Darksiders: Wrath of War (Xbox 360 Spiel) Testbericht

Darksiders-wrath-of-war-xbox-360-spiel
ab 28,56
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Erfahrungsbericht von JustRed

Willkommen zur Apokalypse - Teil 1

Pro:

Coole Story, sehr schicke Grafik, tolle Charaktere, schöne Abwechslung zwischen Kampf und Rätseln

Kontra:

Ein paar Tearing-Probleme

Empfehlung:

Ja

Und wieder einmal heißt es: Willkommen in einem meiner Berichte über ein Xbox Spiel. Heute heißt es aber außerdem: Willkommen zur Apokalypse! Denn ich möchte euch heute das Spiel Darksiders vorstellen. Es gibt bereits einen zweiten Teil dazu, über den ich dann irgendwann mal mit Teil 2 der Apokalypse berichten werde ;-)

Anforderungen


Bei Darksiders handelt es sich diesmal wirklich um ein „Gewaltspiel“. Hier wird viel gekämpft, wenn nicht sogar gemetzelt und es fließt auch viel Blut. Die Altersbeschränkung des Spiels (USK 18 und PEGI 18) halte ich daher durchaus für angebracht. Insbesondere, weil es sich – zumindest bei unserer Ausgabe – um die 100 % Uncut Version handelt.

Sicher kann man an dieser Stelle eine Diskussion über Gewaltspiele eröffnen, wer so was brauch, ob das nicht schädlich ist und wieso man das nicht alles ganz verbietet. Wenn ich dann auch noch sage, dass es Spiele gibt, die weniger lohnenswert sind zu spielen, wenn es sich nicht um die Uncut Version handelt, mache ich mich bei manchen sicher besonders unbeliebt. Doch meiner Meinung nach gibt es da viele Unterschiede, die immer mit eine Rolle spielen. So ist Darksiders beispielsweise ganz stark im Comicstil gehalten, fern ab jedweder Realität, so dass ich die Gewaltdarstellung bei weitem nicht so schlimm empfinde, wie bei realistisch gestalteten Spielen. Darüber hinaus bekämpft man Monster und keine Menschen. Doch genug dazu…

Preis und Beschaffung


Darksiders ist Anfang 2010 für PC, Xbox 360 und die PS3 erschienen und steht ungefähr seit Mitte 2010 auch bei uns im Schrank (natürlich wurde es auch gespielt ;-) ). Wie viele unserer Spiele haben wir es über Amazon bestellt, was bei Spielen mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren zur Folge hat, dass man das Päckchen nur persönlich gegen Vorzeigen des Personalausweises entgegen nehmen darf. Das ist natürlich kein Problem, jedoch sollte man diesen kleinen Umstand beachten, wenn man so ein Spiel online bestellt, da die Möglichkeit der Packstation hier wegfällt und man ggf. einen kleinen Umweg zur Post machen muss.

Wir haben für Darksiders damals sicher 50 – 60 Euro gezahlt, was wirklich kein Pappenstil ist, doch hatte sich scheinbar sehr schnell rumgesprochen, dass es sich hier um ein wirklich gutes Spiel handelt, was den Preis so schnell nicht in den Keller fallen ließ. Wer sich das Game beispielsweise mal auf Amazon anschaut, wird auch dort ein paar Hinweise zu diversen Spielauszeichnungen von Spielemagazinen etc. finden. Mittlerweile kostet das Spiel jedoch „nur noch“ 20 Euro.

Willkommen zur Apokalypse


Bei Darksiders handelt es sich um ein Action-Adventure mit ein paar Rollenspiel-Elementen. Das klingt erst mal ähnlich zu dem zuletzt beschriebenen Action-Rollenspiel, jedoch ist es ganz klar etwas anderes! Hier bekommt man wirklich massig Action geboten, viele Kämpfe, doch auch ebenso viele Rätsel, doch dazu später mehr.

In unserer Geschichte gibt es das Himmelsreich, die Hölle und die Welt der Menschen. Sie alle sollen in stetigem Gleichgewicht existieren. Um dies zu gewährleisten, gibt es den Feurigen Rat. Er wacht über diese drei Fraktionen und achtet darauf, dass auch der Pakt, der einst zwischen den Engeln des Himmels und den Dämonen der Hölle besiegeln wurde, eingehalten wird. Sollte dieser Pakt gebrochen werden, so würde der Rat seine Diener, die vier apokalyptischen Reiter, entsenden. Ebenso würden die Reiter losgeschickt, wenn das gesamte Gleichgewicht gestört würde und das siebte Siegel gebrochen wird.

