Adams Äpfel (DVD) Testbericht


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Erfahrungsbericht von Ines_83
Dänischer Apfelkuchen - Humor so schwarz wie die Nacht
Pro:
Story, Schauspieler, Regie
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
Titel: Adams Äpfel
Schauspieler: Ulrich Thomsen, Mads Mikkelsen, Nicolas Bro
Regie: Anders Thomas Jensen
Spieldauer: 91 Minuten
Worum geht’s?
In einer kleinen dänischen Kirche arbeitet der Pfarrer Ivan mit unendlicher Güte und ebenso unendlichem Glauben und Vertrauen an der Resozialisierung von ehemaligen Straftätern. In seiner Obhut befinden sich eine Alkoholikerin, ein Sexualstraftäter und gleichzeitig Kleptomane sowie ein arabischstämmiger Tankstellenräuber. Jede dieser Personen befindet sich bereits seit einer Weile bei Ivans, jedoch trinken und stehlen sie weiterhin alles, was sie in die Finger bekommen, ohne dass dies von Ivan bemerkt würde. Als neues Resozialisierungsprojekt kommt Adam, ein Neonazi, voller Hass und Gewalt in die kleine Kirche. Adam empfindet gegenüber dem für die Realität der Umstände anscheinend völlig blinden Ivan von der ersten Minuten an Abscheu und reagiert auf die Frage des Pfarrers, was er denn zu seiner Aufgabe, seinem Ziel machen möchte, mit der ironischen Antwort, er wolle einen Apfelkuchen backen. Ohne mit der Wimper zu zucken, nimmt Ivan dies hin und von diesem Moment an ist Adam für den Apfelbaum im Kirchgarten verantwortlich.
Zwei Welten treffen aufeinander
Zwischen Adam und Ivan entbrennt ein regelrechter Machtkampf, denn Adam lässt nichts unversucht, Ivan zu zeigen, dass seine Bemühungen um seine „Schäfchen“ völlig fruchtlos und damit sein gesamter Lebensinhalt sinnlos ist. Dem Plan, seine Zeit der Resozialisierung bei Ivan einfach nur abzusitzen, stellt sich auf Grund der ignoranten Güte des Pfarrers für Adam als unmöglich heraus. Dabei entpuppt es sich als nicht besonders einfach für den 40-jährigen Neonazi, die Grenzen von Ivans Vertrauen auf Gott, seiner Güte und Hingabe zu sprengen. Nicht einmal Adams Sprache der körperlichen Gewalt, kann den Pfarrer brechen. Im Laufe des Films offenbart sich dann Ivans Schicksal, welches Adam dazu veranlasst, die Liebe Gottes zu Ivan mit Bezug auf das Buch Hiob in Frage zu stellen. Die Ordnung innerhalb der winzigen Gemeinde gerät aus den Fugen und auch die Situation des Apfelbaums spitzt sich immer weiter zu, denn dieser wird erst von Krähen und dann von Würmern befallen, um schließlich durch einen Blitzschlag abzubrennen.
Der Machtkampf zwischen Pfarrer und Neonazi kulminiert letztendlich in einem Gewaltakt gegen Ivan, dessen Ergebnis aber sämtliche Strukturen innerhalb der Bewohner der kleinen Kirche völlig verändert. Dieser Kampf zwischen den Beiden scheint wie die Stellvertretung des Kampfes zwischen Gut und Böse oder Gott und Satan auf Erden - und trotz dieser unglaublichen Kräfte liegt die Lösung bei jedem Einzelnen.
Fazit
„Adams Äpfel“ ist wohl der Film mit dem schwärzesten Humor, den ich je gesehen habe. Erstaunlich ist, dass die Figur des Ivan trotz seines unendlichen Glaubens niemals als Moralapostel daherkommt. Sämtliche Erwartungshaltungen – egal ob gegenüber der Geschichte oder der Figuren – werden konsequent gebrochen und die zum Teil sehr witzigen und skurrilen Szenen schweifen nie ins Übertriebene ab. Sowohl die Schauspieler, als auch die Regie (Anders Thomas Jensen ist vor allem bekannt für Filme wie „Flickering lights“ und „Dänische Delikatessen“) haben für meine Begriffe ihre Arbeit wunderbar gemacht und ich habe sozusagen keine andere Wahl als eine absolute Empfehlung für diesen wunderbaren dänischen Film auszusprechen.
28 Bewertungen, 7 Kommentare
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05.08.2010, 10:00 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund ganz liebe grüße
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29.07.2010, 16:00 Uhr von peter_nordberg
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht von dir. lg Peter
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23.07.2010, 20:44 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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22.07.2010, 23:31 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^petra
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22.07.2010, 22:26 Uhr von Lakisha_1
Bewertung: sehr hilfreichsh... würd mich über gegenlesungen freuen. lg
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22.07.2010, 19:42 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichSchön beschrieben...Lg Sigi
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22.07.2010, 18:54 Uhr von kruegerchristine
Bewertung: sehr hilfreichDa hast Du mich wirklich sehr neugierig gemacht ...
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