Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II - Aufstieg des Hexenkönigs (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 14,35
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Erfahrungsbericht von harald123

Spiel das einem die Zeit bestens vertreibt

Pro:

einfachn ur genialles Abenteuer strategiespiel, gute oder besser excellente Grafik

Kontra:

Preis

Empfehlung:

Ja

I. Vorwort

Heute will ich euch das neue Echtzeit Strategiespiel „Herr der Ringe - Schlacht um Mittelerde“ (kurz HdR-SuM) näher bringen. Dieses Strategiespiel aus dem Hause „EA Games“ sprengte in mancher Hinsicht die Erwartungen der Spieler. Neuartige ausgefeilte KI, detailreiche Animationen und Massenschlachten beeindrucken die Spieler am meisten. Das ganze Spiel dreht sich um die Herr der Ringe Trilogie, die man bereits im Kino oder per Buch erleben konnte. Dieses literarische Meisterwerk J.R.R Tolkiens sollte nun zu neuem Leben erwachen und den „Zuschauer“ abermals fesseln. Der Spieler hat nun aber die Möglichkeit alles zu verändern. Sollte doch das Böse gewinnen? Soll Boromir doch gerettet werden und überlebt Gandalf den Balrog und kann mit den Gefährten weiterziehen? Dies alles in „Herr der Ringe - Schlacht um Mittelerde“.

II. Grafik

Die Grafik - Engine von Herr der Ringe ist keine neue. Sie wurde an die „Sage-Engine“, von einem Ego-Shooter aus dem Hause Westwood angelegt. Anspruchsvolle Details, satte Texturen und schöne Formen werden durch diese etwas ältere Engine, die nun erweitert und verbessert wurde hervorgebracht. Durch diese anspruchsvollen Grafiken wird ein ausgefeilterer und besserer Rechner benötigt. Die Kameraperspektive kann durch verschiedene Drehungen und Zoomen verändert werden und bietet einen großen Freiraum. Durch die großartigen Massenschlachten wird der Arbeitsspeicher und die Leistung des Prozessors stark strapaziert. Deshalb hier die Mindestsystemvoraussetzungen offiziell auf der Verpackung des Spiels:

Betriebssystem: Windows 2000/XP
Prozessor: 1,3Ghz
Arbeitsspeicher: 256 MB RAM
Festplattenspeicher: 3,5GB
DVD-ROM: 8x
Grafikkarte: 32MB Direct 3D
Sound: DirectX 9.0b kompatibel
DirectX: DirectX 9.0b
Netzwerkverbindung: TCP/IP
Internetanschluss: 56,6Kbps (für 2 Spieler kompatibel)
Breitband (für bis zu 8 Spielern kompatibel)

Dies Mindestvoraussetzungen sind meiner Meinung nach unkompatibel, da man auf jeden Fall bei einem derartigen System nur noch ins Ruckeln kommt. Von meiner Seite empfehle ich einen 2,0Ghz Rechner mit 512 bis 1024MB und einer 128MB Grafikkarte. Wer im Besitz eines solchen Rechners ist, der kann sich getrost auf ein ruckelfreies Spiel freuen und dieses auch genießen.

