Flutsch und weg (DVD) Testbericht




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Erfahrungsbericht von knopfi
Ratten aus sympatischer Sicht
Pro:
gute Story, tolle Effekte, witzig, gutes Bonusmaterial
Kontra:
nichts
Empfehlung:
Ja
„wie, Sie kennen ‚Flutsch und Weg‘ nicht?“ Diese Frage musste ich mir letztens anhören, als mir eine Kollegin verriet, dass ihre Tochter Mina voll darauf abfährt, die DVD rauf und runter schaut und sämtliche Songs auswendig kann. Und das als großer Trickfilm-Fanatiker. Gerade in diesem Genre kenne ich mich eigentlich besonders gut aus. Offensichtlich nicht gut genug…
=== „Dazu ein breites Grinsen…“ ===
„Der Film ist doch schon alt“, bekomme ich zu hören. „War irgendwann im Kino und ist dann letztes Jahr auf DVD erschienen!“ Es war vorletztes Jahr um genau zu sein. 2006 kam der Streifen in die Kinos und Mitte 07 dann locker-flockig auf die Silberlinge. Ich habe recherchiert und tatsächlich etwas verpasst. Und er kommt von Machern der „Shrek-Saga“: Dreamworks.
Ehrlich gesagt, konnte ich mir nur schwerlich vorstellen, dass sich eine Vierjährige mit den Eskapaden der Shrek-Liga zufrieden geben würde. Vor allem nicht, wenn sie auf rosarote Lillifee-Klamotten und Barbies abfährt. Also kann hinter „Flutsch und weg“ im Grunde genommen nur eine abgespeckte Version der Traumfilmchen für die ganz kleinen Fernsehgucker stecken. Wohl kaum was für mich! „Und ob“, merkt meine selbstsichere Kollegin an und schwupp di wupp habe ich die DVD in meinem Fach liegen. „Erst gucken, dann urteilen!“ Welch warnende Worte. Dazu ein breites Grinsen: „Und denken Sie daran, Mina möchte ihn irgendwann mal wieder haben!“ Wieso auch immer mir ein solcher Vorschulstreifen gefallen sollte, Mina wird ihre heiß geliebte DVD wieder bekommen: In kürzester Zeit!
Nun liegt die DVD seit Tagen vor meinem Player, bereit angeschaut zu werden. Doch irgendwie lockt mich nicht das Geringste. Selbst das Cover mit den vielen Figuren in Ratten- und Krötenformen, mitsamt irgendwelchen schneckenähnlichen Kreaturen reizt mich nicht wirklich. Auch deren Rückseite bringt keine großartigen Informationen zum Film. Lediglich Eigenlobe und beste Kritiken gibt’s dort zu lesen. Eigentlich könnte ich ja im Netzt schauen, worauf ich mich einlassen würde, doch dazu bin ich zu faul. Ich schmiede bereits erste Pläne, den Silberling ungesehen zurückzugeben.
