Troja (DVD) Testbericht

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Troja-dvd-historienfilm
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Erfahrungsbericht von mars2108

** Ein Schlacht die in die Geschichte eingeht! **

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Sehr geehrte Lesergemeinde,

ich möchte euch einen Bericht über dem Film Troja schreiben. Auch wenn es schon viele Diskussionen über den Film gegeben hat, wegen der Verfälschung von Homers „Ilias“, so möchte ich noch meinen Senf dazu abgegeben. Ich habe euch ja noch nicht in dieser Kategorie geschrieben, deshalb möchte ich es heute tun, da es sich ja auch um einen der teuersten produzierten Filme handelt.



Der Film beginnt mit einer Kartenübersicht von Griechenland bis Troja, hier erhält man einen ersten Eindruck der geografischen Verhältnisse. Dazu wird ein Teil der Vorgeschichte erzählt
Der richtige Einstieg des Films beginnt, wie Prinz Paris aus Troja ( Orlando Blomm) sich in die griechische Schönheit Helena (Diane Krüger) verliebt. Diese ist jedoch mit Menelaos verlobt, welcher der König von Sparta ist. Doch ist diese Beziehung nur einseitig, denn Helena ist an Menelaos nicht interessiert, weil er keine Gefühle hat und nur ans Kämpfen denkt. Menelaos sein Bruder ist Agamemnon, der König der die Herrschaft über viele Kleinstaaten hat, und diese unterdrückt und von ihnen Unterstützung im Kampf verlangt.
Achilles (Brad Pitt) besiegt in einem Duell einen gegnerischen Riesen, sodass Frieden zwischen Troja und Griechenland herrscht. Doch kommt es während der Friedensfeiern zu einem schlagausgebenden Ereigniss, Prinz Paris und Menelaos Weib Helena verlieben sich. Prinz Paris muss jedoch zurück nach Troja, und so beschließen sie gemeinsam nach Troja zu fliehen. Sie sind sich bewusst, das dadurch die jahrelangen Friedensbemühungen des Königs von Troja mit den Griechen in Gefahr geraten.

Trotz dieses Risikos nimmt Paris Helena heimlich mit den trojanischen Schiffen mit. Als Hektor (Eric Bana) davon erfährt, will er sie sofort zurück nach Griechenland schicken, da er weiß dass dieses einen gigantischen Krieg hervorrufen wird. Jedoch als sein Bruder Paris sagt, dass er mit ihr gehen würde, lässt er aus Liebe zu seinem Bruder Helena mit nach Troja reisen, da in Griechenland beiden der Tod blühen würde.

Am nächsten Morgen bemerkt Menelaos, dass seine Braut verschwunden ist. Er bittet Agamemnon, sie ihnen wieder zurück zu bringen. Auf diese Gelegenheit hat dieser nur gewartet, denn er will das trojanische Reich zu einem Teil seines Reiches machen, also schickt er alle Mittel die er hat nach Troja, aber nicht um Helena zu befreien, sondern um Troja zu erobern. Er beruft alle Könige Griechenlands zusammen, die ihm bei der angeblichen Befreiung Helenas helfen sollen. Auch ruft er Achilles, der jedoch nicht für Agamemnon kämpfen möchte, da er ihn hasst. Doch sie wissen, dass sie ohne Achilles keine große Chance gegen die Trojaner haben, sie brauchen ihn, denn er ist der stärkste Mann der Griechen, und kann ganze Schlachten zu ihren Vorteil entscheiden. Außerdem soll er ein Halbgott sein, und unverwundbar, jedoch fehlt ihm der Respekt zu den Göttern.

Der einzige auf den Achilles hört ist Odysseus (Sean Bean), dieser soll ihn überreden bei dem Kampf mit zu fahren. Achilles der gerade mit seinem geliebten jungen Vetter Patroklos kämpft, bekommt überraschend Besuch von Qdysseus. Dieser macht ihn auf die Bedeutung der Schlacht aufmerksam, denn diese Schlacht wird in die Geschichte eingehen. Achilles soll nicht für Agamemnon kämpfen sondern für Griechenland, außerdem wird durch diese Schlacht sein Name in die Geschichte eingehen. Achilles entscheidet sich mit fünfzig seiner treuesten Leute nach Troja zu schiffen.

Die Griechen, unter Führung von Agamemnon, segeln mit einer nie dagewesenen Flotte von eintausend Galeeren über die Ägäis. Diese Schauspiel ist wirklich einmalig, auch wenn die meisten Galeeren computeranimiert sind, so ist er doch beeindruckend wie tausend dieser über das Meer fahren. Fünfzigtausend Griechen wollen die Schönheit Helena wieder holen, doch sie ahnen nicht das Agamemnon nur das Ziel hat Troja einzunehmen.

