Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II - Aufstieg des Hexenkönigs (PC Strategiespiel) Testbericht

Der-herr-der-ringe-die-schlacht-um-mittelerde-ii-aufstieg-des-hexenkoenigs-pc-strategiespiel
ab 14,35
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2010

5 Sterne
(23)
4 Sterne
(9)
3 Sterne
(3)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Pinki1985

Die spannende Jagd nach dem \"Ring\" der sie knechtet für zu Hause!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

System: Windows 2000, Windows XP
Medium: Computerspiel

Systemvorraussetzungen:
PIV 1,3Ghz CPU
256MB RAM
3-D-Karte

Die Kinotrilogie Der Herr der Ringe - basierend auf den Roman-Klassikern von J.R. Tolkien - zählt zu den erfolgreichsten Filmen aller Zeiten und stellt nach der Star Wars Saga die wohl meist verwendete Vorlage für ein Computerspiel da. Nachdem sich bereits Vivendi Universal Games an einem Strategiespiel zur Buchvorlage versucht hat, schickt Electronic Arts das Entwicklerteam hinter Command & Conquer: Generäle ins Rennen: Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde ist ein atemberaubend schönes Echtzeit-Strategiespiel mit epischen Schlachten und spannenden Helden-Missionen.

Der Ringkrieg
Wer kennt sie nicht, Tolkiens Geschichte des einen Rings: Geschmiedet in den Feuern des Schicksalsberges, verleiht er seinem Träger unendliche Macht und stürzt Mittelerde in einen fürchterlichen Krieg: Der dunkle Herrscher Sauron will den Ring um jeden Preis zurück und sammelt hinter den Mauern Mordors seine Armee. Während Hobbit Frodo versucht, den Ring zurück in den Schicksalsberg zu werfen, stellt sich die Allianz aus Menschen und Elben gegen das Böse.
Im Echtzeit-Strategiespiel Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde übernehmen Sie die Kontrolle über insgesamt vier, recht unterschiedliche Kriegsparteien, aufgeteilt auf zwei Kampagnen. Auf der Seite der Guten führen Sie zunächst die flinken Reiter von Rohahn in die Schlacht, später dann die eher schwerfälligen Truppen Gondors.
Im Namen Saurons befehligen Sie erst die Urug Hai und schließlich die Orks - nur im Mehrspielermodus darf die eigene Seite frei gewählt werden. Der Kampagnenverlauf wird in Form einer Übersichtskarte dargestellt, auf der das nächste Ziel auszuwählen ist. Wie in Emperor: Die Schlacht um Dune sind dabei auch schon mal Verzweigungen möglich. Klasse: Überlebende Einheiten werden automatisch in die nächste Mission übernommen, gewonnene Erfahrungspunkte eingeschlossen.

In einigen Missionen steuern Sie nur die Gefährten

Die Gefährten
Im Kampagnenverlauf wechseln sich klassische Echtzeit-Schlachten samt Basen- und Einheitenbau mit solchen Missionen ab, in denen nur die Gefährten befehligt werden. So schleichen Sie zu Anfang durch die Miene Morias oder fliehen mit den Filmcharakteren vor einer Heerschar Orks. Ohne Verstärkung liegt ein besonderes Augenmerk auf den Fähigkeiten der Helden, denn wie in Warcraft 3 verfügen diese Sondereinheiten über besondere Stärke und Ausdauer sowie Spezialfähigkeiten, die durch Erfahrungspunkte und Extras etappenweise aufgebessert werden.
Während die Hobbits nur mit Steinen werfen, haut Gimli seinen Feinden die Axt um die Ohren oder springt wie ein Berserker mitten ins Geschehen. Legolas feuert tödlich präzise Pfeile während Aragorn die Schwerter schwingt oder verbündete Einheiten heilt. Gandalf hingegen nutzt die Magie für Druckwellen oder Energieblitze und besiegt so den Balrog, das Höhlenwesen aus dem ersten Teil. Im Gegensatz zur Vorlage stirbt der Zauberer jedoch nicht - mit der Handlung nimmt es Schlacht um Mittelerde nicht so genau.

