner Tochter Gwendolyn ( Angela Lansbury, ja, Jessica Fletcher in jung ) mit dem Baron Griswold soll ein Bündnis geschaffen werden. Dies missfällt Gwendolyn wie auch Lord Ravenhurst ( Basil Ratbone, herrlich böse ), der seine Vertrauensstellung bei dem König in Gefahr sieht.

Im Waldlager hat währenddessen der Jahrmarkts Komödiant Hubert Hawkins ( Danny Kaye ) die Aufgabe sich um das Kind zu kümmern und die Rebellen zu unterhalten, obwohl er sich der Gruppe um den „Schwarzen Fuchs“ eigentlich anschließen wollte, um mitzukämpfen. Als Gegensatz dazu darf jedoch die Jungfer Jean, von Hubert liebevoll bewundert, als Hauptmann mitkämpfen.

Die beiden kommen sich näher auf der gemeinsamen Flucht mit dem Baby vor den Männern des Königs in einer Holzfällerhütte. Ebenfalls in der Hütte begegnen sie dem berühmten italienischen Hofnarren Giacomo, „König der Narren und Narr der Könige“, welcher auch nebenbei als Auftragsmörder arbeitet. Aus diesem Grund wurde auch Giacomo von Ravenhurst beauftragt, um die drei Berater des Königs zu ermorden. Hubert und Jean nutzen die Chance, und setzen Giacomo außer Gefecht, um in die Gemächer des Königs zu gelangen. Somit ist es den beiden möglich, aus dem Inneren des Königshof zu agieren. Hawkins soll das Vertrauen des Königs erschleichen verkleidet als Giacomo, seinen Schlüssel für die geheimen unterirdischen Gänge an sich bringen und somit den Rebellen Zugang an Hofe verschaffen. Jean indes wird als liebliches Maid von den Männern des Königs aufgesammelt und gelangt somit ebenfalls an Hofe des Königs.

Von nun an kommt es zu allerlei Verwechslungen an Hofe mit den Verbündeten des Königs und Ravenhurst. Auch die Prinzessin Gwendolyn kommt in näheren Kontakt mit Hawkins. Sie hält ich für ihren wahren Auserwählten anstatt Griswolds. Gwendolyns Beraterin Griselda, eine Hexe, verzaubert Hawkins mit ihrem bösen Blick, der sich daraufhin in einen feurigen Liebhaber verwandelt und nur durch ein Händeschnipsen wieder erlöst wrird.

Jean kommt währenddessen in die Hände des Schlüssels zu den geheimen Gängen. Der König, wenig überrascht von Gwendolyns neuen Eroberung, schlägt Hawkins zum Ritter um ihn in einem Ritterturnier gegen Griswold kämpfen zu lassen, nachdem er in kürzester Zeit die Ritterprüfungen belegt hatte. Durch die Zauberkünste der Hexe Griselda gewinnt Hawkins überraschenderweise jedoch, lässt Griswold aber lebend davon. Ravenhurst erfährt von dem Betrug und hält Giacomo für den Schwarzen Fuchs selbt. Jean gelingt es derzeit den Schlüssel per Flugtaube an der echten schwarzen Fuchs zu übersenden. Dieser stürmt mit einer hilfsbereiten Mannschaft von Artistik-Zwergen um den Hof zu erobern.

Es kommt in dem Kampf zu einem Duell zwischen Hawkins und Griswald, den mit ein wenig lustiger Verwirrung Hubert Hawkins natürlich gewinnt. Im finalen Showkampf kommt Griswold wieder ins Schloss. Hawkins jedoch kann in letzter Minute einen kampf verhindern, indem er den König als Verräter enttarnt. Als Beweis präsentiert das königliche Muttermal des Kindes. Das Kind wird als rechtmäßiger König anerkannt und die ursprüngliche Königsfamilie nimmt wieder den Thron ein.



