Troja (DVD) Testbericht

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Troja-dvd-historienfilm
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Erfahrungsbericht von ::CwC::

TROJA

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Daten zum Film

Titel: Troja (original: „Troy“)
Genre: Historienfilm / Abenteuer / Kriegsfilm
Land: USA
Jahr: 2004
Laufzeit: 164 Minuten
Regisseur: Wolfgang Petersen
FSK: freigegeben ab 12 (!) Jahren

www.troja-derfilm.de

Internetseite

Die Internetseite ist total gut gemacht, teilweise aber echt grottenschlecht übersetzt (z.B. „Die Inhalt“). Hier gibt es viele Hintergrundinfos, die Trailer, Fotos, Desktop-Hintergründe und vieles mehr zum Film. Ich empfehle euch, dort mal vorbeizugucken. Für lahme Internetzugänge ist die Seite aber eine Zumutung, da sie sehr aufwendig gestaltet ist.

Handlung

Vor 3200 Jahren passierte folgendes ...

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Endlich haben Sparta und Troja beschlossen, Frieden zu schließen. Doch Helena, Königin von Sparta sieht verdammt gut aus – der jüngere Prinz Trojas, Paris, verliebt sich auf der „Friedensparty“ in Helena – und diese will ihr Leben mit Paris führen, nicht mehr mit Ihrem Mann Menelaos ... das lässt er sich nicht gefallen, er erklärt Troja den Krieg, um seine Frau wiederzuholen und um sie anschließend töten zu können ...

Menelaos bittet seinen Bruder Agamemnon, mit ihm zusammen in den Krieg zu ziehen, denn Agamemnon befehligt mit Abstand die größte Streitmacht Griechenlands. Die Brüder entschließen sich den Krieg gemeinsam zu führen – es soll einer werden, den die Welt noch nie zuvor gesehen hat. Die Brüder haben eine Armee von 1000 Booten á 50 Soldaten, also eine Streitmacht von 50.000 Mann ...

Zu einer solch großen Streitmacht gehören auch supergute Krieger – Achilles, kein Freund von Agamemnon, zieht aber dennoch mit ihm in den Krieg. Die beiden sind nie einer Meinung, aber Achilles hat noch eine Rechnung mit Hector, dem großen Bruder von Paris, zu begleichen ...

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Jetzt nimmt die Geschichte ihren Lauf, es gibt überraschende Wenden – werden die noch nie zuvor bezwungenen Stadtmauern Trojas überwunden? Wird Menelaos seine Frau zurückbekommen? Und was wird aus den Prinzen Trojas, Paris und Hector?


Aufmachung

Die Kulissen sahen fantastisch aus, die Stadt Troja hat mich sofort begeistert – die riesengroßen Stadtmauern Trojas haben mich einfach fasziniert.
Die Schlachten sind gewaltig. Als die Streitmacht von Agamemnon und Menelaos am Strand aufmaschiert, die Trojaner sie also gerade erblicken können – der Anblick ist einfach genial, eine riesige, schwarze Wand! Auch die Szene mit den tausend Schiffen, die auf dem Wasser vor Troja segelten, war einfach gigantisch. Erst so wurde die Macht der Armee Agamemnons und Menelaos’ deutlich – und die zahlenmäßige Unterlegenheit der Trojaner.

Die Schauspieler sind perfekt ausgewählt worden, alle passen total gut in ihre Rollen und spielen diese auch super. Besonders gut gefallen haben mir Brad Pitt und Eric Bana in ihren Rollen.

Die gigantischen Schlachten um Troja sind einfach eine Klasse für sich. Die zahlenmäßige Übermacht der Griechen scheint erst das Ende für Troja zu bedeuten, aber die Trojaner schaffen es immer wieder, die Griechen zu schwächen. Die Schlachten sind supergut und total beeindruckend inszeniert, dennoch haben die Schlachten ein paar Macken (z.B. Kameraflüge und die Schwert-Szene mit Achilles und Hector). Man kann die beiden Parteien (also Gut und Böse) nicht sehr gut auseinander halten, was ich ein bisschen blöd fand, weil das so aussah als ob tausende von Soldaten einfach auf den anderen rumkloppten. Hätte man die Parteien deutlicher unterschieden (z.B. Trojaner mit goldener Rüstung und die anderen in Schwarzer oder so), wäre das besser gewesen. Ein bisschen kann man sie aber doch unterscheiden: die „Bösen“, also die Soldaten der Armee Agamemnons, fallen zeitweise am meisten.

Das berühmt-berüchtigte „trojanische Pferd“ wurde im Film zu meiner Überraschung nicht vergessen: so nimmt die Geschichte nämlich eine sehr überraschende Wende, die durch die Dummheit des trojanischen Königs eingeleitet wird ... er hätte nämlich auf seinen Sohn hören sollen, wofür er sich aber anscheinend zu schade war. Der Glaube an die Götter hat ihn aber in seiner Entscheidung stark beeinflusst.

