Need For Speed: ProStreet (PC Rennspiel) Testbericht

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ab 18,61
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Erfahrungsbericht von Excel1

Der moderne Klassiker

Pro:

Viele Fahrzeuge, realistisches Fahrverhalten, eindrucksvolles Schadensmodell

Kontra:

Multiplayer, keine Story

Empfehlung:

Ja

Warum nur noch ein Bericht über Need for Speed ProStreet? Warum 4 Jahre nach der Veröffentlichung?
Die Entwicklung der Need for Speed Reihe geht rasend schnell, kaum ist ein neuer Teil auf dem Markt ist er auch schon bald wieder veraltet. Für mich aber nicht unbedingt von Nachteil, denn dafür bekommt man ProStreet (dass durchaus noch mit aktuellen Spielen mithalten kann) für 10€ so ziemlich überall hinterhergeschmissen.

Worum geht es?


Bei ProStreet hat Electronic Arts die Undergroundszene endlich wieder verlassen und konzentriert sich auf legale Straßenrennen. Der Spieler startet als Ryan Cooper mit einer unspektakulären Reisschüssel und muss sich - na klar - im Verlauf seiner Karriere gegen immer stärkere Gegner durchsetzen. Dabei gibt es 4 verschiedene Modis, "Grip" (normale Rundkursrennen), "Drift", "Drag" und "Speed" (Hochgeschwindigkeitsrennen von A nach B). Das ist erstmal nichts neues, kennt man (ausgenommen der Speedrennen) alles seit Need for Speed Underground.
Am Ende muss der "King" jeder einzelnen Disziplinen geschlagen werden sowie der Endgegner "Ryo Watanabe", der euch von Beginn des Spieles an feindlich gesonnen ist - warum auch immer.
Etwas schade finde ich dass man über die Spielfigur Ryan Cooper kaum etwas erfährt. Früher fuhr er illegale Straßenrennen... naja und jetzt eben nicht mehr, das war alles an Informationen. Ansonsten trägt er selbst in der Wüste Nevadas einen übergroßen Helm und spricht kein einziges Wort. Ein bisschen mehr Story hätte nicht geschadet.
Ebenfalls schade finde ich, dass es keine Wahl des Schwierigkeitsgrades gibt. Man kann sich ledeglich einen Assistenten hinzuschalten, der für einen mitbremst, besser einlenkt etc. Das nimmt der Sache allerdings den gesamten Spaß, der Wagen fährt fast wie auf Schienen... einfach, aber langweilig.
Apropos langweilig - die Karriere kann sich ganz schön ziehen. Zwar wird durch die verschiedenen Orte anfangs Abwechslung geboten, aber nach dem hundersten Renntag kennt man auch jede Strecke auswendig.


Wie fahren sich die Autos?

Begeistert war ich von Anfang an vom Fahrverhalten der Autos welches inzwischen deutlich realistischer und simulationslastiger ist. Kleinwagen können nicht mehr Geschwindigkeiten jenseits der 500kmh erreichen und wer mit Vollgas in die Kurve fährt muss damit rechnen, einen Totalschaden einzukassieren.
Ebenfalls begeistert war ich von der großen Auswahl an Autos, ein buntes Sortiment aus asiatischen Tuningfahrzeugen, amerikanischen Musclecars und exotischen Sportwagen. Alle Fahrzeuge lassen sich wie zu Zeiten von Underground und Co beliebig tunen und mit den unzählbaren Vinyls individuell gestalten. Interessant finde ich auch das sogenannte "Autosculpt", mit dieser Funktion lassen sich Teile wie Spoiler oder Bodykits individuell anpassen. Und als wäre das nicht genug kann man jedes technische Detail am Wagen beliebig verändern, beispielsweise das Fahrzeug tieferlegen, die Übersetzungen der Gänge verkürzen/verlängern oder die Bremstärke angleichen. Macht auf jedenfall eine Menge Spaß.


Wie ist die Grafik?


Auch wenn ProStreet nicht mehr ganz "up to date" ist bin ich mit der Grafik absolut zufrieden. Die Autos glänzen realistisch und die Straße hat echt wirkende Risse und ausgebesserte Stellen. Die Umgebung ist so "lala", die Zuschauer wirken ein wenig grob aber zumindest klatschen sie... Gras und Sand sind eher bescheiden, sieht nach dem aus was es ist: Ein kleines Stück was immer und immer wieder aneinander kopiert wurde. Die Effekte bei einem Unfall sind spektakulär, aber nicht immer unbedingt realitätsnah. Kleine Stöße bringen Schrammen und Dellen täuschend echt auf das Fahrzeug, während bei einem Totalschaden aus unerklärlichen Gründen plötzlich die Motorhaube oder andere Teile einfach zu Boden fallen. Ebenfalls wunderlich ist die Sache mit dem Auspuff... der Wagen kann sich überschlagen, gegen eine Mauer rutschen oder mit einem anderen Auto kollidieren, das einzige was stets übrig bleibt ist der merkwürdig herausstehender Auspuff. Hübsch anzusehen ist der dichte Rauch welcher sich aber in wenigen Sekunden komplett auflöst - Luftverschmutzung kennt man bei ProStreet nicht. Genauso wie Regen, Schnee etc. Die globale Erderwärmung hat ProStreet erreicht und so scheint immer und an jedem Ort die Sonne, mal mit ein paar Wolken, mal ohne.

Multiplayer


Ehrlich gesagt spiele ich am liebsten gegen Menschen und nicht gegen Computer. ProStreet bietet einen Onlinemodus, den Electronic Arts jedoch nicht mehr unterstützt und daher nicht mehr funktioniert. Ich persönlich finde das ziemlich frech, zumal immer noch auf der Hülle mit diesem tollen Feature geworben wird.
Erst nach einigem Suchen und einem Patch hatte ich in ProStreet zumindest einen LAN-Modus, mit dem ich lokal mit Freunden spielen kann. Allerdings ist dieser nicht wirklich ausgereift, das Programm entscheidet wann ein Rennen startet und nicht der Spieler, einen Host oder Spielleiter im klassischen Sinne gibt es nicht. Und obwohl das Spiel über LAN ja perfekt laufen sollte, ruckelt das Auto des Gegners, wird mal hier, mal da angezeigt, fährt mal gegen die Wand, verschwindet mal... nein, das ist alles andere als schön.

25 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Miraculix1967

    24.10.2011, 23:34 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht! Schönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • morla

    24.10.2011, 22:24 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    einen gute wochenstart wünsch ich dir. lg. petra

  • austin77

    24.10.2011, 21:34 Uhr von austin77
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH... würd mich über Gegenlesung freuen. lg

  • katjafranke

    24.10.2011, 21:21 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße...Katja.

  • uhlig_simone@t-online.de

    24.10.2011, 17:20 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße v. Simone