Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II - Aufstieg des Hexenkönigs (PC Strategiespiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von pcblizzard
Das Spiel zu allen Herr der Ringe filmen
Pro:
Spielfiguren zeigen Emotionen filmgetreue Umsetzung fordernde Gegner - KI
Kontra:
schlechte Wegfindung miese KI eigener Truppen man braucht einen Power PC
Empfehlung:
Ja
Stimmung wie im Kino: Dank Filmlizenz zu \"Herr der Ringe\" brennt \"EA Pacific\" ein Fantasy-Feuerwerk ab, das sowohl Fans der Leinwandvorlage als auch eingefleischt Strategen in seinen Bann zieht.
Gut oder Böse?:
Gleich nach dem Schlacht um Mittelerde-Logo im Intro macht das Spiel euch mit einer epischen Sequenz in Spielgrafik heiß. DIe zeigt den Kampf gegen Sauron am Fuße des Schicksalsberges. Hunderte von Polygonfiguren wuseln über den Bildschirm. Anschließend erscheint mit einer Kamerafahrt rund um Saurons Turm Bard-Dur das Hauptmenü, die zu Mordorn passende Original-Filmmusik erklingt. Das macht richtig Lust, als Diener Saurons anzutreten. Trotzdem wählte ich den Feldzug der Guten. Nieder mit der Ork-Brut!
Dann nervt einen die erste ellenlange Ladezeit, bis endlich die große 3D-Übersichtskarte von Mittelerde erscheint. Während der deutsche Originalsprecher von Gandalf (alle Stimmen wurden von ihren Synchronsprechern beigesteuert) mir das erste Missionsziel erklärt, fahre ich mit dem Cursor über die Landkarte. Überall bekannte Gebiete: Helms Klamm, Tirith, Rohan, Osgiliath! Doch für den Anfang darf man nur Moria anklicken.
Man nennt es eine Mine:
Gleich beim ersten Blick in die Zwergen-Mine fühlt man sich als Fan der FIlme zu Hause. Über Abgründe und durch Höhlenlabyrinth geht´s bis in die große Säulenhalle - und überall Horden von Gobblins, doch das ist kein Problem für mein Helden. Denn Zwerg Gimil erledigt im Alleingang locker 20 Gobblins, ohne ernstlich in Gefahr zu kommen. Hobbit Frodo dagegen knickte schon nach wenigen Treffern ein. Ein Blick auf die Heldenanzeige zeigt: Die Jungs können in Stufen aufsteigen und damit Fertigkeiten verbessern. Also schicke ich gleich meinene Lieblinge Aragorn und Gandalf nach vorn. Denn der Magier darf ab Level 12 schon mit einem mächtigem Blitzzauber Gobblins brutzeln, und Streier heilen per Klick nahe Heldenkollegen. Die nächsten erledigten Gobblins bescheren mir einen Punkt auf dem Konto für Feldherrenkräfte. Ähnlich wie in Generals-Kräften in C&C Generäle löst man per Klick auf´s Icon eine durchschlagende Spezialfähigkeit aus. Momentan reitch´s zwar nur für einen Heilspruch, doch später darf man noch Kampf-Adler beschwören oder Ork-Armeen mit Sonnenstrahlen einschüchtern.
Schließlich saugt mich eine Skripsequenz endgültig ins Spiel: EIne ganze Armee von Gobblins samt Höhlentroll taucht an Balins Grab auf. Das schrumplige Monster hat es auf Frodo abgesehen. Ich schicke Gimil und Aragorn dazwischen, damit er den Ringträger nicht schon hier auf der Strecke bleiben. Nach der Schlacht hörte ich ein Knurren und reagiere wie die Helden im Film: verdammt, ein Balrog! Zum passenden Musikstück aus dem Filmsoundtrack flüchtet meine Truppe hoch über einem Lavasee vor dem Feuredämon.