Nun, unsere Story von Darksiders beginnt mit dem Ende – nämlich mit der Apokalypse. Das siebte Siegel wurde gebrochen, Himmel und Hölle treffen auf der Erde der Menschen zusammen und die letzte Schlacht entbrennt. So reitet auch Krieg, einer der apokalyptischen Reiter, in dessen Rolle wir nun schlüpfen, seinem Ruf folgend, zur Erde und erblickt das bereits herrschende Chaos. Dort stellt er jedoch fest, dass seine drei Brüder dem Ruf scheinbar nicht gefolgt sind und er alleine Engelswesen und Dämonen zur Strecke bringen muss. Etwas irritiert schlägt er sich durch die Straßen einer Großstadt. Menschen fliehen, während Dämonen und bis an die Zähne bewaffnete Engel sich eine bald filmreife Schlacht liefern.

Der Gipfel des Ganzen ist erreicht, als Krieg auf einen Erzdämon, den Zerstörer, trifft und im Kampf feststellen muss, dass er nicht im Besitz seiner vollen Kräfte ist. Irgendetwas scheint hier ganz und gar nicht zu stimmen, doch Krieg hat keine Wahl und muss sich dem Dämon stellen. Ich muss gestehen, ich war anfangs für einen kurzen Moment frustriert, als Krieg trotz der ganzen Mühe, die ich mir gegeben hatte, scheinbar das Zeitliche segnet. Doch wer sollte auch erwarten, dass ein schwacher Krieg gegen einen solchen Dämon siegen kann?

Ganze 100 Jahre später erfahren wir endlich mehr, als Krieg, vom Feurigen Rat zurückgeholt, vor selbigem steht. Er erfährt, dass das siebte Siegel noch ist Takt ist und er losgeritten sei, ohne dass er gerufen wurde. Damit hat er alles ins Chaos gestürzt, die Apokalypse eingeleitet und wohl auch den Untergang Menschheit, die weder Himmel noch Hölle gewachsen ist. Darüber hinaus hat er den Ehrenkodex verletzt und soll nun bestraft werden. Doch voller Empörung und Wut kann Krieg den Rat davon überzeugen, ihm eine Chance zu geben. Er besteht darauf, dass er gerufen wurde und will nun die Möglichkeit, die wahren Schuldigen zu finden und sie zur Strecke zu bringen. Sollte er dabei scheitern und sterben, so sei das Urteil des Feurigen Rates ohnehin erfüllt worden. Sollte es ihm gelingen, so kann er seine Unschuld beweisen und der Strafe entgehen.

Der Rat, der Krieg bereits zur Strafe einen Großteil seiner Kräfte beraubt hat, willigt in dieses eigentlich aberwitzige Abkommen ein, was sollte ein so schwacher Krieg schon gegen die tobenden Engelsscharen oder die Höllendämonen ausrichten können, ganz zu schweigen vom Zerstörer selbst? Um sicherzustellen, das Krieg sich diesmal an die Abmachung hält und nicht einfach versucht, vor seiner Strafe zu fliehen, bekommt er vom feurigen Rat einen Beobachter an die Seite gestellt, der im Vergleich zur wuchtigen Gestalt Kriegs eher wie ein kleines, harmloses Gespensterchen aussieht. Dieser Beobachter wird Krieg nun auf Schritt und Tritt begleiten (auch wenn man ihn meist nicht sieht) und darf ihn sogar töten, wenn er sich gegen die Regeln verhält. Schnell wird klar, dass man sich an dieses kleine Vieh gewöhnen muss, doch manchmal ist der Plagegeist ja auch zu etwas Nütze.

Und so wird Krieg zurück auf die Erde geschickt, die – nach den 100 Jahren seiner Abwesenheit – wahrlich schlimm aussieht. Er beginnt mit seinen Nachforschungen und begegnet dabei gleichermaßen Engelswesen, wie Dämonen. Doch kann er den weißen Engelchen ebenso wenig trauen, wie den Höllenkreaturen, obwohl er auf seinem Weg auch ein paar „Helfer“ findet. Im Großen und Ganzen wird hier ein verrücktes Bild erzeugt. Strahlend weiße Engel verhalten sich nicht besser als die Geschöpfe der Hölle und Krieg, der Chaos und Verderben bringen soll, scheint der einzige zu sein, der eben jenes noch beenden kann.