III. Gameplay

Nach einem kleinen Intro des Spiels gelangt man in das wirklich gut überdachte Menü. Zur Auswahl stehen dann folgende Optionen. Zum einen der Einzelspielermodus, in dem der Spieler die Kampagne der Guten und der Bösen Seite spielen kann. Aber auch ein sogenanntes Gefecht ist dem Spieler überlassen. Dieser Modus entspricht dem normalen Skirmish. Hierbei kann der Spieler zwischen den vier wählbaren Rassen Rohan, Gondor, Isengart und Mordor wählen und sich schließlich ins Getümmel mit einem oder mehreren individuell starken Computergegnern auf verschiedenen Karten der Herr der Ringe Welt werfen. Dem Spieler ist es auch überlassen, ob er mit Verbündeten gegen den Computer spielt und so seine Siegchance um ein Vielfaches erhöht. Dazu kommt im Hauptmenü die Option des Multiplayerspiels im Internet bzw. im eigenen LAN. Sicher birgt diese Option wie bei anderen Spielen sehr viel Freude, doch muss ich persönlich sagen, dass dieser Spieletitel nicht wirklich ein Multiplayerhit ist. Viel mehr dreht sich dieses Spiel dem Einzelspieler zu. Natürlich dürfen die Optionseinstellungen nicht fehlen. Hierbei kann man wie bei anderen Titeln Grafik, Sound, Auflösung und Netzwerkeinstellungen nach seinem belieben verändern. Nach den Optionen gibt es für die Einsteiger in Strategiespielen ein kleines Tutorial, was man sich aber, wenn man bereits Strategiespiele gespielt hat, sparen kann, denn im Grunde ist die Steuerung gleich wie bei anderen. Wer das Team der Programmierer näher kennenlernen will, der kann sich im Hauptmenü schnell kundig machen. Der letzte Menüpunkt beruht auf der „Verlassen“ Schaltfläche.
Nach den ganzen Menüpunkten möchte ich etwas näher auf das Spiel an sich zu sprechen kommen. Wählt man nun eine der Kampagnen, wird man auf einer Karte mit neuen Informationen versorgt. Wenn sie die gute Kampagne gewählt haben, dann starten sie mit den Pferdemenschen von Rohan und versuchen sich zuerst gegen die Uruk-Hai Isengarts, aber wechseln später zu den Truppen von Gondor. Nichts desto trotz kommt es vor, dass sie mit beiden Rassen spielen. Zwischendurch aber bekommen sie auch die Kontrolle über die Gefährten und bahnen sich einen Weg durch Moria, Lothlorien, Amon-Hen usw. und versuchen immer mehr Gebiete des Landes zurückzuerobern.
Die Helden spielen eine sehr wichtige Rolle. Jeder Held kann bis Stufe 10 aufsteigen und hat bestimmte Fähigkeiten, die nach und nach aktiviert werden. Sie unterstützen die Armee oder schwächen den Gegner. So halten die Helden zusammen einer ganzen Armee stand und bereiten dem Spieler sehr viel Freude. Steigen die Helden auf, erhalten sie zusätzlich sogenannte Führerschafts-Boni. Diese erhöhen die Attribute des jeweiligen. Dennoch ist es sehr unbalanciert. Während die gute Seite über 10 Helden hat, hat die Böse Seite gerade einmal 4 Helden, was sehr haarsträubend sein kann, denn die Überzahl an Helden in der Kampagne kann sehr viel Schaden anrichten. Aber man hat schließlich noch seine Armee. Jede Einheiten kann ebenfalls im Rang aufsteigen. Einheiten kommen immer in Regimentern aus den Kasernen und können manchmal sogar mit anderen kombiniert werden. Durch das Aufsteigen in den 2. Rang erhalten sie einen Standartenträger, der die Attribute der Einheit erhöht und die Einheit sogar heilt.
Jedes Land bringt bei der erfolgreichen Eroberung spezielle Boni wie z.B. +20 Kommandeurspunkte, die dem Einheitenlimit entsprechen. Umso mehr Kommandeurspunkte sie haben, desto mehr Einheiten können gebaut werden. Aber auch Wirtschaftsboni, wie +10% Rohstoffe bieten dem Spieler die Möglichkeit im nächsten Level schneller an Ressourcen heranzukommen und eventuell aufgetretene Verluste schnell auszugleichen. So haben sie immer ein kleineres Ziel vor Augen und freuen sich darauf ihre Armee weiter auszubauen oder weitere Upgrades zu tätigen. Völlig neu bei HdR - SuM ist das Bausystem. Hierbei haben sie in den meisten Leveln ein kreisförmiges Plateau, auf dem sie an festgelegten Plätzen ihre Gebäude platzieren können. So ersparen sie es sich wie in anderen Titeln Arbeiter zu bauen und die Gebäude zu platzieren wo sie es wollen. Dies erspart ebenfalls langes und langweiliges Tüfteln.
Meiner Meinung nach ist diese Idee wirklich gelungen. Man erspart sich massig Zeit und kann sofort loslegen. Es ist kein großes Micromanagment wie bei Warcraft III nötig. Ein weiterer „neuer“ Punkt sind die Fähigkeitspunkte, die man erhält, wenn man erfolgreich im Kampf war, oder spezielle Punkte eingenommen hat. Diese Fähigkeiten sind von Gut zu Böse unterschiedlich, verhelfen aber dem Spieler oft zum Sieg. So kann die Gute Seite am Ende die Armee der Toten beschwören, während die Böse den Balrog beschwören kann. In der Kampagne spielen sie die Geschichte der Bücher nach, können aber selbst bestimmen wie es enden soll. In unzähligen Kämpfen auch in Helms Klamm und Minas Tirith versuchen sie den Gegner von den Mauern abzuhalten bzw. den Gegner schließlich zu vernichten. Dennoch bietet dieses Spiel ein wenig Abwechslung. Überall auf der Karte gibt es kleiner Vorposten, die sie nach Prinzip von „Ground Control2“ einnehmen können und so neue Ressourcen erhalten können. Im Grunde waren dies die Neuheiten des Spiels, doch völlig überraschend war die neue KI der Gegner. Emotionen kommen bei den Soldaten auf und versetzen den Spieler wirklich in diese Umstände. Angst, Freude oder Euphorie werden unglaublich gut in diesem Spiel eingesetzt. Interaktives Agieren mit der Umgebung sind auch mit von der Partie. So können z.B. die Trolle der bösen Seite Bäume in der Nähe aufsuchen, sie aus dem Boden stemmen und sie schließlich als Keule gegen die Gegner benutzen. Oder sollte der Troll einmal verletzt sein, so kann er sich einfach einen Ork nehmen und diesen verspeisen, um Heilung zu erhalten. Diese ganzen kleinen Details machen das Spiel erst richtig attraktiv.

