The Day After - Der Tag danach (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Thalaia

Der Tag an dem die Bomben fielen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nach langer Zeit habe ich mich endlich mal wieder dazu aufgerafft, diesen Film zu sehen, der besonders in solchen Zeiten nahenden Krieges die Aktualität seiner Thematik noch nicht verloren hat und ein erschreckendes Szenario bietet, das einem immer noch eine Gänsehaut erfahren lässt.

Die Story
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Russland und die anderen Staaten des Warschauer Paktes marschieren in der Bundesrepublik ein. So erklingen die Nachrichten im fernen Amerika. Noch denken sich die Leute nichts dabei, doch kurz darauf werden auch die amerikanischen Truppen im fernen Europa angegriffen. Die ersten Nachrichten über den Einsatz der Atombombe erklingen in Fernsehen und Radio in Panik gehen die Menschen auf Hamsterkäufe. Kurz darauf starten überall in Arizona die Atomraketen, auch der Gegenschlag lässt nicht lange auf sich warten. Atomraketen gehen in Kansas nieder, auch in der nähe der Stadt Lawrence.
Jeder der sich zu nahe an den Einschlagsorten aufhält nicht an einem geschützten Ort ist wird von der Feuerbrunst verschlungen und getötet. Auch der radioaktive Niederschlag und seine Folgen lassen nicht lange auf sich warten.
Die Menschen stehen vor scheinbar unüberbrückbaren Problemen, die Elektrizität ist durch die Atombomben ausgefallen, Wasser und Boden ist atomar verseucht, Lebensmittel werden knapp und alles was sich draußen befindet ist so verstrahlt das es nicht gefahrlos genießbar ist. Auch die ersten Anzeichen von Strahlungsschäden sind nicht abzuwenden.

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Mit erschreckender Detailgetreue aus der Hand von Nicholas Meyer wird dem Zuschauer vor Augen gehalten, welche folgen ein atomarer Angriff haben wird. Eine fürchterliche Zukunftsvision, von der man sich, nach diesem Film nur noch mehr wünscht, dass sie niemals der Realität entsprechen wird.
Schonungslose Offenheit ist es was dieser Film uns zeigt und auch an Erklärungen mangelt es nicht, auch wenn diese natürlich im Rahmen der Geschichte nur die Oberfläche des Stoffes anschneidet.

Die Schauspieler bringen ihre Rollen überzeugend auf die Filmleinwand, so dass zumindest mir teilweise eine Gänsehaut nicht erspart geblieben ist, insbesondere, als die Atombomben fallen.
Der Film hebt einzelne Schicksale hervor, die alle ihren eigenen steinigen Weg durch die verseuchte Landschaft ein Weg der für keinen von ihnen ein gutes Ende nehmen kann.
\"Das war alles? Mehr hat der nicht zu sagen? Ich will wissen wer den Erstschlag getan hat. Wenn die [die Russen] angefangen hätten, hätte er es uns bestimmt gesagt\", entfährt es im Film einem aufgebrachten Bürger nach der Rede des Präsidenten, der die Menschen auffordert durchzuhalten um \"diese unsere große Nation wieder aufzubauen\".
Der Film offenbart die hässlichsten Seiten eines Atomschlags und zwar in einem Land, dass nicht wie sooft in der Dritten Welt liegt, sondern ganz im Gegenteil weiter ab vom Schuss liegt als alle anderen.
Und trotz seiner technologischen und industriellen \"Hochkultur\" ist es dem Land nicht möglich eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, von der medizinischen ganz abgesehen. Der Staat kommt nur noch mit Gewalt dagegen vor, falls er überhaupt noch vor Ort sein kann.