Doch was sage ich dann? War toll, aber nicht mein Fall? Und was, wenn sie mir Fragen zu bestimmten Szenen stellt? Szenen, die ich nie im Leben gesehen habe. Blöd und peinlich. Okay, bevor ich mich in ein Netz von Lügen verstricke beschließe ich also, „Flutsch und weg“ dem bestimmten Zwecke zuzuwenden. Ich schnappe mir meine bessere Hälfte, verfrachte sie auf die Couch, dazu ein paar Chips als Lockmittel, die Fernbedienung zum eventuellen, gelangweilten, schnellen Ausschalten und eine nette Cola. Los geht’s…
=== „Synchronisiert wird diesbezüglich nichts…“ ===
Wie schon beschrieben, ist das Design des Covers recht kindgerecht gemeistert. Die Hauptfiguren laufen in die Kamera, die einen lächelnd, die anderen eher grimmig dreinschauend. Was auch immer die gezahnten schneckenähnlichen Kreaturen am unteren Bildrand zu bedeuten haben, zumindest scheinen sie ein Highlight bei „Flutsch und weg“ zu sein, denn neben kleinen Werbeeinblendungen von „Nacktschneckensongs“ und der dazugehörigen „Jukebox“, sind offenbare interaktive Games auf der DVD vorhanden. „Die witzigste und charmanteste Animationskomödie des Jahres“ ist der Lockruf von Dreamworks. Wer es glaubt. Weitere beste Kritiken aus Presse und TV sind gut lesbar platziert, ebenso die möglichen fremdsprachigen Untertitel- und Audiospuren. Wer den Streifen in der Originalsprache erleben möchte, kann dies tun. Englisch ist hier als Untertitel, sowie im 5.1-Soround abrufbar. Auch die deutsche Sprache kann selbiges, genauso wie unsere türkischen Mitmenschen. Wer diese Sprachen nicht versteht, sollte lieber die Finger von dieser DVD lassen, denn dies sind die (für den deutschen Markt völlig ausreichenden) Auswahlmöglichkeiten. Wer einen Audiokommentar benötigt (wer sowas mag) kann diesen im Englischen hören und lesen, auch die Deutschkenner kommen auf ihre Kosten. Zumindest beim Lesen, denn synchronisiert wird diesbezüglich nichts. Die türkischen Zuschauen schauen beim Audiokommentar komplett in die Röhre.
Während das Cover auf die deutsche Übersetzung gepolt ist, hat man den Aufkleber der DVD selbst einheitlich und weltoffen gestaltet. „Flushed away“ heißt es hier, womit also der Originaltitel von „Flutsch und weg“ gemeint sein dürfte. Auch die Werbung in der Hülle darf nicht fehlen. Wäre ja auch langweilig. Somit liegen die Hinweise auf das Merchandising von „Shrek-“ und „Flushed-Away“-Produkten ebenso gratis anbei wie ein Angebot eines grünen Mobilfunkanbieters, bei dem man mit dem „Flusch-&-Weg-Passewort“ 45 Freiminuten abgrasen kann. Wers mag…
=== „Roddy St. James ist eine Ratte…“ ===
Schluck… Die DVD verschwindet im Player, der „Dreamworks-Vorspann“ läuft ab. Das Kind schwirrt anhand von zig Luftballons auf den Sichelmond. Plumps. Die Warnhinweise auf Kopierschutz und anderem Blablabla folgen, dann die Wahlmöglichkeit der drei Audiosprachen. Wieder Werbung. Was wären wir nur ohne sie? „Ab durch die Hecke“ („Over the Hedge“) wird für knappe fünf Minuten ins rechte Licht gerückt, dann endlich springt endlich das DVD-Menü ins Bild.
Ein Badezimmer wird sichtbar. Ein Klo im Vordergrund, auf dem die Hauptfiguren stehen. Sie scheinen auf irgendetwas zu warten. Selbst jetzt schreckt man - im wahrsten Sinne des Wortes – vor Eigenwerbung nicht zurück. Ganz klein im Hintergrund hat man die Initialen des dritten Shrek – Films neben einem Bademantel verewigt. Zugegeben, die Idee ist witzig.
Man hat die Wahl zwischen dem Abspielen des Films, dem Bonusmaterial, dem Setup, der Szenenwahl und einem „DWK-Logo“, welches mir bis dato recht unbekannt war. Viel Zeit zum Auswählen hat der entscheidungsträchtige Zuschauer nicht, denn der Film startet nach circa einer halben Minute Nichtstun völlig automatisch. Es gilt sich also zu beeilen. Und so komme ich irgendwie überhaupt nicht zum Klick auf das Bonusmaterial. Somit also werde ich „gezwungen“, „Flutsch und weg“ anzuschauen, bevor ich überhaupt die integrierten Mitbringsel studieren kann. Im Nachhinein auch ganz gut so.
Um was geht es denn nun in dem Trickfilm?