Was sann folgt, benutze andere SPiele schon als Endgegner-Showdown: Nur mit Gandals muss man gegen den Balrog antreten. Die Dimensionen stimmen - der Magier ist gerade mal halb so groß wie das Flammenschwert des Dämons. Gewaltige Feuereffekte zerreißen die Bodenplatten,als die Kreatur auf den kleinen Gandalf zustampft. Die Luft um den Balrog wabert vor Hitze. In letzter Not starte ich einen Angriff mit Blitzzaubern. Dann zwinge ich den Dämon nach kurzen Kampf in die Knie.
Blitzbasis-Baukasten:
Aus Moria kehrt man auf die Mittelerde-Karte zurück. Ich verlasse die Gefährten uns soll nun mit Eomer und seiner Reiter-Armee eine Provinz Rohans erobern. Welche genau, entscheidet man selbst. Drei stehen zur Auswahl, ich reite nach Zentralrohan, denn für einen Sieg dort erhält man einen nützlichen Ressourcen-Bonus.
Gleich zu Beginn der Mission spürt man zum ersten Mal, dass Schlacht um Mittelerde völlig neue Wege geht: Auf den Karten stehen Flaggenpunkte, die man (ähnlich wie in Battlefield 2) mit der eigenen Armee erobert. Dort baut man quasi im Vorbeigehen mit einem einzigen Klick das Fundament einer Basis. Endlich muss man nicht mehr während einer Schlacht um den Basis-Kleinkram im Hinterland kümmern. Mit ein paar Klicks und ohne die Hilfe von Arbeitern stampt man Farmen aus dem Boden, die selbstständig das Rohstoffkonto füllt (es gibt nur eine Ressource). Die Rechnung geht auf: Die Missionen spielen sich wesentlich dynamischer als bei der Konkurrenz. Nun kann ich mich dank der Blitzbasis auf die Kämpfe konzentrieren und mit die Uruk-hai aufmischen.
Gruppentruppen:
Die ersten fünf Krieger verlassen im Gleichschritt die Bogenschützen-Kaserne. EinKlick auf einen Kämpfer wählt automatisch seine komplette Gruppe an - ähnlich wie in \"Dawn of War\". Begeistert stocke ich meine Schützenkompanie auf. Doch als ich im Stall noch Rohirrim-Reitser rekrutieren wollte, machte mich eine Stimme darauf aufmerksam, dass mein Befölkerungslimit erreicht ist. Mehr geht nicht in dieser Mission: Das Limit lässt sich ausschließlich durch Eroberungen von Provinzen auf der Mittelerde-Karte dauerhaft erweitern. Meine Unachtsamkeit bereue ich schnell, weil direkt nach dieser Erkenntnis eine Armee von fast 200 Uruk-hai meine Basis angreift. Mit hstigen Klicks auf die Bausymbole für Wachtürme ziehe ich eine Verteidigungsanlage hoch und erledige mit hohem Verlust den Feind. Die Schergen der dunklen Seite haben immer etwa das doppelte meines Truppenlimit. Das klingt zwar gemein, verstärkt aber hervorragend das Gefühl, eine verzweifelten Unterzahlkampf zu bestreiten. Die Balance stört´s nicht: Die gute Seite muss nur clever mit den wenigen Truppe taktieren und vor allem geschickt die starken Helden wie Eomer einsetzen. Der hebt ab Stufe drei die Moral aller Truppen im Umkreis automatisch an. Eine Stufe höher bringt euch alle erledigten Feinde Bonus-Rohstoffe ein. Wieder zurück auf der Strategiekart teffe ich erneut uf die Gefährten und reise ins Elbenreich Lothlorien. Da es sich um eine Storymission handelt, sind die Auswahlmöglichkeiten auf der Karte abgeschaltet.
Diese Einschränkung stört nicht, schließlich hätte man den aus den Filmen bekannten Schauplatz ohnehin besucht. Es ist Nacht in Lothlorien, und man soll eine Armee von Spitzohren-Bogenschützen bauen, um dicke Trolle und massige Orks aufzuhalten. Schnell zeigt sich, dass es keine echten Über-Einheiten im Spiel gibt. Denn gegen den Feuerpfeilhagel der Orks und die harten Schläge der Trolle hat selbst mein Star-Held Aragorn keine Chance. Nur die Elbenkrieger erledigen so einen Troll im Fernkampf, allerdings brauch ich da schon mindestens drei kompette Gruppen plus Logolas.