Die Schauspieler

• Brad Pitt als Achilles

Brad Pitt, in der Rolle des Achilles ist einer der besten Schauspieler im Film. Man kauft ihm die Rolle als unbesiegbaren Kämpfer sofort ab, er kommt extrem überzeugend rüber. Besonders in den Kampfszenen wird deutlich, wie gut Achilles kämpfen kann – er kann alle Gegner täuschen, er ist mit Abstand der beste Speerwerfer ... ohne ihn wären Menelaos und Agamemnon verloren. Seine Gefühle kommen toll rüber, auch seine Liebe zu der Priesterin des Apollo-Heiligtums – er war der beste im ganzen Film, mir hat er am meisten gefallen.

• Orlando Bloom als Paris

Der kleine jüngere Prinz Trojas, Paris, spielt seine Rolle absolut überzeugend – seine Gefühle kommen stets gut rüber, man fühlt mit ihm mit – er hat den Krieg durch seine Liebe zu Helena verschuldet. Manchmal sah er ein bisschen bescheuert aus, seine komischen Haarspangen fand ich absolut peinlich – aber seine Rolle als Paris spielte er absolut überzeugend.

• Eric Bana als Hector

Einer der besten Schauspieler im Film, nach Brad Pitt. Hector ist ein Familienvater, hat Frau und einen ganz jungen Sohn. Er ist Befehlshaber der Armee Trojas, was ihn oft in sehr gefährliche Situationen bringt. Seine Gefühle kamen mit am Stärksten rüber, man hat richtig mit ihm mitgefühlt. Er sieht auch ein bisschen Orlando Bloom ähnlich, somit kommt es auch klarer rüber, dass die beiden Brüder sind (zumindest im Film). Ich habe schon manche Filme gesehen, da soll man glauben, zwei sind Brüder – und die beiden sehen komplett anders aus!

Die Liebe zu Troja und seiner Familie hat ihn manchmal hin und her gerissen, aber dennoch trifft er scheinbar immer die richtigen Entscheidungen, was später aber anders ist ...

• Diane Kruger als Helena

Sie ist mit Abstand die schärfste Frau im Film ... ihre Rolle als Helena spielt sie perfekt, manche Szenen waren echt toll – ihr wisst sicherlich welche .. ich wünschte, man hätte mehr von ihr gesehen, aber da muss ich die männlichen Leser leider enttäuschen, denn gerade zum Ende des Films macht sie sich leider rar ... dennoch fand ich sie als Schauspielerin genau die richtige in der Rolle von Helena.

• Brian Cox als Agamemnon

Er verkörpert den bösen, bösen König Agamemnon. Er hat nämlich nur im Sinn, Troja zu erobern – dass sein Bruder Menelaos seine Frau aus Troja zurückholen will, kommt ihm gerade Recht. Man kauft ihm die Rolle als fieses Arschloch gleich ab, denn er kann manchmal echt eklig sein – die wohl perfekteste Besetzung für diese Rolle.

• Sean Bean als Odysseus

Bekannt aus „Herr der Ringe“, wo er Boromir verkörperte. Hier verkörpert er Odysseus, einen Anhänger Achilles’ – Odysseus befolgt nur Befehle von Achilles, andere können ihm nichts befehlen. Er erweist sich als besserer Kriegsführer, denn er plant seine Handlungen genau, um sicherzugehen, dass sie auch gelingen. So geschehen beim „trojanischen Pferd“, denn er hatte die Idee es zu erbauen, um die Trojaner zu überlisten – ob es ihm gelingt, lasse ich offen ... Auch wenn man nicht wirklich viel von ihm sieht, er spielt seine Rolle stets überzeugend und kommt gut rüber.

Kritik

Als erstes möchte ich was zur Altersfreigabe loswerden, die ich nicht wirklich gut finde. Einige Kampfszenen finde ich wirklich heftig, so sieht man z.B., wie manche Soldaten Blut spucken (und das nicht kurz ...) und wie sie so langsam verrecken. Auch kam es nicht selten vor, wie gezeigt wurde, wie Soldaten die Kehle aufgeschlitzt wurde und so ... Die Kamera wird immer lange auf die Sterbenden gehalten.
Auch über die Sex- bzw. Erotikszenen war manchmal das Geschrei groß, aber ich finde nicht, dass die sonderlich heftig waren ... man sieht sowieso nichts, hierfür ist die Altersfreigabe berechtigt, jedoch nicht für die Kampfszenen.

