The Day After - Der Tag danach (DVD) Testbericht
D
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2008
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Erfahrungsbericht von mima007
Der Weltuntergang - und was danach kommt
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Dieser Film machte erstmals die vielfältigen Schrecken eines Angriffs mit Atombomben auf die Zivilbevölkerung anschaulich und sinnfällig. Jeder, der ihn sah, kam zu dem Schluss, dass so etwas niemals (wieder) passieren dürfe.
Filminfos
O-Titel: The Day After, USA 1983
FSK: ab 12
Länge: ca. 90 Min.
Regisseur/Drehbuch: Nicholas Meyer
Darsteller: Jason Robards jr. (1922-2000; \"Magnolia\"), Steve Guttenberg, John Lithgow (\"Garp\"), Amy Madigan, Jobeth Williams u.a.
Handlung
Die Handlung verfolgt das Schicksal verschiedener Familien, Paare und Einzelpersonen. Am DAY BEFORE sind alle noch zufrieden und freuen sich auf ganz unterschiedliche Dinge wie etwa den 18. Geburtstag und darauf, dann endlich den Geliebten heiraten zu können. Auch der Chefarzt, der von Jason Robards gespielt wird, freut sich auf das Wochenende, das er mit seiner langjährigen Ehefrau (Williams) zu verbringen gedenkt.
Doch die internationale politische Lage spitzt unausweichlich zu. Truppen des Warschauer Pakts, der verärgert über amerikanische \"Einmischung in innere Angelegenheiten\" ist, riegeln erst West-Berlin. Als die alliierten Schutzmächte Berlins protestieren, rücken Panzerverbände über die DDR in die Bundesrepublik Deutschland und stoßen rasch zum Rhein vor. Der Westen hat nur eine Antwort zur Verfügung: den Einsatz taktischer Nuklearwaffen. Diesem folgt als Eskalation am 16. September 1983 der Start strategischer Langstreckenraketen mit Mehrfachsprengköpfen.
Der Start hunderter dieser Raketen, die aus dem Boden von Kansas wie tödliche Blumen sprießen, ist ein gespenstisches Bild. Doch dies ist nur die Saat. Die Ernte folgt dreißig Minuten später: So lange brauchen die sowjetischen Raketen über den Pol. Wieder stehen Blumen am Himmel: heller als die Sonne, und tödlicher.
Der Chefarzt ist als einziger unterwegs in Richtung Innenstadt von Lawrence, 30 Meilen von Kansas City entfernt, als der elektromagnetische Puls (EMP) der ersten gezündeten Atombombe die Elektrik seines Autos außer Gefecht setzt. Sämtliche Lampen und Generatoren in seinem Hospital fallen aus, auch alle Kommunikationsmittel. Dann kommen die zwei tödlichen Wellen des Luftdrucks, der die Gebäude hinwegfegt, und der Hitze, die alle Lebewesen verbrennt.
THE DAY AFTER
Der nukleare Winter beginnt. Es erscheint mir unnötig, die zahllosen grausamen Details zu schildern, die der Film schonungslos zeigt. Wie ein Hinweis am Schluss anmerkt, stellen die gezeigten Auswirkungen des indirekten Atomschlags bei Lawrence City nur eine abgemilderte Form der Schäden dar, die dabei wirklich entstehen würden.
Die DVD
Produktionsdatum: 5.9.2002
Bildformate: TV-Vollbild
Tonformate: Dt. in DD 2.0 (Synchronisation in Mono), Engl. in Mono (!)
Sprachen: Dt., Engl.
Untertitel: keine
Extras:
- Filmografien
- Produktionsnotizen
- Trailershow: Das Experiment (D); Gauner No. 1 (GB)
Mein Eindruck
°°°°°°°°°°°°°°°°°
Regisseur un Drehbuchautor Nicholas Meyer ist ein aufrüttelnder Film gelungen, den man nur zu gerne verdrängt, zumal ja heute allenthalben Abrüstung im Gange zu sein scheint. Doch der Schein trügt: Dieser Film bleibt aktuell, solange es Atomwaffen gibt, beispielsweise in Indien und Pakistan.
Die Handlung ist fernsehgerecht aufbereitet, und in manchen Szenen kommt man sich vor wie in einer Seifenoper, so plump sind die dramaturgischen Mittel eingesetzt. Für damalige Verhältnisse agieren die Darsteller wohl glaubwürdig. Heute kommen sie uns übertrieben und naiv zugleich vor.
Die DVD
Die biografischen Filmografien stellen die wichtigsten Darsteller sowie den Regisseur des Projekts vor. Leider gehen die anschließenden Produktionsnotizen kaum auf die Kontroversen ein, die der Ausstrahlung des Films vorausgingen und folgten. Man wollte die Bevölkerung wohl \"nicht unnötig beunruhigen\", wie es immer so beschönigend heißt.
Meyer berichtet auch von der interessanten Entstehung des Films und wie er akribisch genau recherchierte, wie ein solcher Start einer Atomrakete abläuft - es sind ja etliche Sicherheitsbarrieren zu bewältigen, bevor das Ding aus dem Silo schießt.
Schade, dass der Sound ziemlich schlecht ist. Wenn man sich aus Verständnisgründen die deutsche Version anhört, muss man mit der Mono-Version der deutschen Synchronisation vorlieb nehmen, denn irgendwelchen Untertitel weist die DVD nicht auf. Auffällig ist jedoch, dass die Musik in Dolby 2.0 erklingt. Die englisch Version weist nicht einmal diesen Vorzug auf: Hier ist alles in Mono.