Roddy St. James ist eine Ratte, die im noblem Londoner Stadtteil Kensington bei einer Familie ihr zu Hause hat. Der Gute wohnt in einem Schlossähnlichen Käfig und genießt seinen eleganten Lebensstil. Als eines Tages die Familie für das Wochenende in den Urlaub fährt, bleibt Roddy allein zu Haus. Er nutzt diese Gelegenheit, um das Leben eines Playboys zu imitieren. So setzt er sämtliche Barbies in ein Spielzeug-Cabrio und düst zum Flachbildfernseher, den er als Autokino benutzt. Roddy hat es drauf.
Doch dann driftet Sid ein, eine fette schmutzige Kanalratte, die durch das Klo in die Wohnung gelangt. Sid entdeckt den vollen Kühlschrank, die gemütliche Couch und den gigantischen Fernseher. Er beschließt, zu Roddys Leidwesen, hier sesshaft zu werden. Die Weltmeisterschaft steht an und das Top-Spiel des Abends wird demnächst gesendet: Deutschland gegen England. Welche Ratte kann da schon wiederstehen? Sid jedenfalls nicht. Roddy will die fette Kanalratte los werden und will ihn durch einen Trick durchs Klo zurück in die Kanalisation verfrachten. Doch Sid lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und dreht den Spieß einfach um. Die Klospülung saugt Roddy ins kanalige Nirwana.
Das Nirwana entpuppt sich als eine unterirdische Stadt, die tatsächlich wie London aussieht. Es gibt den „Big Ben“, Leuchtreklame, sogar rote Doppeldeckerbusse schippern auf dem Kanalfluss. Der einzige Unterschied zum „normalen“ London: Die Einwohner sind Ratten. Und diese fühlen sich hier prima. Es gibt alles was das Rattenherz begehrt. Doch Roddy möchte einfach wieder nach Hause, in die Oberwelt von Kensington. Um dies in die Tat umzusetzen, muss er sich auf die Suche nach Rita machen. Sie und ihr Schiff sind der Schlüssel zur Oberwelt. Roddy findet sie auch, doch Rita hat ihre eigenen Probleme. Sie besitzt einen angeblichen Rubin, den der Gauner namens Kröte für seine englische Sammlung besitzen würde. Es gelingt ihm, Rita zu fassen, auch Roddy gehört mit zu den Gefangenen. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht mitsamt dem Rubin und einem Hauptstromkabel. Letzteres wird bald eine gewichtige Rolle spielen, denn Kröte möchte während der Halbzeit des Fußballspiels Deutschland gegen England die Rattenstadt fluten und Krötentauglich machen. Doch dazu fehlt ihm nun das Hauptkabel, welches den passenden Strom dazu liefert. Das hat ja nun Rita.
Um an das Kabel zu gelangen, benutzt Kröte neben seinen beiden Handlangern Whitey und Spike auch seinen Cousin Le Frosch, der mit seinen springerischen Künsten so manch guten Auftrag für Kröte erledigt hat.
Rita und Roddy gelingt schließlich die Flucht an die Oberfläche. Glücklich wieder zu Hause zu sein, belohnt Roddy Rita mit einem echten Rubin. Dabei stellt er fest, dass Sid immer noch da ist. Rita unterdessen stellt fest, dass Roddy gar keine echte Familie hat, sondern nur in einem Käfig wohnt. Roddy gibt dies aber nicht zu, sondern schickt die Gute in die Kanalisation zurück. Sid ist auch noch da. Die erste Halbzeit ist in vollem Gange und Sid lümmelt dick und fett auf dem Sofa. Er will Roddy klarmachen, wie toll das Leben sein kann. Ohne Leid und Sorgen. Doch dann wird Roddy bewusst, was für einen Fehler Rita und er begangen haben…
=== „Zum scheckig lachen…“ ===
Knappe neunzig Minuten später bin ich begeistert. Was für ein schräger Streifen! Genial, witzig und meisterlich gemacht. Ich hätte nicht gedacht, dass sich Vierjährige für solch einen Film schon interessieren könnten. So ist es aber offensichtlich.
