Heyne Verlag Richard Laymon Das Spiel Testbericht

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ab 7,22
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Summe aller Bewertungen
  • Handlung:  sehr spannend
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  sehr hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von Paukenfrosch

Ich will doch nur spiel´n

Pro:

fesselnde Story; einfache Wortwahl; flüssiger Schreibstil; stetig steigende Spannung

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Vor mehr als einem Jahr habe ich mein erstes Buch von Richard Laymon gelesen. "Die Insel" hat mich begeistert, so daß ich mir vornahm, weitere Bücher von diesem Autor zu kaufen. Deshalb legte ich mir vor einigen Wochen "Die Nacht" und
"Das Spiel"

zu. Den Roman "Nacht" fand ich allerdings weniger gut und so war ich sehr gespannt, wie mir wohl "Das Spiel" gefallen würde.
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Der Autor
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Richard Laymon wurde am 14. Januar 1947 in Chicago geboren. In Kalifornien studierte er Anglistik. Er arbeitete als Lehrer, Bibliothekar und Zeitschriftenredakteur.

Irgendwann fing er mit dem Schreiben von Romanen an und wurde zu einem der bestverkauften Spannungsautoren, der sich mit Stephen King und Dean Kontz vergleichen kann.
Richard Laymon schrieb auch unter folgenden Pseudonymen > Richard Kelly, Carl Laymon, Lee Davis Willoughby

So schrieb er über 50 Romane, doch leider gibt es nur wenige, die ins Deutsche übersetzt wurden. Anbei seine Bücher die er unter dem Pseudonym Richard Laymon verfaßte:
Das Treffen
Rache
Die Insel
Nacht

Die komplette Bibliografie findet man unter: wikipedia.org/wiki/Richard_Laymon
2001 starb Richard Laymon im Alter von 54 Jahren. Neue Romane wird es also leider nicht mehr geben. Aber wir dürfen auf weitere Übersetzungen hoffen…

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Allgemeine Infos zum Buch
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Der Horror-Roman "Das Spiel" erschien im April 2007 Heyne Verlag unter der ISBN 978-3-453-67535-5. Er umfaßt 494 Seiten und kostet 9,95 €.
Unter dem amerikanischen Originaltitel "In the Dark" erschien das Buch bereits 1994.

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Rückentext
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Eines Tages erhält die junge Bibliothekarin Jane Kerry einen Umschlag mit einem Fünfzig-Dollar-Schein und der Aufforderung, sich an einem ominösen "Spiel" zu beteiligen:
Wenn sie jeweils um Mitternacht eine bestimmte Aufgabe erfüllt, dann verdoppelt sich ihre Belohnung. Sie macht mit. Die ersten Aufgaben sind noch leicht, doch sie werden härter - bis es für Jane kein Zurück mehr gibt:

Das "Spiel" artet zu reinstem Terror aus…
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Inhalt & Meinung
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Jane Kerry, eine junge Bibliothekarin, wird von einem mysteriösen Unbekannten zu einem Spiel eingeladen, bei dem sie Nacht für Nacht die ihr gestellten Aufgaben erfüllen bzw. die ihr gestellten Rätsel lösen muß. Als Belohnung erhält sie Geld, eine Menge Geld, denn beinhaltete der erste Brief erstmal nur 50 Dollar, so verdoppelt sich der Betrag mit jeder neuen Aufgabe. Der Gedanke an dieses Geld reizt Jane so sehr, daß sie sich auf dieses ungewöhnliche Abenteuer einläßt, ohne zu wissen, was ihr letztendlich bevorsteht.

Das ist der Plot des Romans, der einerseits recht simpel und auch wirklich nicht neu erscheint, andererseits jedoch sehr spannend klingt, da man als Leser doch nun wissen möchte, was Jane für Aufgaben lösen muß, um an das Geld zu kommen. Gleichzeitig ist von Interesse, wer der unbekannte Briefeschreiber und Geldgeber ist, der sich selbst MOG (Master of Game) nennt und welchen Zweck er mit diesem Spiel verfolgt. Und so begibt man sich gemeinsam mit Jane auf eine abenteuerliche Odyssee durch die folgenden Nächte, denn sie soll ja stets um Mitternacht bestimmte Aufgaben erfüllen.
Die Hauptfigur des Romans Jane ist einem von Anfang an sehr sympathisch, denn sie ist eine ganz normale junge Frau, die als Bibliothekarin ihr Singleleben bestreitet. Auch hat sie ganz normale Probleme, so daß man sich als weiblicher Leser recht schnell mit ihr identifizieren kann. Dadurch ist der Roman unheimlich fesselnd und es bleibt natürlich auch nicht aus, daß man sich beim Lesen fragt, wie man selbst in den entsprechenden Situationen reagiert hätte, denn ich will es nicht leugnen: Geld für ein Spiel zu bekommen, ist auch für mich ein recht verführerischer Gedanke! Doch wie weit würde man dafür gehen?

