Rendezvous (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von sunnyblack
Es geht immer nur um Fortpflanzung, oder?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
4 Schauspieler, davon 2 Männer und 2 Frauen, stellen zwei Paare dar, deren mehr oder weniger zufälliges Zusammentreffen in einer avantgardistischen "Studentenbude", so wie es eine der Figuren nennt, im Mittelpunkt der Geschichte steht. Mit Handkamera aufgenommen, entwickelt sich in diesen 4 Wänden eine mehr oder weniger anspruchsvolle Beziehungs- Vierecksgeschichte, die dem Theaterstück Bob L. Sacks zugrunde liegt. Liebe, Macht, Treue, Sex gehören zu den in den Dialogen der Charaktere angesprochenen Themen.
Da Regiedebütant Alexander Schüler nahezu kein Budget zur Verfügung hatte, konzentrierte er sich gezwungenermaßen auf die Psychologie seiner Charaktere und lässt dadurch dreidimensionale Charaktere aufleben, deren Konstellation zueinander den Reiz des Filmes ausmacht. Bis allerdings die endgültige Konstellation der Charaktere zueinander ihr Ziel erreicht hat, vergeht das Dreiviertel des Films, der seine Spannung hauptsächlich diesem Aspekt verdankt.
Am Anfang des Films bleibt in dem Spannungsfeld der Figuren zueinander die Grundspannung des Filmes sehr hoch, bis sie sich in der Figur des Bankers Walter, grandios gespielt von Sven Walser, entlädt. Dabei stiehlt er seinen anderen Schauspielkollegen gänzlich die Show. Als karrieresüchtiger und zynischer Geschäftsmann liefert er eine hervorragende Leistung. In der Konzeption bleibt die Vierecksgeschichte stets von der Spannung durchdrungen, wer denn mit wem was hat. Bis zur endgültigen Aufdeckung der Intrigen und gegenseitigen Veruntreuungen vergeht gut eine ganze Stunde, in der der Film seine wahre Stärke ausspielt. Die wortreichen, sarkastischen Anspielungen Walters geben das Krönchen auf diese, durch die Handlung entstehende Spannung ab. Er impliziert in seiner Figur den Egoismus und den intellektuellen Zynismus der deutschen, gehobenen Bürgerlichkeit, auf die alle Figuren in ihrer Anlegung anspielen. Jede Figur stellt seine eigenen Bedürfnisse über die des anderen, verkehrt sie in den anderen Partner hinein (und kreuz und quer) und bleibt dadurch dann doch stets egozentrisch. So gibt es Streit untereinander, miteinander, aber niemand kritisiert sich selbst. Dieser Egoismus findet seinen Höhepunkt in einem unglaubwürdigen Ende, das stellvertretend für den Egoismus aller Figuren stehen soll.
Rendezvous ist kein Drama im eigentlichen Sinne. Es ist eine weniger gelungene, indirekte Dokumentation (Schnittfehler und einmal ein Kabelträger kurz im Filmbild) über die Frage, warum Deutsche keine Kinder mehr bekommen. Um es mit einem Dialog im Film zu erklären:
Anna: "Du weißt gar nicht worum es geht!"
Darauf Walters symbolische Antwort: "Doch! Um Fortpflanzung!"
Filmtitel: Rendezvous
Regisseur: Alexander Schüler
Darsteller: Lisa Martinek, Anika Mauer, Tim Lang, Sven Walser
Drehbuch: Tim Lang
Jahr: 2005
Land: D
Dauer: 95 Minuten
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Alive - Vertrieb und Marketing/DVD
15 Bewertungen, 7 Kommentare
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09.10.2007, 01:25 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichWieder ein tadelloser Bericht von Dir. LG
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11.09.2007, 23:18 Uhr von BroeselWerner
Bewertung: sehr hilfreichsiehe Kommentar von viertelvordrei
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11.09.2007, 13:23 Uhr von rotezora1974
Bewertung: sehr hilfreichIst mir eigentlich zu abgehoben, aber ich kann Deine Meinung durchaus heraus lesen, auch wenn es etwas mühsam ist.
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11.09.2007, 12:18 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichLG Pet
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11.09.2007, 12:01 Uhr von ansabi2000
Bewertung: sehr hilfreichsh, lg
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11.09.2007, 01:02 Uhr von Outkast24
Bewertung: sehr hilfreichDu könntest etwas mehr eigene Meinung und noch etwas mehr Informationen über den Film geben.
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11.09.2007, 00:09 Uhr von viertelvordrei
Bewertung: sehr hilfreichSorry, aber Deine Meinung, also was Du von dem Film hälst, steht hier einfach nicht. Ich würde gerne Deine Meinung zum Film wissen. Dies ist der Sinn von Meinungsforen. Nacherzählen kann jeder.
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