Die Hauptfiguren mal als Ratten darzustellen ist seit „Rattatouille“ nichts Ungewöhnliches. Diese Tiere sind mal anders. In „Flutsch und weg“ sind sie allerdings wesentlich menschenähnlicher gestaltet und auch das Verhalten ist dementsprechend. Was will man mehr, wenn man auch unterirdisch in London wohnt?
Im Grunde genommen baut man hier auf ältere Jokes, die man vielleicht schon bei „Shrek“ gesehen hat. Typisch dafür sind sie jedenfalls. Die Filmschmiede Dreamworks fasst kuriose Szenen zusammen, nimmt die alltäglichen Sorgen, multipliziert diese mit alt bekannten Songs und fertig ist eine Mischung aus witzigem und lehrreichem Trickfilmstoff. Neben der doch recht gut ausgedachten Story, die dem Zuschauer sogar ein kleines Stück Wahrheit aufzeigen könnte, laufen die schrägen Sprüche regelrecht am Band. Besonders die immer und immer wieder auftretenden Nacktschnecken, die tatsächlich eine niedliche Hauptrolle bekommen haben, bringen den gewissen Kick in den Streifen. Bereits das Ausmaß der Körper der Schnecken ist bereits ein Schmunzeln wert: Hervorstechende Stielaugen, breite Münder in den kleine feine Zähnchen stecken. Sprechen können sie nicht, dafür aber hervorragend im Kanon oder Acapella singen können. In welcher Situation man gerade ist, ist völlig wurscht, Hauptsache sie ist schräg und irgendwie passend. In einer besonders heiklen Situation, in der sich Roddy und Rita mehr oder weniger verkracht und wieder zusammengerauft haben, hängen die kleinen Biester an einer Boje und verkünden Bobby McFarrins „Don´t worry, be happy“.
Auch dem Bösen haben sich die Filmemacher ein passendes Gesicht verliehen. Neben dem Oberbösewicht Kröte, der ein wenig Ähnlichkeit mit Ed Bighead aus der Serie „Roccos modernes Leben hat“, sind auch die beiden Helfer Whitey und Spike gelungen. So ist Whitey eine zu groß geratene Versuchslabor-Ratte mit roten Augen und muskulösen Armen. Er ist ziemlich gutmütig und schwer von Begriff, was ihm so manche Schmerzen erspart. Währenddessen ist Spike der helle Kopf der Bande. Klein, gewitzt, aber mehr oder weniger erfolgreich. Er bekommt die typischen Fehlschläge ab, die sich während der Verfolgungsjagden so ereignen. Gerade in denen sind die meisten witzigen Szenen und Sprüche verborgen. So trifft es Spike mal wieder schmerzhaft, als er sich hemmungslos ans Schiff kettet und er dann doch seinen Halt verliert. Gerade hier ist die Kommunikation zwischen Gut und Böse sensationell: Spike: „Hast du noch einen letzten Wunsch?“ Roddy: „Ich wünschte mir, du würdest schreiend wie ein Mädchen durch die Gegend fliegen!“ Was dann letztendlich auch geschieht. Zum scheckig lachen.