So überlegt Jane natürlich bei jeder neuen Aufgabe, ob sie das Geld wert ist, welches ihr dafür geboten wird. Unter normalen Umständen hätte sie abgelehnt, doch der Reiz des Geldes ist jedes Mal von Neuem so groß, daß Jane nun schon regelrecht süchtig nach diesem Spiel ist. Sie geht an ihre Grenzen und sogar darüber hinaus.
Der Personenkreis dieses Romans ist sehr klein und somit sehr übersichtlich. Es gibt nur wenige Menschen, die Jane durch ihre nächtlichen Streifzüge kennenlernt. Allerdings trifft sie schon beim Lösen der ersten Aufgabe auf Brace, einen sehr sympathischen Englischdozenten, der ihr beim Lösen der nächsten Rätsel behilflich ist. Das gefällt MOG jedoch gar nicht, denn er will mit Jane allein spielen. Und so geht Jane des Nachts allein auf Friedhöfe, kämpft mit Rottweilern oder legt sich fast nackt in einen Sarg, nur um an das Geld und neue Anweisungen zu kommen. Von Mal zu Mal werden die Aufgaben herausfordernder, Jane wird auch nicht umhinkommen, zu töten. Das allein ist schon spannend genug, doch hinzu kommt, daß der schier unsichtbar scheinende MOG Jane nachts besucht, um Nachrichten, sogar auf ihren Körper geschrieben, zu hinterlassen, ohne daß sie es bemerkt. Wie weit wird MOG noch gehen?

Richard Laymon schafft es, daß sich Spannungsspirale des Psychoterrors erst langsam, doch dann immer schneller windet; bis es Jane zu brisant wird und sie gemeinsam mit Brace flüchtet. Doch sie hat die Rechnung ohne MOG gemacht. Er findet sie und er allein bestimmt, wann das Spiel zu Ende ist. Das Finale naht und mit ihm kommt auch der gewohnte Laymon-Horror, den man irgendwie schon erwartet hat. Es geht gewalttätig zu und es geht natürlich auch um ungewollten Sex. Blut fließt und Menschen sterben. Doch wer gewinnt letztendlich das Spiel? MOG oder Jane?
Die letzten Seiten des Romans sind unheimlich rasant. Man kann das Buch nun nicht mehr aus der Hand legen, denn die Antworten auf all die angesammelten Fragen sollen nun folgen. Doch glaubt man sich beim finalen Duell zwischen Jane und MOG in einem Schrecken ohne Ende, so naht dennoch unausweichlich ein Ende mit Schrecken. Atemlos läßt man das ausgelesene Buch sinken und muß erstmal seine Gedanken ordnen, denn zu sehr zieht einen dieser Horror-Roman in seinen Bann.

Hinter einem liegt nun ein wirklich spannendes Psychoterror-Abenteuer, durch welches man sich sehr flott lesen kann, denn der Roman läuft chronologisch ab, so daß es keine großen Szenenwechsel und schon gar keine Zeitsprünge gibt. Anspruchsvolle Lektüre ist dieses Buch somit nicht, denn Mitdenken ist hier nicht gefordert. Man läßt sich einfach durch die Geschichte treiben, beflügelt von der einfachen Wortwahl und dem außerordentlichen flüssigen Schreibstil des Autors. Sieben Stunden habe ich für dieses Buch gebraucht - sieben Stunden hat mich dieses Spiel begeistert.
"Das Spiel" ist bereits der dritte Laymon-Roman, den ich gelesen habe. "Die Insel" hat mich begeistert, "Nacht" fand ich weniger gut, doch in beiden Romanen ging es eigentlich von Anfang an brutal zur Sache. Bei "Das Spiel" ist es nicht so. Hier wird es erst zum Ende hin gewaltsam und blutig. Zuvor spielt Laymon mit den Nerven des Lesers, denn der Spuk spielt sich nicht offensichtlich, sondern in der Psyche ab. Das gefällt mir an diesem Buch besonders gut, denn dadurch erst entsteht die Spannung, die stetig und ununterbrochen ansteigt. Umso mehr man liest, um so weniger kann man sich von diesem zwar einfach gestrickten, dennoch gnadenlos fesselnden Buch losreißen.

Man wird wohl selbst nie in die Situation kommen, die Jane in diesem Buch erlebt hat. Dennoch läßt einen das Buch mit einigen Fragen zurück, denn man fragt sich durchaus, was man tun würde, käme man in eine solche Situation. Man stellt sich die Frage nach seinen eigenen Grenzen und lernt - wenn auch nur rein spekulativ - neue Seiten an sich kennen.
Mich hat "Das Spiel" begeistert und wirklich gut unterhalten. Nach Laymons enttäuschender "Nacht" kann ich diesem Horror-Roman somit an Leser mit starken Nerven wärmstens empfehlen.


( Mein Bericht erschien bereits auf Ciao am 2. Dezember 2007 )

30 Bewertungen, 11 Kommentare

  • Mondlicht1957

    09.01.2008, 23:20 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr informativ beschrieben *** S H *** LG Pet

  • gerrhosaurus1978

    25.12.2007, 21:17 Uhr von gerrhosaurus1978
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG, Daniela

  • Baby1

    25.12.2007, 11:45 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • LittleSparko

    25.12.2007, 11:35 Uhr von LittleSparko
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg, daniela

  • Oliver-

    25.12.2007, 11:29 Uhr von Oliver-
    Bewertung: sehr hilfreich

    Eon echt gelungener Bericht! LG Oliver-

  • DOMMEL

    25.12.2007, 11:24 Uhr von DOMMEL
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht

  • anonym

    25.12.2007, 09:46 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • Miem

    25.12.2007, 04:04 Uhr von Miem
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ganz besonders schöne Weihnachten und ein wunderbares Jahr 2008 wünsche ich dir!

  • anonym

    25.12.2007, 00:27 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • bigmama

    24.12.2007, 23:19 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    SCHÖNE FEIERTAGE! LG Anett

  • Markusgeiger86

    24.12.2007, 22:47 Uhr von Markusgeiger86
    Bewertung: sehr hilfreich

    mfg, Markus