Achilles fährt vorweg, was Agamemnon richtig wurmt, denn diese zeigt seine Unterlegenheit, und dass sich Achilles von niemanden kommandieren lässt. Achilles und seine Gefährte, unter ihnen auch Paroklos, der sich heimlich mit an Bord geschlichen hat, landen als erste an der trojanischen Küste. Sie bekämpfen die Trojaner, und schlachten die Übermacht ab. Achilles Vetter durfte jedoch nur aufs Schiff aufpassen. Achilles Männer töten jedoch nicht nur ihre Gegner, sie schändigen auch dem Tempel des trojanischen Gottes Apollon, und töten alle Priester. Achilles schlägt sogar einer goldenen Figur des Apollon den Kopf ab, als Beweis seiner Ungläubigkeit. Achilles verschont Hektor, der den Schandtaten der Griechen ein Ende bereiten will.

Die Trojaner ziehen sich hinter ihre gewaltigen Mauern zurück, und wundern sich warum ihr Gott Apollon nichts gegen die Schandtaten der Griechen unternommen hat. Sie beraten ihr weiteres vorgehen, und es kommt immer wieder zu Beratungen, und zu Gewissensbissen von Paris und Helena, die an dem Krieg schuld sind.

Die Griechen haben eine jungfreuliche Tempelanbeterin gefangen genommen, in die sich Achill verliebt. Es ist das erste Mal dass Achill Gefühle zeigt, der sonst so kalte Krieger behandelt seine Sklavin sehr gastfreundlich. Jedoch wird sie ihm von Agamemnon weggenommen, der selbst seinen Spaß mit ihr haben will. Damit kommt es zu einem Streit zwischen ihnen, und Achill beschließt vorerst nicht zu kämpfen.

Die Griechen und Trojaner kommen zu einem Entschluss, ein Zweikampf zwischen Prinz Paris und Menelaos soll entscheiden ob Helena bei den Trojanern bleibt oder zu den Griechen zurückkehren soll. Paris, ein recht zärtlicher junger Mann, ist selbst auf die Idee gekommen, da er den Krieg verursacht hat. Jedoch zeigt sich schnell dass er gegen den starken Kriegen Menelaos keine Chance hat, und er zwingt ihn auf die Knie. Aus Angst vor dem Tod, kriecht Paris zu Füßen seines Bruder Hektors. Die Griechen verhöhnen Paris als Feigling, und auch die Trojaner sind der Meinung, dass sich Paris dem Kampf stellen soll. Doch sein Bruder Haktor beschützt ihn, und als Menelaos Paris töten will ersticht ihn Hektor mit dem Dolch. Agamemnon ist zornig über den Verlust seines Bruders, und greift die Trojaner mit fast allen Männern an, jedoch ist Achilles nicht bei ihnen. Es zeigt sich die Überlegenheit der Trojaner und erbittert muss Agamemnon zum Rückzug aufrufen.

Dieser ist ein großer Gewinn für die Trojaner, aber auch für Achilles. Achilles bekommt, oder eher holt sich, die jungfräuliche Sklavin zurück. Beide verlieben sich ineinander und verbringen ein wundervoll Nacht, mitten im Krieg. Sie reden, und Achilles beschließt am nächsten Morgen zurück nach Griechenland zu reisen, damit ist die Niederlage besiegelt. Doch falsch gedacht, der Trojanerkönig beschließt die Griechen in der Nacht anzugreifen, auch wenn ihm sein ältester Sohn Hektor davon abrät. Die Trojaner greifen dass griechische Lager zum Morgengrauen an. Hektor tötet dann Paroklos, er denkt es sei Achilles, da er die Rüstung von ihm trägt. Die Trojaner werden jedoch zurückgeschlagen. Am nächsten Morgen will Achilles mit seinen Leuten abreisen, doch er erfährt von dem Tod seines Vetters durch Hektor. Achilles ist erzürnt, und lässt sich nicht einmal von seiner Geliebten beruhigen. Das ist das Beste was Agamemnon passieren konnte, sein bester man war wieder da, und zwar stärker als je zu vor.

Nach der Verbrennung seines geliebten Vetters, macht sich Achilles vor die Tore Trojas, und fordert Hekor zum Zweikampf heraus. Hektor weiß dass er verlieren wird, und er zeigt seiner Frau einen geheimen Weg, durch den sie mit ihren Baby und so vielen Menschen wie möglich sich retten soll.