Das Gameplay


Die Entwickler von Darksiders haben mitgedacht und den Einstieg ins Spiel recht einfach und mit vielen Erklärungen und Beschreibungen gestaltet. Gleichzeitig war dies sicher eine mutige Entscheidung, da das Game einigen Spielern anfangs zu flach und langweilig wirken kann. Darüber hinaus werden die kleinen Tutorials zur Steuerung als eine Art Popup angezeigt und müssen mit einem extra Button-Druck bestätigt werden, was wohl nach jedermanns Geschmack ist. Ich persönlich war über diesen Einstieg sehr froh und konnte mich somit auf die Steuerung und die Möglichkeiten einstellen. Wäre ich direkt ins kalte Wasser geworfen worden, hätte ich wohl schnell den Spaß verloren, denn später ist es überlebensnotwendig, Tastenkombinationen schnell und gut zu beherrschen und genau zu wissen, was man da gerade macht.

Hat man die Startphase dann erst mal hinter sich gelassen, ist es, als würde man das Tor zu einer großen Halle voller Abenteuer öffnen, denn nun zeigt Darksiders, was wirklich in ihm steckt. Im Verlauf des Spiels erhält Krieg so immer wieder neue Waffen und andere Hilfsmittel, die das Kampfsystem beleben und abwechslungsreicher machen. Darüber hinaus sind sie auch zum Lösen diverser Rätsel nötig, von denen Darksiders wirklich sehr viele und auch viele anspruchsvolle beinhaltet. Bomben platzieren und aktivieren, Geheimgänge finden, Schalter in der richtigen Reihenfolge aktivieren, richtig hüpfen, klettern, entlang hangeln oder alles in Kombination. So kommt man aber nicht nur an versteckte Truhen, sondern kann mit den richtigen Kniffen auch bei Bossgegnern punkten.

Was? Seelen? Ach ja, Krieg sammelt ruhelose Seelen, die es in drei Farben gibt. Blaue Seelen dienen ihm als Währung (und können fast auch als Erfahrung gesehen werden). Sie können bei dem netten Vulgrim gerne gegen Items, Waffenverbesserungen oder neue Fähigkeiten eingetauscht werden. Gelbe Seelen dienen dem Aufladen der Chaosleiste. Krieg kann sich in seine Chaosgestalt verwandeln und ist in dieser Zeit um einiges stärker. Da jedoch alles sein Preis hat, kostet ihn dieser Spaß Chaosenergie solange er sich in dieser Gestalt befindet, ebenso wie besondere Fähigkeiten. Die grünen Seelen – na wer kann es sich schon denken? – ja, die sind zum Auffüllen von Kriegs Lebensanzeige. Denn unser apokalyptischer Reiter wird auch so manches Mal einige Hiebe einstecken müssen.

Nun noch ein paar Worte zum Kämpfen, was ja einen nicht unerheblichen Teil des Spieles darstellt. Durch das Erwerben von weiteren Fähigkeiten und neuen Angriffskombis bei Vulgrim, werden die Kämpfe von Krieg zunehmend interessanter. Verschiedene Kombinationen erlauben es ihm, Gegner in die Luft zu befördern oder zeitweise außer Gefecht zu setzen. Mit dem Chaosfresser, Kriegs riesiger Klinge, sieht das Ganze dann auch noch recht spektakulär aus. Hat man einem Gegner genug zugesetzt, so erscheint über ihm ein rotes B. Nun kann man durch Drücken eben dieser Taste einen Finishing-Move durchführen oder den Gegner mit ein paar weiteren Schlägen auch so zur Strecke bringen. Bei einigen, kleineren Gegnern wie Fledermäusen, kann die B-Taste aber auch so sehr hilfreich sein…

Eine kleine Anmerkung noch zu den Finishing-Moves, die oftmals die größte Gewalt zur Schau stellen. So kommt es hier vor, dass Krieg ein Monster beim „finishen“ in der Mitte zerteilt, Fledermäusen den Bauch aufschlitzt oder seltsamen Monstern auch mal den Kopf mit seiner Riesenfaust zerquetscht oder samt Rückgrat vom Hals trennt. Wer sich so etwas lieber nicht anschauen will, sollte sich lieber ein anderes Spiel zulegen.

Grafik


Die Grafik wurde ja bereits bei dem Thema der Altersfreigabe schon mal angesprochen. Das ganze Spiel ist in einem wirklich sehr gut gelungenen, düsteren Comic-Stil gehalten, jedoch ist es keinesfalls trist! Zwar mag die Grafik, wie bei so vielen Spielen, auf dem Computer wieder besser rüberkommen, als auf der Xbox, jedoch ist Darksiders definitiv ein Spiel, das sich auch hier sehr gut anschauen lässt.