Hintergrund:

„Der Hofnarr“ ist eine Parodie auf die ernsten Robin Hood Filme jener Zeiten, auf die kostümierten Abenteurfilme und auch auf die Errol Flynn - Heldenfiguren. Bei seiner Kinoveröffentlichung spielte der Film seine Produktionskosten nicht ein, war somit ein Misserfolg für das Studio. Über die Jahre jedoch entwickelte sich „Der Hofnarr“ zu einem Publikumserfolg in den jährlichen Fernsehwiederholungen.
Basil Rathbone war ein Weltklasse-Fechter, der auch Danny Kaye das Fechten beibrachte, was dieser in drei Wochen nahezu perfekt zu beherrschen sollte. Im Fim, wie auch in vielen anderen Abenteuerfilmen unterliegt Basil R. jedoch.
„Der Hofnarr“ wurde als Bester Film in der Kategorie Komödie/ Musical nominiert.
Danny Kaye ist nach der Veröffentlichung des Filmes öfters mit dem berühmten Wortspiel mit dem Pokal angesprochen worden. Das American Film Institute nominierte 2005 das Filmspiel zu einem der „400 classic movie Phrases“.
Die deutsche Synchronstimme Danny Kays spricht übrigens Georg Thomalla.



Infos:

Titel: Der Hofnarr
Originaltitel: The Court Jester
Regie: Melvin Frank, Norman Panama
Drehbuch: Melvin Frank, Norman Panama
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Dänisch, Finnisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch, Französisch
Land: USA, 1955
Länge: 101 min.
FSK: 6

Leider keine weiteren Extras zu dem Film


Darsteller:

Danny Kaye: Hubert Hawkins (Dt. Stimme: Georg Thomalla)
Glynis Johns: Jungfer Jean
Basil Rathbone: Sir Ravenhurst
Angela Lansbury: Prinzessin Gwendolyn
Cecil Parker: König Roderick I
Mildred Natwick: Griselda
Robert Middleton: Sir Griswold
Michael Pate: Sir Locksley
Herbert Rudley: Hauptmann der Wache
Noel Drayton: Fergus
John Carradine: Giacomo
Edward Ashley: Schwarzer Fuchs


Fazit:

Ich als Fan von alten Film bin richtig überzeugt von dem Film. Die Handlung ist stimmig, die Schauspieler überzeugen, tolles Design und Kostüme in farbenfrohen Farben, Dazu wird gesungen, auch nicht zu viel, und durchaus witzig, es sei nur das Opening mit Danny Kay im Narrenkostüm erwähnt.

Also, als Kauf-DVD, ist der Film für seine circa 10 Euro auf jeden Fall wert, nicht nur für einen Sonntagnachmittag. Aber da passt er meiner Meinung nach am besten hin :- ].

22 Bewertungen, 10 Kommentare

  • l.x.klar@gmx.net

    10.08.2008, 19:16 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    gruss

  • lutzlothar

    09.08.2008, 15:58 Uhr von lutzlothar
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schöner Bericht. Hast du vielleicht Interessan am Gegenlesen? Wenn ja dann melde dich :) mfg

  • Daisy_Bluemchen

    09.08.2008, 02:29 Uhr von Daisy_Bluemchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele Grüße ... Daisy

  • Turbotisl1

    08.08.2008, 22:29 Uhr von Turbotisl1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht und liebe Grüsse !!!!

  • Moonshinetatoo78

    08.08.2008, 20:31 Uhr von Moonshinetatoo78
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hab von dem Film schon mal gehört, werd ich mir jetzt doch mal ansehen... LG Claudia

  • morla

    08.08.2008, 19:02 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir ein schönes wochenende lg. petra

  • Jerry525

    08.08.2008, 18:47 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße sh Jerry

  • money_leon

    08.08.2008, 18:46 Uhr von money_leon
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich ! mfg

  • ingoa09

    08.08.2008, 18:46 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr schön beschrieben! Liebe Grüße, Ingo

  • tipsi3

    08.08.2008, 18:41 Uhr von tipsi3
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße von tipsi3