Die benutzten Requisiten, mit denen sich das Rattenvolk durch das unterirdische London bewegt, sind gut ausgedacht. So ist Ritas Kahn „Jammy Dodger“ eine alte Metallwanne, mit Führerhäuschen und einem „handlichen“ Kran. Die Doppeldeckerbusse schippern als Dampfer über das Wasser, das „Millennium-Wheel“ besteht aus Kaffeetassen, die Tower-Bridge sind zwei zusammengestellte Telefonzellen, der Außernboarder ist ein Mixer, eine Einkaufstüte wird zum Fallschirm…
Man nimmt alles auf die Schippe was man auf die Selbige nehmen könnte. Selbst Disneys „Nemo“ wird nicht verschont. Sämtliche Filmhelden wie „Spiderman“ oder „Batman“ bekommen ebenso ihre Huldigung wie „Superman“ oder „Terminator“. Im Mittelpunkt steht allerdings immer und immer wieder das Fußballspiel Deutschland gegen England, in dem spannend um das goldene Goal gekämpft wird. England führt, Deutschland gewinnt letztendlich durch Elfmeterschießen. Ja, man macht sich hier auf Kosten des typischen Fußball-Hypes lustig. Gut so. Auch die Franzosen haben nichts zu lachen. In Form der „Le-Frosch-Agenten“ kommt es immer und immer wieder zu Situationen, für die unsere Nachbarn bekannt sind. So werden Kämpfe für ein „Petit Dejeuner“ unterbrochen, bestimmte Beleidigungen nicht akzeptiert.
Auch die Synchronisationsstimmen (zumindest im Deutschen) hat man sehr gut auserwählt. Ralf Bauer spricht Roddy, Jessica Schwarz macht sich über die Stimme von Rita her. Andreas Fröhlich mimt Spike und Frank-Otto-Schenk übernahm die Rolle des Whitey.
Im Original sind die Sprecher der einzelnen Rollen im Bekanntheitsgrad wesentlich höher. Hugh Jackmann kümmert sich um Roddy, Kate Winslet um Rita, Jean Reno (wie passend) ist Le Frog und Ian McKellen spricht den Oberbösewicht Kröte. Wer oder was sich um die türkische Variante kümmert, bleibt mir bis dato fremd und unbekannt. Man möge es mir verzeihen ;-).
=== „Klick und weg!…“ ===
Doch was bietet das Bonusmaterial? Zum Schauen von Selbigen bin ich ja durch die merkwürdige Selbststartautomatik des Films nicht gekommen. Vielleicht ist es auch gut so, denn erst jetzt kann ich sogar mit den ganzen Titelfiguren etwas anfangen.
Auf dem ersten Blick ist das Angebot des Bonusmaterials nicht sonderlich aufregend und viel versprechend. Hat man den Klick auf den Butto „Special Features“ gesetzt, bekommt eine recht große Auswahl an ersten Boni. So kann man sich die Audiokommentare der Regisseure anschauen, die Filmmusik inspizieren, sowie einen Blick auf die Synchronstimmen und deren Arbeit werfen. Die sogenannte „Dreamworks-Jukebox“ beherbergt ein Medley der verschiedenen Filmthemes der Filmschmiede wie „Madagascar“, „Shrek I & II“ oder „Ab durch die Hecke“. Erste Kontakte mit den Nacktschnecken sind hier möglich. Per „Super-Nacktschnecken-Kram“ gelangt man an alle Szenen, in denen die Viecher gesungen haben, kann sie über eine Kamera gesichtet dahin schlürfen sehen oder sich mit einer „Nacktschnecken-Olympiade“ mit ihnen abkämpfen. Gerade Letzteres sieht leichter aus als getan. Ärgerlich: Man hat pro Game nur drei Versuche, dann beginnt alles von vorn. Blöd! Alle weiteren Boni in diesem Genre bestehen mehr aus Werbung und Previews von alten und neuen Filmchen der Filmemacher.
