Them (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
Spielkind.
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Längere Zeit hin- und her überlegt, ob ich mir bei Amazon die DVD
==Them==
bestellen sollte, mir zwischendurch ein völlig anderer Film mit dem selben Titel in die Hände fiel, offenbarte sich mir die Logik, dass jener Schocker wohl beinahe überall für die ausgewiesenen 5 EUR zu haben sein sollte. Und ja, sie war es. „Saturn“ sei Dank konnte ich mir erneut einen Film ansehen, der mich an ach-so-vielem Zweifeln ließ.
_Die story kommt hier nur über Umwege auf den Punkt, scheinbar dient der erste Ausflug, der mit dem Rest des Filmes so gut wie nichts zu tun hat, nur dem Versuch, den Zuschauer auf ein grausiges Gefühl einzustimmen. Der Usus, Hauptprotagonistin Clémentine (Olivia Bonamy) an ihrer Schule erleben zu dürfen, dient vermutlich dem versuchten Sympathieaufbau. Ihr Mann Lucas (Michaël Cohen) hockt derweil zu Hause und versucht Frauchen davon zu überzeugen, was für ein großartiger Schriftsteller er doch ist. In einem weiteren Szenenablauf wird ferner versucht, dem Zuschauer zu verstehen zu geben, in was für einen wahnsinnig unsympathsichen, dafür aber großen Haus das Ehepaar wohnt. In dem man halt später wahnsinnig viel laufen kann.
Ziemlich viele Versuche bis dato, nicht wahr?
Hauptversuch von „Them“ ist, jene „sie's“ so spät wie möglich zu zeigen; so dass der Effekt ein noch gewaltiger sein sollte ~ dass weniger direkte Kamera-Draufhaltung für mehr Huhu-Effekt sorgt, ist ja nix neues mehr. Und irgendwie funktionierte es auch ~ im Haus tummeln sich merkwürdige Geräusche, Schritte, das Auto wird geklaut, Türen werden zugeschlagen und geöffnet... wer hier an „Paranormal Activity“ denkt, irrt ~ es ist tatsächlich jemand (oder gar mehrere) im Haus, während einer versucht spektakulären Flucht auf den Dachboden wird der Zuschauer erstmalig mit dem Usurpator konfrontiert. Und ja, ich hab mich wirklich erschrocken.
==Die Umsetzung==
legt es vor allem darauf an, möglichst bedeckt zu halten, was überhaupt genau passiert, wer hinter dem Paar her ist und warum.
An für sich mag ich solche Verfilmungen immenst; und doch wurde ich mit „Them“ nicht so wirklich warm. Dabei hatte ich bis dato noch gar nicht gerafft, dass es sich hierbei mal wieder ein Machwerk „made in france“ handelt ~ und das kann ja oft nix Gutes heißen.
Und nein, tut es hier auch nicht.
Wie gesagt, ein paar gruselige Momente hält „Them“ durchaus parat, so vorhersehbar manche Schockeffekte auch sein mögen; so gut funktionieren sie in verdammt vielen Filmen. Und wenn auch nur deswegen, weil man genau weiß „ojeoje, da passiert jetzt was“. Was ja auch völlig einerlei ist; doch wenn ich bei mir selbst bemerkte, wie sehr mich das Haus an sich schon gestört hat... dann kann wirklich etwas nicht stimmen.
Die abenteuerliche Kameraführung scheint genau diesen Umstand des „unsympathisch wirkenden Hauses“ zu vertuschen zu versuchen ~ so sieht man oftmals, ähnlich wie in Hotelzimmerabbildungen, lediglich eine Ecke des Raumes. Trotzdem bekommt man mit, dass in Lagerhallenartigen Räumen lediglich zwei Sesselchen stehen und sonst nix. Der Hausflur ist derartig (hotelartig) lang, so dass man rasch an „The Shining“ denkt; sich sowieso die ganze Zeit fragt, was da überhaupt für Bilder an der Wand hängen, und warum die zwei Persönchen so ein großes Haus brauchen... das darüber hinaus noch nicht mal wirklich viele Zimmer zu haben scheint. Dafür ist der Dachboden das reinste Abenteuer.
Daran, wie sehr ich mich auf jene Zweitrangigkeiten konzentrierte, ist vermutlich leicht erkennbar, wie wenig die Filmhandlung selbst einen Sog auf mich ausübte. Ja, ich war neugierig, wer da und was und wieso, aaaaaber... wenn das Paar sich eigentlich nur damit abwechselnd, sich gegenseitig zu Rufen und dem anderen darauf keine Antwort zu geben... dann kann man sich ja ruhig in der Hintergrundgestaltung ein wenig umsehen.
Der gesamte Film ist beinah völlig im Dunkeln gehalten; die spätere Verfolgungsjagd im Wald teilweise grotesk. Lucas humpelt anfangs noch arg hinter Clémentine her, schafft es kruderweise dann aber später doch, sich schneller, leiser und galalnter zu bewegen.