Unterm Strich
Der Film ist wichtig und interessant, aber man kann ihn sich genauso gut auf einer VHS-Cassette ansehen.
Michael Matzer (c) 2002ff
Filminfos
O-Titel: The Day After, USA 1983
FSK: ab 12
Länge: ca. 90 Min.
Regisseur/Drehbuch: Nicholas Meyer
Darsteller: Jason Robards jr. (1922-2000; \"Magnolia\"), Steve Guttenberg, John Lithgow (\"Garp\"), Amy Madigan, Jobeth Williams u.a.
Handlung
Die Handlung verfolgt das Schicksal verschiedener Familien, Paare und Einzelpersonen. Am DAY BEFORE sind alle noch zufrieden und freuen sich auf ganz unterschiedliche Dinge wie etwa den 18. Geburtstag und darauf, dann endlich den Geliebten heiraten zu können. Auch der Chefarzt, der von Jason Robards gespielt wird, freut sich auf das Wochenende, das er mit seiner langjährigen Ehefrau (Williams) zu verbringen gedenkt.
Doch die internationale politische Lage spitzt unausweichlich zu. Truppen des Warschauer Pakts, der verärgert über amerikanische \"Einmischung in innere Angelegenheiten\" ist, riegeln erst West-Berlin. Als die alliierten Schutzmächte Berlins protestieren, rücken Panzerverbände über die DDR in die Bundesrepublik Deutschland und stoßen rasch zum Rhein vor. Der Westen hat nur eine Antwort zur Verfügung: den Einsatz taktischer Nuklearwaffen. Diesem folgt als Eskalation am 16. September 1983 der Start strategischer Langstreckenraketen mit Mehrfachsprengköpfen.
Der Start hunderter dieser Raketen, die aus dem Boden von Kansas wie tödliche Blumen sprießen, ist ein gespenstisches Bild. Doch dies ist nur die Saat. Die Ernte folgt dreißig Minuten später: So lange brauchen die sowjetischen Raketen über den Pol. Wieder stehen Blumen am Himmel: heller als die Sonne, und tödlicher.
Der Chefarzt ist als einziger unterwegs in Richtung Innenstadt von Lawrence, 30 Meilen von Kansas City entfernt, als der elektromagnetische Puls (EMP) der ersten gezündeten Atombombe die Elektrik seines Autos außer Gefecht setzt. Sämtliche Lampen und Generatoren in seinem Hospital fallen aus, auch alle Kommunikationsmittel. Dann kommen die zwei tödlichen Wellen des Luftdrucks, der die Gebäude hinwegfegt, und der Hitze, die alle Lebewesen verbrennt.
THE DAY AFTER
Der nukleare Winter beginnt. Es erscheint mir unnötig, die zahllosen grausamen Details zu schildern, die der Film schonungslos zeigt. Wie ein Hinweis am Schluss anmerkt, stellen die gezeigten Auswirkungen des indirekten Atomschlags bei Lawrence City nur eine abgemilderte Form der Schäden dar, die dabei wirklich entstehen würden.
Die DVD
Produktionsdatum: 5.9.2002
Bildformate: TV-Vollbild
Tonformate: Dt. in DD 2.0 (Synchronisation in Mono), Engl. in Mono (!)
Sprachen: Dt., Engl.
Untertitel: keine
Extras:
- Filmografien
- Produktionsnotizen
- Trailershow: Das Experiment (D); Gauner No. 1 (GB)
Mein Eindruck
°°°°°°°°°°°°°°°°°
Regisseur un Drehbuchautor Nicholas Meyer ist ein aufrüttelnder Film gelungen, den man nur zu gerne verdrängt, zumal ja heute allenthalben Abrüstung im Gange zu sein scheint. Doch der Schein trügt: Dieser Film bleibt aktuell, solange es Atomwaffen gibt, beispielsweise in Indien und Pakistan.
Die Handlung ist fernsehgerecht aufbereitet, und in manchen Szenen kommt man sich vor wie in einer Seifenoper, so plump sind die dramaturgischen Mittel eingesetzt. Für damalige Verhältnisse agieren die Darsteller wohl glaubwürdig. Heute kommen sie uns übertrieben und naiv zugleich vor.
Die DVD
Die biografischen Filmografien stellen die wichtigsten Darsteller sowie den Regisseur des Projekts vor. Leider gehen die anschließenden Produktionsnotizen kaum auf die Kontroversen ein, die der Ausstrahlung des Films vorausgingen und folgten. Man wollte die Bevölkerung wohl \"nicht unnötig beunruhigen\", wie es immer so beschönigend heißt.
Meyer berichtet auch von der interessanten Entstehung des Films und wie er akribisch genau recherchierte, wie ein solcher Start einer Atomrakete abläuft - es sind ja etliche Sicherheitsbarrieren zu bewältigen, bevor das Ding aus dem Silo schießt.
Schade, dass der Sound ziemlich schlecht ist. Wenn man sich aus Verständnisgründen die deutsche Version anhört, muss man mit der Mono-Version der deutschen Synchronisation vorlieb nehmen, denn irgendwelchen Untertitel weist die DVD nicht auf. Auffällig ist jedoch, dass die Musik in Dolby 2.0 erklingt. Die englisch Version weist nicht einmal diesen Vorzug auf: Hier ist alles in Mono.
Unterm Strich
Der Film ist wichtig und interessant, aber man kann ihn sich genauso gut auf einer VHS-Cassette ansehen.
Michael Matzer (c) 2002ff
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