Severance - Ein blutiger Betriebsausflug (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
Braucht jemand erste Hilfe?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Durch einen Trailer auf einer mir nicht mehr ins Gedächtnis wollende DVD kam es über arg kurz dazu, dass ich mir die Special Edition von
===“Severance ~ Ein blutiger Betriebsausflug“=== bestellte. Ein wenig von der Befürchtung beseelt, dass die Horrorkomödie allzu albern werden würde hoffte ich auf ein ähnliches Überraschungserlebnis wie in „Tucker & Dale vs. Evil“; dessenbezüglich ich persönlich immer noch nicht fassen kann, wie sehr mich dieser ansprach.
Die Betriebsausflugs-Variante erinnert nicht nur ansatzweise an einen bereits dagewesenen Film, in dem es immerhin um die Entstehung (im Sinne von: Nachzucht) einer neuen Gruppe gehen sollte, die im Wald lebt.
_„Severance“_ lehnt sich indes an jene Idee an, den Chef des Rüstungskonzerns „Palisade Defence“ mitsamt einer übersehbaren Hand voll Mitarbeiter auf einen Entspannungsausflug in Ungarn zu schicken, welche von den Einheimischen jäh unterbrochen wird.
Es bleibt nicht lange Zeit, bis sich der willige Filmgucker ein grobes Bild von den einzelnen Personen gemacht hat, die wie so oft alles andere als eine homogene Masse zu sein scheinen.
Da wären Steve (Danny Dyer); Typ „ich bin cool und buch mir zwei Nutten“, die toughe Maggie (Laura Harris), die um keinen Spruch verlegen ist; der überaus fürsorglich und hochmotivierte Gordon (Andy Nyman); der gewissenhafte und wissbegierige Harris (Toby Stephens); die durchgehend faszinierende Jill (Claudie Blakley), die irgendwo an Amy aus „Big bang Theorie“ erinnert und nicht zuletzt Billy (Babou Ceesay), über dessen Hautfarbe in Bezug auf die Bennenung als „Quotenschwarzer“ im Film selbst ein flaches, aber doch irgendwie nettes Witzchen gerissen wird.
Kaum hat man sich an die Szenerie gewöhnt, ist natürlich Schluss mit heiter.
In diesem Fall hat der Bus zwar keine Panne, doch el Cheffe Richard (Tim McInnerny) legt sich so lange verbal mit der Fahrer an, bis dieser den Trupp kurzerhand vor die Bustüren setzt. Da die auserkorene Hütte angeblich nicht so weit weg sein kann, machen sich die braven Schlippsträger mitsamt ihren Köfferchen per pedes auf den Weg ~ und freuen sich so sehr, endlich ein Bettchen zu finden, dass ihnen der arg heruntergekommene Zustand des vermeintlichen Zielortes nicht sonderlich auffällt.
Der weitere Verlauf ist ähnlich überraschend wie der Aspekt, wer schlussendlich das anschließende Gemetzel überleben wird ~ natürlich erzählt man sich rasch noch ein paar Gruselgeschichten rund um die Firmengeschichte und erweckt nicht zuletzt im Zuschauer damit gewisse Kopfkinovarianten.
Als der Trupp seine Abreiße beschließt, versuchten Jill nebst Harris via Handy Hilfe zu holen, um das überaus urige Hüttchen verlassen zu können. Zeitgleich zu dem Moment, in dem beide auf den scheinbar verunfallten Bus treffen, latscht Gordon in eine Bärenfall und sorgt via Großaufnahme für ein paar durchaus fiese Szenen; die wenig später jedoch schwarzhumorig belächelt werden.
Wie sehr _„Severance“_ allerdings tatsächlich absolut ernst gemeint ist... diese Frage kann ich auch Tage später nicht beantworten.
Es liegt auf der Hand, dass nach der „Bein-Problematik“ sich die Ereignisse überschlagen, eine Art wilde Hetzjagd auf die Arbeiter entsteht und man durchaus einige bestehende Gerüchte bestätigt ahnt. Das Tempo, welches filmisch an den Tag gelegt wird, hält weiterhin davon ab, sich weiterreichende Gedanken darüber zu machen, was genau nun eigentlich der Grund der Rache ist (kann man sich irgendwie denken, offenbart sich aber nicht en detail) und woher die ganzen Schwerbewaffneten kommen (kann man sich meines Gehirns nach nämlich nicht denken) und ob diese wann noch was anderes tun, als alljährlich drauf zu warten, dass eine Busladung Opfer ausgespuckt wird.
Pluspunkt definitiv für die überzeugende Darstellerarbeit; ein jeder der Protagonisten erweckt den Eindruck, im Privatleben nicht sonderlich anders zu sein. Ebenfalls hervorzuheben, dass _„Severance“_ sein Genre hier und dort selbst veralbert ~ wie überaus auffällig einer der Rebellen (oder so) einen der Angestellten aus dem Raum zerrt, während zwei Firmeneigene brav auf der Couch hocken, hat einfach was für sich. Allzu oft mag man den Kopf über solche Momente schütteln, wenn der Killer direkt hinter dem potentiellen Opfer steht und diese ihn trotzdem nicht erblicken soll ~ _„Severance“_ bauscht den kleinen Seitenhieb nicht unnötig auf, sorgt jedoch für einen kleine humoristischen Moment.