Basen sind klein und schnell erbaut

Basisbau leicht gemacht
Die andere Hälfte der Missionen folgt schon eher dem klassischen RTS-Prinzip: Sie errichten eine Basis, sorgen sich um Ressourcen und stellen eine Armee auf, um den Feind von der Karte zu putzen. Allerdings werden auch hier Abstriche gemacht: Gebäude dürfen nicht frei platziert, sondern lediglich auf festen, limitierten Bauplätzen errichtet werden. Mit einem Klick wird an der entsprechenden Stelle ein kreisrunder Stadtkern aus dem Boden gestampft, in dessen Mauern gerade mal sechs Gebäude und eine geringe Zahl Wachtürme Platz finden - wer mehr bauen will, muss zunächst einen Vorposten erobern. Aber auch die Typenzahl pro Rasse ist begrenzt: Ein Bauernhof erzeugt beispielsweise Nahrung und erlaubt Bauern als Kämpfer zu rekrutieren. In Stallungen bilden Sie Reiter und Pferd aus, am Schießstand entsprechend Bogenschützen. Ein Brunnen heilt Einheiten im Umfeld, eine Statue erhöht Motivation und Kampfkraft.
Wie der Name suggeriert, stehen actionreiche Schlachten im Mittelpunkt: Ohne sich lange mit Gebäudebau und Ressourcenmanagement herumschlagen zu müssen, bezieht die erste Armee Stellung. Die Einheiten folgen dabei stets dem Schere-Stein-Prinzip, bei dem jede Einheit eine Schwäche hat: Reiter sind besonders effektiv gegen Bogenschützen, die wiederum Trollen im Nahkampf gefährlich werden. Ähnlich wie in Dawn of War werden immer nur Trupps von fünf Einheiten gekauft und befehligt - das hilft der Übersicht. Ebenfalls eng geschnürt ist das Einheitenlimit:
Vor allem in den ersten Missionen stößt man trotz massig Ressourcen schnell an seine Grenzen, wobei nur die Eroberung neuer Gebiete hilft.

Epische Schlachten
Auch wenn nicht Tausende von Einheiten über das Schlachtfeld wuseln, wie man es von Rome: Total War kennt, sind die Echtzeit-Schlachten im Herr der Ringe Universum mehr als beeindruckend. Wo Vivendis Der Ringkrieg eher schmucklos aussah, bringt Die Schlacht um Mittelerde mit Scripts und Zwischensequenzen, vor allem aber mit der bombastischen Grafik, Kinofeeling auf heimische Bildschirme. Das das Spiel auf den Filmen basiert, werden Szenen wie der Kampf um Helms Klamm oder die Verteidigung von Minas Tirith originalgetreu nachgebildet:
Halten Sie mit ihren zahlenmäßig unterlegenen, verängstigten Truppen so lange ihre Gegner von der Mauer ab, bis die Verstärkung aus Rohahn eintrifft. Oder beschwören Sie im letzten Augenblick die Armee der Toten, um in die Ecke gedrängt gegen die Feindflut zu überleben - selten waren Echtzeit-Strategiespiele so spannend. Original Filmschnipseln, Musik und Sprachausgabe erzeugen zudem eine außergewöhnlich dichte Atmosphäre.

Die epischen Schlachten sind direkt den Filmen entnommen

Gut gegen Böse
Neben den umgangreichen Kampagnen verfügt Die Schlacht um Mittelerde über einen Skirmish- und Mehrspielermodus via LAN oder Internet für bis zu acht Spieler, die zwischen den vier Kriegsparteien (Mordor, Isengard, Rohan und Gondor) wählen können. Damit es auf den rund 40 Karten nicht einsam wird, verstärken auf Wunsch CPU-Gegner die Teams. Dank des actionreichen Spielprinzips, das kaum Möglichkeiten zum einbuddeln bietet, laufen die Partien sehr dynamisch: Ständige Angriffe und Gegenangriffe sind die Regel.

Mitten drin in Mittelerde
Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde versetzt den Strategiefan in epochale Kinoschlachten, die zugleich atemberaubend schön, taktisch fordernd und ungemein spannend sind. Sowohl die zwei Solo-Kampagnen als auch der Mehrspielermodus versprechen wochenlangen Spielspaß!

