Troja (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von summ

Megakracher Troja

Pro:

Alles

Kontra:

Nichts

Empfehlung:

Ja

Einleitung

Der heutige Bericht soll über den Kinofilm Troja handeln. Da ich mich sehr für solche Geschichtsverfilmungen interessiere, war ich gleich am Donnerstag Abend in der Vorstellung. Die Werbung verspricht dem Zuschauer ein großes nie da gewesenes Spektakel mit großartigen Schauspielern. Ob der Film hält, was er verspricht versuche ich euch in den nächsten Zeilen zu zeigen.

Infos zum Film

Troja (Troy)
Premiere: 13.05.2004

Historienfilm/Abenteuer
USA 2004
Regie Wolfgang Petersen
Drehbuch: David Benioff
Buchvorlage: Homer
Kamera: Roger Pratt
Schnitt: Peter Honess
Musik: James Horner
Produktioonsdesign: Nigel Phelps
Kostüme: Bob Ringwood
Ton: Tony Dawe
Produzenten: Wolfgang Petersen, Diane Rathbun, Colin Wilson
Casting:: Lucinda Syson

Darsteller:
Achilles-Brat Pitt
Hektor-Eric Bana
Helena-Diane Kruger
Agamemnon-Brain Cox
Paris-Orlando Bloom
Odysseus-Sean Bean
Menelaos-Brendan Gleeson
Priamos –Peter O´Toole
Briseis –Rose Bryne
Andromache -Saffron Burrows
Thetis –Julie Christie
Patrocles-Garett Hedlund

Länge: 155 min
Verleih: Warner

Inhalt

Jeder hat das Wort „Trojanisches Pferd“ gehört. Doch noch wenige wissen, wie der Name entstand und was er bedeutet. Zum einem bezeichnet er in der Hackerszene einen Wurm, aber das ist uninteressant. Geschichtlich gesehen ist das „Trojanische Pferd“ eine List, welche zum gewinn des trojanischen Kriegs führte. Am besten ich fange ganz vorne an.
Man schreibt das Jahr 1193 vor Christi Geburt, als der trojanische Prinz Paris, gespielt von Orlando Bloom, die bildhübsche und bezaubernde Helena entführt. Prinz Paris ist schwer verliebt in die griechische Helena, gespielt von Diane Kruger. Schlecht bloß das Helena mit dem spartanischen König Menelaos leiert ist. Die einzige Lösung für Paris besteht also in der Entführung Helenas. Natürlich hatte ein Frauenraub in der damaligen Zeit schwere Folgen und so kommt es, dass unter Führung von Agamemnon, verkörpert von Brain Cox, und dem unbesiegten Achilles alias Brad Pitt Troja belagert und bekämpft wird. Für Achilles geht es nicht nur um die Befreiung Helenas, sondern auch einen Streit zwischen ihm und Hektor alias Eric Bana zu beenden. Das die Streitlösung nicht mit einem Händedruck passiert ist für alle wohl selbstverständlich.
Für Achilles und Agamemnon gestaltet sich die Belagerung als sehr schwierig, da Troja gute Befestigungen und Abwehrsysteme verfügt. Die Stadt gilt als uneinnehmbar. Nachdem die Schlacht beziehungsweise die Belagerung 10 Jahre gedauert hat, besinnen sich die beiden Krieger auf ein List, das „Trojanische Pferd“. Die beiden lassen ein riesiges Pferd bauen, welches sie vor die Stadtmauern Trojas als Geschenk stellen. Die Trojaner bringen das Pferd in dessen Bauch sich Krieger befinden zu ihrem Marktplatz. Als die Nacht über die Stadt hereingebrochen ist, klettern die Krieger aus dem Pferd und öffnen die Stadttore, sodass die komplette Armee, welche vor den Mauern der Stadt gewartet hat, in die Stadt eindringen kann. Wird Helena am Ende befreit und alle sind glücklich??? (außer die Trojaner ;-)) Es warten auf jeden Fall noch ein paar Überraschungen auf den Kinogänger.

Regisseur

Der Regisseur Wolfgang Petersen ist einer der wenigen deutschen Regisseure, die es in Hollywood geschafft haben. Der Deutsche wurde im niedersächsischen Emden 1941 geboren. Er machte sich in der deutschen TV-Landschaft durch einige Tatort-Produktionen, welche sich von den Übrigen durch ein höheres Nivea abgrenzten, einen Namen. Außerdem sorgten die Filme „Smog“ und „Die Konsequenz“ für Aufsehen, da sie die Themen Umweltschutz und Intoleranz gegenüber Schwulen kritisierten. 1980 folgte der erfolgreichste deutsche Film „Das Boot“, welcher gleich für 5 Oscars nominiert wurde. Petersen blieb seiner Linie treu und schuf in den Jahren 1983/84 das Fantasie-Abenteuer „Die unendliche Geschichte“, welche das teuerste Filmprojekt der deutschen Nachkriegsgeschichte ist. Damals wahnsinnige 50 Millionen DM wurden in den Film gesteckt. Für „Troja“ hat Petersen sogar 150
Millionen Euro zur Verfügung. 1987 führte ihn sein Weg in die USA. Dort drehte er die Filme „Tod im Spiegel“ und „In the Line of Fire“, mit denen er sich auch in Amerika einen Namen verdiente. Die Filme „Outbreak“, „Air Force One“ und „Der Sturm“ waren seine letzten Kassenschlager. Der ehrgeizige Regisseure hat nach der Vollendung „Trojas“ schon das nächste Ziel vor Augen und zwar „Der Ring der Nibelungen“.