Das vorhin bereits erwähnte, merkwürdige „DWK“ umzingelt von einem Pfeil beherbergt virtuelle Aktivitäten. Während sich Rita elegant per Kopfsprung beim Anklicken in die Kloschüssel stürzt, gelangt man in ein Menü, mit äußerst netten Dingen. Sehr schön ist die Animation, während man sich für einen Menüpunkt entscheidet. Während eine Pantomime des Le Frosch-Teams gekonnt durch die Kamera bewegt, hat Spike immer wieder Probleme mit einem herabfallenden harten Gegenstand. Zum Schießen. Mir würde alleine diese immer wieder von vorne beginnende Szenerie genügen…grins…
Der erste Menüpunkt befasst sich mit den Melodien des Films. So darf man einen weiteren Blick in eine Jukebox werfen. Man kann sich jeden der zehn gespielten Filmsongs aussuchen und ansehen. Leider sind es wirklich nur die einzelnen Szenen und nicht neu animierte Sequenzen mit Songuntermalung. Diese bekommt man allerdings bei den sogenannten „Nacktschnecken-Songs“. „I don´t feel like dancing“ (Scissor Sisters), „Pump it“ (Black Eyed Peas) und „Gonna make you sweat” (C&C Music Factory) werden durch die Nacktschnecken dargestellt. Nett gemacht würde ich sagen, aber auch hier wieder teilweise sehr, sehr kurz, da man sich nur mit dem Refrain beschäftigt.
Was wäre eine Kinder-DVD ohne eigenen Einsatz? Logo, den gibt es hier natürlich auch. „Baue eine Nacktschnecke“ und „Lerne Roddy zeichnen“ bedarf meiner Ansicht keinerlei großartiger Erklärungen. Wer diesbezüglich so Talentfrei ist wie meinereiner, kann dank der Pausentaste des Players Stück für Stück seine Figuren kreieren. Andere Könner unter haben es wahrscheinlich schneller drauf. An diese solltet ihr euch wenden…grins… Ist man fertig mit Malen und Basteln, kann man sich dem Spielen widmen. Im „Labyrinth der Rohre“ kämpft man sich durch die Kanalisation Londons und versucht in verschiedenen Schwierigkeitsstufen Roddy nach oben zu befördern. Keine leichte Sache kann ich euch sagen.
Während man dieses Game bequem vom Sofa aus per Fernbedienung spielen kann, sind die interaktiven Aktivitäten nur per PC und Explorer (Firefox geht natürlich auch) abrufbar. Neben zig Druckvorlagen für Spiele, Figuren, Fotorahmen und Postkarten, lassen natürlich auch die mittlerweile super berühmten Nacktschnecken nicht auf sich warten. Wieder der Menüpunkt „Super-Nacktschnecken-Kram“ in dem sich dementsprechende Druckvorlagen, Spiele und sogar Klingeltöne verbergen. Erinnert ihr euch noch an ein „Tamagotchi“? Ja genau die kleinen japanischen Viecher, die in Form eines kleinen Haustieres jede Menge Pflege brauchten. Sehr gut! Wehe man vergaß sie mal zu streicheln oder aufs Klo zu begleiten! Tot! Versagt! Verdammt! Ähnlich handelt es sich bei der „Virtuellen Nacktschnecke“. Ein kleines Programmchen muss gedownloaded und installiert werden. Der Gamer hat die Möglichkeit, einer kleinen Nacktschnecke im „Flushed away-Design“ ein nettes Leben zu schenken. Füttern, streicheln, musizieren, schlafen gehen – Was ein niedliches Haustier wie dieses halt alles so zum luxuriösen Leben benötigt. Zusammen mit einer unaufdringlichen Grafik darf sich das gute Stück nicht langweilen. Per Menü und dementsprechendem Mausklick spielt die Schnecke – der man sogar einen Namen geben kann- Fußball, tanzt nach Diskomusik oder singt merkwürdige Melodien. Merkwürdig, dass sie sogar ganzen Fisch vertilgt. Aber was haben wir seit „Flutsch und weg“ gelernt? Nacktschnecken haben Zähne! Auf Dauer wird das Game allerdings ziemlich langatmig. Klick und weg!
Im Großen und Ganzen kann man sich beim Bonusmaterial voll und ganz darauf verlassen, dass dem Zuschauer in den folgenden Stunden bestimmt nicht langweilig wird. Sind diese dann vergangen und die Ermüdung naht, hat man vollends keinen Bock mehr die Games oder Zusatzmaterialen auf der CD anzuwählen. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede. Von Sucht kann keine Rede sein, es macht trotzdem Spaß.