Apropos leise: ist es wirklich glaubhaft, dass Menschen, die sich in ihrem eigenen Haus verstecken wollen, die ganze Zeit nach ihrem Partner plärren? Sich im Wald hinter einem Baum, der nur unwesentlich breiter ist als man selbst, zu verstecken versuchen und dabei ihren Gatten rufen? Bzw. quäken, dass jener Hilfe holen soll, man selbst käme schließlich nicht über den Zaun?
Wie und wann Lucas wenig später dann aber doch den Zaun überwunden hat, hab ich offen gestanden verpasst. Vermutlich hab ich mir da gerade ein weiteres Marzipan-Ei aus dem Stanniolpapier gepfriemelt ~ ein wesentlich verführerisches Unterfangen, als 100% seiner Aufmerksamkeit auf das Filmgeschehen zu lenken.
Ich will nicht sagen, dass die Idee und sogar die Handlung an sich nicht irgendwo vielversprechend klang und wohl im tiefsten inneren auch war ~ das Gerücht (oder doch nur wieder eine weitere düstere Legende?), dass das Ganze auf einer wahren Begebenheit beruht, rundet das Szenario irgendwo ab und lässt den Film abschließend ganz anders wirken... doch so wirklich begeistert hat mich hier eigentlich nichts.
Die Regisseure David Moreau und Xavier Palud haben da wohl irgendwas falsch gemacht. Es geht mir gar nicht mal darum, dass die gesamte (versuchte) Brutalität nicht wirklich optisch erkennbar war, man zwar irgendwann mal Blut sieht, sich aber im Grunde bloß denken kann, wie und wo und wodurch jenes entstand. Bzw. offenbart sich der Umstand, dass Lucas ein Messer im Bein stecken hat, erst in dem Moment, als seine Clementine es im heraus zog.
==Summa summarum==
Zweifelsohne wurde hier wahnsinnig viel Potential verschenkt, so dass es fast nur wieder logisch war, dass man sich irgendwann fragen muss „hatte die nicht grade noch Blut im Gesicht?“ um wenige Szenen später zu erkennen „ach, da ist es ja wieder.“
Jene Darbietungen, die dem Zuschauer ein „Hurra, sie sind gerettet“ Gefühl suggerieren sollten, sind so derbst „daneben“ dass es fast schon wieder komisch sein könnte. Oder man patzig ~ und vor allem wohl bösartig ~ denkt, dass das Paar aufgrund eigener Blödheit selbst Schuld ist.
Entfernt erinnert „Them“ darüber hinaus an XY, der jedoch intensiver zu fesseln vermochte. Sprich: der es überhaupt schaffte. Gleichermaßen könnte man (seeeehr entfernt) an „Eden Lake“ denken, nur; dass „Them“ im Vergleichsfalle dazu noch mieser abschneidet als generell schon. Während bei „Eden Lake“ lediglich die Frage des „Warums“ im Raume steht, sollte man meinen, dass „Them“ mit seinem „wer denn überhaupt?“ weitaus fesselnder wirkt... doch der Umstand, dass die Spannung dadurch nochmal erhöht werden sollte, dass man sich darüber hinaus die Frage nach dem „was eigentlich?“ stellen muss, kippt das Erlebnis nicht nur, sondern schmeißt es vielmehr rigoros die Klippen runter.
Ich kann es nur schwer an etwas bestimmten festmachen; doch Fakt ist, dass „Them“ über so wenig Fesselungskunst, Tiefgang oder gar Aussagekraft verfügt, dass mir nichtmal auffiel, dass das Ganze Brimborium lediglich 75 Minuten andauerte.
Die „Auflösung“ sollte eine Art Knalleffekt bereit halten... doch wo vorher nix brodelt, kann dies logischerweise auch nichts mehr retten. Zugegeben; ein wenig versöhnt fühle ich mich mit dem eingeblendeten Erklärungs-Schriftgut dann schon ~ davon, dass jenes in geschätzter Schriftgröße 8 und darüber hinaus auf Französisch erschien, hingegen schon wieder eher verar...veralbert.
Jegliche '''DVD Extras''' wie Trailer, making of ignorierte ich mal wieder gekonnt ~ es reicht mir zu wissen, dass der Film Mist ist, da brauch ich nicht noch eine Darbietung darüber, wie Mist entstehen kann.
34 Bewertungen, 10 Kommentare
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14.04.2010, 09:49 Uhr von tina08
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße ... Tina
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14.04.2010, 01:56 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß
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14.04.2010, 01:04 Uhr von bettie47
Bewertung: sehr hilfreichSuper Grü0e von Bettie47
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13.04.2010, 22:03 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^petra
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13.04.2010, 20:29 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht. LG Iris
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13.04.2010, 20:23 Uhr von Cessie47
Bewertung: sehr hilfreichGuter Bericht ,liebe Grüße
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13.04.2010, 20:22 Uhr von BiggestDreamer88
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich,würde mich über Gegenlesungen freuen. Gruss
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13.04.2010, 19:31 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichNett Berichtet ...Lg Sigi
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13.04.2010, 19:14 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht. LG BUNNY84 PS: Freue mich über Gegenlesungen meines aktuellen Berichtes
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13.04.2010, 19:09 Uhr von technofreak1988
Bewertung: sehr hilfreichs.h., würde mich über eine gegenlesung sehr freuen! lg andi
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