Die häufigen Kampfszenen im Film, die praktisch das Hauptgeschehen stellen, sind supergut gemacht. Die meisten davon sind recht heftig, z.B. als Hector am Wagen von Achilles hinterher geschleift wird – das fand ich ein bisschen krass. Selbstverständlich wurde auch noch der entstellte Körper danach gezeigt, was ich nicht sonderlich passend fand – da vergeht so manchem vielleicht der Appetit aufs Popcorn.
Manche Kameraflüge über die Soldaten (und am Anfang die Kriegsschiffe) fand ich nicht so toll, weil das Bild dann verschwommen wirkte, die Soldaten dann ganz kleine Pünktchen waren. Ich denke aber mal, dass das beabsichtigt war um deutlich zu machen, wie viele Krieger und Boote das wirklich sind (natürlich sind das nur Computeranimationen, aber die kommen extrem gut rüber und sind als solche nicht erkennbar).

Eine Kampfszene, die zwischen Achilles und Hector fand ich echt peinlich. Zuerst kämpfen die beiden mit Speer und Schild – und urplötzlich haben sie dann ein Schwert in der Hand und fuchteln wie wild damit rum – ich war echt begeistert, wie schnell und unsichtbar man seine Waffen wechseln kann. Das fand ich echt überflüssig, den Übergang hätte man doch echt besser machen können, oder?

Die rollenden Feuerbälle, die die Trojaner auf die Feinde losrollen lassen, fand ich echt beeindruckend. Als sie ins Lager der Feinde einschlugen, war das eine riesige Feuerwand – total genial gemacht! Auch so kommen pyrotechnische Effekte in dem Film nicht zu kurz – die Bogenschützen schießen Pfeile so schnell ab wie ein Maschinengewehr die Kugeln. Als die ganzen Feuerpfeile sich in die Feinde bohrten, war das wieder mal ein Feuerball – ist ja eigentlich nicht lustig, aber ich fand den Teil echt stark. Man sah dann richtig, wie die Armee Agamemnons teilweise umfiel – echt super!

Im Film gibt es einige sehr überraschende Wechsel – bei vielen Filmen kann man das Ende schon voraussehen, hier aber ausnahmsweise nicht! Das fand ich echt gut, denn ich dachte, dass bestimmte Personen überleben würden, und dass der Film ganz anders ausgeht – dem war aber nicht so. Was genau passiert, verrate ich euch aber nicht.

Götter haben in „Troja“ auch eine sehr große Rolle gespielt – es war ständig die Rede davon „Erzürnt bloß nicht Apollo!“ oder ähnliches. Den Griechen war der Glaube damals sehr wichtig. Als Achilles z.B. den Tempel des Apolls am Strand von Troja zerstört hat bzw. die Figur Apolls geköpft hat, war das Entsetzen groß – auch bei seinen Soldaten, denn anscheinend hatte es nie zuvor jemand gewagt, einen Gott auf so eine Art und Weise zu beleidigen.

Die Liebe kommt im Film auch nicht zu kurz, sie ist praktisch Auslöser für den „trojanischen Krieg“, der eigentlich ja über 10 Jahre dauerte, hier aber auf wenige Tage verkürzt wurde. Wie oben schon erläutert, geht Helena mit Paris fremd und zettelt so den Krieg an. Achilles beginnt eine Affäre mit einer Priesterin des Apollo-Tempels, die aber nachher zerbricht ... aber die Liebesgeschichte steht meiner Meinung nach hier nicht so sehr im Mittelpunkt, obwohl sie doch stark vertreten ist. Die Kampfszenen überwiegen in „Troja“.

Die Synchronisation der Stimmen der Schauspieler fand ich total gut, sie ist mir in anderen Filmen schon negativ aufgefallen, in extremster Weise ... da haben dann z.B. die Leute schon aufgehört etwas zu sagen, aber die Lippen bewegten sich weiter – das war hier glücklicherweise nicht so. Die Stimmen passten auch gut zu den Schauspielern.

_/_/_/ Fazit _\\_\\_\\

Bis auf die paar Logikfehler ist der Film einsame Spitze. Die Aufmachung, Schlachten und die Special Effects sind einfach der Wahnsinn, ich bin total fasziniert. Die ganze Athmosphäre ist beeindruckend, der Film ist sehr mitreißend. Die Schauspieler sind supergut ausgewählt, alle spielen ihre Rolle super und glaubwürdig. Ich bin sprachlos, der Film ist einfach super – man muss ihn gesehen haben!

29 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Cicila

    12.11.2005, 12:30 Uhr von Cicila
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe den auhc zu Hause im DVD Ragl stehen :-) <br/>LG Cicila

  • naila

    23.12.2004, 23:40 Uhr von naila
    Bewertung: sehr hilfreich

    richtig guter Bericht! Hexe

  • anonym

    24.09.2004, 19:36 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse bericht....ich fand den film so lala

  • kaykintzel

    24.09.2004, 19:35 Uhr von kaykintzel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hallo klasse Bericht, 2 Anmerkungen von mir, die DVD Version ist gottseidank FSK 16, d.h. die ungeschnittene Fassung, allerdings kündigte Wolfang Pertersen der Regisseur von "Troja" in 1-2 Jahren eine ca. 30 Minuten längere und h&aum