Schade, dass sich hier keine „Zusatzszenen“ verbergen. Oder Versprecher bei den Synchronisationen. Bei vielen solchen Animationstrickfilmen bekommt man diese im Bonusmaterial mit dazu. Zum Beispiel „Ice Age“ trumpft damit auf. Es macht das Ganze allerdings nicht minder schlecht, da sich die witzigen Nacktschnecken-Varianten gut auspendeln.
=== „Der Bericht kurz und bündig“ ===
Meine Kollegin hatte also recht. „Flutsch und weg“ ist ein Filmchen für die ganze Familie. Ob sich der Trickfilm wirklich ohne Altersbeschränkung gucken lässt, wage ich allerdings zu bezweifeln. Offenbar schaffen es ja wirklich die Vierjährigen DVD-Kieker unter uns, den Film als ihr persönliches Highlight zu küren.
Schlecht ist der neunzig-minütige Streifen in der Tat nicht. Mit einer guten, nachvollziehbaren Geschichte, netten Figuren, viel Action, witzigen Sprüchen und vielen Hinguckern sind die neunzig Minuten Zeitaufwand zum Schauen sehr, sehr gut angelegt. Sehr gut: Es gibt keine einzige traurige Szene, in dem jemand verletzt oder gar getötet wird. Selbst das Böse erlebt sein eigenes blaues Wunder. Dass man sich als Hauptfiguren Ratten ausgesucht hat, klingt bei der Story recht nachvollziehbar. Doch als Bösewicht eine Kröte anzusetzen, die ihre Kaulquappen in ein neues Universum verlegt hat es in sich. Allein diese Idee ist schon genial. Klasse auch, die vielen Dinge, die auf die Schippe genommen werden. Zu allererst natürlich die Engländer, die sich mit ihren Fußballkünsten gegen die Deutsche Nationalelf durchsetzen muss. Für Ratten absolute Spannung pur. Auch die Franzosen bekommen ihr Fett weg, genau so wie der „Terminator“, „Bat-„ oder „Superman“.
Die Qualität des Filmes im Allgemeinen ist sehr gut, ebenso die Tonspur. Wieso man sich neben Deutsch und Englisch (Originalsprache) für Türkisch entschieden hat, wird immer ein Geheimnis bleiben, zumindest ist dies die dritte mögliche Sprachanwahl für Ton und Untertitel. Zudem sind alle Sprachen in Dolby-Digital 5.1 hörbar und synchronisiert. Apropos: Während ich mir über die ziemlich verwirrende türkische Synchronisation keine Meinung bilden konnte, ließen die englischen (z.B. Kate Winslet, Hugh Jackmann) und deutschen Künstler (z.B. Ralf Bauer, Jessica Schwarz) keinen Zweifel ihres Könnens offen.
Auch das Bonusmaterial kann sich sehen lassen. Neben den Spielen, Druckvorlagen, Klingeltönen und Nacktschnecken, bringen die Filmemacher ihre eigenen Kommentare mit in den Streifen ein und einzelne Blicke in das Geschehen eines Synchronsprechers (englisch) sind möglich. Auffällig, aber nicht unbedingt störend ist die viele Eigenwerbung, die sich immer wieder zeigt. Ob „Shrek“, „Over the Hedge“ oder „Madagascar“ – irgendwie spielt jedes Teilchen darauf an. Na gut, schließlich möchte jeder seine Kohle verdienen.
Alles in allem braucht sich „Flutsch und weg“, den es heutzutage bereits für knappe € 10,00 (www.amazon.de) zu kaufen gibt, vor den großen Brüdern wie „Shrek“ oder „Madagascar“ nicht zu verstecken.
©knopfi.de´09
100 Bewertungen, 32 Kommentare
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27.02.2011, 14:55 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG und einen schönen Sonntag.