IV. Sound

Der Sound bei HdR - SuM ist wirklich gut in Szene gesetzt. Sie hören die Musik aus den Filmen, die passend zu den Landschaften, in denen sie unterwegs sind gesetzt wurden. Aber auch die Synchronstimmen der Darsteller aus den Filmen wurden teilweise übernommen. So sprechen z.B. Aragorn und Legolas wie in den Filmtiteln. In Punkto Sound kann ich nur sagen, dass es wirklich angemessen ausgefallen ist und die Atmosphäre weitläufig unterstützt.

V. Fazit

Mein Fazit für dieses Spiel fällt wie folgt aus:
Ich war wirklich gespannt auf dieses Spiel. Als ich es dann letztens ausgiebig spielen konnte, war ich in richtigem HdR Feeling. Ich musste weiterkommen, ich musste das nächste Level schaffen, ich musste meinen Helden eine Stufe höher bringen. Doch auf lange Zeit wird das Prinzip von Lager vernichten sehr langweilig. Auch im Multiplayer hatte ich nicht sehr viel Spaß. Sound und Grafik sind wunderschön und man kann nicht viel daran aussetzen. Dennoch empfehle ich dieses Spiel besonders den Herr der Ringe Fans und den Fans von Echtzeitstrategiespielen.

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • wirnhier

    17.03.2005, 20:23 Uhr von wirnhier
    Bewertung: sehr hilfreich

    Habe gerade in den letzten Tagen erst ein Bericht zu dem Spiel gelesen, allerdings gab es scheinbar nicht viel dazu zu schreiben. Gut, das ist hiermit ja dann widerlegt.