Die Charaktere sind alle sehr individuell und detailreich gestaltet und stellen eine perfekte Repräsentation ihres Charakters dar. So ist unser Antiheld ein großer, etwas globiger Typ, mit einem zwar menschlichen Aussehen und strengen Gesichtszügen, doch leuchtend blauen Augen – wie kleine LED-Lichter. Insgesamt ein echt cooler Typ ;-)

Doch auch die Spielwelt an sich kann im Punkto Grafik definitiv punkten! Die verschiedenen Bereiche, die man im Laufe des Spiels zu Gesicht bekommt, sind alle mit viel Liebe zum Detail und größter Sorgfalt erstellt worden. Darüber hinaus wurde auch auf die ganzen Animationen, wie beispielsweise von Lava und Wasser sehr viel Wert gelegt.

Darksiders schafft es so, eine ganz eigene Atmosphäre zu schaffen, die uns ebenso schnell fangen kann, wie ein wirklich gut gezeichneter Comic. Auch die ganze Gewaltdarstellung verliert dadurch ein Stück weit ihren Schrecken und kommt meiner Meinung nach bei weitem nicht so schlimm rüber, wie in realistischeren Spielen. So ist es wohl auch die Atmosphäre und die mitreißende Story, die mich recht schnell über die Tearing-Probleme von Darksiders hinweg sehen lassen.

Sound


Der Sound fügt sich perfekt ins Spielgeschehen ein und passt wunderbar zur gelungenen Kulisse und den einzelnen Charakteren. Die Stimmen sind sehr gut gelungen und kommen genau auf der richtigen Tonspur rüber, so dass man den Gesprächen von Krieg wirklich gerne lauschen will. Doch auch auf andere Soundeffekte wurde viel Wert gelegt, so dass der Detailgrad der Darstellung mit dem des Sounds harmoniert. Insgesamt eine runde Sache, die die düstere Atmosphäre gekonnt unterstützt.

Fazit


Und schon wieder befinden wir uns am Ende eines Berichts. Diesmal handelt es sich um ein für mich persönlich eher untypisches Spiel, da ich eigentlich kein Fan von Gewalt und viel spritzendem Blut bin. Doch Darksiders konnte mich mit dem sehr coolen Comic-Stil und der überaus interessanten und packenden Story voll in seinen Bann ziehen. Die vielen versteckten Rätsel und Kniffel-Möglichkeiten bieten dazu eine perfekte Abwechslung zu den vielen Kämpfen und lockern auf. Für mich handelt es sich bei Darksiders daher um ein rundum gelungenes Spiel, dass ich mit 5 von 5 Sternen weiterempfehlen kann.

Ach ja, jetzt habe ich gar nichts zum Ende des Spiels gesagt… Wird Krieg es schaffen, die Menschheit zu retten und seine Ehre wieder herzustellen? Oder werden die Dämonen und Engel die Strafe des Feurigen Rats vollstrecken? Nun, das kann ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Doch so viel: Es bleibt genug Story, um einen zweiten Teil herauszubringen, in dem man jedoch in die Rolle eines anderen apokalyptischen Reiters schlüpfen wird. Doch dazu gibt es ein anderes Mal in einem anderen Bericht sicher mehr ;-)

Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!

Meine Berichte veröffentliche ich auch bei Ciao unter gleichem Namen.

JustRed

27 Bewertungen, 8 Kommentare

  • anonym

    01.05.2014, 14:31 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris

  • anonym

    15.09.2013, 20:03 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    wir kommen nochmal wieder...Liebe Grüße Edith und Claus

  • Little-Peach

    15.09.2013, 13:28 Uhr von Little-Peach
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw :))

  • KatzeLucy

    15.09.2013, 11:07 Uhr von KatzeLucy
    Bewertung: sehr hilfreich

    lieber Gruß

  • kerry3

    15.09.2013, 10:32 Uhr von kerry3
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe leider keine BW´s mehr LG Kerry

  • Frederica_20

    15.09.2013, 10:10 Uhr von Frederica_20
    Bewertung: besonders wertvoll

    Liebe Grüße von Frederica_20

  • monagirl

    14.09.2013, 12:50 Uhr von monagirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Mona lässt dir liebe Grüße da

  • Lale

    14.09.2013, 11:06 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*