Den ein oder anderen wird es freuen, dass es zu guter Letzt doch noch zu dem Auftritt der „bestellten“ Callgirls Olga (Juli Draikó) und Nadja (Judit Viktor) kommt, obendrein während einer Verteidigungsszene das ein oder andere schiefläuft... aber so wirklich umgehauen hat mich persönlich der obskure Metzelfilm nicht.
Kann man durchaus mal gucken, dann isset aber auch gut.
Die umfangreichen Bonusmaterialien, die insgesamt über eine Laufzeit von knapp 100 Minuten verfügen und somit länger dauern als der Hauptfilm, nennen sich wie folgt: '''Behind the Scenes''',
'''Outtakes''', '''Deleted Scenes''', '''Der Busunfall''', '''Severance entsteht''', '''Special Effects''', '''Der Fasan''', '''Frankish Danny''', '''Dyer Special''', '''Kampftraining mit Danny Dyer''', '''Making-Of'''
'''Alternatives Ende''', '''Nadia & Olga''', '''Storyboard Animiation''' sowie '''Der Flug'''.
Zweifellos dürfte das ein oder andere sehenswert sein; ich hingegen habe die Zusatz-DVD jedoch nicht einmal angefasst. In diesem Fall war mir von Anfang an klar, dass diese mich nicht sonderlich reizen würde. Mehr noch: die meinige Wahl fiel schlicht und ergreifend auf die „Special Edition“, weil diese günstiger zu haben war als die Standard-Variante.
===Summa summarum=== tun mir die verauslagten kanppen 5€ nicht weh, guckt sich _„Severance“_ ja doch irgendwie unterhaltsam. An mehreren Stellen darf sich der Kenner an zig ähnlich funktionierende Horrorbeiträge erinnert fühlen, was jedoch für mich persönlich hier und dort seinen besonderen Reiz ausmacht.
Zu guter Letzt bleibt zu sagen, dass die FSK18-Freigabe nicht von ungefähr kommt ~ und wer sich an jemanden ranmachen will, der an einer Unterart der Arachnophobie leidet, dem sei dieser Geheimtipp hiermit geliefert. Ist zwar eine recht kurze, aber für hysterische Spinnen“feinde“ dennoch überaus brechreizige Szene.
===“Severance ~ Ein blutiger Betriebsausflug“=== bestellte. Ein wenig von der Befürchtung beseelt, dass die Horrorkomödie allzu albern werden würde hoffte ich auf ein ähnliches Überraschungserlebnis wie in „Tucker & Dale vs. Evil“; dessenbezüglich ich persönlich immer noch nicht fassen kann, wie sehr mich dieser ansprach.
Die Betriebsausflugs-Variante erinnert nicht nur ansatzweise an einen bereits dagewesenen Film, in dem es immerhin um die Entstehung (im Sinne von: Nachzucht) einer neuen Gruppe gehen sollte, die im Wald lebt.
_„Severance“_ lehnt sich indes an jene Idee an, den Chef des Rüstungskonzerns „Palisade Defence“ mitsamt einer übersehbaren Hand voll Mitarbeiter auf einen Entspannungsausflug in Ungarn zu schicken, welche von den Einheimischen jäh unterbrochen wird.
Es bleibt nicht lange Zeit, bis sich der willige Filmgucker ein grobes Bild von den einzelnen Personen gemacht hat, die wie so oft alles andere als eine homogene Masse zu sein scheinen.
Da wären Steve (Danny Dyer); Typ „ich bin cool und buch mir zwei Nutten“, die toughe Maggie (Laura Harris), die um keinen Spruch verlegen ist; der überaus fürsorglich und hochmotivierte Gordon (Andy Nyman); der gewissenhafte und wissbegierige Harris (Toby Stephens); die durchgehend faszinierende Jill (Claudie Blakley), die irgendwo an Amy aus „Big bang Theorie“ erinnert und nicht zuletzt Billy (Babou Ceesay), über dessen Hautfarbe in Bezug auf die Bennenung als „Quotenschwarzer“ im Film selbst ein flaches, aber doch irgendwie nettes Witzchen gerissen wird.
Kaum hat man sich an die Szenerie gewöhnt, ist natürlich Schluss mit heiter.
In diesem Fall hat der Bus zwar keine Panne, doch el Cheffe Richard (Tim McInnerny) legt sich so lange verbal mit der Fahrer an, bis dieser den Trupp kurzerhand vor die Bustüren setzt. Da die auserkorene Hütte angeblich nicht so weit weg sein kann, machen sich die braven Schlippsträger mitsamt ihren Köfferchen per pedes auf den Weg ~ und freuen sich so sehr, endlich ein Bettchen zu finden, dass ihnen der arg heruntergekommene Zustand des vermeintlichen Zielortes nicht sonderlich auffällt.