Obwohl Hektor Angst vor dem Kampf hat, tritt er zum Kampf gegen den erzürnten und schreienden Achilles an. Alle Trojaner, besonders der König, sein Bruder Paris und Helena, und seine Frau schauen dem Kampf zu. Es ist ein atemberaubender Kampf, Personen die nichts über das Ende des Kampfes wissen bleibt die Luft stehen. Es scheint keinen Sieger zu geben, die beiden Helden liefern sich einen atemberaubenden Kampf, das Schlagen der Schwerter ertönt durch jeden Winkel. Doch dann passiert es, Achilles haut mit seiner ganzen Kraft Hekor ein Stück des Holzspeeres direkt übers Herz. Hekor ist schwer verletzt und blutet stark, doch er gibt nicht auf. Doch durch diese Benachteiligung besiegt ihn Achilles, er hängt ihn an seinen zweirädrigen Pferdewagen und zieht ihn hinter sich her, bis ins Lager der Griechen. Von diesen wird er gefeiert.

Die Bedrückung unter den Trojanern ist groß, ihr bester man und Thronnachfolger wurde getötet. Doch nicht allein diese Schmach, dazu noch das Achilles Hektor vor allen tyrannisch vorführt. Besonders hat diese Schmach den Vater Hektors, den König getroffen. Er schleicht sich über Nacht in das Lager der Griechen, und bittet Achilles seinen Sohn herauszugeben um ihn eine würdige Bestattung zu geben. Achilles ist überrascht von dem Mut, des alten Königs und bittet um Gedenkzeit. Diese Szene ist sehr beeindruckend und emotional. Achilles gewährt dem König seinen Wunsch, außerdem lässt er die geliebte Sklavin mit nach Troja gehen. Achilles überwindet hier seinen Stolz und Zorn, und es gewährt den Trojanern sogar die zwölftägige Grabesruhe.

Nach der Bestattung Hekors und der zwölftages Ruhe, finden ein paar trojanische Erkunder ein riesiges Pferd, welches an der Küste steht. Alle Griechen scheinen abgereist zu sein, denn es sind keine Schiffe zu sehen. Diese List stammt von Odysseus, er ließ das riesige Pferd bauen. Die Trojaner besichtigen das Pferd, und ein griechischer Soldat sagt dass es ein Zeichen der Anerkennung der Stärke der Trojaner sei. Paris will das Pferd verbrennen lassen, doch sein Vater lässt es in die Mauern Trojas ziehen. Dieses ist der zweite Fehler den der König begeht, erst hat er nicht auf Hektor gehört, die Griechen nicht anzugreifen und dann ließ er diese Pferd in die Mauern der Stadt ein.

Ein weiterer Erkunder entdeckt die Galeeren der Griechen an einer anderen Küste, jedoch wird diese getötet. Die Trojaner feiern ausgiebig ihren angeblichen Triumph. Doch in der Nacht, wie fasst jeder weiß klettern die Griechen aus dem Pferd. Sie überraschen die Wachen und schwenken ein Fackel, damit die anderen griechischen Soldaten eindringen können. Sie öffnen das Tor, und tausend von Griechen strömen nach Troja ein. Sie zünden die Stadt an. Achilles sucht nach seiner Geliebten, diese hatte den König Agamemnon umgebracht. Der trojanische König ist auch gefallen, und es gibt ein riesiges Geschrei. Prinz Paris, der sehr gut mit dem Bogen umgehen gelernt hat, trifft auf Achilles und seine Geliebte. Er schießt einen Pfeil auf Achilles und trifft ihn an der Ferse, Achilles schreit auf. Die Geliebte, die Paris gut kennt versucht ihn noch aufzuhalten, doch Paris schießt drei weitere Pfeile auf Achilles, und er stirbt. Seine Geliebte und Paris versuchen zu fliehen, sie wollen ebenso wie Hektors Frau durch den geheimen Gang fliehen. Und als sie an ihm angekommen sind fliehen viele, es kommt auch zu einer Begegnung mit dem jungen Aeneas, der ja später in der Geschichte noch eine große Rolle spielen wird. Troja brennt nieder und die Griechen gewinnen, jedoch ist ihr König Agamemnon und Achilles tot.