Später im Spiel zeigt sich, dass dieses Stein-Schere-Papier-Prinzip für alle Kämpfe und Einheiten gilt: Rohirrim walze ich mit Ihren Pferden Uruk-Bogenschützen einfach platt, doch wenn der Gegner Pikeniere mit den Fernkämpfern kombiniert, beißen sich die Reiter die Zähne aus.
DIe folgenden Missionen suche ich mir wieder mit Eomer auf der Strategiekarte aus. Dambei achte ich besonders darauf, dass ich Gebiete erobere, die mein Truppenlimit anhebt. Schließlich will ich in Helms Klamm eine gute Figur machen. Vorher sicher ich noch in den Wäldern von Fangorn die Unterstützung der Ent-Baumriesen. Dazu soll ich Sägewerke Sarumans abreißen. An den Holzgiganten erkenne ich das coole Emotionssystem besonders gut: Mächtige Einheiten wie Ent verbreiten bei kleineren Gegnern Angst uns Schreken. Die Feinde halten dann abwehrend die Arme über den Kopf und schlottern mit den Knien. Besonders geil sieht es aber aus, wenn meine Ents in eine Umkhai-Trupe stampft und dorthin mit den Bösen Fußball spielt. EIn Kick schleudert gleich eine Handvoll von ihnen durch die Gegend. Und noch etwas sorgt für Filmstimmung: Bei zu viel Beschuss mit Feuerpfeilen fangen Ents an zu brennen, geraten in Panik und rennen zum nächsten Gewässer, um sich zu löschen. Das passiert alles im laufenden Spiel - nicht in ener Skripsequenz wie bei anderen Titeln!
Entsetzen auf der Mauer:
Nach etwa zehn Missionen steht die Belagerung von Helms Klamm an. Die riesige Festung sieht aus wie eine exakte Kopie des Filmvorbilds. Zusammen mit König Theoden stehten gerade mal 20 Bogenschützen auf dMauer. Kurz bevor ich in Panik ausbreche, kündigt ein Hornstoß die Ankunft von Elben-Bogenschützen an. Auf die Wegfindung seiner Leute brauch man allerdings nicht stolz zu sein. Denn auf dem engen Wall der Festung verhaken sich die Spitzohren in meinen Rohan-Bogenschützen. Da rückt auch schon die ersten Leiterträger Isengarts an. Weil auf der Mauer voll ist, rennt Legolas nach meinem Angriffsbefehl plötzlich durch eine Geheimtür in der Mauer nach draußen - und wird niedergemacht. Nebenan schießt eine Ballista Aragorn von den Zinnen. Statt einer Warnung kommt nur ein Sche*ß Text, dass er tot ist. Selbst im Bewacher -Modus ziehen sich die Truppen nicht zurück oder leisen Gegenwehr. Wegen der miesen Wegfindung müsst ihr die Schlüsseleinheiten immer direkt beaufsichtigen.
Wegbegleiter:
Diese Aufreger sindallerdings ruckzuck vergessen, sobalt sie Ersatzarmee mit Gandalf und Eomer auftaucht. Und exakt die Armee , die man in der ersten Mission hochgezüchtet hat - das Veteranensystem macht´s möglich. Denn jede EInheit übernehmt Ihr in die nächste Mission. So kann der gleiche Reitertrupp aus Rohan später noch vor Helms Klamm kämpfen - mit mehr Erfahrung und somit Durchschlagskraft. Dadurch wachsen Euch die Einheiten richtig ans Herz. Nach jeder Mission gibt´s außerdem eine Statistik, in der Ihr seht, wie viele Feinde jeder Trupp schonerledigt hat.
Zusätzlich gibt´s durchdachte Upgrades wie Feuerpfeile. Mit denen zerlgen meine Bogenschützen zum Beispiel im Nu anrückende Belagerungsmachinen. Reiter mit Schild halten deutlich mehr Treffer aus, und ein Bannerträger sort dafür, dass ein Trupp gefallene Soldaten regeneriert - wer nicht per Spezialgebäude forscht, gerät also schnell ins Hintertreffen.