Dieser Film gehört zu jenen, die jeder einmal gesehen haben sollte. Er hat nichts heroisches, es gibt keinen Helden, der alles wieder ins Reine bringt. Dieser Film hat nicht einmal ein abgeschlossenes Ende, sonder nur ein offenes, was dem Betrachter des Films viel Raum gibt darüber nachzudenken. Denn wenn man ehrlich ist, gibt es auch kein wirkliches Ende für einen solchen Film. Wie soll man Jahre der Verstrahlung und Verheerung, langsamen Verfall und Sterben in einen Film bringen, der nur eine Momentaufnahme sein kann.
Die Alterangabe von 12 Jahren ist gerechtfertigt, da es ein gewisses Alter braucht um die Thematik richtig zu verdauen. Für jüngere ist es wohl doch noch zu verschreckend und unverständlich, auch wenn sich auch schon Jugendbücher damit beschäftigen. Man denke an das Buch \"Die letzten Kinder von Schewenborn\".

Der Film selbst endet mit folgenden Worten:

\"Der Verlauf der Katastrophe, deren Zeuge wir geworden sind, ist vermutlich nur ein kleiner Teil der Zerstörung, die ein wirklicher, vollständiger Atomschlag gegen die Vereinigten Staaten anrichten würde.

Es steht zu hoffen, dass die Bilder dieses Films, die Nationen der Welt, ihre Völker und Führer bewegen mögen, diesen schicksalhaften Tag niemals Wirklichkeit werden zu lassen.\"

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Vielleicht sollte ich den Bericht nun hierbei belassen doch will ich zumindest noch kurz auf die im ganzen Film besonders wichtige radioaktive Strahlung zurückkommen.

Es gibt insgesamt drei Arten von Strahlung, die sogenannten Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlen. Gamma-Strahlung ist ein Nebenprodukt von Alpha- und Beta- Strahlung und tritt niemals alleine auf. Auch Röntgenstrahlen fallen unter die Bezeichnung Gamma-Strahlung.

Alpha- und Beta-Strahlung bezeichnet man auch als sogenannte Teilchenstrahlung, da sie, lapidar gesagt, Teilchen in sich tragen. Alpha-Strahlung besteht aus doppelt positiv geladenen Heliumkernen, sehr großen Teilchen deren Reichweite sehr gering ist und in der Luft nur wenige Zentimeter weit reicht, sie kann schon mit einem Blatt Papier abgeblockt werden. Alpha-Strahlung ist allerdings auch sehr reaktiv und trotz seiner geringen Reichweite sehr gefährlich.

Beta-Strahlung besteht aus Elektronen, die natürlich um einiges kleiner sind als ein ganzes Atom. Ihre Reichweite beträgt, wenn ich mich nicht irre, etwas über einen Meter.

Sowohl Alpha-, als auch Beta-Strahlung kann von einem Magnetischen Feld abgelenkt werden, für Gamma-Strahlung trifft dies nicht zu, da diese wie licht eine elektromagnetische Strahlung ist und keine Ladung trägt. Gamma-Strahlung ist auch dadurch so gefährlich, dass es selbst durch dicke Bleischichten nicht vollkommen abgeblockt werden kann, man kann die Strahlung nur abschwächen, es kann allerdings auch zu sogenannter Aufbaustrahlung kommen, d.h. anstatt die Strahlung abzuschwächen, wird sie noch verstärkt. Ihre Reichweite ist sehr hoch.
Gamma-Strahlung ist besonders durch bestimmte Effekte gekennzeichnet, wen es interessiert der sollte sich selbst darüber belesen, weil es den Rahmen sprengen würde, hier seien nur die Stichworte, Photoeffekt, Comptoneffekt und Paarbildung genannt.

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So ich denke das reicht nun erstmal an Informationen.
Fazit für den Film heißt auf jedenfall sehr sehenswert, allerdings nicht geeigent wenn man in depressiver Stimmung ist. In so fern noch einen schönen Abend, ich werde erstmal noch ein wenig in mich gehen.



\"Ihr wisst was Einstein gesagt hat über den Dritten Weltkrieg. Er wüsste nicht womit man kämpfen würde, aber er würde wissen womit man im vierten kämpft, mit Keulen und Steinen.\"


P.S.: Da ich den Film nicht auf DVD habe, kann ich mich zu den Features nicht äußern.

20 Bewertungen