Der über zweieinhalbstündige Film spiegelt die Geschichte der Helden wieder, ein paar Personen stehen im Mittelpunkt, die anderen Tausende sind nur als „Beilage“ da. Die Frisuren sind auch bei den Männern recht lang, und sie wirken etwas barbarisch, außer natürlich Brad Pitt und Paris und die anderen vornehmen. Der Film ist auch von den Kostümen sehr zeitgemäß, kurze Kleidung lässt besonders für die weiblichen Zuschauer einiges offen. Auch sind einige Nacktszenen, natürlich nur regelgetreu, nicht im Intimbereich zu sehen, was ebenfalls den Film interessanter macht.
Meine Sympathien liegen jedoch nicht auf der Seite des Achilles, auch wenn viele weibliche Zuschauer diese für ihn haben. Brad Pitt bringt die Rolle des Achilles gut rüber, er ist meiner Meinung nach neben Agamemnon die schlechteste Figur. Sympathisch waren mir hingegen Paris und Hektor, weil sie eine freundliche Ausstrahlung hatten, für ihr Land kämpften, an etwas glaubten und Gefühle zeigten. Natürlich muss man auch Diane Krüger bewundern, die zwar die Schlüsselrolle der Handlung ist, aber im Film er weniger auffällt. Natürlich fällt sie durch ihre Schönheit auf, doch wenige Dialoge die sie zu sprechen hat machen sie schauspielerisch zu einer eher weniger wichtigen Person. Dieses hängt natürlich auch damit zusammen, dass es in diesem Film hauptsächlich um Krieg geht.

Die Effekte und die Beleuchtung waren echt spitze, genauso wie die Hintergrundmusik, die genau passend für die jeweiligen Szenen war. Man konnte also im Film richtig mitfiebern. Die antiken Kostüme passen sehr gut zu dem Film, ebenso wie auch durch die Pferde sehr realistisch wirkenden Kampfszenen, wobei man doch manche Szenen bemängeln muss, da man dort die reine „ schauspielerische Darstellung“ erkennt. Doch der Film soll ja auch etwas heldenhaftes vermitteln.

Schade ist, dass einige geschichtlich Dinge nicht so recht beachtet wurden. Haben die Griechen die Römer nicht ganze zehn Jahr belagert, auch wenn man dieses in einem Film schlecht zeigen kann so ist es doch möglich, so etwas wie „zehn Jahre später“ einzublenden. Petersen geht etwas wenig auf den geschichtlichen Hintergrund ein, er will sehr ein Kino-Spektakel erreichen, was ihm auch gelungen ist, der Film ist ja wirklich beeindruckend.
Auch geht Homer davon aus, dass die Zuschauer alle die „Sage um Troja“ kennen. Auch wenn ein schneller geschichtlicher Einstieg beginnt, so sollte man doch erstmal mit den Figuren vertraut gemacht werden. Die vielen Figuren wirken am Anfang recht verwirrend, deshalb hätte der Einstieg etwas ruhiger von statten gehen können, doch wird man auch durch diesen Einstieg gleich aus das Geschehen eingestellt, es beginnen gleich Kampfszenen am Anfang.
Homer hat besonders auch den Göttern eine wichtige Rolle zuspielen lassen kommen, doch diese lässt der Regisseur leider ganz weg.
Schön ist das die Spannung durch ständige Kämpfe am Leben gehalten wird. Es gibt zwar auch besinnliche Phasen, die jedoch nur kurz andauern, aber dennoch die Gefühle des Publikums beeinflussen.

Der Film ist meiner Meinung nach mehr auf das Publikum zugeschnitten, als auf Homers „Ilias“. Peterson versucht die Zuschauer nicht nur mit spitzen Effekten und einer großen Starbesetzung von Schauspielern, die ihre Leistung voll bringen, in seinen Bann zu ziehen. Sondern er wendete auch einige Tricks an, um ihn spannender zu machen. Man merkt dass es Hollywood –Film ist, die Film werden so gestaltet wie man sie braucht, nämlich wie sie Zuschauer anziehen. Die Geschichte wird etwas verdreht, aber dass hat für das allgemeine Publikum keine großen Auswirkungen. Nur Historiker werden damit ein großes Problem haben, doch dass haben sie sicher mit jedem historischen Film der im Kino läuft. Vier Sterne für „Troja“ sind angebracht, die Zuschauer waren begeistert, und ich auch. Das ist ja das Wichtigste, die Spannung und die dadurch resultierende Unterhaltung.

Vielen Dank für das Lesen meines Berichtes,
über Kommentare eurerseits würde ich mich sehr freuen!
Mit freundlichen Grüßen
Mars2108

29 Bewertungen, 3 Kommentare

  • ingoa09

    27.06.2008, 18:37 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich! Gruß Ingo

  • Tiger

    25.03.2005, 20:14 Uhr von Tiger
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich finde, Du hättest nicht die ganze Handlung des Filmes verraten sollen. Jemand, der den Film nicht gesehen hat, hat jetzt keine Überraschungen mehr und ist vielleicht traurig, daß er das Ende schon kennt. Liebe Grüße, Tige

  • Susisanne

    15.06.2004, 15:57 Uhr von Susisanne
    Bewertung: sehr hilfreich

    So was von ausführlich. Da braucht man den Film gar nicht mehr zu schauen. :o) Mir hat er übrigens sehr gut gefallen.