Hauptdarsteller

Brad Pitt
William Bradley Pitt wurde 1968 in Springfield (Missouri) geboren und wuchs bei seinen eher konsevativ eingestellten Eltern auf. Als er die Schule beendet hatte, studierte er Journalismus. Doch er ging kurz vor Ende des Studiums nach Las Angeles um Schauspieler zu werden. Dies schaffte er wie wir heute wissen auch. Als Tramper in dem Film \'\'Thelma & Louise\'\' wurde er entdeckt. Der richtige internationale Durchbruch gelang ihm in „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“. Es folgten weitere erfolgreiche Filme wie zum Beispiel „Interview mit einem Vampir“(1994), „Sieben“(1995), „Legenden der Leidenschaft\'\'(1995), „12 Monkeys“(1996), „Sieben Tage in Tibet“(1997), \'\'Rendezvous mit Joe Black\'\'(1998) und „Fight Club\'\'(1999). Sein letztes Projekt war \'\'Snatch - Schweine und Diamanten\'\'. Aber auch Filme wie „Ocean`s Eleven“ wären ohne ihn nur halb so sehenswert.

Orlando Bloom
Orlando Bloom wurde 1977 in Canterbury. Sein Vater verstarb schon in frühster Kindheit und so musste er von seiner Mutter aufgezogen werden. Sie war es auch, die Orlando durch Auswendiglernen von Bibelversen zur Schauspielerei brachte. Außerdem wollte er immer wie „Superman“ von Frauen geliebt werden. Diesen Wunsch verwirklichte er indem er das „National Youth Theatre“ und später die „Guildhall School of Music and Drama“ besuchte. Sein Traum war das Theater und nicht der Film, doch dies änderte sich, als Peter Jackson ihm die Rolle des „Legolas“ im Dreiteiler „Der Herr der Ringe“ anbot. Seither haben wir den schönen Blonden in „Fluch der Karibik“ zu sehen bekommen. Der junge Orlando Bloom wird in Zukunft noch viele interessante Filme mitgestalten.

Eric Bana
Eric Banadinovich wurde 1968 in Melbourne geboren. Seine Mutter ist Deutsche und sein Vater Kroate. In der Comedyserie „Full Frontal“ überzeugte er so, dass er eine eigene Show bekam. Dies machte ihn in Australien schnell berühmt. Sein Filmdebüt feierte er in „Chopper“(2000), wo er einen soziopathischen Schwerverbrecher verkörpert, der glaubt mit seinen Morden die Welt von „Gesindel“ zu befreien. In Folge der Dreharbeiten legt er seine Arbeit als Comedian nieder und widmete sich ausschließlich der Filmerei. Internationales Aufsehen erlangte er mit dem Film „Black Hawk Down“. Mit der Rolle des Dr. Bruce Banner oder besser bekannt als „Hulk“, spielte er sich in die Herzen der Kinder. In „Troja“ verkörpert er Hektor als Gegenspieler zu Achilles sehr ausdrucksstark und überzeugend.

Meine Meinung

Mit dem Film „Troja“ ist Wolfgang Petersen erneut ein Meisterwerk gelungen. Der Film besticht durch seine Tiefgründigkeit und fasziniert den Zuschauer von der ersten Minute an. Außerdem ist es schon mitzuverfolgen, dass Geschichtsverfilmungen wieder für Regisseure interessant werden. Die Kampfszenerie wird jeden Kinogast entzücken. Mit etwas Fantasie könnte man meinen, man steht neben Brad Pitt und kämpft an seiner Seite. Ich bewundere immer wieder die Filmemacher, dass sie mehrere hundert Statisten so bewegen, dass die Schlacht authentisch wirkt. Der Film, welcher unter anderem auf Malta gedreht wurde, versetzt den Zuschauer eindruckvoll zurück in die Zeit der Griechen. Der Ton ist hervorragend besonders bei den Kriegsszenen. Die Darsteller spielen mit viel Ausdruck und bringen den furchtlosen Krieger oder die ängstliche Helena sehr gut rüber. Das einzig schlecht an dem Film ist, dass man die Handlung und das Ende schon vor Beginn des Films kennt.

Fazit

Ich vergebe dem Film 5 Sterne und rate allen am Wochenende ins Kino zu gehen, damit sie diesen hochklassigen Film nicht verpassen.

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