Features:

Besiegeln Sie das Schicksal Mittelerdes in dem Sie in den epischen Schlachten aus den Herr der Ringe Filmen die Armeen des Lichts oder die Horden des Dunklen Herrschers befehligen
Führen Sie die legendären Helden der Filmtrilogie in die Schlacht, ausgestattet mit Spezialangriffen und besonderen Fähigkeiten
Befehligen Sie die Armeen Rohans, Gondors, Isengarts und Mordors - jeweils mit unterschiedlichen Strategien und Ressourcen
Kämpfen Sie in packenden Mehrspielerduellen online um die Herrschaft in Mittelerde

Meine Meinung:

Wer das Buch oder die Film-Trilogie \"Der Herr der Ringe\" mochte, wird auch dieses Spiel mögen. Das Grundprinzip ist dabei von WarCraft entlehnt, also 4 Rassen (Gondor-Menschen, Pferdeherren, Mondor-Orks und Isengard-Uruks) und alle bekannten Helden wie Aragon, Gandalf, Eomer, Faramir, Nazgûl oder Saruman: Man sammelt Ressourcen, erschließt neue Basen (die leider nur an vorgegebenen Stellen gebaut werden können), bildet Einheiten aus und versucht sie möglichst schnell zu upgraden.

Ähnlich wie bei WarCraft gibt es einen Fertigkeitenbaum: Man sammelt durch Kampferfahrungen Punkte, die man für verschiedene hilfreiche Spezialfähigkeiten einsetzen kann, zB einen Balrog beschwören oder die Untotenarmee zu rufen. Daneben existiert noch ein Erfahrungssystem für die einzelnen Helden, die mit mehr Erfahrung Spezialangriffe wie zB Legolas\' Pfeilregen ausführen können. Ebenfalls von WarCraft wurde die Einheitenbeschränkung übernommen, die aber durch das Hinzugewinnen von entsprechenden Landesteilen erhöht werden kann.

Hauptbestandteil im Einzelspielermodus sind die beiden Kampagnen der Guten Seite und der Bösen Seite. Bei der \"Guten Kampagne\" spielt man zuerst mit den Gefährten in den Minen von Moria über Lothlorien bishin zum Bruch der Reise. Danach folgt das Kapitel, wo man als Spieler Rohan befreien muss, natürlich auch mit dem Höhepunkt, der Schlacht von Helms Klamm. Danach spielt die Kampagne in Ithilien und somit Gondor weiter, wo alles auf die Schlacht auf den Pelennorfeldern (Minas Tirith) hinausläuft. Später muss man dann noch Sauron am Schwarzen Tor herausfordern.

Bei der \"Bösen Kampagne\" fängt man indes mit Sarumans Kampf gegen Rohan an. Danach folgt der Kampf als Mordor-Orks gegen Minas Tirith. Größtes Manko dabei ist jedoch, dass man als Mordor-Ork-Spieler fast keine Helden hat. Nur selten hat man die Möglichkeit einen Nazgûl zu rufen oder gar den Hexenkönig.

Es gibt zwar dazu noch die Möglichkeiten einzelne Gefechte nachzuspielen als Einzelspieler und auch online als Multiplayer, doch macht das nicht annähernd soviel Spaß wie die Kampagne. Das ist auch ein Problem für die Langzeitmotivation, denn die Kämpfe online sind wenig interessant meiner Meinung nach. Vor allem fehlt es an der taktischen Vielfalt verglichen mit WarCraft.

Was vor allem dem Spiel fehlt, ist jedoch die falsche Dimension der Einheiten. Während bei aktuellen Spielen wie Rome: Total War auch mal locker mehr als 1000 Einheiten auf dem Spielfeld sind, sind es bei diesem Spiel selten mehr als 100 pro Seite. Das nimmt besonders den \"Massenschlachten\" wie Helms Klamm oder bei Minas Tirith die Endzeit-Atmosphäre und macht auf Dauer irgendwie das Spielen auch langweiliger. Außerdem sind Kamera-/Ansichtsmöglichkeiten der Einheiten mehr als bescheiden.

Unterstützt wird das Spiel vor allem durch den wunderbaren Soundtrack aus dem Film und auch durch entsprechende kleine Sprachsequenzen der Helden. Gelegentlich taucht eine Einspielsequenz auf, die stark an die Filmtrilogie orientiert ist.

Von der Handlungslinie stellt das Spiel recht genau auf die des Films ab. Kleinere Abweichungen sind wohl unvermeidlich, aber passen im Großen und Ganzen in den Kontext der Geschichte. Schön ist es aber, dass auch mal die böse Seite gewinnen kann. ;-)

Wie oben schon angedeutet, fehlt es dem Spiel aber an Langzeitmotivation. Mehr als 1-2 Monate reizt das Spiel nicht. Das liegt vor allem an den nicht grad prickelnden Multiplayermode.

9 Bewertungen, 1 Kommentar

  • bienemaja1972

    27.02.2005, 17:58 Uhr von bienemaja1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    bericht :-) lg biene