Spielerlebniss mal vier:
Sobalt Helms Klamm gerettet ist, wechselt die Perspektive - von Rohan hin zu Faramiund den Truppen Gondors, die gegen die Brut Mordors antreten. Das Spielgefühl ist jetzt komplett anders. Denn mit Eomer und seinen Rohan-Reitern habe ich vor allem auf schnelle Schläge im offenen Feld gesetzt. Gondor hingegen igelte sich hinter dicke Mauern ein und führte mit getarnten Bogenschützen Nadelstichangriffe durch. Erst später kann man starke Truppen bauen und mit Trebuchets und einer Mischung aus Reitern (schwächer als Rohirrim), Bogenschützen und Infanteristen attackieren.
Ähliches passiert übrigens auf der bösen Seite: Zu Beginn kommandiert man Sarumans Uruk-hai-Armee in Rohan, später habt man die Wahl, ob man mit Mordors Orks weitermaschiert und sogar Minas Tirith angreift. Die Unterschiede zwischen den Völkern kommen auch durch den Computergegner sehr gut rüber. Denn der spielt mit jeder Fraktion anders und das sogar sehr geschickt. Ich musste zum Beispiel als Rohan-Armee gegen vorrückende Uruk-Pikeniere die weiße Fahne hissen. In der Rolle Mordors schickt der Computer haufenweise Trolle zu mir, die mit Reitern kurzen Prozess machen. Stellenweise entsteht aber auch, durch Skripereignisse der Eindruck eines inteligenten Gegners. So rollen in der zweiten Welle vor Minas Tirith Belagerungstürme heran, die aber einen fest vorgegebenen Weg bis zur Mauer einschlagen.
Anti-Rush:
Multiplayer- und Skirmish-Modus lassen Euch freie Wahl zwischen den vier Fraktionen. Dabei könnt Ihr euch noch mehr als bei anderen Spielen eine Partei aussuchen, die Eurer Spielweise entspricht. Ich reagierte zum Beispiel \"allergisch\" auf Rushes und wählte deshalb Gondor oder Rohan, um gleich vom Start weg mit einer Festung anzutreten. Wenn deren Tor geschlossen ist, kommt der Gegner erst mit Belagerungswaffen gegen den Wall an. Damit blieb mir genug Zeit, hinter dem Wall eine Verteidigungsstrategie zu überlegen.
Infos zu \"Herr der Ringe: Schlacht um Mittelere\":
Ausstattung: 1 DVD, Handbuch (52 Seiten)
Sound: 5.1-Surround
Genre: Echtzeitstrategie
Internet: www.eagames.com
ca. Preis: 50 Euro
Schwierigkeit: 3 Stufen; leicht bis schwer
USK-Alterseinstufung: ab 12 Jahre
Sprache Spiel/Handbuch: deutsch/deutsch
Systemanforderungen:
minimal: 1,6 GHz, 265MB Ram, Radeon 9600
empfohlen: 3 GHz, 1024 MB Ram, Radeon X800
Das war´s von mir *stöhn* ich hoffe er gefällt euch, weil das auch das einzigste Spiel ist, das es wehrt ist soviel darüber zu schreiben. Also in diesem sinne aufwiedersehen. Mfg pcblizzard
40 Bewertungen, 5 Kommentare
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07.08.2005, 14:14 Uhr von Whiteghost
Bewertung: sehr hilfreichSuper Leistung! Lg, Whiteghost
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03.08.2005, 16:20 Uhr von DerPrinz
Bewertung: sehr hilfreichEin Klasse Bericht von dir, alle Achtung!
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03.08.2005, 15:49 Uhr von BaBy1987
Bewertung: sehr hilfreichschön dass du wieder da bist!!und dann gleich mit einem so guten bericht=) lg Pia
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03.08.2005, 13:09 Uhr von NancyNoack
Bewertung: sehr hilfreichfreut mich doch wieder was von dir zu lesen. Lg, Nancy
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03.08.2005, 12:14 Uhr von flowerdoro
Bewertung: sehr hilfreichsuper ausführlicher und gegliederter bericht.. weiter so, lg doro
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