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25.03.2010, 10:53 Uhr von Steinbock78
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüsse Steinbock78
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01.03.2010, 10:39 Uhr von Hot_Rider
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße von Teresa und Markus. Ein Besuch bei unseren Berichten wäre cool. DANKE !
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08.01.2010, 18:17 Uhr von tipsi3
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht . Liebe Grüße tipsi3
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11.12.2009, 20:17 Uhr von oskermit
Bewertung: sehr hilfreichklasse berschrieben! Du warst bei mir, also komm ich zu dir! So macht jopy Spaß!
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10.12.2009, 16:31 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichSuper geschrieben. LG cleo1
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07.12.2009, 12:52 Uhr von Nikita1984
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Würde mich über Gegenlesung freuen! LG
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05.12.2009, 13:01 Uhr von SweetPiccolina
Bewertung: sehr hilfreichsuer geschrieben lg und ein schönes Wochenende
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02.12.2009, 12:41 Uhr von giselamaria
Bewertung: besonders wertvollbw - was sonst ? - LG Gisela
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15.11.2009, 00:15 Uhr von RuHe2310
Bewertung: besonders wertvollwieder ganz toll berichtet und ich komme nicht ohne bw und viele liebe Grüße davon :-)
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14.11.2009, 09:20 Uhr von michiprimel
Bewertung: besonders wertvollEin super Film hast e klasse beschrieben. Gruß michi
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09.11.2009, 17:38 Uhr von Wuschel11
Bewertung: besonders wertvollsuper beschrieben lg
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22.10.2009, 18:31 Uhr von Tweety30
Bewertung: besonders wertvollSuper beschrieben, bw.
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22.10.2009, 11:09 Uhr von christianpirker
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht! Liebe Grüße, Christian
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21.10.2009, 02:07 Uhr von Fifima
Bewertung: besonders wertvollStimmt, das ist wirklich ein Film für die ganze Familie! LG
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20.10.2009, 23:22 Uhr von Gemini_
Bewertung: besonders wertvollToll geschrieben! LG von Gemini_
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20.10.2009, 20:06 Uhr von mima007
Bewertung: besonders wertvollViele Gruesse, mima007
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20.10.2009, 13:21 Uhr von netteotten
Bewertung: besonders wertvollSuper Bericht ! BH & LG, Nette
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20.10.2009, 12:07 Uhr von tk7722
Bewertung: sehr hilfreichEin sehr schöner Bericht, liebe Grüße
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20.10.2009, 10:21 Uhr von wolli007
Bewertung: besonders wertvollklasse Bericht, lg
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20.10.2009, 03:20 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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20.10.2009, 01:31 Uhr von morla
Bewertung: besonders wertvollauch hier ein bw für deinen ausführlichen bericht. lg.^^^^^^^^^^^^^petra
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20.10.2009, 00:53 Uhr von MoeGott
Bewertung: sehr hilfreichtoller Bericht. Freue mich auf Gegenlesungen. liebe grüße und nen schönen Abend noch!
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19.10.2009, 22:56 Uhr von Yvettte
Bewertung: besonders wertvollschööööööööööön
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19.10.2009, 22:25 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht , über Gegenlesungen würde ich mich freuen....Lg sigi
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19.10.2009, 22:00 Uhr von michelle975
Bewertung: besonders wertvollprima! LG, michelle975
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19.10.2009, 21:55 Uhr von liebes35
Bewertung: sehr hilfreichEin guter Bericht. LG Steffi
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19.10.2009, 21:49 Uhr von Steve2512
Bewertung: sehr hilfreichToller Bericht, sehr hilfreich ! Freue mich über Gegenlesungen :-) LG Steve2512
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19.10.2009, 21:37 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollBesten Gruß
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19.10.2009, 21:27 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich. Liebe Grüße Bunny PS: Freue mich über Gegenlesungen
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19.10.2009, 21:26 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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19.10.2009, 21:03 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: besonders wertvolltoll vorgestellt-bw.






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