Der weitere Verlauf ist ähnlich überraschend wie der Aspekt, wer schlussendlich das anschließende Gemetzel überleben wird ~ natürlich erzählt man sich rasch noch ein paar Gruselgeschichten rund um die Firmengeschichte und erweckt nicht zuletzt im Zuschauer damit gewisse Kopfkinovarianten.
Als der Trupp seine Abreiße beschließt, versuchten Jill nebst Harris via Handy Hilfe zu holen, um das überaus urige Hüttchen verlassen zu können. Zeitgleich zu dem Moment, in dem beide auf den scheinbar verunfallten Bus treffen, latscht Gordon in eine Bärenfall und sorgt via Großaufnahme für ein paar durchaus fiese Szenen; die wenig später jedoch schwarzhumorig belächelt werden.
Wie sehr _„Severance“_ allerdings tatsächlich absolut ernst gemeint ist... diese Frage kann ich auch Tage später nicht beantworten.
Es liegt auf der Hand, dass nach der „Bein-Problematik“ sich die Ereignisse überschlagen, eine Art wilde Hetzjagd auf die Arbeiter entsteht und man durchaus einige bestehende Gerüchte bestätigt ahnt. Das Tempo, welches filmisch an den Tag gelegt wird, hält weiterhin davon ab, sich weiterreichende Gedanken darüber zu machen, was genau nun eigentlich der Grund der Rache ist (kann man sich irgendwie denken, offenbart sich aber nicht en detail) und woher die ganzen Schwerbewaffneten kommen (kann man sich meines Gehirns nach nämlich nicht denken) und ob diese wann noch was anderes tun, als alljährlich drauf zu warten, dass eine Busladung Opfer ausgespuckt wird.
Pluspunkt definitiv für die überzeugende Darstellerarbeit; ein jeder der Protagonisten erweckt den Eindruck, im Privatleben nicht sonderlich anders zu sein. Ebenfalls hervorzuheben, dass _„Severance“_ sein Genre hier und dort selbst veralbert ~ wie überaus auffällig einer der Rebellen (oder so) einen der Angestellten aus dem Raum zerrt, während zwei Firmeneigene brav auf der Couch hocken, hat einfach was für sich. Allzu oft mag man den Kopf über solche Momente schütteln, wenn der Killer direkt hinter dem potentiellen Opfer steht und diese ihn trotzdem nicht erblicken soll ~ _„Severance“_ bauscht den kleinen Seitenhieb nicht unnötig auf, sorgt jedoch für einen kleine humoristischen Moment.
Den ein oder anderen wird es freuen, dass es zu guter Letzt doch noch zu dem Auftritt der „bestellten“ Callgirls Olga (Juli Draikó) und Nadja (Judit Viktor) kommt, obendrein während einer Verteidigungsszene das ein oder andere schiefläuft... aber so wirklich umgehauen hat mich persönlich der obskure Metzelfilm nicht.
Kann man durchaus mal gucken, dann isset aber auch gut.
Die umfangreichen Bonusmaterialien, die insgesamt über eine Laufzeit von knapp 100 Minuten verfügen und somit länger dauern als der Hauptfilm, nennen sich wie folgt: '''Behind the Scenes''',
'''Outtakes''', '''Deleted Scenes''', '''Der Busunfall''', '''Severance entsteht''', '''Special Effects''', '''Der Fasan''', '''Frankish Danny''', '''Dyer Special''', '''Kampftraining mit Danny Dyer''', '''Making-Of'''
'''Alternatives Ende''', '''Nadia & Olga''', '''Storyboard Animiation''' sowie '''Der Flug'''.
Zweifellos dürfte das ein oder andere sehenswert sein; ich hingegen habe die Zusatz-DVD jedoch nicht einmal angefasst. In diesem Fall war mir von Anfang an klar, dass diese mich nicht sonderlich reizen würde. Mehr noch: die meinige Wahl fiel schlicht und ergreifend auf die „Special Edition“, weil diese günstiger zu haben war als die Standard-Variante.
===Summa summarum=== tun mir die verauslagten kanppen 5€ nicht weh, guckt sich _„Severance“_ ja doch irgendwie unterhaltsam. An mehreren Stellen darf sich der Kenner an zig ähnlich funktionierende Horrorbeiträge erinnert fühlen, was jedoch für mich persönlich hier und dort seinen besonderen Reiz ausmacht.
Zu guter Letzt bleibt zu sagen, dass die FSK18-Freigabe nicht von ungefähr kommt ~ und wer sich an jemanden ranmachen will, der an einer Unterart der Arachnophobie leidet, dem sei dieser Geheimtipp hiermit geliefert. Ist zwar eine recht kurze, aber für hysterische Spinnen“feinde“ dennoch überaus brechreizige Szene.
22 Bewertungen, 5 Kommentare
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24.04.2012, 23:31 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchönen Dienstagabend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967
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24.04.2012, 22:29 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^petra
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24.04.2012, 20:38 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsche dir einen schönen Dienstag
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24.04.2012, 19:42 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und ganz liebe grüße
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24.04.2012, 14:44 Uhr von Luna2010
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche einen schönen Dienstag!
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